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FUCHSFEUER

von Snowfoxy
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Megumi Fushiguro Nobara Kugisaki OC (Own Character) Satoru Gojo Shoko Ieiri Yuji Itadori
30.03.2021
23.02.2022
69
238.515
111
Alle Kapitel
315 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
07.12.2021 2.815
 
Kurze Author-Note:

Wir nähern uns mit Stolpersteinen dem Ende zu, seid ihr auch schon so aufgeregt wie ich? ٩(ˊᗜˋ*)و

Aber zu allererst:

♡ O-tanjoubi omedetto! (oder was ich auch ganz süss finde) Happii baasudee! ♡

Unser white-haired God Mr. Gojo feiert heute Geburtstag und deswegen gibts auch heute ein Kapitel von Fuchsfeuer! Leider ohne Junka und auch mit nur ganz wenig Satoru gegen Ende…Aber keine Sorge, ich habe ein ganz besonderes Geburtstagsspecial geplant, wenn wir in der Geschichte chronologisch so weit sind =✪ ᆺ ✪=
Junka, Satoru & die ganze JJK Fam haben zurzeit ja Mitte/Ende Juni und Hochsommer. Aber ein kleiner Timeskip, den wir gegen Ende noch bekommen, wird das schon geradebiegen.
Ich glaube dieses Special wird euch gefallen und ganz besonders unserem Lieblingsfuchs ⚈   ̫ ⚈
Ihr dürft gespannt sein!

Kurze Frage: Hättet ihr gerne zu Songlyrics japanischer Lieder auch den originalen Songtext? Natürlich im Romaji? Ich könnte selbstverständlicherweise auch Kanji dazutun, aber ich persönlich kann damit leider 'noch' nicht so viel anfangen ^.^

Lasst es mich wissen!

Dieses Kapitel fällt eher kürzer aus, dafür aus zwei verschiedenen POV's! :3

Und wer sich fragt, wie es unserer Kitsune-chan so ergeht... Der Song und die Lyrics sprechen wohl für sich...

Schneefuchsi ist jetzt leise, wünscht euch eine schöne Mittwoche und geht jetzt ein Kerzlein in ihrem Gojo-Schrein anzü- ääh ich meine ins Bett! (⚈   ̫ ⚈)

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I’m fine even if I am on my own
Me pretending to be strong is overflowed by that declaration
To think that the beautiful days we had together
Could be this heartbreaking...

If I have to live alone
I will not love anyone else

Your scent and the way you talk
Even now, I can feel pieces of your fragmented love all over my body
My wish, my only wish
Is that somewhere, you’re crying, too

Every new step I take is always
Heavy and lonely

If I am yet to be born
I would love to meet you again.

Midsummer’s sunshine, midwinter’s white snow
In the middle of the changing seasons pieces of love are falling down
I am happy, but I am also lonely
Because my love is bigger than you

With the key in your hands
You left this canary which has no reason to sing anymore
Alone in its dark cage

Your scent and the way you talk
Even now, I can feel pieces of your fragmented love all over my body
My wish, my only wish
Is that somewhere, you’re happy

Unlasting world
The course of love
Forever thinking of you...


Interpret (Niemand geringeres als THE LEGEND herself) : LiSA - unlasting: https://www.youtube.com/watch?v=dn9S0t3xXn4



.......................




