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Alles auf Anfang

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Mix
Alexander "Alec" Lightwood Clarissa "Clary" Fray Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane Simon Lewis
27.03.2021
07.09.2021
3
4.833
3
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
10.04.2021 1.805
 
Guten Morgen,

hier das zweite Kapitel. Leider muss ich euch jetzt schon vorwarnen: ich denke es gibt in zwei Wochen noch kein neues Kapitel. Mein Computer hat das dritte Kapitel gelöscht und ich muss es neu schreiben :( Ich weiß nicht, ob ich es dann schaffe in zwei Wochen schon soweit zu sein...
Jetzt aber viel Spaß beim zweiten Kapitel!

„Hey Alec! Was hast du denn, Shadowhunter? Probleme?“, wurde Alec von Magnus an der Tür ihrer Wohnung begrüßt.
„Hi“, grüßte er zurück und gab ihm einen schnellen Kuss, bevor er im Bad verschwand. Verwundert blickte der Hexenmeister seinem Mann hinterher. Wenn Alec ihn ignorierte, dann konnte das nichts Gutes bedeuten. Im Normalfall hieß das, dass es entweder Ärger im Unterweltler-Rat gab oder irgendetwas mit Jace nicht stimmte. Magnus war schon lange nicht mehr eifersüchtig auf den Parabatai. Dessen Beziehung und Gefühle für Clary sprachen eine eigene Sprache. In dem Moment, in dem er das dachte, war er sich sicher zu wissen, wo das Problem lag.
Als Alec aus dem Bad kam, hielt ihm Magnus eine Margarita hin und setzte sich anschließend auf das gemütliche Sofa. Nachdem Alec den ersten Schluck getrunken hatte, begann Magnus erneut:
„Willst du drüber reden?“ Alec seufzte und blickte ihn an.
„Es ist Jace… ich mache mir Sorgen. Er verschwindet beinahe täglich und ich bin mir ziemlich sicher, dass er dann bei Clary ist. Wenn er die Engel provoziert, werden sie ihn bestrafen. Aber ich kann es ihm nicht verdenken… ich würde alles tun, wenn du an Clarys Stelle wärst!“ Auch Magnus seufzte. Er verstand Jace ebenso wie Alec, aber sie mussten irgendwie dafür sorgen, dass er sich an die Regeln hielt.
„Willst du ihn einladen und noch einmal mit ihm drüber reden? Ich kann auch sehen, dass ich dann bei Catarina oder so bin…“, bot er an.
„So doof ist Jace nicht, wenn ich ihn hier her zum Essen einlade, weiß er genau, dass ein ernstes Gespräch ansteht.“ Alec grinste und lehnte sich an Magnus. „Ich werde morgen mal wieder mit ihm trainieren… das funktioniert immer noch am besten… außerdem muss dann Simon nicht immer als Boxsack herhalten. Er beschwert sich immer wieder bei Izzy!“ Alec musste lachen. Der Vampir versuchte alles, um irgendwie einen Treffer bei Jace zu landen, da sie erst dann mit Waffen kämpfen würden. Aber Jace war nicht umsonst der Kampfausbilder in seinem Institut.
„Und ich muss dich dann morgen Abend wieder pflegen?!?“, erklang nun Magnus ebenfalls lachend.
„Soll das heißen, du glaubst ich verliere?“ Vorwurfsvoll blickten die blauen Augen zu Magnus.
„Nein, nicht verlieren, aber wenn ihr beide trainiert, hast du danach immer hunderte von blauen Flecken… und irgendwer muss dich dann ja pflegen…“, klang Magnus’ Stimme dunkel.
„… blaue Flecken?“, fragte Alec noch, bevor Magnus sanft ihre Lippen verschloss. Schnell schwieg Alec und genoss die Zärtlichkeit. Eigentlich wollte er zuerst etwas essen, aber die Ablenkung kam ihm nur allzu recht. Seit Magnus die Hexenmeister vertrat und Alec das New Yorker Institut und den Unterweltler-Rat leitete, kamen solche Momente viel zu kurz.
Überrascht schnappte Alec nach Luft, als er die nackte Haut seines Partners spürte. Mit einem Blick in die grünen Katzenaugen ließ er seine Lippen über die Wange in Richtung Magnus’ Ohr wandern. Dort angekommen, flüsterte er: „Wollen wir nicht lieber ins Bett wechseln?“
So schnell, wie Magnus ihn hoch und hinter sich herzog konnte Alec nicht schauen und schon flog er auf das Bett. Lachend schüttelte er den Kopf. Er war es immer noch nicht gewohnt, dass sein Partner ihn wie eine Feder durch die Gegend werfen konnte. Ihm blieb jedoch kaum Zeit sich weiter darüber zu amüsieren, da Magnus andere Vorstellungen hatte.

