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Von Krümeln zu Keksen

von Carthamus
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Anthony J. Crowley Erzengel Gabriel Erziraphael Satan Warlock
26.03.2021
04.04.2021
2
10.032
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
26.03.2021 6.322
 
Hallo zusammen! :D

Dies hier ist eine kleine Fortsetzung von meiner vorherigen Ff 'Was zusammen gehört'
https://www.fanfiktion.de/s/5f082d150006e5bf3760b2d6/1/Was-zusammen-gehoert

Es wäre von Vorteil jene zuvor gelesen zu haben, ist jedoch nicht dringend Notwendig da die Handlung hier recht seicht bleiben wird.
Jedes Kapitel wird für sich selbst stehen und die Updates werden nicht regelmäßig kommen, sondern immer nur wenn ich etwas neues aus dem Leben der Kleinen zu erzählen habe. ;)

In dem Sinne, viel Spaß mit dem ersten Kapitel!


---


Früh am Morgen, der Himmel hatte gerade erst begonnen sich in ein blassrosa aufzuhellen, hielt ein Taxi in den South Downs vor einem Cottage, welches sich in einem Meer aus Blumen befand, an.
Noch im selben Augenblick wo jenes gerade erst zum stehen gekommen war, öffnete sich auch schon die hintere Tür und eine hochgewachsene Person stieg daraus hervor.
Dabei beachtete sie weder den Fahrer noch das Fahrzeug hinter sich noch eines weiteren Blickes.
Dem Fahrer schien dies jedoch nichts auszumachen, fuhr jener nur wenige Augenblicke später auch schon weiter seiner Wege Richtung des nächsten Kunden.
Gabriel richtete sich seinen grauen Mantel noch einmal penibel zurecht, ehe er den Steinweg zu der Eingangstür des Cottage entlang lief.
Es war schon etwas her seit er das letzte Mal hier gewesen war und der Erzengel fragte sich soeben selbst ob es sich dabei um lediglich ein paar Wochen oder gar Monate gehandelt hatte.
Im Geiste zählte er die Wochen zurück und kam zu seinem eigenen erstaunen auf gut ein halbes Jahr welches vergangen sein musste.
Nicht dass dies eine lange Zeit für ein Übernatürliches Wesen wäre, nein nicht im geringsten.
Neulich hatte er sogar einmal mit Aziraphale telefoniert und sich nach dessen Befinden erkundigt, woraufhin ihm erst einmal ein gewaltiger Redeschwalle durch sein Smartphone entgegen gedrungen war.
Gabriels Kopf hatte schon nach wenigen Sätzen auf Durchzug geschalten und dennoch hatte er das aufgeregte Plappern des blonden Engels weiterhin schweigend ertragen und nur ab und an etwas Zuspruch von sich zu hören gegeben um Aziraphale nicht aus dem Takt zu bringen.
Das ständige Gerede zehn Meilen an wichtigen Themen oder Fakten vorbei war wohl etwas an das er sich niemals gewöhnen würde.
Warum zum Himmel hatten manche Personen dies starke Verlangen anderen davon erzählen zu wollen was sie vor drei Tagen für Materie zu Mittag gegessen oder gar was sie für einen Film oder ein Buch vor zwei Monaten geschaut oder gelesen hatten?
Dies war doch eindeutig nichts was auch nur Ansatzweise so verpackt werden könnte um auf irgendeiner Art und Weise interessant für ihre Mitpersonen zu sein.
Der Erzengel tauchte aus seinen Gedanken wieder empor und betätigte die Klingel und setzte dabei sein gewinnbringendes Lächeln auf.
Hinter der Tür konnte er nur wenige Augenblicke später bereits eine helle Kinderstimme hören, ehe ihm auch schon jene geöffnet wurde.
Gabriels Lächeln prallte jedoch im nächsten Moment auch schon sang und klanglos an einem rotem Hinterkopf ab.
„Engel, der Babysitter ist da!“
Der Erzengel hätte den Dämon am liebsten für dieses äußerst respektlose Verhalten gemaßregelt, nahm sich jedoch zusammen, tat er dies hier für Aziraphale, nicht für den Rothaarigen.
„Dämon Crowley! Lange nicht gesehen!“ Machte er so gute Mine zum bösen Spiel.
Der Rothaarige wandte sich nun doch noch zu ihm um und ließ seine Mundwinkeln selbstgefällig empor zucken: „Jup. War bis jetzt durchaus eine schöne Zeit über die ich mich nicht beklagen kann und bei dir da oben so?“
Bevor sich Gabriels fragen konnte ob dass eben ein makaberer Scherz oder eine Beleidigung gewesen war, wurde er auch schon von einem Zupfen an seinem Hosenbein abgelenkt: „Onkel Gabriel!“
Blitzten ihn auch schon zwei Bernsteingoldene Augen von unten her an, welche einen gesamten Sonnenaufgang zu beinhalten schienen.
„Na wem haben wir denn da?!“
Gabriel bereitete seine Arme einladend aus: „Bist du aber in den vergangenen Wochen groß geworden, Neos!“
Das Kleinkind, welches mittlerweile gut viereinhalb Jahre als sein musste, ließ sofort Gabriels Hosenbein los und blickte ihn nun beleidigt an.
„Ich heiße, ich heiße Rose!“
Von Crowley kam ein schnalzender Laut mit dessen Zunge, ehe jener sich erneut herum wandte und nach Aziraphale Ausschau hielt, welcher in jenen Moment auch schon durch das Vorzimmer aus sie zukam.
„Engel, unser Babysitter weiß nicht einmal wie unsere Anhängsel heißen!
Sicher dass du dem heute unsere Kinder anvertrauen willst?!“
Aziraphale warf Crowley daraufhin lediglich einen kurzen tadelnden Blick zu und überging die Frage des Dämons schlichtweg mit einem Themawechsel einfach: „Gäste lässt man doch nicht vor der Tür stehen, Liebster!“
Dann wandte sich der Hellhaarige endlich den Dunkelhaarigen welcher immer noch vor der Eingangstür stand zu: „Hallo Gabriel! Wie schön dich zu sehen!“
Der sanfte Engel schien dabei wohl mit seinem eigenen Lächeln um die Wette strahlen zu wollen.
