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I am not ready

GeschichteFamilie, Action / P16 / Gen
Eliot Spencer OC (Own Character)
26.03.2021
23.07.2021
6
22.028
1
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26.03.2021 1.626
 
„Parker halt durch! Eliot? Wie lange brauchst du zu ihr?“, fragte Claire.
„Ich bin hier gerade noch beschäftigt. Ca. Zehn Minuten denke ich.“, kam als Antwort von Eliot begleitet von Kampfgeräuschen.
„Okay. Ich brauche 6. Parker ich bin auf dem Weg!“,sagte sie und steckte Messer und Elektroschocker ein, die vor ihr auf dem Tisch im Van lagen.
„Ich lotse dich, sobald du drin bist zu Parker. Die Gänge dadrin sind ein gottverdammtes Labyrinth.“, kam es von Alec, der neben ihr saß. Eigentlich war es Claires erster Fall und sie sollte bei Alec im Van bleiben und ihn unterstützen doch jetzt war die Sache außer Kontrolle geraten und sie konnte nicht hier sitzen und warten.
„Nicht nötig. Solange Parker dort bleibt, wo sie jetzt ist, habe ich mir den Weg eingeprägt.“, antwortete sie und stürmte aus dem Van Richtung Gebäude.
„Wie bitte kann man sich das merken?“, hörte sie Alec noch über den Stecker in ihrem Ohr.
Sie konzentrierte sich darauf möglichst unauffällig über eine Seitentür ins Gebäude zu gelangen und rief den Plan vor ihrem inneren Auge ab.
„Vorsicht Clair. Dort sind überall bewegliche Kameras.“, warnte Harrison sie.
„Ich weiß. Sei bitte kurz still. Ich bekomm das hin.“, reagierte sie freundlich aber ließ keinen Widerspruch zu.
Der Tanz mit den Kameras begann und innerhalb von 5 min Stand sie vor dem Raum in dem Parker gefangen gehalten wurde.
„Parker? Wieviele Wachleute sind mit dir dort drin?“, flüsterte sie leise.
„Ich könnte ernsthaft 3 Glas Wasser vertragen.“, hörte sie Parker sagen. Nicht gerade subtil. Claire musste grinsen. Das Grinsen verging ihr jedoch schnell, als sie die Antwort des Wachmanns hörte und darauf  hin einen harten Schlag. Sie musste dort rein ohne Parker zu gefährden. Innerhalb von Sekunden hatte sie sich einen Plan zurecht gelegt.
Sie atmete tief durch und klopfte kräftig an die Tür.
„Hallo? Reinigungsdienst. Ich benötige meine Sachen. Ist dort jemand drin?“, rief sie.
„Hauen sie ab!“, kam es von drin.
„Ich kann sie nicht verstehen. Hören sie ich werde nicht nach Stunden bezahlt. Ich muss nur kurz was raus holen.“, erzählte sie einfach weiter.
„Ich sagte nein! Gehen sie!“, kam es nun wieder von drinnen.
„Ich kann sie wirklich nicht verstehen! Hören sie? Ich muss da rein. Ich bin von der Reinigungsfirma!“, rief sie nun noch lauter.
Dann hörte sie das, worauf sie gewartet hatte. Die Tür wurde einen Spalt geöffnet. Noch bevor der Mann dahinter etwas sagen konnte, stieß sie mit aller Kraft gegen die Tür. Er kam ins taumeln und sie konnte sich in den Raum quetschen. Ein Blick genügte um die Situation zu erfassen. Ein gezielter Tritt entwaffnete den Mann, der Parker am nächsten Stand. Mit einem weiteren sackte er zu Boden. Weitere Schläge und Tritte folgten und alle Wachmänner lagen bewusstlos in dem kleinen Lagerraum.
Parker die an einem Stuhl gefesselt da saß wirkte hocherfreut über das Spektakel.
„Alles gut bei dir?“, fragte sie Parker besorgt, als sie ihre blutige Lippe und Wange bemerkte.
„Du hast sie platt gemacht und das ohne Teaser!“, antwortete Parker begeistert und Claire deutete das als ja. Schmunzelnd schnitt sie Parkers Fesseln los.
„Parker? Claire? Alles gut bei euch?“, kam die selbe Frage nun auch von einem besorgten Hardison.
„Ja alles gut. Wir kommen jetzt raus.“, gab Claire die Antwort und zog Parker vorsichtig hoch. Sie taumelte kurz, schien dann aber wieder die Alte und beide machten sich auf den Weg nach draußen.
Draußen angekommen warteten auch schon Eliot und Sophie auf die beiden.
„Mein Gott Parker! Du siehst übel aus!“, bemerkte Sophie sofort.
„Verwegen!“, gab Parker lachend zurück und betastete behutsam ihre Wange.
„Leute! Ihr müsst da sofort weg! Eure Befreiungsaktionen sind aufgefallen. Sie suchen nach Parker und Sophie.“, kam es fast im selben Augenblick aus dem Van von Alec.