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„Na, hast du noch Kraft übrig um dich mit einem richtigen Gegner zu messen?“, fragte Alec provokativ, sobald er den Trainingsraum betrat. Es hatte drei Tage gedauert, bis Alec endlich den Mut hatte sich Jace zu stellen. Dieser hatte die letzten zwei Stunden zuerst mit Izzy und anschließend mit Simon trainiert. Simon war gerade bei Alec und Izzy aufgetaucht, um sich über das erneute Training zu beschweren. Alec nahm das als Stichwort, ging sich schnell umziehen und in den Trainingsraum.
„Du glaubst, dass mich das angestrengt hat?“, schnaubte Jace gewohnt arrogant, milderte es jedoch mit dem engelsgleichen, typischen Lächeln ab. Er nahm sich eine Seraphklinge und warf eine zweite zu seinem Parabatai. Sie hatten schon ewig keinen Kampf mehr ausgetragen und er freute sich auf den ihm ebenbürtigen Gegner.
„Nein, ich denke nicht… aber lass das Izzy nicht hören, sonst lässt sie dich dafür büßen!“, antwortete Alec lachend, während er die Klinge fing und sofort in den Angriff überging.
Innerhalb kürzester Zeit waren beide Männer außer Atem und schwitzten. Die Klingen stoben Funken und jeder Außenstehende konnte erkennen, dass hier Profis am Werk waren. Alec konnte nicht sagen, wie lange sie bereits kämpften, aber als Jace seine Klinge einbüßte, fielen ihm die von Magnus benannten blauen Flecken sofort wieder ein. Er warf seine Klinge auch weg und machte sich für Jaces Angriff bereit. Mit einem Sprung stand dieser sofort vor ihm und versuchte ihn zu Fall zu bringen, aber damit rechnete Alec. Als er auf Jace Oberkörper saß, fixierte er dessen Arme und fragte unschuldig und außer Atem: „Willst du drüber reden?“ Schnell duckte er sich weg, da Jace, wie zu erwarten nicht reden wollte und stattdessen den Kampf nun noch verbitterter aufnahm. Alec startete noch drei weitere Versuche mit Jace zu reden, dieser blockte jedoch jeden einzelnen ab. Nach einer weiteren Stunde harten Kampfes, beendete Alec das Ganze und ging in Richtung Tür.
„Danke, Jace. Es hat gut getan einfach mal wieder nur zu kämpfen…“, erklärte er und wartete auf seine Reaktion.
„Es liegt nicht an mir, dass wir nur noch selten trainieren…“, entgegnete Jace mit leichtem Vorwurf in der Stimme.
„Muss ich es wirklich aussprechen? Jace?“, fragte Alec, nachdem er den Blick seines Parabatai gesucht hatte.
„Was musst du aussprechen?“, fragte Jace absichtlich doof nach. Und Alec ließ ein genervtes Stöhnen raus.
„Jace! Die Engel waren deutlich! Halte dich von ihr fern und DAS ist ein Befehl! Hast du mich verstanden?“ Es tat Alec weh, dass er zu solchen Mitteln greifen musste, aber er wollte sowohl Jace als auch Clary schützen. Sein Gegenüber zuckte kurz zusammen, da Alec ihm normalerweise nicht als Institutsleiter gegenübertrat und schon gar keine Befehle erteilte.
„Alec…“, versuchte es Jace, wurde aber sofort wieder unterbrochen.
„Nein, Jace. Ich erwarte das du dich an diesen Befehl hältst… wir alle haben Clary nicht vergessen, aber es gibt Regeln und die gelten auch für dich!“ Alec versuchte nicht allzu wütend zu klingen, aber er machte sich Sorgen, wie die Engel auf Jaces wiederholte Regelbrüche reagieren könnten. Bevor der andere eine Diskussion beginnen konnte, ging Alec aus dem Raum. Für heute hatte er genug. Er wollte jetzt nach Hause, etwas essen und seine Ruhe.