„Hallo Aziraphale.“
Begrüßte Gabriel nun auch seinen ehemals Untergebenen und mittlerweile...Freund, ja Freund traf es wohl wirklich am Besten.
Gabriel folgte jenem an Crowley mit Rose vorbei - Oder war es doch Neos und der Erzengel hatte ihn versehentlich zuerst Rose genannt? - in das Innere des Cottages.
„Es ist mir eine Freude dich wieder zusehen!
Du solltest die Tage dann noch einmal vorbeikommen und wir setzen uns zusammen auf eine Tasse Tee und unterhalten uns richtig!“
Aziraphale lotste Gabriel Richtung Küche, wo sich auch die anderen Beiden seiner heutigen Schützlinge befanden.
Beide schenkten dem Erzengel ein fröhliches Lächeln und jener erwiderte jenes, ehe er sich wieder Aziraphale zuwandte, welcher soeben den Kühlschrank geöffnet hatte. Eine durchaus nicht zu verachtende Erfindung der Menschen, wie sich Gabriel eingestehen musste, sorgte so eine Gerätschaft doch dafür dass Essen nicht so schnell verdarb und somit verschwendet werden wurde.
„Hier ist das Mittagessen der Kleinen, sie essen meist um Punkt zwölf.
Der Teller hier-“ der Blonde Engel deutete auf einen der Teller mit Essen über den sich eine durchsichtige Folie befand.
„- ist für Rose.
Und der hier für Neos und dieser hier unten für Amiya.“
Gabriel warf nur einen kurzen Blick auf die Teller, hielt Aziraphale ihn wohl für nicht fähig drei Teller von einander zu unterscheiden, hatte jener noch zusätzlich die Folie mit dicken Lettern der Kindernamen beschrieben.
Etwas anderes erweckte nun jedoch des Dunkelhaarigen Aufmerksamkeit.
„Wieso essen eure Kinder nicht dass selbe?“
Der Sonnenschein vor ihm blickte ihn kurz überrascht an, ehe er sogleich wieder los strahlte: „Ach weißt du, Amiya isst zur Zeit sehr gerne Fisch.
Es ist eine Freude ihr dabei zuzusehen wie sie ihn sich schmecken lässt!
Neos aber hingegen gar nicht. Neos mag Würstchen viel lieber.
Rose hingegen isst beides gerne, bevorzugt jedoch meist eine Panade drum herum.
Die mag Amiya jedoch momentan nicht so gerne, bevorzugt sie eher den Geschmack des Fisches so wie ich.“
Dem Blonden entkam ein verliebtes Lächeln, während er so den Blick über seine drei Kinder schweifen ließ, ehe er sich wohl wieder bewusst wurde warum er noch einmal hier stand und er sich somit wieder an Gabriel wandte.
„Wo war ich? Ach ja!
Das ist der Grund weswegen Rose heute heute die Spaghetti mit Karotten bekommt.
Neos hingegen mag keine Karotten, er hat sich sogar bis heute geweigert auch nur eine einzige richtig zu probieren.
Deswegen bekommt er zu den Würstchen Püree.
Zu dem heutigen Fisch passt jedoch meiner Meinung nach weder Püree noch Karotten, deswegen bekommt Amiya stattdessen -“
„Aziraphale, ich habe verstanden.“
Gabriel hatte sich ja eigentlich geschworen den Blonden nicht mehr zu unterbrechen, jedoch hatte diese Erörterung soeben fast schon an Körperverletzung geglänzt und er hatte einfach einschreiten müssen.
Vor allem dann noch Aziraphales übermäßig vielen Handbewegungen die einfach nur zu viel des Guten gewesen waren.
„Wenn du mich fragst verwöhnst du die Kinder viel zu sehr.“
Setzte er so lediglich noch hinten dran und fragte sich dabei insgeheim wie viel Zeit Aziraphale am Tag eigentlich in der Küche verbrachte um drei verschiedene Gerichte für die Kinder zu zaubern.
Der Erzengel sah zu dem Dämon hinüber und fragte sich ob jener zeitgleich auch noch so hohe Gerichtsansprüche stellte.
Jener war allerdings momentan viel zu sehr mit dem Tippen auf sein Smartphone beschäftigt.
Das Aziraphale das Essen einfach herbei wunderte, dass bezweifelte Gabriel stark, hatte ihm der rundliche Engel oft genug bereits davon erzählt wie sehr ihm das zubereiten von Materie zu bespaßen schien.
„Oi, Engel, wir sollten langsam wirklich losfahren, wenn du den Valentinstag komplett auskosten möchtest.“
Unterbrach Crowley Gabriels Gedanken soeben auch schon wieder.
„Oh, ach ja!“
Der Blonde Engel schloss den Kühlschrank hastig, ehe er sich erneut an Gabriel wandte: „Im Wohnzimmer habe ich ein paar Spiele und Bücher bereit gelegt.
Ich bin mir sicher du findest etwas schönes für euch vier dass ihr alle mögen werdet.
Wenn die Krümel möchten dürfen sie auch gerne einen Film ansehen.“
Aziraphale hob im selben Moment jedoch mahnen einen Finger, als Crowley dazu eben etwas von der Seite her einwenden wollte: „Einen.“
Der Dämon war dadurch sogleich wieder zum schweigen gebracht worden, wandte sich stattdessen jedoch an die Kinder um sich von ihnen zu verabschieden.
Aziraphale unterdessen war weiter fortgefahren Gabriel den heutigen Tagesablauf zu erklären.
„Zur Zeit halten die Kleinen immer seltener ein kleines Nickerchen.
Wenn sie Müde sind dürfen sie gerne so lange schlafen wie sie möchten.
Am Nachmittag dann essen die Kleinen gerne Obstsalat.
Dafür schneidest du am Besten etwas Obst Klein und presst eine Orange darüber.
Meinst du du bekommst dass hin?
