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Rewrite the Stars

GeschichteLiebesgeschichte, Erotik / P18 / Het
Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Lucius Malfoy OC (Own Character)
25.03.2021
03.05.2021
46
76.701
6
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08.04.2021 1.969
 
Kapitel 24

*Emmeline*

Heute Abend ist Halloween und das Festbankett in der großen Halle mit anschließender Party steht an.

Darauf freuen sich alle schon seit Wochen!

Auch ich hoffe heute auf einen unbeschwerten Abend für Draco und mich.
Er hat sich in den letzten Wochen immer mehr in sich zurück gezogen.
Oft verschwindet er für Stunden. Wenn ich ihn frage wo er war, weicht er mir immer aus. Sagt, dass er Zeit zum Nachdenken braucht. Worüber er nachdenkt, sagt er mir allerdings nicht.
Und wenn er dann doch mal Zeit mit mir verbringt ist er sehr wortkarg und körperlich Nähe blockt meistens ab.
Lediglich wenn ich ihn überrumple schaffe ich es manchmal, dass er die Kontrolle verliert. Zu mehr als ein paar Quickies im Stehen hat es aber nicht gereicht.

Obwohl wir uns täglich sehen, fühlt es sich an, als wäre er meilenweit entfernt von mir. Diese Distanz zwischen uns haben ich bisher noch nie gespürt, noch nicht einmal als ein ganzer Ozean zwischen uns lag.
Mit jedem Tag der vergeht fühlt es sich als würde er mir ein Stück mehr entgleiten.

Besonders nach der Sache mit Katy Bell verhält er sich noch distanziert.

Katy wurde verhext, um ein verfluchtes Collier zu Dumbledore zu bringen. Da sie aber so neugierig war und das Collier berührte, traf sie der Fluch und sie wäre fast gestorben.

Das ist wohl das Werk eines Todessers gewesen und ich verstehe, dass Draco das mitnimmt. Immerhin haben wir gehofft hier in Hogwarts etwas Ruhe vor den Todessern und Lord Voldemort zu finden.
Aber er tut gerade so als sei er selbst dafür verantwortlich und müsste sich nun dafür bestrafen.

Aufgeregt ziehen Hermine, Ginny und ich uns um.
Ich habe mir extra für heute Abend ein neues Outfit gekauft, bestehend aus einem grünen Crop Top aus Samt mit Spaghettiträgern, dazu einen ebenfalls grünen Tüllrock, der knapp über den Knien endet. Damit ich nicht friere, wir haben immerhin Ende Oktober, kombiniere ich eine silberne Strickweste darüber. Als Accessoire habe ich silberne Chucks und eine silberne Crossbodybag ausgewählt. Beim Schmuck halte ich mich etwas zurück und trage lediglich die Halskette, die Draco mir geschenkt hat.
Ich habe mich extra an die Farben Slytherins gehalten, um ihm eine Freude zu machen.

„Bereit Mädels?“, fragt Hermine uns und wir haken uns bei ihr unter.
„Aber sowas von bereit!“, antwortet Ginny mit einem Grinsen.

Je näher wir der großen Halle kommen, um so aufgeregter werde ich.
Während dem Festbankett habe ich Draco zwar schon gesehen, aber da wir zum Essen an unseren Tischen sitzen, hatten wir keine gemeinsame Zeit gehabt.

Vor der großen Halle wartet er auf mich. Er trägt, wie fast immer in letzter Zeit, einen schwarzen Anzug und ein schwarzes Hemd. Er wirkt müde und sieht noch blasser aus als sonst.
Ich mache mir wirklich Sorgen um ihn, aber jetzt gerade versuche ich das in den Hintergrund zu schieben.
Der heutige Abend und die anschließende Nacht soll nur uns gehören.

„Draco!“, rufe ich, um seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken.
Erschöpft schaut er mich an und als er mein Outfit bewundert, sehe ich für einen Moment wieder den Draco, den ich so sehr liebe. Sein Blick wirkt hungrig und in seinen Augen sehe ich so viel Liebe für mich.
Mir wird ganz warm und  ich fühle mich so gut wie schon lange nicht mehr.
Meine Euphorie veranlasst mich dann auch dazu ihn stürmisch zu umarmen.
Zunächst ist er verwirrt von meiner überschwänglichen Begrüßung, doch dann lacht er laut auf und schwingt mich einmal im Kreis.
„Ich habe dich so vermisst!“, flüstere ich in sein Ohr.
Vorsichtig stellt er mich ab und schiebt mich ein Stück von sich.
„Ich bin doch da!“, sagt er immer noch lachend.
„Ja ich weiß. Komm lass uns rein gehen! Ich möchte heute unbedingt mit dir Tanzen!“
Schon ziehe ich ihn hinter mir her und direkt auf die Tanzfläche.