„Dann lasst uns hier verschwinden!“, sagte Eliot und deutete mit seinen Armen an, dass die drei Frauen vor laufen sollten.
Gerade noch rechtzeitig schloss er die Türen des Vans bevor die Kugeln die Karosserie trafen und Hardison das Gaspedal auf Anschlag trat.
Erleichterung machte sich bei allen breit.
„Schade, dass wir die Urkunde nicht stehlen konnte“, sagte Sophie nach einer Weile traurig.
„Wer hat das den gesagte?“, fragte Parker nun und griff lächelnd in ihr Hosenbein. Kurze Zeit später hatte sie die Urkunde in den Händen.
„Die Dummköpfe haben mich nicht mal richtig durchsucht.“, klärte sie die Anderen auf.
Die Freude war darauf hin bei allen groß.
Wenige Stunden später saßen alle zusammen in der Bar. Auch Nathan war nun dabei. Er konnte bei diesem Fall nicht dabei sein und hatte sich eben vom Team informieren lassen.
Während Eliot sich um die Organisation der Drinks kümmerte, erzählte Parker begeistert von dem Tresor und ihrer Gefangennahme. Das Kühlpack, welchen Claire ihr gegeben hatte, lag derweil schon unbeachtet neben ihr auf dem Tisch.
„Hardison. Hast du das erledigt, worum ich dich gebeten hatte?“, fragte nun Nath.
„Ehm.. ja. Ich hab alles auf meinem Laptop.“, sagte er zögerlich und sah Nathan unsicher an.
„Lass uns kurz an die Bar gehen. Es sollte nicht lang dauern“, entschied dieser darauf hin und Alec folgte ihm.
Claire sah neugierig zu den beiden hinüber. Es hatte sie aufmerksam werden lassen, dass Alec sie bei Naths Frage nervös angesehen hatte.
Zwar beherrschte sie das Lippenlesen perfekt, doch nutzte sie es selten bei Leuten die sie mochte. Diesmal war ihre Neugierde jedoch größer.
„Ich hab alles überprüft und konnte nichts finden“, las sie bei Alec. Nath machte es ihr deutlich schwerer, da er sich halb weggedreht hatte.
„Konten….Ehemann“, war das einzige, was sie herauslesen konnte.
„Nichts. Alles sauber bis auf den Unfall. Beide starben.“, antwortete Hardison. Jetzt wusste Claire, dass es um sie ging. Hatte Nathan sie etwa von Harrison überprüfen lassen? Sie konnte ihm deshalb nicht einmal böse sein. Sie würde es genau so machen. Trotzdem bereitete es ihr ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Sie hatte in den letzten Wochen schnell gemerkt, wie außergewöhnlich Alec war und wenn er sie überprüft hatte, dann wusste er nun alles.
„Es ist nicht sehr höflich zu lauschen…“, unterbrach Eliot ihre Gedanken mit einem leisen flüstern hinter ihr. Er musste sie beobachtet haben.
„Ich hab nicht gelauscht“, log Claire mehr schlecht als recht.
Eliot sah sie wissend an und schmunzelte.
Ertappt widmete sie sich den Getränken.
„Claire?“, sah Parker sie plötzlich fragend an.
„Was? Entschuldige ich habe gerade nicht zugehört.“, antwortete sie.
„Nicht hier meinst du…“ murmelte Eliot so leise, dass nur Claire es verstand.
Empört sah sie ihn an.
„ Ich hab gefragt, ob du Lust auf klettern hättest. Sophie möchte nicht und da wir ja sozusagen schon zusammen klettern waren, dachte ich du hättest daran Spaß.“, erklärte Parker.
Claire musste bei Parkers Anspielung auf ihr Kennenlernen lachen. Sie war vor wenigen Wochen noch bei einem Konzern für biologische Forschung angestellt gewesen. Sie hatte heraus gefunden, dass ihr Chef an illegalen biologischen Waffen forschte und war dadurch in eine brenzlige Situation geraten. Erst hatte sie die Sache allein in die Hand nehmen wollen. Sie war auf dem Dach, um ungestört telefonieren zu können als sie dort Parker begegnete. Das Team hatte die Firma wegen illegaler Versuchsreihen an Obdachlosen unter Visier. Parker hatte versucht Claire mit einem Teaser aus zu schalten, was ihr nicht gelang. In der Rangelei waren beide gestürzt und über den Rand des Gebäudes gefallen. Nur Parkers Ausrüstung war es zu verdanken, dass sie nicht in den Tod gestürzt waren. Da Parker Claire halten musste, waren beide auf die Rettung durch Eliot angewiesen und so aneinander hängend, hatten beide Zeit sich auszutauschen. Claire half daraufhin dem Team, da beide Verbrechen zusammen hingen. Wenig später bot Nath ihr einen Platz im Team an.