Wenn nicht kann ich dir gerne noch zeig-“
Bevor der Engel weitersprechen konnte, wurde er jedoch von seinem Dämonischen Loverboy bereits am Oberarm aus der Küche hinausgezogen: „Der achso große Erzengel schafft dass schon, du brauchst ihn nicht auch noch zeigen wie der Orangen presst.“
„Aber Crowley, was wenn-
Seit brav meine Kleinen!“
Die Stimmen waren letztendlich immer leiser geworden je weiter die Beiden sich aus dem Haus entfernt hatten und schließlich hörte Gabriel nur noch die Eingangs und schließlich Autotüren des Bentleys, ehe jener auch schon davon brauste.
Der Erzengel entließ etwas Luft geräuschvoll aus seinen Lippen, ehe er sich lächelnd an die Kleinen wandte.
So schwer konnte es mit drei kleinen Kindern nicht sein, leitete er im Himmel doch ein paar Millionen Engel an.

„Und da und da geht es um ein Pferd. Und dass und dass Pferd hat eine Freundin!“
Erzählte ihm die kleine Amiya? - Rose? - soeben über einen der Filme welchen sie im Wohnzimmer soeben liebevoll an ihren kleinen Körper gedrückt hatte.
Gabriel saß auf der Couch und lauschte den drei nach einander welchen Film sie wohl gucken würden.
Oder er versuchte es eher.
Wie es schien redeten Kleinkinder sehr gerne zeitgleich durcheinander ohne sich gegenseitig ausreden zu lassen.
„Aber ich mag den Fisch sehen!“ meldete sich Neos? Genau, Neos!
Dies war der Name des Miniatur Aziraphales, zu Wort.
Der rote Lockenkopf neben jenem wirkte jedoch weniger begeistert: „Du hast gestern schon ausgesucht!
Heute bin ich dran!“
„Nein ich bin dran!“ meldete sich nun auch der erste Rotkopf wieder zu Wort.
„Papa würde, würde meinen Film aufdrehen!“
„Nein, meinen!“
„Mama aber meinen!“
Der Disput ging noch etwas weiter, ehe sich drei große Augenpaare zeitgleich auf Gabriel richteten und jenem augenblicklich drei Filme gleichzeitig entgegen gehalten wurden.
Jedes der Kinder sah ihn bettelnd an und hoffte natürlich darauf dass Gabriel seinen Film wählen würde.
Der Erzengel legte den Kopf leicht schief und überlegte im ersten Moment welchen Film er denn jetzt wählen sollte.
Soweit er wusste weinten Kinder schon bei den nichtigsten Kleinigkeiten los und dies wollte er sich eigentlich nicht zu Gemüte führen, deswegen wäre es wohl am Besten eine Lösung zu finden die alle drei glücklich stellte.
Kurz kam dem Dunkelhaarigen noch in dem Sinne einfach alle drei Filme einzuschalten, jedoch musste er gleich darauf an die verschiedenen Teller im Kühlschrank denken und entschied sich sofort dagegen.
Die Kinder waren alt genug Selbstständig zu werden und wenn Aziraphale dies nicht auf die Reihe bekam und ihnen jeden einzelnen Wunsch von den Augen ablas, dann würde Gabriel ihm da wohl etwas unter die Arme greifen.
Selbst wenn die Kleinen nun weinen würden, dies wäre wohl besser als drei verzogene Kinder bis an das Ende aller Tage bedienen zu müssen.
„Ich denke keinen der Filme werden wir ansehen.“
Drei erst überraschte, dann jedoch entgeisterte Augenpaare sahen ihn nun an, ehe die Filme enttäuscht sinken gelassen wurden.
Gabriel lehnte sich nun nach vorne und blickte sie beim sprechen nacheinander eindringlich an.
„Ihr sucht euch jetzt selbstständig einen Film aus den ihr alle drei sehen wollt.
Ich gebe euch zehn Minuten zu entscheiden, dann könnt ihr mir den Film vorlegen.
Wenn ihr bis dahin keinen Film habt, dann wird es heute keinen Film geben.“
Damit lehnte sich Gabriel wieder zurück und überließ die Kleinen sich selbst.
Jene sahen sich nun abermals etwas irritiert an, ehe sie zusammen Richtung des großen Regals neben dem Fernseher gingen und es zu durchforsten begannen.
Filme wurden hervorgezogen, sich gegenseitig präsentiert, ehe sie dann auch schon wieder an anderer Position zurückgesteckt wurden.
Letztendlich beugte sich Miniatur Aziraphale nach vorne und flüsterte seinen Schwestern etwas ins Ohr, ehe auch schon Gekicher und unterdrücktes Lachen losging, ehe sie sich alle drei mit breitem Grinsen zu Gabriel herumdrehte.
„Wir wollen den da sehen, Onkel Gabriel!“
Meldete sich Rotlocke zuckersüß zu Wort.
Ihre Schwester nickte bestimmt und deutete ebenfalls nach ganz oben im Regal, wo ihre kleinen Kinderarmen gar nicht von alleine herankommen konnten.
Gabriel erhob sich aus dem Sofa und hielt auf das Regal zu um gezeigten Film herunterzunehmen und fragte sich weswegen man einen Kinderfilm so hoch oben aufstellte, dass die Kleinen gar nicht alleine herankamen.
Musste wohl Crowley gewesen sein, der seine Dämonische Ader selbst bei seinen eigenen Kindern auslebte.
Der Erzengel nahm mit der Dvd in der Hand und den Kindern erneut am Sofa platz, ehe er mithilfe eines Kleinen Wunders den Film startete, den er daraufhin einfach auf den Tisch vor sich ablegte.
Der Film startete, jedoch verlor Gabriel schon nach wenigen Minuten so ziemlich sein gesamtes Interesse daran was die Kleinen sich da ausgesucht hatten, schien die Geschichte von einem Raumschiff zu handeln, welches auf einen verlassenen Planeten mit einem weiteren abgestürzten Raumschiff landete.
In Gabriels Augen war es zwar etwas düster gestaltet, jedoch schien es den Kleinen zu gefallen, so mucksmäuschenstill wie sie waren und so gebannt wie sie auf den Bildschirm starrten.
In dem Moment als einer der Mitglieder der Crew ein paar eierartige Gebilde fand, klingelte es an der Haustür und der Erzengel wandte seinen Blick Richtung Gang.