Nach vielen Stunden des Ausharrens neben Makis Krankenstätte hatte die Erschöpfung Nobara überwältig und sie war, mit den Kopf auf den Armen abgelegt, in einen tiefen, traumlosen Schlaf hinabgeglitten.
Nachdem die Schwerverletzen genug stabilisiert, gewesen waren für den Transport, hatten sie alle den Rückzug, die Heimreise angetreten, fort von den zerfallenden, verkohlt glimmenden Ruinen der Akademie Kyotos. Angsterfüllt und zitternd hatte Nobara Makis Hand festgehalten, der Moment, in dem sich die junge Frau vor sie hingestellt hatte und sie vor dem Special Grade namens Hanami beschützt hatte, sich immer wieder vor ihrem inneren Auge abspielend.
Während sie Makis blasses Gesicht nicht aus den Augen gelassen hatte, hielt sie ihre kalten Finger fest in ihrer Hand, rieb über die Haut, drückte sanft und doch fest genug zu, in der Hoffnung eine Reaktion spüren zu können.
Schuldgefühle hatten ihr Herz durchzuckt, wann immer sie den dicken Verband betrachtete, der um ihr rechtes Auge gewickelt war.
Wäre ich doch nur stärker, hätte mich selbst nicht so überschätzt. Ich wollte sie beeindrucken und sie musste dafür beinahe mit dem Leben bezahlen. Nur um mich zu schützen.
Doch irgendwann zollten die intensiven, quälenden Gefühle ihren Tribut und beförderten Nobara in einen schläfrigen Zustand der Erschöpfung, die Decke, die Ieiri um ihre Schultern legte, spürte sie gar nicht mehr.
Jedoch nahm sie schlaftrunken eine zaghafte Berührung in ihrem Haar wahr, schlanke und doch starke Finger, die zuerst sanft über ihren Hinterkopf strichen und sich dann in ihren Strähnen vergruben.
Unbewusst stiess sie ein zufriedenes, miauendes Geräusch aus und fühlte wie die tiefsitzende Anspannung aus ihren Schultern wich.
Doch als sie ein leises, melodisches Lachen hören konnte, riss sie erschrocken die Augen auf. Alarmiert hob sie ruckartig den Kopf, konnte fühlen wie ihre Haare fürchterlich abstanden und der erschöpfte Schlaf auf ihren Armen, tiefe Rillen in ihre Gesichtshaut gezeichnet hatte.
Nobaras warme, hellbraune Iriden trafen auf Makis übrig gebliebenes, olivgrünes Auge, welches sie belustigt und liebevoll betrachtete, doch rasch in Sorge umschlug, als sie beobachtete wie sich die Augen der jüngeren Sorcerin mit Tränen füllten.
Nobaras Nasenflügel bebten unkontrolliert als die Ereignisse der vergangenen Nacht voller Wucht trafen, das Geräusch, als Hanamis Angriff Makis eine Gesichtshälfte zerfetzte und sie schwer verletzte, plötzlich wieder präsent.
Sie hat meinetwegen die Hälfte ihres Augenlichts verloren.
«M-Maki Sen-Senpai-», Nobara versuchte sich zusammenzureissen, eine Stütze für diesen, für sie besonderen und wichtigen Menschen zu sein, doch nach all diesen Stunden der Angst und der Sorge Maki lächelnd vor sich zu sehen, fegte sämtliche Vorsätze hinfort.
Reuevoll senkte Nobara ihren Kopf, war froh, dass so ein Teil ihrer Tränen verdeckt wurden und flüsterte: «Gomenasai. E-ES tut mir so leid. Nur m-meinetwegen- Dein Auge-», der dicke Kloss in Nobaras Hals liess sie husten und machte es ihr schwer zu sprechen und als Maki ihre geballte Faust, die sie gegen ihren Oberschenkel gepresst hatte, sanft in ihre Hand nahm, verstummte sie vollständig.
Ein Schluchzer entschlüpfte ihren Lippen, als sie Makis Daumen spürte, der ihr beruhigend über den Handrücken fuhr, ihre Stimme tröstend das Wort an sie richtete: «Kugi, sieh mich an.»
Der Spitzname, den sie so sehr liebte, da Maki die unschöne Bedeutung des Kanji für Kugi, welches so viel wie Nagel, anheften bedeutete, nahm und durch eine gewollt falsche Aussprache in etwas so viel Schöneres verwandelte.
Kugi klingt doch wie Cookie? Weil du so süss wie ein Keks bist.
Fest biss Nobara sich auf die Zähne, konnte die Zahnreihen aneinander knirschen hören, als sie ihren ganzen Mut zusammennahm und ihren Blick hob, mit dem Schlimmsten rechnete, nämlich den Vorwurf in Makis Auge, Ablehnung in ihren Zügen.
Stattdessen sagte sie: «Ich würde jederzeit mein anderes Auge für dich hergeben. Das Einzige was ich dann bereuen würde, wäre, dass ich dich nicht mehr ansehen könnte. Das wäre wahrlich ein schwerer Verlust.»
