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Who will you choose?

GeschichteSchmerz/Trost / P16 / Gen
Captain Jack Sparrow Davy Jones OC (Own Character)
30.03.2021
23.04.2021
12
11.870
1
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04.04.2021 462
 
Dies ist ein Oneshot.
Ihr solltet vorher meine Geschichte: "When love is your curse" gelesen haben! :)

Es war Nacht in Port Royal.
Der Mond und die Sterne spiegelten sich im dunklen Meer und die Wellen trafen mit einem lauten Rauschen auf den warmen, weißen Sand. Kein anderes Geräusch störte die nächtliche Stille, lediglich das Wasser und das leise Atmen der beiden Frauen am Strand.
Sie schwiegen, doch es war ein angenehmes Schweigen und sie hielten sich an der Hand.
Beide waren in ihre eigenen Gedanken versunken, doch eine seltsame Mischung aus Frieden und Unruhe lag in der warmen Nachtluft.
Die Braunhaarige zupfte nervös am Saum ihres gelben Kleides, während die Schwarzhaarige immer wieder ängstlich über die Schulter sah,
Die beiden jungen Frauen sollten eigentlich Zuhause in ihren warmen Betten liegen und auch die Sperrstunde war schon längst überschritten.
„Ich kann nicht glauben, dass morgen alles vorbei sein soll!“, murmelte Brünette schließlich.
„Ich heirate diesen wichtigen Lord, ziehe weg von hier und verlasse dich für immer!“
Traurig sah sie zu der Schwarzhaarigen.
„Bitte, denk nicht daran!“, erwiderte diese flehend. „Wir haben diesen letzten Abend zusammen, Cass. Und nur das zählt.“
Mit diesen Worten küsste sie ihre Freundin, legte all ihren Schmerz und ihre Liebe hinein.
Eng umschlungen, stumm weinend und jetzt schon voller Angst vor dem Abschied am nächsten Tag, schliefen die Beiden ein.

Am nächsten Morgen eilten sie, müde und mit Rückenschmerzen von der kurzen Nacht im Freien, zu ihren Häusern zurück.
Nervös,schon mit einer Hand auf dem Türgriff des kleinen Backsteinhauses, legte die Schwarzhaarige ein letztes Mal ihre Lippen auf die ihrer Geliebten, spürte ihre Tränen auf ihren Wangen und vergaß alles, sogar die Gefahr, erwischt zu werden.
Erst ein lautes und angeekeltes: „Missgeburten!“, riss sie zurück in die Realität.
Erschrocken fuhr sie herum und starrte direkt in die grünen Augen des Commodores.
„Abführen! Diese beiden Damen haben am nächsten Morgen eine Verabredung mit dem Galgen!“, verkündete er und winkte seine beiden Soldaten zu sich. Verzweifelt sahen die beiden Frauen sich an, dann zog die Brünette ein Messer aus einer Tasche ihres Kleides. Drohend hielt sie es vor sich.
„Flieh, ich halte sie auf!“, zischte sie an ihre Begleitung gewandt.      
„Nein! Ich…“ Die Brünette unterbrach sie. „Renn verdammt nochmal, Mary-Ann!“, zischte Cass.
Die Schwarzhaarige drehte sich um, rannte los und spürte dabei den verzweifelten, flehenden, liebevollen Blick aus den blauen Augen ihrer großen Liebe auf sich.
Die brünette Frau wehrte sich, tat alles damit die Soldaten ihrer Freundin nicht folgten.
Doch eine Minute später war sie gefesselt, ihre Knie aufgeschürft vom Stein, ohne irgendeine Chance zur Flucht.
Sie spürte das kalte Metall des Degens auf ihrer Haut, die heißen Tränen auf ihren Wangen.
Und am nächsten Tag nahm der Galgen Cassidy das Leben.
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