Wer könnte dass wohl sein?
Erwarteten Aziraphale und Crowley etwa Gäste die sie über diesen Tag der Liebe hinweg vergessen hatten?
Er erhob sich aus der bequemen Sitzfläche und machte sich auch Richtung Tür.
Skeptisch betrachtete er den davor stehenden, ambitioniert aussehenden junger Mann im Anzug welcher ein kleines Buch in Händen hielt.
Der Junge Mann lächelte ihn siegessicher an: „Hallo Sir, hätten sie vielleicht ein paar Minuten Zeit über unserem Schöpfer und die Welt zu sprechen?“

Ein langer Disput hatte daraufhin gefolgt indem Gabriel die Lügengeschichten die dieser Mann ihm da auftischen wollte mit festen Worten immer wieder widerlegte.
Was bildete dieses schwache Geschöpf sich ein?!
Solche Geschichten mussten sogleich an ihren Wurzeln erstickt werden, bevor sie etwa noch mehr Früchte trugen und der Mensch dies anderen Menschen erzählte!
Ihre 'Unterhaltung' hätte sich wohl noch ewig fortgesetzt, wäre in den Moment aus dem Inneren des Hauses nicht das entsetzte kreischen der Kleinen erklungen.
Der Erzengel schoss sogleich herum, die Tür dabei diesem Individuum einer falschen Gottheit vor der Nase zuschlagend, und raste in das Wohnzimmer zurück.
War jemand in das Haus eingedrungen?! Hatte sich jemand verletzt?!
Im Wohnzimmer erblickte er jedoch lediglich die drei Kleinen mit panischen Blicken aneinander gedrückt und mit starren Blicken und voller Furcht den Bildschirm an.
Der Erzengel konnte im ersten Moment nicht sehen was die Kleinen so erschreckt haben könnte, pausierte den Film jedoch sogleich.
„Was ist passiert?“
Auf seine Fragen begannen die Schwestern jedoch lediglich bitterlich zu weinen und sich noch dichter an Miniatur Aziraphale drückten.
Jener schien zwar auch erschrocken zu sein, jedoch nicht einmal halb so sehr wie seine Schwestern.
Deswegen wandte sich Gabriel nun an ihn: „Was ist passiert?
Warum habt ihr geschrien?“
Miniatur Aziraphale schüttelte daraufhin jedoch nur leicht den Kopf: „Die, die haben Spaghetti gegessen.“
Spaghetti? Was auch immer dass sein sollte...Gabriel konnte dass Wort eben nirgends einordnen.
Deswegen fragte er lediglich: „Im Film?“
„Ja.“
„Und dass war nicht gut vermute ich?“
„Nein.“
„Wurden sie dafür etwa gerichtet?“
„...“
Neos schien daraufhin keine Antwort parat zu haben, deswegen nahm Gabriel auf dem Sofa erneut platz und entfaltete kurzerhand seine mächtigen, fliederfarbenen Schwingen und sagte dass was er schon unzählige male gesagt hatte, wenn er einen Menschen eine wichtige Nachricht überbracht hatte.
„Habt keine Angst.“
Seine Schwingen breiteten sich über die verschreckten Kinder aus, während sein Blick Richtung der Dvd Hülle fiel, in dessen unteren Ecke eine rote 18 prangte.
Wenn Gabriel jene richtig interpretierte, dann war der Film wohl nicht Grundlos so hoch oben gestanden.
Offensichtlich war nicht jeder Film nur für Kinder gemacht worden.
Die Mädchen beruhigten sich mittlerweile langsam wieder, ehe ihn zwei grünbraune Augen zwischen den Federn heraus bettelnd ansehen: „Ich muss mal!“
Gabriel entließ die Kleinen sogleich seiner Flügel, worauf dass Mädchen Richtung Badezimmer eilte.
„Ich finde wir haben genug Film geschaut.“
Entschied er nun weiter und schaltete den Fernseher aus, ehe er die Dvd in das Regal zurück stellte.
Besser dies würde niemals an Aziraphales Ohren vordringen, da war Gabriel wohl eindeutig in ein Fettnäpfchen getreten.
Dann wandte sich wieder zu den verbleibenden Beiden um: „Was möchtet ihr nun machen?“

Letztendlich spielten sie oben in einem der Zimmer 'Mutter, Vater, Kind'.
Gabriel sah dem Spiel der Kleinen fragend zu und fragte sich wieso es in einem Spiel mit diesem Namen keinen Vater gab.
Stattdessen gab es zu der Mutter und dem Kind eine Tante und einen Löwen.
Soeben stand Fräulein Rotlocke, Gabriel war sich mittlerweile sicher dass dies Rose war, an ihren kleinen Plastikherd und tat mithilfe ihrer Spielsachen so als würde sie für so alle zu Abend kochen.
Die Tante, folglich Amiya, tat eben so als würde sie sich beschweren weswegen die Mutter beim kochen alles schmutzig machte und anbrennen ließ, während wiederum Neos auf allen Vieren durch das Zimmer krabbelte und ein wirklich schlecht imitiertes Löwenbrüllen von sich gab
Gabriel selbst hatte die Rolle des Kindes abbekommen, welches anscheinend Hausarrest hatte weil es den Löwen nicht gefüttert hatte?
Ein wirklich seltsames Spiel, wer gab seinem Kind schon Hausarrest weil es einen Löwen nicht füttern wollte?!
Löwen waren jetzt nicht unbedingt ein Wesen bei dem man seinem Kind sehen wollen würde, oder?
Wie dem auch sei, die Zeit verging dabei wirklich rasch und schon bald war es Mittag geworden.
Der Erzengel erhob sich nun wieder vom Boden und setzte den Lächerlichen Hut ab, den er zum tragen bekommen hatte: „Wer hat Hunger auf Materie?“
„Ich!“ kam es Unison von den dreien, ehe Miniatur Aziraphale und Rose bereits hinter Gabriel her Richtung Zimmertür hopsten
„Nein! Papa mag dass nicht!“
Meldete sich da allerdings Amiya sogleich laut zu Wort und brachte ihre Geschwister dazu augenblicklich stehen zu bleiben.
