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Spock and James

von Kessy
GeschichteSchmerz/Trost / P16 / MaleSlash
James T. Kirk OC (Own Character) Spock
24.03.2021
15.06.2021
14
23.523
9
Alle Kapitel
44 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
20.04.2021 1.483
 
Hallo ihr Lieben,

endlich bringe ich euch ein neues Kapitel mit! Ich möchte mich von ganzem Herzen bei den Review-Schreibern Sum, Ti Leyni Miju und Moony bedanken und auch bei allen, die mich in den Favs drin haben! Und ich freue mich auch über alle anderen, die sich die Zeit nehmen, meine Story zu lesen. Langsam wird es ein wenig ernster für Jim.

Wie immer freue ich mich über euer Feedback, denn wie gesagt, es ist meine erste Story seit langem

Liebe Grüße und viel Spaß mit dem neuen Kapitel!

_____

„Rede mit Spock, Jim. Er macht sich sicher Sorgen um dich.“, forderte ihn Pille auf und unwillkürlich schwang in seiner Stimme etwas Mahnendes mit. ‚Spock hat sich mit dir unterhalten‘, wollte Jim sagen, aber verkniff es sich. Der Vulkanier hatte jedes Recht dazu, Rücksprache mit Leonard zu halten. Er hatte sich wirklich sonderbar benommen. „Mach ich.“, erwiderte Jim stattdessen, stellte sein Glas ordentlich ab und erhob sich. Mit routinierten Handgriffen richtete er seine Uniform und verabschiedete sich kurz von Pille. Der Arzt hatte ein wissendes, beinahe mitfühlendes Gesicht aufgesetzt und auch in diesem Moment wurde Jim wieder bewusst, welches Glück er mit Pille als seinem besten Freund hatte. Zielstrebig verlies er das vertraute Quartier und machte sich auf den Weg zu seinem eigenen. Wie es das Schicksal wollte, traf er unterwegs auf Spock und Uhura, beide in klassische Trainingskleidung gehüllt. „Captain.“, grüßte Uhura höflich und schenkte ihm eines ihrer bezaubernden Lächeln. „Hallo, Jim.“, sagte Spock und schuldbewusst registrierte er, wie sich Spocks Haltung ein wenig versteifte. Jim grüßte mit einem Lächeln zurück. „Ich war bei Pille.“, sagte er dann an Spock gewandt. „Und wenn möglich würde ich dich gerne unter vier Augen sprechen. Es eilt jedoch nicht.“, meinte er mit einem Blick auf Uhura. „Wir sind gerade auf dem Weg zum Yoga, aber wir können es auch verschieben.“, meinte diese. „Das wird nicht nötig sein.“ Jim strich kurz über Spocks Hand und dessen Miene schien sich ein wenig aufzuhellen. „Ich sehe dich später in deinem Quartier?“, fragte Jim eine Spur leiser. „Sehr gerne.“, antwortete Spock. Manchmal wüsste Jim nur zu gerne, was genau in dem Kopf des Vulkaniers vor sich ging. Andererseits konnte er davon ausgehen, dass dies bald sein dauerhaftes Privileg sein würde. Wie sich so ein Bonding wohl anfühlte? Jim verabschiedete die beiden zum Yoga und setzte seinen Weg fort. Doch vor seinem Quartier blieb er beinahe ein wenig unschlüssig stehen. Es würde mit Sicherheit noch eine Weile dauern, bis Spock zurück sein würde. Womöglich konnte er ja die Zeit irgendwie anders als allein in seinem Quartier vertreiben. Er überlegte gerade, wann er Scotty das letzte Mal einen Besuch abgestattet hatte, als sich ihm das Bild des Observationsdeck vor sein inneres Auge schob. Zufrieden mit seinem neuen Ziel setzte sich Jim in Bewegung. Zu seiner insgeheimen Freude hatte er wie so oft um diese Zeit das Deck für sich. Nachdem sich die Türen hinter ihm geschlossen hatten, ließ er seinen Blick beinahe ehrfürchtig über die Sterne schweifen. Wann immer ihn etwas aufregte, fand er hier wieder zur Ruhe und auch jetzt verfehlten die unendlichen Weiten des Weltalls nicht ihre Wirkung. Jim atmete tief durch und spürte, wie er endlich ein wenig entspannen konnte, als auch die leise Stimme in ihm zu kaum mehr als einem Murmeln verstummte.