Trotz ihrer schweren Verletzung schenkte Maki ihr ein verwegenes Lächeln, welches eine sanfte Röte auf ihre Wangen zauberte. Nobaras Tränen versiegten und bevor sie sichs versah, hatten sich ihre Finger sich mit Makis verschränkt, ihr Herzschlag trommelnd in ihren Ohren.
Hat sie das gerade wirklich gesagt?
Nobara wagte es ihre Lippen zu einem vorsichtigen, zögerlichen Lächeln zu formen, als Makis nächste Frage es gefrieren liess.
«Wo sind die anderen? Wie geht es Momo, sie hat es ja auch schwer erwischt? Und Junka?», Maki setzte sich ächzend auf, schien nicht zu bemerken, wie Nobara neben ihrem Krankenbett zur Salzsäule erstarrte, unfähig ihre Fragen zu beantworten.
Unbehelligt stopfte Maki ein Kissen hinter ihren Rücken, kratzte sich neben dem dicken Verband und seufzte: «So wie ich sie kenne, macht sie sich bestimmt Vorwürfe. Hoffentlich hat Yuji ihr diese schnell ausgetrieben.»
Zu mehr kam Maki nicht, da Nobara sie in eine klammernde Umarmung zog, die sie verlegen machte, aber freudig begrüsste. Makis Lächeln verblasste jedoch, als sie spürte, wie stark ihre zierliche Freundin zitterte und strich ihr beruhigend über den schmalen Rücken, Nobara konnte ihren Gesichtsausdruck aus dem Augenwinkel wahrnehmen.
Ich muss es ihr sagen, auch wenn ich es selbst nicht glauben will.
«Junka… ist weg. Sie ist gegangen und Momo… Momo ist tot.», der Satz kam erstaunlich monoton über ihre Lippen, so als ob sie einen bösen Traum beschrieb und nicht die harte, schreckliche Wirklichkeit.
Ein ersticktes, ungläubiges Geräusch erklang in Makis Kehle und langsam erwiderte sie Nobaras Umarmung, verstand nun warum diese so impulsiv gehandelt hatte.
«Wo- Wohin? Warum ist sie- Momo, bei Gott nein… Mai? Wie geht es meiner Schwester!», Nobara beruhigte sie sofort, erklärte ihr die veränderten Umstände aufgrund des Angriffs.
Durch die ausgedehnten Brände lag der Grossteil der Akademie Kyotos in verkohlten Trümmern, woraufhin die übrig gebliebenen Schüler und Lehrerschaft sich nach Tokyo zurückgezogen hatten, um sich hier zu verschanzen.
Ob wir hier so sicher sind? Die Muratas können Master Tengens Barriere ausser Kraft setzen. Genauer gesagt sind nur Junka und ihr Bruder nebst Masaru Murata in der Lage, laut Gojo-Sensei. Aber wer weiss?
Nobara löste sich von der angeschlagenen Sorcerin, rieb sich müde über die Augen und versuchte die düsteren Gedanken zu verdrängen, als sie irritiert die feinen Augenbrauen zusammenzog.
Maki begann sich mit grimmigem Gesichtsausdruck aus dem Bett zu hieven, als Nobara alarmiert sie an den Schultern packte und sanft zurückstiess.
«Du darfst dich nicht zu stark bewegen, du hast eine schwere Kopfverletzung erlitten!», Nobaras panischer Ausruf stiess auf taube Ohren, das satte Olivgrün Makis glomm eisern, der Ausdruck darin kraftstrotzend, so als ob sie nichts aufhalten könne.
Wie eine Naturgewalt.
«Wir müssen sie zurückholen! Du kennst Junka, sie zieht sich zurück, weil sie glaubt uns damit zu schützen und schadet sich selbst so am Allermeisten.», Nobara entging nicht das seichte Schwanken in Makis Gestalt, ein angsterfülltes Gefühl in ihr ergriff die Oberhand.
Deutlich lauter als beabsichtigt brüllte sie: «Du gehst nirgendswo hin! Du bist verletzt und wirst dich erholen, hast du verstanden! Ich möchte dich nicht auch noch verlieren!» Tränen sammelten sich am Ende des Satzes in ihren Augen, sie versuchte mit immer lauter werdender Stimme davon abzulenken, was jedoch leider misslang.
Grimmig presste Maki ihre Lippen aufeinander, es widerstrebte ihr untätig im Bett zu liegen, während ihre Freunde sie brauchten, doch Nobaras bebende Hände, die ihre Schultern umklammerten und der verletzliche Ausdruck in ihren Augen liess sie kapitulieren.
Erleichtert atmete Nobara auf, nahm ihre Hände von ihrer Freundin und rieb sich peinlich berührt über ihren Oberarm, war plötzlich unfähig in Makis Gesicht zu sehen.
Ich hätte sie nicht so anfahren sollen.
Gerade als sie sich entschuldigen wollte, betrat Ieiri Shoko das Zimmer, um nach ihrer Patientin zu sehen.