„Erst aufräumen!“
Rose und Neos blickten daraufhin bettelnd zu Gabriel hoch, welcher jedoch nur mit den Schultern zuckte: „Wenn euer Papa dass so möchte, dann solltet ihr dass wohl tun.
Wenn ihr fertig seit kommt nach unten.“
Amiyas Geschwister verdrehten daraufhin genervt die Augen, taten es dann aber ihrer Schwester nach indem sie fein säuberlich das Spielzeug zurück in die dafür vorgesehenen Kisten räumten.
Etwas überrascht war Gabriel nun schon, als er die Kleinen dies so ordentlich erledigen sah.
Anscheinend hatte Aziraphale ihnen ja doch schon etwas nützliches beigebracht.
Seltsam, derweil war dessen Buchladen, gelinde gesagt, das reinste Chaos gewesen!
Viel zu voll geräumt und unübersichtlich.
Nun gut, wie dem auch sei, der Erzengel selbst machte sich nun schon einmal auf nach unten in die Küche, wo er die drei Teller aus dem Kühlschrank nahm um die Folien abzog.
Das richtige Besteck war auch schnell gefunden, welches er schon einmal auf den Tisch auflegte.
Die Kleinen trafen wenig später auch in der Küche ein und setzten sich brav auf ihre Plätze.
Gabriel wandte sich zu ihnen herum, hatte er bereits den ersten Teller genommen und stellte ihn vor Rose ab.
Jene begann allerdings sofort panisch zu schreien und lehnte sich so weit wie nur möglich in dem Sessel zurück.
Gabriel betrachtete irritiert den Teller vor ihr: „Stimmt etwas nicht?
Dein Vater hatte deinen Namen auf jenen geschrieben, er muss für dich gedacht sein.
„Ich will keine Spaghetti essen!!!“
Kreischte die Kleine da auch schon weiter und sah Gabriel danach herzzerreißend an.
Jener wollte das Kind bereits maßregeln, bemerkte allerdings im selben Moment  wie sehr dieser Blick eigentlich Aziraphales glich.
Seufzend schob Gabriel so den Teller zu Amiya weiter -
- welche ebenfalls einen Schrei losließ: „Nein! Nein, nein!
Ich mag auch keine Spaghetti!“
Der Erzengel zog die Augenbrauen zusammen: „Ich bin mir ziemlich sicher dass euer Vater euch nichts kochen würde was schlecht wäre, auch wenn es in diesem Film schlecht war.
- Über den wir übrigens kein Wort mehr verlieren werden.“
Der Dunkelhaarige wollte den Teller bereits zu Neos weiterschieben, ehe ihm auffielen dass da ja Karotten in der Sauce dabei waren.
Miniatur Aziraphale aß doch gar keine Karotten hatte der Sonnenschein Gabriel doch hatte erst gesagte.
Gabriel gab ein seufzen von sich.
Es waren nun einmal nur drei Teller vorhanden und keiner von den dreien wollte diesen hier haben.
Wie es aussah würde er erneut wundern müssen, und dass obwohl er unnötiges Wundern nun wirklich nicht ausstehen konnte.
Bevor er den Teller jedoch beiseite stellen konnte, hatte sich zu Gabriels Überraschen der Junge bereits den Spaghettiteller gehamstert und hatte damit begonnen wieder so komische Spielbrüllgeräusche von sich zu geben, ehe er auch schon losaß.
Der Erzengel zog die Augenbrauen irritiert etwas hoch, entschied sich dann jedoch dazu nichts weiter zu sagen, ehe er vor Amiya ihren Fisch abstellte und Rose dann eben die Würstchen bekam.
Zufrieden kauten die Kleinen nun Bissen nach Bissen und irgendwann blickte Rose Gabriel fragend an: „Isst du nichts Onkel Gabriel?“
„Oh, oh nein meine Kleine, ich essen keine Materie.“
„Gar nicht? Nicht einmal ein kleines bisschen so wie Papa?“
Kam es nun von Amiya.
Gabriel bezweifelte dass Aziraphale nur ein kleines...
Papa... Oh! Gabriel ging ein Licht auf.
Aziraphale war für die Kleinen Mama und folglich der Dämon Crowley dann Papa!
Demnach würde es ja heißen dass jener es gewesen war der den Kleinen Ordnung beigebracht hatte?
Ungläubig schüttelte Gabriel schnell den Kopf, wollte er gar nicht weiter über dieses Thema nachdenken.
„Nein, auch kein bisschen wie dein Papa.
Engel müssen nichts essen und deswegen sehe ich den Sinn darin auch nicht mir damit meinen Körper zu-“
Der Dunkelhaarige brach ab, wollte er den Kleinen keinen Vortrag deswegen halten oder ihnen gar das Essen vermiesen, hatten sie doch bis jetzt wirklich niedlich beim Essen ausgesehen und waren dabei sogar still gewesen.
Er merkte selbst wie weich er sich Aziraphale und seinen Kindern gegenüber eigentlich verhielt.
Oben im Himmel würde ihn wohl keine einzige Person so kennen.
„Magst du wirklich nicht kosten?“ hielt Rose ihm nun eine Gabel entgegen, auf der sich Erbsen befanden.
Der Erzengel schüttelte jedoch lediglich seinen Kopf: „Nein danke Rose, ich möchte wirklich nichts essen.“
Etwas enttäuscht zog die Kleine ihre Gabel nun wieder zurück, schien jedoch akzeptiert zu haben dass ihr Babysitter wirklich nichts Essen wollte.
Nach dem Essen wurden die Teller zu einen kleinen Stapel neben der Spühle abgestellt, wo sie wohl bis zu Aziraphale Rückkehr warten würden.
„Was macht ihr nach dem Essen sonst so?“
Wandte Gabriel sich nun erneut an die Winzlinge, welche kurz zu überlegen schienen, ehe sie sich dazu entschieden zusammen Spiele spielen zu wollen.
Im Wohnzimmer hatte Aziraphale ihnen ja einige Brettspiele bereit gestellt, um welche sie sich nun versammelten.