Die Musik ist super und die Stimmung ausgelassen. Ich spüre genau wie Draco sich zu lösen beginnt und das macht mich wirklich glücklich.

*Draco*

Heute fühle ich mich zum ersten Mal seit Wochen wieder etwas gelöster.
Ich komme mit meiner Mission nicht weiter, weder läuft das Verschwindekabinett wieder rund, noch bin ich Dumbledores Tod näher gekommen.
Zu allem Überfluss wurde Katy Bell auch noch schwer verletzt. Und das ist meine Schuld.
Ich habe ihr das verfluchte Collier im drei Besen übergeben und sie mit dem Imperius-Fluch belegt, um das Collier an Dumbledore zu übergeben.
Ich habe gehofft ihm so wenigstens nicht in die Augen sehen zu müssen, wenn ich ihn töte.
Doch ich habe Katys Neugier unterschätzt und sie ist fast gestorben.
Das habe ich nicht gewollt! Und Emi kann ich deswegen kaum noch in die Augen sehen.
Ich habe mich in den letzten Wochen immer mehr von ihr zurückgezogen. Einerseits fühlt es sich falsch an ihr so nahe zu sein. Sie ist so rein und unschuldig und ich habe das Gefühl sie zu beschmutzen. Andererseits habe ich aber auch Angst davor, dass wenn ich sie zu nah an mich heran lasse, sie mein Geheimnis entdecken wird.

Aber heute Abend fühlt es sich anders an, richtig.

Ich wirble mit Emi über die Tanzfläche und wir lachen viel zusammen. Wir haben schon zu unzähligen Liedern getanzt und sind völlig verschwitzt, aber glücklich.
Ein langsamer Song setzt ein und ich ziehe Emi sanft zu mir heran.
Sofort schmiegt sie sich wie ein kleines Kätzchen an mich heran. Ich erwarte sogar, dass sie jeden Moment anfängt zu schnurren. So zufrieden wirkt sie.
„Draco es ist wirklich ein super Abend bisher! Vielleicht könnten wir das ganze ja aber noch toppen?“
Sie sieht unschuldig zu mir auf und klimpert mit ihren Wimpern.
„Was schwebt dir denn vor?“, gebe ich mit einem schmutzigen Grinsen zurück.
„Ich dachte an uns beide im Raum der Wünsche!“
Das lasse ich mir nicht zwei Mal sagen. Da ich die körperliche Nähe zu ihr in letzter Zeit vermieden habe, bin ich nun umso hungriger nach ihr.
Kaum sind wir im Raum der Wünsche angekommen drücke ich sie auch schon von innen gegen die Tür und presse meine Lippen grob auf ihre.
Emi scheint ebenso ausgehungert zu sein wie ich. Sie schlingt ihre Beine um meine Hüfte und presst ihre Mitte gegen meinen Harten Schaft.
Dann öffnet sie den Mund und unsere Zungen treffen sich zu einem erotischen Tanz.
Eigentlich habe ich vorgehabt sie langsam und zärtlich zu verführen, aber ich habe einfach zu lange auf sie verzichtet.
Deshalb trage ich sie zum Bett und ziehe ihr schnell dieses unfassbar heiße Outfit aus. Nackt liegt sie schließlich vor mir und sieht mich mit einem koketten Augenaufschlag an.
Ich öffne meine Hose und greife nach einem Kondom.
Bevor ich jedoch in sie eindringen kann stoppt sie mich.
„Draco nein! So will ich das nicht! Bitte zieh dich aus! Ich will dich ganz spüren. So ein Quickie reicht mir heute nicht.“, sagt sie leise zu mir und eine zarte Röte überzieht ihre komplette Haut.

FUCK!

Es gibt nichts was ich lieber tun würde als mich ebenfalls auszuziehen und sie ganz zu spüren, aber das kann ich nicht!
Wenn ich mich ganz ausziehe wird sie das dunkle Mal auf meinem linken Unterarm sehen und dann wird sie aufhören mich zu lieben. Ihren entsetzten Blick kann ich mir genau vorstellen und das könnte ich nicht ertragen.

„Emi jetzt komm stell dich nicht so an. Ich will dich und ich weiß du willst mich auch. Also komm schon!“, sage ich grinsend zu ihr, um meinen Schmerz zu überspielen.
„Hör auf damit! Was ist denn bloß mit dir los?“, schreit sie mich an und dreht sich von mir weg.
In diesem Moment fallen mir die Worte von ihrem Vater wieder ein. Er hat vorausgesehen, dass ich sie würde gehen lassen müssen.
„Ich dachte wir würden es heute nochmal tun zum Abschied. Aber wenn du nicht willst, auch gut! Ich denke du hast es in den letzten Wochen gemerkt. Ich empfinde nichts mehr für dich. Ich hab’s versucht, aber ich schätze es ist vorbei Emmeline.“
Fassungslos sieht sie mich an und dann beginnt sie zu weinen.
Das ertrage ich nicht. Deshalb schließe ich meine Hose und lasse sie dort, im Raum der Wünsche, alleine.

