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Du bist genug

von Norwegen
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Kindaichi Yuutarou Kunimi Akira
27.03.2021
30.04.2021
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16.04.2021 417
 
Ein neuer Kageyama


  „Das nächste Mal werden wir gewinnen!“ Akira stutzte für einen Moment, als er Yuutarous Stimme von der anderen Seite der Tür vernahm. Er fragte sich, mit wem er sich unterhielt. Er öffnete die Tür und sah, dass es Tobio war. Sie hatten gerade das Trainingsspiel gegen Karasuno verloren, was ihm unglaublich auf die Nerven ging. Vor allem, da er das Gefühl hatte, dass ihr ehemaliger Setter anders gespielt hatte als mit ihnen. Ruhiger und vor allem nicht so tyrannisch.
  „Nein, wir werden noch einmal gewinnen“, antwortete Tobio und ging dann zu seinem neuen Partner. Akiras Augen wanderten zu Yuutarou, der die Hand zu einer Faust geballt hatte und den beiden nachsah.

  „Über was habt ihr geredet?“, fragte er und trat an ihn heran.
  „Du hast gerade auch gehört, dass Kageyama „wir“ gesagt hat, oder?“
  „Hm?“, machte Akira, obwohl er genau wusste, worauf Yuutarou hinauswollte.
  „Früher hieß es immer nur „Ich! Ich! Ich!“ von ihm…Verdammt, wäre er nur früher schon so gewesen.“ Die Augen des Jüngeren verengten sich und er schlug seinen besten Freund gegen den Oberarm. Es war doch immer das Gleiche mit ihm. Er konnte nicht akzeptieren, dass auch Tobio sich verändern konnte.
  „Aua, warum haust mich jetzt?!“, beschwerte er sich und rieb sich über den Arm. Akira verschränkte die Arme und sah ihn vielsagend an.
  „Das weißt du ganz genau. Und jetzt komm, wir müssen uns noch von der Karasuno verabschieden.“ Er machte auf dem Absatz kehrt und ging den Gang hinunter.
  „Kunimi, warte!“ Yuutarou folgte ihm sofort. Akira vergrub seine Hände in den Taschen seiner Trainingsjacke.

Als er Yuutarou und Tobio miteinander reden gesehen hatte, hatte sich ein merkwürdiges Gefühl in seinem Magen breitgemacht. Dieses Gefühl meldete sich immer wieder, wenn er daran dachte, wie sein bester Freund von ihrem ehemaligen Setter sprach. Er verstand nicht, warum er die Geschehnissen der Mittelschule nicht einfach hinter sich lassen konnte. Sie konnten das, was passiert war, sowieso nicht mehr rückgängig machen. Was brachte es da, sich ständig Gedanken darüber zu machen?
Akira verstand es nicht, egal, wie sehr er darüber nachdachte.
Und dann war da noch diese kleine, nervige Stimme in seinem Hinterkopf, die ihm sagte, dass Yuutarou sich so viele Gedanken über Tobio machte, da er ihm wichtig war. Aber inwiefern wichtig? Sie waren doch nur ehemaligen Teamkameraden, deren Zusammenspiel nicht funktioniert hatte. Mehr war da doch nicht, oder?
Es machte Akira verrückt, dass er keine Antwort fand.
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400 Wörter
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