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Alles auf Anfang

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Mix
Alexander "Alec" Lightwood Clarissa "Clary" Fray Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane Simon Lewis
27.03.2021
07.09.2021
3
4.833
3
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
07.09.2021 1.461
 
Hallo und guten Tag Zusammen,

es tut mir ehrlich Leid, dass so lange nichts Neues von mir kam. Bei mir geht es drunter und rüber, aber ich bin jetzt wieder dabei und hoffe, dass ich wieder regelmäßig neue Kapitel posten kann.
Ich danke Ellie für ihre Korrekturen und freue ich natürlich weiterhin über eure Rückmeldungen.

Viele Spaß beim Lesen:

Nervös saß sie vor der Tür. Das inzwischen allzu vertraute Kribbeln begleitete sie auch heute. Sie war sich sicher, dass irgendjemand da war und sie beobachtete, aber egal was sie auch tat, sie konnte niemanden entdecken. Schnell schüttelte sie den Kopf und konzentrierte sich auf ihre Abschlussprüfung. Eigentlich konnte nichts mehr schief gehen, sie hatte ihren Abschluss mit Bestnoten bereits in der Tasche… Ihre Bilder in der Galerie fanden Gefallen und sie war bereits eine bekannte Künstlerin.
Während sie an ihre Bilder dachte, fielen ihr die Momente ein, in denen irgendetwas auf ihrem Bild erschien, an dessen Zeichnung sie sich nicht erinnern konnte: ein Keks, ein Stift, einmal sogar ein Radiergummi. Bevor sie sich jedoch weiter darüber Gedanken machen konnte, ging die Tür neben ihr auf:
„Ms. Fairchild? Kommen Sie bitte rein!“

Jace beobachtete Clary, wie sie den Prüfungsraum betrat. Er war sich sicher, dass sie ihn immer spüren konnte. Aber inzwischen schaffte er es außerhalb ihres Sichtfeldes zu bleiben. Das war das Versprechen, dass er Alec, Izzy und Simon hatte geben müssen. Sie hatten ihn irgendwann zu dritt gestellt, da sie Angst um ihn und Clary hatten. Was die drei jedoch nicht wussten, er hatte es geschafft einen Termin bei den stillen Brüdern zu erhalten. Bereits morgen Abend würde er dort erscheinen und hoffentlich eine Möglichkeit finden, wie er sich Clary langsam wieder nähern durfte.
Die nächste Stunde stand er nervös vor dem Prüfungsraum herum und wartete darauf, dass Clary endlich wieder erschien. Sobald sich die Tür öffnete, war er auch schon wieder in den Schatten verschwunden. Das Glänzen in Clarys Augen zeigte deutlich, dass sie auch diese Prüfung bestanden hatte. Unauffällig begleitete er sie noch nach Hause und ging anschließend ins Institut zurück.

**********************************************

Pünktlich stand Jace auf dem Friedhof und wartete auf einen der stillen Brüder.
‚Jace Herondale. Es ist schön, dich zu treffen‘, erklang die Stimme von Bruder Enoch aus der Stille. Jace drehte sich um, und verneigte sich höflich zum Gruß.
‚Folge mir. Wir werden das Gespräch unten führen‘, kam die Anweisung und der stille Bruder trat durch den Grabeingang.
Jace folgte ihm und musste sich gestehen, dass er ziemlich nervös war. Er hoffte so sehr, dass die stillen Brüder ihm helfen konnten. Es zerriss ihn jeden Tag ein bisschen mehr, dass er Clary nicht treffen durfte.
‚Jace Herondale. Was führt dich zu uns, Shadowhunter?‘, erklangen die Stimmen der stillen Brüder gleichzeitig.
„Ich ersuche Eure Hilfe. Die Engel haben Clary bestraft und uns den Kontakt zu ihr verboten. Aber die Dämonen sehen sie weiterhin und sie ist Teil der Schattenwelt, ohne sich wehren zu können. Ich muss mit den Engeln sprechen und ihr helfen!“, erklärte Jace emotional.
‚Und du erzählst nicht die ganze Wahrheit. Du liebst sie und willst sie zurück haben!‘, kam die sofortige Antwort der stillen Brüder.
„Ja, ich liebe sie und ja, ich will sie zurück haben. Aber es ist wahr, dass ich seit über einem Jahr regelmäßig Dämonen in ihrer Nähe töte und sie schützen muss. Clary ist seit ihrem Gedächtnisverlust allein und auf sich gestellt. So grausam sind die Engel nicht. Bitte, was kann ich machen, damit ich Kontakt zu ihr aufnehmen darf?“ Jeder konnte Jace‘ Verzweiflung hören und das folgende Schweigen machte es noch deutlicher.
‚Die Engel verzeihen schwer. Wenn jedoch ein Dämon eine vermeintliche Mundi angreift, dann ist es dir gestattet, diese Mundi zu retten. Sollte dabei das Gedächtnis der Mundi wieder hergestellt werden, hast du deine Antwort, Shadowhunter!‘
Sobald sie fertig waren, verließen alle stillen Brüder den Raum, bis auf Enoch.
Überrascht blickte Jace zu diesem: „Heißt das, ich soll sie angreifen lassen und einfach zusehen und abwarten?“ Geschockt blickte er den letzten der stillen Brüder an.
‚Nein, Jace, nicht zusehen und abwarten. Aber du musst abwarten, ob sie ihr Gedächtnis allein zurückerhält. Öffne die Tür, hindurch gehen muss sie jedoch selbst.‘