Shoko atmete mit aufgeblasenen Wangen aus, als sie leise die Türe hinter sich schloss, die Spannung, die im Raum hinter ihr geherrscht hatte, hatte sich schwer auf ihren Schultern abgelegt.
Sie war schon immer sehr empfänglich für die Empfindungen anderer gewesen, dieser besonderen Einfühlsamkeit war es zu verdanken, dass sie ein solches Talent für die Behandlung und Verschliessung von Wunden besass.
Da liegt viel Ungesagtes zwischen den Beiden. Am besten lasse ich sie für den Rest des Abends in Ruhe. Maki meldet sich schon, falls sich ihr Zustand verschlechtern würde.
Nachdenklich lief Shoko den Gang entlang, in Richtung ihres anderen Patienten, ein unangenehmes Gefühl in ihrer Magengrube.
Denn schliesslich war der Patient, der ruhend im Krankenlager lag, nur ihretwegen in diese Lage geraten.
Nanami Kento, der sich furchtlos dem Fuchsfeuer entgegengestellt hatte und nur haarscharf mit dem Leben davongekommen war.
Shoko konnte jetzt noch seinen Körper spüren, der aufgrund des Schmerzes rebelliert hatte, doch keinen Millimeter abgerückt war. Sie verzog ihr Gesicht und verspürte plötzlich den Drang nach einer Zigarette, ihre Herzfrequenz erhöhte sich unangenehm und verteilte das stechende Gefühl der Schuld in ihrem Körper.
Shoko hatte unternommen was ihr möglich war, doch sie verfügte über kein sagenumwobenes Hoju, einen magischen Gegenstand, der es ihr möglich machte auf beeindruckende Heilfähigkeiten zu zugreifen.
Er wird sein Leben lang Narben davontragen. Und nicht nur Äusserliche.
Shoko war heilfroh, das Nanami noch in einem erholsamen, tiefen Schlummer ruhte, sie konnte ihm noch nicht unter die Augen treten. Sie wusste an eigenem Leib, dass eine Nahtoderfahrung einen Menschen veränderte, einen nachts schweissgebadet, schreiend aufwachen liess.
Gerade deshalb hatte sie sich in ihre Berufung gestürzt, nicht eine Sekunde innegehalten, seit sie aus der grauen, dumpfen Leere zurückgeholt worden ist. Seit dieses warme, intensive Licht sie aus dieser anderweltlichen Ebene zwischen Leben und Tod manövriert hatte.
Nun, da sie einen Moment für sich hatte, konnte sie den Schock heran galoppieren spüren, polternd und unbarmherzig. Ihre Augen lagen auf Nanamis Gestalt, der regungslos schlief, doch ihre Gedanken waren weit weg, liessen den Moment Revue passieren, als sie ein totgeglaubtes Gesicht erblickt hatte.
Suguru.
Seinen Namen in ihren Gedanken auszusprechen hatte einen grösseren Effekt auf sie als ihr lieb war, ihr Herz zog sich zusammen und ihr Hals wurde derart eng, dass sie sich räuspern musste.
Für einen starken Sake würde ich jetzt morden.
Ihre trockene Kehle dürstete es nach Hochprozentigem, wie immer, wenn ihre Gefühle ihren logischen Verstand durcheinanderbrachten, sie aus dem Gleichgewicht stolpern liessen.