„Welches Spiel wollt ihr denn zuerst spielen?“
„Können, können wir dass hier spielen?“
Zog Rose eine rote Schachtel von ganz unten aus den Stapel, was fast dafür gesorgt hätte dass sie unter den anderen Schachteln begraben worden wäre, hätte Gabriel nicht hastig nach dem kippenden Stapel gegriffen.
Rose schien sich an den beinahe Unfall jedoch nicht wirklich gestört zu haben, lief sie bereits zu dem großen Wohnzimmertisch, wo sie auf einen der Sessel kletterte und die Schachtel öffnete.“
Darin kam eine Art bemalter Karton zum Vorschein, auf welchen sich ein Wald und ein Schloss befand.
Dazu gab es noch eine Menge kleiner Kegel in Bäumchenform, welche an ihrer Unterseite ein Bild aufwiesen.
„Wie geht dass Spiel?“
Wandte sich der Erzengel an Rose, welche ihn mit leuchtenden Augen sogleich die Spielregeln zu erklären begann.
Wie es aussah ging es wohl darum per Würfeln zu entscheiden wie weit man sich über das Brett bewegen konnte und sich dann alle Bäume anzusehen, ehe man dann am Ende im Schloss erraten musste unter welchem Baum sich welches Symbol befand.
Schien ein nicht besonders Denkförderendes Spiel zu sein, bei der geringen Anzahl von Bäumen, entschied der Erzengel im stummen für sich.
Miniatur Aziraphale begann mit dem würfeln und zog seine vier Felder voran, ehe dann Rose und schließlich Amiya an der Reihe waren.
Gabriel übernahm den Schluss und zog seine drei Felder voran.
Laut der Karte welche am Kartenstapel im Schloss ganz oben auflag, mussten sie zuerst das Lebkuchensymbol finden.
Wie sich herausstellte schien Rose wohl Glück gehabt zu haben, machte sie sich bereits nach den ersten Baum den sie sich angesehen hatte auf Richtung Schloss.
Ihre Geschwister folgten ihr mit ihren Figuren sogleich auf den Fuße, während Gabriel dazu überging systematisch sich jeden einzelnen Baum anzusehen.
Nachdem Amiya zuerst dass Schloss erreicht gehabt hatte und den richtigen Baum vorzeigte, ohne ihn natürlich jemals selbst gesehen zu haben, erhielt sie zur Belohnung die Karte und die nächste wurde umgedreht.
Nun ging es wohl darum ein Kissen zu finden.
Drei drei machten sich wieder auf die Suche zurück zu den Wegen mit den Bäumen.
Dies  ging so noch ein paar Runden weiter, ehe Gabriel auch den letzten der Bäume angesehen hatte und sich dann selbst auf Richtung Schloss machte.
Kaum dass er jenes erreicht hatte konnte er den Kleinen jeden einzelnen Baum benennen der auf den Karten im Stapel gesucht wurde und heimste sich so binnen nicht einmal zwei Minuten den gesamten Stapel ein.
Gewinnbringend sah er die Kleinen an, welche jedoch zu seiner Überraschung nur beleidigte Blicke anstatt Beglückwünschungen für ihn Parat hatten.
Der Erzengel hielt jedoch sein Lächeln aufrecht, waren die Kinder wohl lediglich schlechte Verlierer: „Noch eine Runde?“
Zeitgleich begannen die Kleinen jedoch zu Gabriels Überraschung die Spielschachtel so schnell wie möglich einzuräumen.
Danach durfte Amiya ein Spiel aussuchen und holte eines der Memory's heran.
In jenem konnten die Kleinen gegen den Erzengel jedoch auch nicht punkten, welcher ihnen so gut wie alle Karten vor der Nase wegnahm.
Auch von jenem Spiel wurde nur eine Runde gespielt, ehe Neos das nächste Spiel heranholte.
Erneut kam ein bemaltes Brett zum Vorschein, auf dem sich ein ganzer Urwald mit einem Tümpel in der Mitte befand.
Mithilfe eines Pins befestigt befand sich in dessen Mitte ein Krokodil, welches wohl gedreht werden konnte.
Nun lag es an Neos ihm die Spielregeln zu erklären.
Es ging wohl darum seine Spielfiguren über das Feld zu bewegen und in bestimmten Markierungen in Sicherheit zu bringen, bevor dass Krokodil sie erwischen würde.
Dafür war dass Spielfeld in mehrere Bereiche unterteilt und jedes mal wenn das Krokodil gedreht wurde, wurden alle Spielfiguren in jenen Bereich zurück an ihren Startpunkt gesetzt.
Dieses mal war es Amiya die zu Würfeln begann und zuerst mit ihrer Spielfigur voran zog.
Nachdem sie alle einmal dran gewesen waren würfelte Rose in der zweiten Runde ein Symbol welches zwei Augen darstellte.
Das kleine Mädchen beugte sich sogleich nach vorne und sie gab dem Krokodil einen kleinen Schubser, ehe sich jenes im Kreis zu drehen begann und letztendlich genau auf dem Bereich zum stehen kam, auf welchem sich Gabriels Figur befand.
Rose blickte erst kurz überrascht zu ihren Bruder hinüber, ehe sie dann Gabriel entschuldigend ansah.
Der Erzengel machte sich jedoch nichts daraus und stellte seine Figur an den Anfang zurück und wartete darauf selbst wieder an die Reihe zu kommen.
Wie sich herausstellte schien dass Spiel ein reines Glücksspiel zu sein und wie sich noch weiter herausstellte lag dass Glück heute nun wirklich nicht bei Gabriel.
Jedes mal wenn dass Krokodil gedreht wurde fiel mindestens eine seiner Figuren.
Irgendwann kicherten die Kleinen auch nur mehr um ihn und machten keinen Hehl daraus dass es ihnen Spaß machte ihn nach dem vorherigen Spielen auch einmal  unterliegen zu sehen.
Am Ende belegte Gabriel mit Abstand den letzten Platz, hatte er keinen einzigen seiner Affen in Sicherheit bringen können.
Als nächstes spielten sie dann ein Spiel indem man erraten musste welche der angezeigten Personen die Person war die sein Gegenüber gezogen hatte.