Jace hingegen war immer noch damit beschäftigt sich von Alecs Auftritt zu erholen. Sein sonst ruhiger Parabatai hatte ihn eben fast schon angeschrien. Er wusste, dass Alec sich Sorgen machte, genau wie Simon, aber Clary war sein Leben, sein Herz und alles, weshalb er leben wollte. Er konnte sie nicht aufgeben. Auch nicht um der Engel willen.
Sobald er in seinem Zimmer angekommen war, ging er in die Dusche und entschied, dass er heute nach ihr sehen musste.
Sobald er fertig geduscht hatte, schlich er sich durch eine Hintertür aus dem Institut. Selbst wenn Izzy seine Abwesenheit bemerken würde, wäre er schon längst weg.
Als er auf der Straße war, aktivierte er den Zauberglanz und ging schnellen Schrittes zu ihrer Wohnung. Er fand diese mal wieder im Dunkeln vor und schüttelte den Kopf. Clary war scheinbar auch ohne ihre Erinnerungen an die Schattenwelt ruhelos und eine Nachteule. Schnell lief er zur Bibliothek, dachte jedoch nicht daran, dass Clary an einem Samstagabend dort nicht anzutreffen war. Erst als er dort ankam, wurde er sich bewusst, dass er sie wahrscheinlich in ihrem Lieblingsclub finden würde.
Als Jace das Pandemonium betrat, fühlte er den Bass sofort in seinem Körper. Er ging an der Wand entlang und scannte die Tanzfläche. Schnell fanden seine Augen Clary und er genoss es, ihr beim Tanzen zuzusehen, musste jedoch gleichzeitig seine Eifersucht unterdrücken, da nicht nur er ihr beim Tanzen zusah. Es kostete ihn all seine Kraft nicht einfach auf die Tanzfläche zu gehen, seine Hände auf ihre Hüften zu legen und den gemeinsamen Tanz zu genießen, aber das letzte Bisschen Verstand hinderte ihn an diesem Fehler.
Irgendwann begann Clary unauffällig die Menge um sie herum abzusuchen. Das Kribbeln war wieder da, also war sie sich sicher, dass irgendjemand hier war und sie beobachtete… Aber sie konnte niemanden entdecken, bis auf die offensichtlich an ihr interessierten Männer um sie herum.
Gegen drei Uhr in der Früh entschied sie sich nach Hause zu gehen. Das Kribbeln hatte nicht nachgelassen, aber da sie niemanden entdecken konnte, ging sie einfach nach Hause. Jace folgte ihr in vorsichtigem Abstand. Erst als sie in ihrer Wohnung angekommen war, konnte auch er ruhigen Gewissens wieder nach Hause und auch ein wenig schlafen. Clary hatte sich dieses Mal wieder häufig umgeschaut, aber er war schneller und konnte sich jedes Mal noch rechtzeitig verstecken.

Als Jace eine Straße von Clary entfernt war, erregte ein Geräusch seine Aufmerksamkeit. Sofort war er wachsam und hatte seine Seraphklinge in der Hand. Bevor er weiter darüber nachdenken konnte, kam der Dämon auf ihn zu. Ohne weiter darüber nachzudenken, erledigte Jace das Problem und ging zurück ins Institut. Dort erstattete er Meldung über den Dämon und ging ins Bett.
Er schlief sehr unruhig in dieser Nacht. Dass er von Clary träumte, war nichts ungewöhnliches, aber diese Träume waren anders. Er sah immer wieder Clary, die in ihrer Wohnung von Dämonen angegriffen wurde und egal, was er tat, er konnte es nicht verhindern. Am Ende hielt er ihren toten Körper in der Hand. Im Morgengrauen gab er das Schlafen auf, duschte sich erneut und ging dann in die Einsatzzentrale. Er musste irgendetwas machen, sonst würde er durchdrehen.
Ein Jace, der in voller Kampfmontur in der Zentrale auflief, war im letzten Jahr kein ungewöhnliches Bild. Der Shadowhunter am Computer begann sofort nach Sichtungen zu scannen, da er Jace nächste Frage kannte.
„Gibt es Sichtungen? Aufträge? Ich brauche etwas zu tun!“, erklärte dieser auch schon. Es dauert einige Momente, bis er eine Antwort erhielt.
„Die Praetor Lupus haben sich gemeldet. An ihrer Küste gab es mehrere Sichtungen in den letzten 10 Stunden. Ich wollte eigentlich ein paar Shadowhunter hinschicken, aber wenn du das übernehmen willst…“
„Klar, haben sie gesagt, was es für Dämonen waren?“, fragte Jace, erhielt aber nur ein Kopfschütteln als Antwort.
Mit einem Nicken drehte er sich um und machte sich schnell auf den Weg an die Küste. Mit etwas Glück könnte er dort diese Nacht vergessen.

So, das war es für heute. Ich hoffe es hat euch gefallen.
Bleibt gesund und ein schönes Wochenende
Badserious
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