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Rewrite the Stars

GeschichteLiebesgeschichte, Erotik / P18 / Het
Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Lucius Malfoy OC (Own Character)
25.03.2021
21.04.2021
37
63.351
4
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07.04.2021 1.393
 
Kapitel 23

*Emmeline*

Angespannt sitze ich in der großen Halle gemeinsam mit Hermine, Ron und Ginny. Von Draco und Harry fehlt bisher jede Spur.

Hogwarts gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Mächtige Schutzzauber sind zu spüren und überall auf dem Gelände und in der Schule patrouillieren Auroren.
Dumbledore hat in seiner Rede erklärt, dass er alles in seiner Macht stehende tut, um unseren Schutz zu garantieren.
Keiner kommt nach Hogwarts hinein oder hinaus, ohne das dies erfasst wird.
Auch wenn diese Art der Überwachung sich komisch anfühlt, so gibt sie mir doch ein Gefühl von Sicherheit.
Hier können wir zumindest für eine Zeit in einer Art Blase leben und die Geschehnisse außerhalb können uns nichts anhaben.

Es wäre noch beruhigender wenn Harry und Draco sich auch endlich in dieser Blase befinden würden.

Gerade habe ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, da betritt Draco die Halle.
Er wirkt wütend und läuft mit steifem Gang auf den Slytherintisch zu.
Bevor er sich setzen kann stelle ich mich ihm in den Weg.
„Draco da bist du ja endlich! Ich habe mir wahnsinnig Sorgen gemacht. Wo warst du bloß?“
Mürrisch sieht er mich an und erwidert aufgebracht: „Filch dieser miese Squib hat mein gesamtes Gepäck auseinander genommen. Als wäre ich irgend eine Art von Schwerverbrecher.“
Mitleidig sehe ich ihn an und lege meine Hand auf seine.
„Filch übertreibt es wirklich. Unser Gepäck hat er auch peinlichste genau untersucht. Hast du Harry vielleicht gesehen? Er wird auch noch vermisst.“
Draco schlägt genervt meine Hand weg.
„Potter? Ist mir scheiß egal was mit dem Penner ist. Ich hoffe er wurde vom Zug überrollt. Und jetzt entschuldige mich bitte, ich werde mich jetzt zu meinen FREUNDEN setzen und etwas essen.“, faucht er und lässt mich dann einfach stehen.

Wie angewurzelt stehe ich da und viele Schüler in der Halle sehen mich tuschelnd an.

„Komm Emmeline setzt dich wieder zu uns. Draco ist ein echtes Ekel heute. Vielleicht ist er morgen wieder besser drauf.“, flüstert mir Ginny mitfühlend zu.
Wie in Trance lasse ich mich zu unserem Tisch führen.
Was ist bloß in Draco gefahren? Im Zug vorhin ist doch noch alles okay.
In meinen eigenen Gedanken versunken, bemerke ich gar nicht, dass auch Harry mittlerweile aufgetaucht ist.
Erst als Hermine mich anstößt, um mich aufzufordern mit ihnen in den Gemeinschaftsraum zu gehen, nehme ich ihn war.
Sein Gesicht und sein Shirt sind voller Blut, aber noch möchte er uns nicht erzählen was vorgefallen ist.
Erst als wir uns im Gemeinschaftsraum in eine ruhige Ecke zurückgezogen haben, bricht er sein Schweigen.
„Ich habe mich mit meinem Tarnumhang zu den Slytherins ins Abteil geschlichen, um mehr Informationen über Malfoy zu bekommen. Leider hat er nicht wirklich etwas brauchbares Preis gegeben. Als der Zug in Hogsmead ankam hat er gewartet bis alle aus dem Abteil waren. Irgendwie hat er mitbekommen, dass ich mich eingeschlichen habe. Er hat mich angegriffen und mir die Nase gebrochen. Dann hat er mich wieder mit dem Tarnumhang zugedeckt. Zum Glück hat Tonks mich gefunden, als sie den Zug nochmal gecheckt hat.“
Dabei sieht er mich immer wieder prüfend an. Als wolle er sehen, ob ich nun endlich meinen Fehler von vorhin erkenne.
„Harry es tut mir wirklich leid, dass Draco dich körperlich angegriffen hat, dass hätte er wirklich nicht tun sollen! Aber irgendwie verstehe ich warum er so ausgerastet ist. Er und seine Familie sind seit Wochen in den Schlagzeilen und er hat wahrscheinlich gehofft hier in Hogwarts etwas zur Ruhe zu kommen. Und was tust du? Bist misstrauisch und belauschst ihn! Das ist echt nicht besonders fair von dir! Du verurteilst ihn ohne jeden Beweis!“
Den letzten Satz zische ich ihm buchstäblich zu.
Wieso kann er ihn nicht in Ruhe lassen? Jetzt verstehe ich auch etwas besser warum Draco in der großen Halle so gereizt reagiert hat.
Trotzdem heiße ich es natürlich überhaupt nicht gut, dass er Harry die Nase gebrochen hat.
Ich dachte er hätte sich mittlerweile besser unter Kontrolle.