„Ja das klingt fantastisch“, antwortete sie auf Parkers Vorschlag.
„Vielleicht solltet ihr es diesmal mit getrennter Ausrüstung probiere.“, warf Sophie grinsend ein.

„Wäre mal was Neues.“, sagte Parker todernst und brachte alle zum lachen.

Kurz darauf kamen Nath und Hardison wieder zum Tisch. Claire bemerkte, dass Nath sie durchdringend ansah und hielt seinem Blick stand. Er lächelte zufrieden und und beteiligte sich dann an den Gesprächen am Tisch.

Es wurde spät und einer nach dem anderen verließ die Bar. Bis nur noch Claire und Nath am Tisch saßen.
„Ich werde dann jetzt mal nach Hause.   Wir sehen uns morgen Claire. Du hast das heute wirklich sehr gut gemacht.“, lobte er sie und wollte auf stehen.
„Nath?“, hielt sie ihn auf.
„Ja?“
„Warum hast du mich von Hardison überprüfen lassen? Warum jetzt und nicht gleich am Anfang?“, wollte sie wissen. Die Frage hatte ihr den ganzen Abend auf der Seele gebrannt.
„Weißt du in dieses Team ist eine Familie von außergewöhnlichen Leuten mit sehr speziellen Fähigkeiten. Ich wollte wissen, wie du dich in das Team integrierst und was du wirklich kannst. Nicht was du weißt, sondern auch die Fähigkeiten kennenlernen von denen du nichts weißt und ich wollte wissen, was in deiner Vergangenheit dich so hat werden lassen . Deshalb hab ich Harrison gebeten  ein wenig tiefer zu bohren“, erklärte er.
„Warum hast du mich nicht einfach gefragte?“, wollte sie wissen.
„Ich wollte dir nicht unnötig weh tun. Ich weiß wie schwer es ist ein Kind zu verlieren und kann mir nicht vorstellen, wie es ist Partner und Kind zu verlieren…“, sagte er mitfühlend..
Claire musste schwer schlucken und war gerührt, dass seine Geheimhaltung auf Emphatie und nicht auf mangelnden Vertrauen beruhte. Sie schätzte Nath und seine Fähigkeiten.

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Willkommen zu meiner ersten Leverage-Story :D

Ich hoffe der Einstieg hat euch gefallen. Im ersten Kapitel wollte ich es ein wenig ruhiger angehen lassen. Aber es wird nicht so bleiben :D

Über eure Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Denkt bitte dran, dass ein Review die einzige Belohnung ist.

Das nächste Kapitel liegt schon auf der Festplatte. Ich denke, dass ich 1x wöchentlich ein Kapitel einstellen werde.
 
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