«Wie geht’s ihm?», die heisere Stimme direkt neben ihr überraschte sie, doch sie kannte Satoru lange genug, um diese Eigenart seinerseits zu kennen.
Aus dem Nichts auftauchen und verschwinden, sein Dasein, das jeglichen Regeln der Norm widersprach.
Shoko wandte ihren Kopf und presste leicht ihre Lippen zusammen, sie erkannte die Gefühlsregung, die Satorus Gesichtszüge verhärtete.
Verlust.
Jedoch kannte sie auch Satoru gut genug, um zu wissen, dass sie über solche Dinge nicht redeten, also sagte sie: «Er kommt durch, Hoju sei Dank. Irgendwelche Neuigkeiten?»
Shoko erwähnte ihren Namen bewusst nicht, wusste um die Macht, die Namen beinhalteten. Ein starres Grinsen formte sich auf Satorus Zügen, seine Augen hinter der Brille weit aufgerissen und Shoko verspürte wieder das Bedürfnis, laut Luft aus ihren aufgeblasenen Wangen auszublasen. So ein klein wenig der Spannung loszuwerden, die andere Personen mit ihren Emotionen auf sie ausübten.
«Noch nicht, aber ich lasse ihr einen kleinen Vorsprung. Macht die Sache spannender.», obwohl sein Grinsen aalglatt und das Pokerface lückenlos war, kannte Shoko den kratzigen, verletzlichen Klang seiner Stimme.
Wir beide, hoffnungslose Fälle. Was Suguru dazu sagen würde?
Shoko wagte es nicht, diesen Gedanken zu Ende zu denken und räusperte sich, stupste den hochgewachsenen Sorcerer neben ihr mit der Spitze ihres Ellenbogens an, um dann in Richtung des Ganges zu nicken.
«Ich hab eine Flasche besonders starken Sake in meinem Büro. Komm und leiste mir Gesellschaft.», sie wartete die Antwort Satorus nicht ab, schenkte Nanami einen letzten, langen Blick, bevor sie ihre Hände in den Taschen ihres Kittels vergrub und das ergreifende, durchdringende Gefühl erstickte, welches ihre Brust einengte.
Nicht nur Schuld, sondern auch intensive Rührung, Unglaube darüber, dass jemand sein Leben für sie opfern würde.
Ungefragt, unüberlegt, ohne zu zögern.
Shoko schüttelte ihren Kopf, ihr Mundwinkel zuckte belustigt, der Ansatz eines traurigen Lächelns auf ihren Lippen, Wehmütigkeit zeichnete ihr Antlitz weich.
Baka. Weisst du denn nicht, dass so ein Opfer verschwendet an mich ist?
Ein sachter Windstoss fuhr über sie hinweg und sie bemerkte Satoru, der schweigend neben ihr herging, genoss die tröstende Wirkung, die seine Präsenz auf sie ausübte.
Sie wusste instinktiv, dass für ihn das Gleiche galt, ihre Beziehung reichte Jahre zurück und bedarf keiner Worte, um zu erklären, was sie beide verband.
Blut, Schweiss, Tränen, Schwäche und das machtlose Gefühl, wenn man diejenigen verliert, die einem alles bedeuten, all dies hatten dieses tiefe, geschwisterliche Band zwischen ihnen geschmiedet.
Während Shoko den Gang gemeinsam mit ihm entlang ging, fiel ihr die beiden Gestalten auf, die durch das Fenster erkennbar waren. Die untergehende Sonne erleuchtete das vertraute Gelände der Akademie gerade noch genug, um Yuji und Megumi zu offenbaren, die auf den steinernen Stufen des unweit entfernten Sandplatzes sassen.
Unbewusst hielt Shoko inne, zwirbelte eine Haarsträhne zwischen den Fingern und seufzte leise, als sie sah wie Yuji den Kopf in die Hände legte, eine starke Anspannung von seinen Schultern ausgehend.
Megumi neben ihm tätschelte unbeholfen seinen Rücken, liess selbst den Kopf hängen und rieb sich fahrig durchs Haar, hob den Kopf, als Mai gemeinsam mit Kasumi neben ihn herantrat und seine Schulter drückte.
In solchen Momenten kommen die sonst einzelgängerischen Jujutsu-Sorcerer zusammen, wenn Verlust und Sorge uns schwach machen. Nur im Rudel, in der Familie kann man überleben, alleine verkümmert der einsame Wolf und stirbt.
Shokos Herz wurde schwer, als ihre Gedanken zu Junka abschweiften und sie sich fragte, wie es der jungen Frau erging, wissend, wie stark ihre Bande zu allen hier waren.
Wissend, wie sehr die Liebe zu jedem einzelnen ihrer Freunde, ihrer Familie sie bisher geerdet und gestärkt hatte. Shoko konnte und wollte sich nicht vorstellen, wie sie sich jetzt fühlen musste, allein auf sich alleine gestellt und getrennt von ihnen allen.
Sie musste nur einen Blick zu Satoru an ihrer Seite werfen, hinter seine abschottende Fassade von Gleichgültigkeit und Frotzelei und konnte sich dies begrenzt ausmalen, gut genug, so dass sie sorgenvoll kurz die Augen schloss.
Erneut seufzte sie schwermütig, lehnte ihren Kopf an die starke Schulter neben ihr und presste eine Hand gegen ihre Brust, sandte ein kleines Schutzgebet an Inari, obwohl sie nicht gläubig war und sie wusste, was mit der Kami geschehen war.
Alleine verkümmert der einsame Wolf und stirbt.
Oder der Fuchs…

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Did anybody get that reference? *winky wonky*
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