*****************************************
Einige Tage später saßen Izzy, Alec und Simon in Izzys Zimmer und diskutierten über Jace. Ihnen war sein verändertes Verhalten natürlich aufgefallen und sie waren sich einig, dass ein ruhiger Jace nichts Gutes verheißen konnte.
„Er hat die letzten Tage immer Abstand zu Clary gehalten…. Ich mache mir eher Sorgen, weil er scheinbar nicht bemerkt hatte, dass ich ihm folge.“, sagte Simon.
„Er hat dich bemerkt, Simon“, erklärte Izzy lachend. „Er hat es einfach ignoriert!“ Vorwurfsvoll blickte Simon zu seiner Freundin.
„Das ist egal. Mir gefällt nicht, wie sich Jace im Moment verhält. Aber reden will er auch nicht!“ Alec beendete die Diskussion, bevor sie entstehen konnte.
Es klopfte an der Zimmertür und Simon stand sofort auf, um sie zu öffnen.
„Sehr gut, also ein Familientreffen. Wenigstens muss ich euch dann nicht mehr länger suchen…“ Jace betrat das Zimmer und setzte sich an Izzys Schreibtisch.
Schweigend blickten alle zu ihm und warteten bis er endlich weitersprach. „Ich war bei den stillen Brüdern!“
„Was?“, fragte Simon.
„Oh Jace!“, stieß Izzy gleichzeitig aus und Alec wollte wütend wissen: „Wieso gehst du zu den stillen Brüdern und ich weiß nichts davon?“
Schnell hob Jace die Hände, um seinen Geschwistern und Simon zu zeigen, dass er bereit war, weiter zu sprechen.
„Ich…“ Nervös strich er sich die Haare aus dem Gesicht. „Ich habe es nicht mehr ausgehalten. Ihr habt euch gegenseitig, aber die Frau, die an meiner Seite stehen sollte, erinnert sich nicht mehr an mich! Ohne Clary bin ich nicht mehr fähig weiter zu machen. Und…“ Langsam atmete er tief durch, sammelte sich und sprach dann weiter. „… lieber lasse ich mich von den Engeln bestrafen, als so weiter zu machen!“
Betroffen blickten die drei zu ihm und schwiegen. Keiner konnte Widersprechen oder das ganze in irgendeiner Form abmildern.
„Was haben die stillen Brüder gesagt? Die Engel vergeben nicht leicht, das weißt du!““, fragte Alec bemüht ruhig, konnte die Sorge und Wut aber nicht ganz unterdrücken.
„Es gibt eine Chance, aber nur eine kleine… und wenn es nicht funktioniert, dann…“ Jace konnte den Satz nicht beenden, zu groß war seine Angst davor.
„Ok, Jace, jetzt erzähl uns schon was die stillen Brüder gesagt haben. Wir werden schon eine Lösung finden. Ich vermisse sie genauso sehr wie du!“, Izzy ging zu ihm und schloss ihn in ihre Arme. Dass Jace nicht zurückwich, sondern sie ebenfalls in seine Arme schloss, sagte mehr, als alles Gesprochene der letzten Wochen.
„Falls, und das haben die Brüder ständig wiederholt, falls die Engel Clary vergeben wollen, muss sie sich selbstständig daran erinnern, wer sie ist. Sie muss den Weg alleine finden und ich darf mich nicht einmischen.“
„Was heißt das genau?“, fragte Simon sofort hoffnungsvoll.
„Ich habe Bruder Enoch im Anschluss noch einmal gefragt, ob ich es wirklich verstanden habe… Es bedeutet, dass wir Clary ins kalte Wasser werfen müssen. Sie muss die Dämonen sehen und sich dann hoffentlich wieder an alles erinnern. Wenn nicht, dürfen wir nichts machen…“
„Und dann ist sie wieder die Alte? Na dann, los, lasst uns einen Dämon schnappen und auf sie hetzen!“ Simon konnte seine Freude kaum unterdrücken.
„Was machen wir, wenn sie sich trotzdem nicht erinnert?“, kam die leise Antwort von Jace.
„Sie muss sich einfach erinnern, etwas anderes werde ich nicht akzeptieren…“ Mit verzweifeltem Blick schaute Jace die anderen an und stand anschließend entschlossen auf.
Innerlich stimmten alle drei ihm zu, aber ihr Blick glitt zu Alec, der auffällig ruhig gewesen war.
„Alec?“, forderte Izzy ihn auf zu sprechen.
„Jace, ich erwarte, dass du so etwas sofort erzählst und nicht erst Tage danach. Wir fangen einen Dämon und werden dann Clary unter halbwegs kontrollierbaren Bedingungen dem ganzen aussetzen. Wenn sie sich dann erinnert, dann haben die Engel ihr vergeben.“

***********************************************

Clarys Tage sahen alle gleich aus. Sie war vormittags damit beschäftigt, neue Bilder zu erstellen, und nachmittags in der Galerie, um die Menschen persönlich zu treffen.
Viele Bilder musste sie mehr als einmal zeichnen, da sie immer wieder Gegenstände oder Symbole zeichnete, die nichts darin zu suchen hatten. Das Porträt, dass sie für einen Kunden anfertigen musste, zeichnete sie bereits das fünfte Mal. Genervt legte sie das eigentlich fertige Bild weg und entschied sich heute Abend auszugehen. Schließlich hatte sie ihren Abschluss mit Bestnoten in der Tasche, verdiente gutes Geld und war rundum zufrieden. Zumindest versuchte sie sich das tagtäglich einzureden, mit mehr oder weniger Erfolg.

Als Jace an diesem Abend sah, wie Clary sich fertig machte, informierte er sofort Alec. Sie hatten alles für ihre „Falle“ vorbereitet und er konnte nun nur noch beten, dass es funktionierte.

Das war er auch schon wieder ;)
Ich hoffe, es hat euch gefallen!
 
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