Seine willkommene Einsamkeit war jedoch nicht von langer Dauer. Hinter ihm öffneten sich die Türen mit ihrem vertrauten leisen Zischen und durch die Spiegelung der Glasscheibe vor ihm konnte er Sat’hek ausmachen, der sich mit langsamen, aber selbstsicheren Schritten näherte und sich letztlich neben ihm positionierte. „Guten Abend, Captain Kirk.“, grüßte er mit melodischer Stimme. Jim wandte sich ihm nur zu einem kurzen Gruß zu. Etwas irritiert bemerkte er, dass die Stimme, die seine Gedanken immer wieder jäh unterbrochen hatte wirklich der von Sat’hek unglaublich ähnelte. Nein, viel mehr waren sie sich sogar gleich. „Was für ein schöner Ausblick.“, sagte der Vulkanier dann. Jim antwortete nichts. Vielleicht sollte er besser gehen. „Wir werden Neu-Vulkan wie geplant erreichen?“ Jim blickte zu Sat’hek und direkt in dessen funkelnde braune Augen. Der Vulkanier machte einen Schritt auf ihn zu und in Jim begannen die Alarmglocken zu klingeln, doch sein Körper schien dem Warnsignal nicht Folge leisten zu wollen. „Es verläuft alles wie erwartet.“, antwortete der Captain. „Dann sollten wir uns noch einmal ans Werk machen.“ Sat’hek streckte seine rechte Hand nach ihm aus und endlich kehrte Jims Kontrolle über seinen Körper zurück. Er machte einen schnellen Satz zurück. Überrascht hielt Sat’hek inne. „Was haben Sie vor?“, fragte Jim und er spürte, wie sein Herz zu rasen begann. Er wusste, dass Sat’hek eine Gedankenverschmelzung mit ihm vorhatte. Er hatte es an dessen Fingerstellung erkannt. „James. Mach es mir nicht unnötig schwer.“ Jim kniff die Augen ein wenig zusammen. Seit wann sprachen sie sich so vertraut an? Dann durchfuhr ihn eine Erkenntnis, die er unter allen anderen Umständen als Hirngespinst abgetan hätte. „Du bist das in meinem Kopf!“ Sat’heks Mundwinkel verzogen sich beinahe zu einem Lächeln. „Du bist wohl doch ein besonderes Exemplar deiner Spezies. Dein Scharfsinn ist schon beinahe bewundernswert.“, sagte Sat’hek. „Doch leider sind deine restlichen Gedanken genauso abstoßend dumm wie die aller anderen Menschen.“ Seine Stimme hatte einen bedrohlichen Ton angenommen. „Ich habe dich nicht darum gebeten, dich in meinem Kopf einzunisten.“, zischte Jim, fast ein wenig empört. Mit einem kurzen Seitenblick schätzte er seine Distanz zur Tür ab. „Zerbrich dir nicht deinen Kopf – ich bin nicht nur stärker als du, sondern auch schneller.“, sagte Sat’hek süffisant. Natürlich weiß er, was du vorhast, du Hohlkopf., tadelte er sich gedanklich selbst. Dann konzentrierte er sich wieder auf den Vulkanier vor sich. „Wenn dir meine Gedanken so zuwider sind, kannst du gerne wieder aus ihnen verschwinden.“, murrte Jim. Wo waren seine genialen Ideen, wenn er selbst einmal in der Patsche saß? „Zu gerne, aber vorher habe ich noch etwas mit dir vor.