Da dieser Tag wirklich anstrengend war und ich von den vielen Kämpfen heute allmählich Kopfschmerzen bekomme, ziehe ich mich in unseren Schlafsaal zurück.
Hermine und Ginny folgen mir.
Ich bin froh, dass die beiden Harry nicht blind alle seine wirren Vermutungen abnehmen.
Ich spüre, dass sie wirklich weiter an Dracos guten Kern und seine Unschuld glauben wollen.
Das tut mir wirklich gut. Zu wissen, dass ich so gute Freundinnen habe, macht den Tag dann doch noch etwas besser.

*Draco*

Der Tag gestern war wirklich zum Kotzen und ich habe heute einiges wieder gut zu machen.

Potter hat gestern scheiße gebaut, aber zum Glück habe ich nichts gesagt, was mich oder meine Mission verraten könnte. Deshalb war meine Reaktion wohl etwas überzogen.

Und Emi gegenüber habe ich mich echt wie der letzte Vollarsch aufgeführt.
Das muss ich heute dringend wieder grade biegen.
Eigentlich bin ich gar nicht wütend auf sie gewesen. Viel mehr haben mich die Worte ihres Vaters im Zug gestern verfolgt. Er hat Recht damit, dass ich Emi in Gefahr bringe, wenn ich mit ihr zusammen bin. Auch wenn ich sie eigentlich nur schützen will, bringt meine Nähe zum dunklen Lord sie dennoch in Gefahr. Trotzdem bin ich zu egoistisch um sie gehen zu lassen. Ich liebe sie so sehr, ohne sie wäre mein Leben sinnlos.
Und als sie mich dann so mitleidig angesehen hat und nach Potter gefragt hat, sind bei mir sämtliche Sicherungen durchgebrannt.
Das war nicht fair ihr gegenüber.

Mein Frühstück habe ich bereits beendet, aber von Emi immer noch keine Spur. Typisch! Sie kommt halt immer auf den letzten Drücker.

Hektisch kommt sie fünf Minuten vor Frühstücksende herein gestürmt.
Zum Glück habe ich vorgesorgt und ihr einen Thermosbecher mit Kaffe gefüllt, sowie ein Schokocroissant eingepackt.
Bewaffnet mit ihrem Lieblingsfrühstück gehe ich mit einem entschuldigenden Lächeln auf sie zu.
„Ich habe hier ein Friedensangebot. Können wir bitte auf dem Weg zum Unterricht über gestern reden?“, frage ich sie und halte ihr den Thermosbecher und das Croissant vor die Nase.
Zunächst sieht sie mich nur finster an, schnappt sich dann aber doch die Sachen und läuft neben mir her in Richtung Kerker zum Zaubertrankunterricht.
„Emi es tut mir echt leid wegen gestern. Ich war grundlos völlig fies zu dir. Ich habe echt keine Ahnung warum ich das gemacht habe.“
Einen Moment sieht sie mich noch böse an, dann hellt sich ihre Miene auf.
„Schon okay. Ich verstehe, wie schwer alles im Moment für dich ist. Aber du hättest Harry wirklich nicht die Nase brechen dürfen. Er verhält sich irrational, keine Frage, das rechtfertigt aber nicht ihn körperlich zu verletzen.“
„Ja auch das tut mir leid. Das wird nicht wieder vorkommen. Vorerst werde ich mich von ihm fern halten. Stress mit Potter ist im Moment echt das letzte, dass ich gebrauchen kann.“
Damit gibt Emi sich anscheinend zu Frieden. Sie hackt sich bei mir unter und als wir vor dem Klassenzimmer stoppen küsst sie mich sanft auf den Mund.

Gemeinsam suchen wir uns einen Platz.

In diesem Jahr wird Professor Slughorn Zaubertränke unterrichten.
Dieser will gerade mit der Stunde beginnen, da platzen Potter und Weasley in den Raum.
Na wunderbar! Die beiden haben mir gerade noch gefehlt.
Aber ich werde mich heute nicht provozieren lassen.
Statt dessen ziehe ich Emi in meine Arme und folge Professor Slughorns Ausführungen.
Unsere Aufgabe wird es sein den Trank der lebenden Toten zu brauen.
Der Gewinner wird eine Phiole Felix Felicis, auch bekannt als flüssiges Glück, erhalten.
Diese Aufgabe ist für Schüler kaum zu bewerkstelligen, selbst erfahrene Meister der Zaubertränke tun sich damit schwer.
Ich hätte diese Phiole zwar wahnsinnig gerne, da sie mir meine Mission wahrscheinlich erleichtern würde, aber ich will keine Energie auf etwas unmögliches verschwenden.
Ich ziehe mich lieber mit Emi in den hinteren Teil des Klassenzimmers zurück.
Halbherzig beginnen wir mit der Zubereitung, aber lenken uns immer wieder gegenseitig ab mit Küssen und Zärtlichkeit.

Ich will die Nähe zu Emi so lange wie möglich auskosten.
Früher oder später werde ich sie verlieren.
Spätestens wenn sie erfährt, dass ich das dunkle Mal trage, wird sie sich von mir abwenden.
Auch wenn ich das alles hauptsächlich für sie tue, wird sie mir das nie verzeihen können.

Am Ende der Stunde hat Potter es tatsächlich geschafft einen perfekten Trank zu brauen.

Das ist doch nicht zu glauben!

Bisher sind seine Leistungen in Zaubertränke zwar ganz gut, aber sicherlich nicht meisterlich.
Irgendetwas hat er getan! Wenn ich nur wüsste was?
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