Die drei Kleinen spielten zu dritt gegen Gabriel und auch hier gewannen sie haushoch.
Zwei weitere Brettspiele später dann machte sich der Erzengel daran ihnen etwas Obst aus der Küche zu holen, welches er davor etwas Kleingeschnitten hatte.
Dass mit der Orange hatte er bleiben gelassen, hatte er den Sinn nicht verstanden sie vor dem Essen auszupressen und dann erst zu Essen.
Wie sich im Laufe der nächsten Minuten herausstellte, schienen die Kleinen ausgerechnet den Apfel in ihrem Obstsalat am meisten zu bevorzugen.
Nun gut, bei dem Vater kein Wunder.
Nach dem Obst spielten sie noch ein paar weitere Brettspiele, die zu Gabriels wieterer Stimmungssenkung nur zu gut beitrugen, schien er in keinen einzigen Glück zu haben.
„Habt ihr nicht noch ein weiteres Memory in euren Stapel gehabt?“
Wandte er sich zu jenem um, war er doch der Meinung gewesen vorhin mehrere Schachteln und nicht nur die eine gesehen zu haben.
Nun jedoch befand sich dort kein Memory mehr.
Komisch, derweil hätte er dies schwören können...
Selbst dass erste Memory konnte er nirgends mehr erblicken und auch dass erste Spiel dass sie gespielt hatten nicht.
Letztendlich, draußen war es bereits dunkel geworden, waren die Kleinen der Brettspiele wohl müde geworden und hatten sich ein paar Blätter Papier und Stifte geholt und zu zeichnen begonnen.
Der Erzengel war innerlich auch wirklich erleichtert darüber.
Vielleicht sollte er ja für dass nächste mal ein paar Spiele besorgen die dass Denken anregten so wie bei Memory, und nicht solche dämlichen Glücksspiele.
Gabriel betrachtete die Kleinen nun dabei wie sie Häuserartige Gebilde und lachende Sonnen zeichneten, oder in Neos Fall etwas, was sehr an dessen Mittagessen erinnerte und daneben ein Männchen welches einen seltsamen schwarzen Fleck am dicken Bauch hatte.
Gabriel runzelte die Stirn und wollte Neos soeben Fragen was das Männchen denn da hatte, als er hörte wie die Eingangstür geöffnet wurde und Aziraphales Kichern im Vorzimmer erklang.
Die drei Kleinen sprangen sofort auf und eilten ihren Eltern entgegen.
„Mama! Papa!!“
„Hallo meinen kleinen Krümelchen! Wie geht es euch denn?“
„Hattet ihr Spaß heute? War der große Erzengel auch nicht zu gemein zu euch?“
Dann waren Küsschengeräusche zu hören, genau wie das überglückliche Glucksen der Kleinen.
Gabriel war nun ebenfalls in das Vorzimmer hinaus getreten, wo er einen strahlenden Sonnenschein und einen äußerst zufrieden dreinschauenden Dämon vorfand.
Der Sonnenschein hielt eine dicke Schachtel an Pralinen unterm Arm, welche er nach der Begrüßung beiseite legte, ehe er Gabriel anlächelte: „Bei euch lief alles gut, ja?“
„Aber natürlich Aziraphale. Was hätte auch passieren können?“, erwiderte Gabriel wohlwollend.
„Die Kleinen haben brav gegessen.
Und Stell dir vor, Minia- Neos! - hat sogar Karotten gegessen!“
„Oh?! Wirklich!“ Da machte der Sonnenschein nun aber einen überraschten Gesichtsausdruck, ehe er Neos erneut drückte: „Mein kleiner Engel hat tatsächlich Karotten gegessen?!“
„Haben sie dir schmeckt?“
„Waaaaw!“ kamen lediglich erneute 'Brüllgeräusche' von dem kleinen Jungen.
„Danach haben wir einiges gespielt“, gab Gabriel Aziraphale weiterhin Auskunft.
„Wie schön!“
Aziraphale faltete die Hände glücklich zusammen: „Ich hoffe sie haben nicht zu sehr probiert nur vor dem Fernseher zu sitzen?
In letzter Zeit war dies ein bisschen ausgeartet.“
Der blonde Engel warf Crowley kurz einen fast schon anklagenden Blick zu, welcher jedoch so tat als hätte er jenen nicht gesehen und Amiya weiterhin zwei kleine Zöpfchen band.
„Nein, viel länger als eine halbe Stunde wollten sie gar nicht fern sehen.“
Die Beiden Eltern sahen Gabriel sogleich fast schon alarmiert an: „Nur?
Wie hast du dass den Geschafft, oh hoher Erzengel?!“
Gabriel winkte jedoch lediglich ab, wollte er nun wirklich nicht noch einmal das Thema vom ungeeigneten Film aufgreifen, was auch immer darin passiert sein mochte.
„Danach hatten wir einiges an Brettspiele gespielt.
Ich werde euch dass nächste mal allerdings lernreichere Spiele mitbringen.
So etwas mit Memory.“
„Oh, dass ist furchtbar nett von dir, Gabriel.
Allerdings haben wir bereits mehrere Memory's.“
Aziraphale wandte sich zu den Stapel um und stockte für einen Moment, ehe er die Kleinen ansah: „Habt ihr die Memory's weggeräumt?“
Die drei Kleinen sahen sich kurz ertappt an, nickten dann jedoch zögerlich.
Aziraphale schien allerdings mit der Antwort noch nicht zufrieden zu sein, kehrte so etwas wie Strenge in sein Blick ein: „Wundert sie bitte wider her.
Ich bin mir sicher Gabriel hätte nichts mit euch gespielt was ihr nicht auch spielen hättet wollen.“
Gabriel blickte überrascht zwischen den Kleinen und Aziraphale hin und her: „Sie sollen gewundert haben? So etwas können sie?
Du musst dich täuschen, ich habe nichts dergleichen gespürt!“
In selben Moment befanden sich allerdings ein paar Schachteln Memory ganz oben auf Stapel der Brettspiele, welche sich soeben noch nicht dort befunden hatten.