In diesem Moment fühlt es sich an als würde mein Herz brechen.

*Emmeline*

Draco liebt mich nicht mehr! In den letzten Wochen ist mir dieser Gedanken immer wieder gekommen, aber ich habe ihn erfolgreich verdrängt. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass er wirklich plötzlich aufgehört hat mich zu lieben.
Ich habe immer gehofft, dass meine Liebe für uns beide reichen würde.

Langsam ziehe ich mich an und verlasse den Raum der Wünsche.
Im Flur bleibe ich unschlüssig stehen. Ich weiß nicht wo ich jetzt hin soll. Die Tränen laufen mir  immer noch in Strömen über das Gesicht und ich will nicht, dass meine Freunde mich so sehen. Ich will ihnen nicht sagen was vorgefallen ist. Dann wird es real und ich habe ihn wirklich verloren.

Plötzlich schrecke ich zusammen, als mir jemand die Hand auf die Schulter legt.
„Hey alles okay bei dir?“, fragt mich ein großer Typ mit roten Haaren.
Schnell wische ich mir die Tränen von den Wangen und sehe ihn unschlüssig an.
Mit seinen roten Haaren erinnert er mich an Ron, aber sein Gesicht ist viel markanter und er ist größer und trainierter als Ron.
„Du erinnerst mich an meinen Freund Ron.“, sage ich lahm.
Er grinst mich bereit an und sagt: „Könnte daran liegen, dass ich sein Bruder bin. Ich bin Charlie Weasley. Ich unterstütze die Auroren in diesem Jahr. Und du bist?“
„Emmeline Grey.“, schniefe ich.
„Du siehst aus als wäre etwas passiert? Hat dir jemand weh getan?“, fragt er mich besorgt.
Eigentlich wollte ich mich zusammen reißen, aber bei seinen Worten breche ich innerlich völlig zusammen.
Ich beginne laut zu schluchzen und zittere am ganzen Körper.
Wahrscheinlich denkt er, dass ich völlig verrückt bin. Wahrscheinlich verschwindet er jetzt gleich unauffällig. Und wer könnte es ihm verdenken.
Doch statt vor mir zu fliehen, zieht er mich sanft in seine Arme und streicht mir beruhigend über den Rücken.
„Hey kein Typ ist es Wert, dass du so wegen ihm weinst. Wenn er dich so traurig macht, dann hat er dich gar nicht verdient.“, flüstert er mir beruhigend ins Ohr.
Ohne dass ich es ihm gesagt habe, hat er die Situation direkt erfasst.
Auch wen ich ihn nicht kenne, hilft es mir gerade so von ihm gehalten zu werden.

Langsam beruhige ich mich wieder und löse mich aus seinen Armen.
Wortlos reicht er mir ein Taschentuch und lächelt mir aufmunternd zu.
„Danke. Nicht nur für das Taschentuch, sondern auch für alles andere!“
„Kein Problem! Es ist nicht richtig, wenn ein so schönes Mädchen wie du so traurig ist.“
Ich lächle ihn dankbar an. Seine Worte sind wirklich Balsam für meine Seele.
„Komm ich begleite dich noch in die Kerker zu deinem Gemeinschaftsraum.“
Verwirrt sehe ich ihn und muss dann tatsächlich lachen.
„Nein ich bin keine Slytherin. Das habe ich nur meinem Freund, wohl eher Exfreund, zu liebe angezogen. Ich gehöre zu Gryffindor.“
Bei dem Wort Exfreund zieht mein Herz sich scherzhaft zusammen.
„Okay. Dann Gryffindor.“
Schweigend bringt er mich zum Porträt der fetten Dame, dort verabschiedet er sich mit einem Handkuss von mir und verschwindet wieder in Richtung große Halle.

Schnell durchquere ich den Gemeinschaftsraum und laufe in unseren Schlafsaal.
Zum Glück treffe ich niemanden. Die anderen sind wohl noch auf der Party.
Bevor ich unter meine Decke krieche, stopfe ich mein Outfit von heute Abend in die hinterste Ecke meines Schranks. Das werde ich nie wieder tragen.
In meinem Bett rolle ich mich zu einer kleinen Kugel zusammen und beginne wieder zu weinen.

Es tut so weh!

Ich will es immer noch nicht glauben, aber tief in mir drin spüre ich, dass es die Wahrheit ist. Draco und ich sind Vergangenheit.
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