“ Sat’hek kam so plötzlich auf ihn zu, dass es Jim völlig überraschte. Mit nur einem Handgriff hatte der körperlich deutlich überlegenere Vulkanier den Captain bäuchlings gegen das kühle Glas des Observationsdeck gedrückt. Sat’hek umfasste mit seinem langen Fingern Jims Handgelenke hinter dessen Rücken. Fest genug, dass sich Jim nicht aus seinem Griff lösen konnte, aber nicht so fest, dass Spuren zurückbleiben würden. „Was hast du vor?“, keuchte Jim, als ihn der Vulkanier mit seinem Körper gegen das Glas presste und ihm damit die Luftzufuhr ein wenig abschnitt. „Oh James.“, sagte Sat’hek mit einer aufgesetzten Freundlichkeit, die Jim speiübel werden ließ. „Siehst du nicht selbst, welchen Wert du für mich hast?“ Jims Gedanken rasten. So viele Fragen kamen in ihm auf. Wann hatte sich Sat’hek in seine Gedanken eingeschleust? Der Boxsack kam ihm in den Sinn. Was wollte er von ihm, wenn er seine Gedanken doch so abstoßend fand? Was meinte er, wenn er ihm einflüsterte, dass er nicht gut genug für Spock war? „…genauso abstoßend dumm wie die aller anderen Menschen … Du bist schuld am Tod der Vulkanier…“, gingen ihm die von Sat’hek eingeimpften Gedanken durch den Kopf. „Ich kann nichts für den Tod deiner Leute. Ich habe alles versucht, es zu verhindern.“, sagte Jim leise. Sat’hek stieß ein Geräusch aus, dass wie eine Mischung aus Lachen und Knurren klang. „Die Sternenflotte hat versagt. So viele Menschen, so viele Schiffe sind losgezogen, um sich gegen ein einzelnes Romulanerschiff zu stellen und was habt ihr erreicht? Vulkan wurde vernichtet, weil ihr Menschen unfähig wart.“ „Ohne uns wärt ihr alle gestorben!“, erwiderte Jim lauter. Sat’heks Griff wurde stärker und auch der Druck durch seinen Körper gegen Jims intensivierte sich, sodass Jim das Gefühl bekam, er könne nicht mehr genug Sauerstoff in seine Lungen bekommen. „Ich habe alles versucht, um die Vulkanier zu retten. Also was willst du von mir?“, knurrte Jim in einem letzten Aufbegehren. „James.“ Sat’heks Stimme war kaum mehr als ein Hauch an seinem Ohr. „Kannst oder willst du nicht erkennen, dass wir ohne die Förderation besser dran gewesen wären? Die Vulkanier hätten ihre eigene Verteidigung aufgebaut und sich nicht auf die Hilfe einer niederen Spezies verlassen und genau das werden wir in Zukunft tun.“ Jim schnaubte. „Und wie willst du den vulkanischen Rat von deiner grandiosen Idee überzeugen?“, fragte er sarkastisch. „Das wirst du für mich tun.“ Ein kalter Schauer lief Jim den Rücken hinunter. „In meinen fähigen Händen bist du, der Retter der Vulkanier, die perfekte diplomatische Waffe. Du allein wirst es sein, der die Vulkanier zum Austritt aus der Förderation bewegen wird.“ „Ich bin nicht deine Marionette, du kannst mich nicht fernsteuern.“, erwiderte Jim bissig. „Noch nicht.“ Mit einem kräftigen Ruck drehte Sat’hek Jim auf den Rücken und bohrte seine langen Finger in Jims Psi-Punkte. Als Jim den Wahnsinn in Sat’heks braunen Augen erkannte, übermannte ihn das erste Mal seit langem eine Panik, die ihn bis in die Knochen erschütterte.
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