Und dass obwohl Gabriel erneut keine Änderung in ihrer Umgebung gespürt hatte.
Ungläubig blickte der Erzengel nun die Kleinen an: „Wie ist dass möglich?!“
„Oi, wie oft habt ihr heute Abend gewundert?“
Hatte sich unterdessen der Dämon an die Kleinen gewandt, nachdem er Amiya aus der Zopfbinde-Prozedur entlassen hatte.
Ertappt wurden die Blicke der Kleinen sogleich gesenkt und es wurde herumgedruckst.
„Ich höre?“
Wollte der Dämon abermals von ihnen wissen.
Daraufhin blickten die Kleinen ihren Vater herzzerreißend an: „Nur ein bisschen Papa!“
„Nur ein klein wenig...“
„Was habt ihr denn gewundert?“ wandte Aziraphale sich an die Kleinen und war dabei neben ihnen in die Hocke gegangen, ehe er zu Gabriel hoch sah um jenen dass ganze wohl genauer zu erklären.
„Unsere Kleinen haben vor in paar Monaten angefangen ihre ersten Wunder zu wirken.
Jene sind momentan jedoch noch viel zu klein und zu schwach um sie wahrnehmen zu können.
So etwas wie eine Banane verschwinden lassen zum Beispiel oder -“
„-Oder ein Krokodil immer so zu drehen dass es auf eine meiner Figuren zeigt?“
Gabriel hatte den Satz für Aziraphale beendet, seine Augen fixierten dabei allerdings die Kleinen, welche augenblicklich die Köpfe zwischen den Schultern einzogen.
Im selben Moment begann der Dämon schallend laut los zu lachen.
„Habt ihr etwa den gesamten Spiele über geschummelt um den ach so tollen Erzengel Gabriel hereinzulegen und er hat es nicht bemerkt?!“
Der rothaarige drückte die drei Kleinen augenblicklich stolz an sich.
„Dass habt ihr gut gemacht! Wirklich!“
„Crowley!“ schaltete sich nun auch wieder Aziraphale ein.
„Animiere unsere Kinder doch nicht zum weiter schummeln.
So etwas tut man nicht!“
„Aber Mama...“
Miniatur Aziraphale meldete sich nun doch noch kleinlaut aus den Armen seines Papas heraus zu Wort.
„Onkel Gabriel hat uns keine Chance gegeben!
Er war viel zu gut und hat sich alle Karten geholt!“
„Ja, so hat dass keinen Spaß gemacht“, schaltet sich nun auch Amiya ein
„Wir wollten auch gewinnen“, kam es von Rose.
Drei Partien Kinderaugen blickten Gabriel wie auch ihre Mutter aus einer Mischung von Schmollen und Schuldbewusstsein heraus an, während der Dämon ihren Blick sogleich imitierte.
„Komm schon Engel, schau dir ihre Blicke an...“
Angesprochener Blondschopf brach augenblicklich und gab ein verzücktes: „Aaauw“, von sich.
Den Erzengel selbst ließen die Blicke auch nicht ganz kalt, entkam jenem letztendlich ein fast schon müdes Seufzen und er ging vor den Kleinen in die Hocke.
„Nun gut, hört mir einmal zu.
Nächstes mal gebe ich euch mehr Chancen selbst zu gewinnen, dafür werdet ihr der Versuchung des Schummelns nicht mehr nachgeben! Ja?“
Sein Blick wurde etwas weicher und er lächelte den dreien versöhnlich zu.
„Versprochen!“ riefen die Kleinen Unison, ehe sie sich ihres Vaters Armen entwanden und Gabriel in eine dicke Umarmung schloss.
Nach ein paar Augenblicke ließ der Erzengel die Kleinen wieder los und erhob sich sich verlegen räuspern.
„Gute Arbeit...“
Die Kleinen kicherten daraufhin, ehe sie auch schon loseilten und ihre Zeichnungen zu holen begannen.
Aziraphale wandte sich nun wieder Gabriel zu: „Danke noch einmal Gabriel.
Dank dir hatten Crowley und ich heute einen vorzüglichen Tag ganz für uns alleine!“
Stell dir vor, wir waren erst in einem kleinen Kaffee und haben dort vorzüglich gespeist.
Sie hatten dort ganz kleine Blechküchlein und unheimlich guten Tee.
Danach sind wir dann zusammen -“
Gabriels Ohren schalteten schon wieder auf Durchzug.
So sehr er Aziraphale mittlerweile leiden konnte, so wenig mochte er immer noch dessen Erörterungen.
Die Kinder neben ihnen hatten unterdessen damit begonnen ihren Vater die Zeichnungen zu zeigen.
Wie Gabriel im Augenwinkel bemerkte nahm der Dämon nahm Neos soeben seine Zeichnung ab und studierte jene genauer, ehe jener es war der Aziraphale in seinem Monolog stoppte.
„Gabriel? Sag mal, was hat denn Neo denn da eigentlich gezeichnet?“
Die Stimme des Dämons war lauernd und Gabriel nahm sehr stark an dass es sich dabei wohl um eine Szene aus dem Film gehandelt zu haben schien.
Das Lächeln des Erzengels verbreiterte sich noch etwas: „Was hat er denn gezeichnet, Dämon Crowley?“
Stellte er kurzerhand eine Gegenfrage, war Lügen nun wirklich nicht seine Schiene.
„Zeig einmal her mein Lieber.“
Bat Aziraphale nun und griff nach der Zeichnung.
Gabriel entschied in dem Moment dass es wohl Zeit war in den Himmel zurückzukehren, war es doch nicht seine Schuld dass man ihm nicht gesagt hatte dass Dvds nicht nur für Kinder waren.
„Einen angenehmen Abend noch.“ Und schon war er in einem hellen Lichtblitz verschwunden und überließ den Übernatürlichen Eltern das klärende Gespräch mit ihren Nachwuchs.

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Wenn es euch gefallen hat dann würde ich mich über Kommentare und/oder Verbesserungsvorschläge sehr freuen. :)

Ich wünsche euch im übrigen noch eine tolle Restwoche und passt auf euch auf!
Lg, eure Carthamus!
 
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