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Spock and James

von Kessy
GeschichteSchmerz/Trost / P16 / MaleSlash
James T. Kirk OC (Own Character) Spock
24.03.2021
10.05.2021
9
14.483
7
Alle Kapitel
29 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
31.03.2021 2.404
 
A/N: Hallo Sum, Minifutzi und Ti Leyni Miju! Eure Reviews haben mich so gefreut, dass ich euch als Dankeschön schön das nächste Kapitel hochlade. Das folgende ist bereits in Arbeit. Ich bin ein bisschen unsicher, ob es gelungen ist und freue mich auf euer Feedback.
Liebe Grüße und viel Spaß damit!

Und natürlich wünsche ich auch allen anderen Lesern viel Spaß mit dem neuen Kapitel!
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Geduldig saß Spock neben Jims Bett und wartete darauf, dass dieser aufwachte. McCoy konnte keine Anzeichen einer Gehirnerschütterung oder etwaigen anderen Verletzungen finden, sodass er Spock mit Jim auf dessen Quartier beordert hatte. Der Vulkanier musste gestehen, dass er dankbar war, den beißenden Desinfektionsmittel nicht länger als nötig erdulden zu müssen. Von Zeit zu Zeit strich Spock sanft über Jims Hand, schnappte die leise gewordenen Emotionen in ihm auf und war schlichtweg froh, dass seinem Partner nichts weiter passiert war. Sat'hek hatte sofort den Arzt konsultiert, als Jim vor lauter Übermut den Boxsack aus der Verankerung gelöst hatte und bewusstlos wurde, als dessen Gewicht ihn beim Herunterfallen am Kopf traf. Außer einer bläulich schimmernden Prellung an der Stirn war Jim in Ordnung. Trotz dem Wissen durchfuhr Spock eine unlogische Welle der Erleichterung, als Jim seine blauen Augen öffnete und ihn matt anlächelte.
"Ashayam.", flüsterte Spock. "Bist du in Ordnung?" Jims Augen funkelten, als Spock ihn mit dem vulkanischen Kosenamen ansprach. "Nur Kopfschmerzen.", murmelte er. Seine Stimme war noch rau vom Schlaf. "Weisst du noch, was passiert ist?", fragte Spock und strich vorsichtig über Jims blasse Wange. Jim versuchte sich zu erinnern, aber die Bilder in seinem Kopf waren zu verschwommen, um sie richtig zu greifen. "Der Boxsack ..", murmelte er dann. Spock nickte. "Er ist .." Je mehr Jim versuchte, sich zu erinnern, desto dröhnender wurden die Kopfschmerzen. Mit einem leisen Stöhnen schloss Jim die Augen und massierte sich die pochenden Schläfen. "Kannst du Pille rufen?", fragte er mit leiser Stimme. Spock kam seiner Bitte sofort nach und keine fünf Minuten später stand der Arzt bereits parat und ließ seinen Tricorder über Jim laufen. "Deine Hirnaktivität scheint erhöht, aber ansonsten kann ich nichts Ungewöhnliches feststellen. Muss wohl die Prellung sein, die dir zu schaffen macht." Leonard verpasste seinem langjährigen Freund ein Hypospray. Anders als sonst jedoch mit größter Sorgfalt, sodass es Jim kaum spürte. "Gleich geht's dir besser." Er wuschelte Jim aufmunternd durchs blonde Haar. Jim seufzte dankbar zur Antwort und Leonard stand nach getaner Arbeit auf. "Ruf mich, wenn er später immer noch Schmerzen hat. Ich sehe mir solange die Scans nochmal genauer an.", wies er Spock an. Jim bekam die Antwort des Vulkaniers nicht mehr mit, denn das starke Schmerzmittel hatte ihn bereits zurück in den Schlaf geschickt

Als Jim aufwachte, saß Spock an seinen Schreibtisch und schien an seinen PADD zu arbeiten. Für einen Moment nahm er den Anblick des hochgewachsenen Vulkankers in sich auf, ehe er sich leise räusperte, um auf sich aufmerksam zu machen. "Jim." Spock fuhr zu ihm herum und Jim bildete sich ein, Freude in den gleichmäßigen Gesichtszügen seines Partners zu entdecken. "Wie geht es dir?" "Besser.", sagte Jim. Sein Kopf schmerzte noch immer ziemlich, aber in einem Maß, mit dem er zurechtkam. Langsam setzte sich der junge Captain auf und Spock war innerhalb eines Herzschlages an seiner Seite, um ihn zu stützen. "Danke.", sagte Jim und schenkte ihm ein Lächeln. Spock setzte sich neben ihn und reichte ihm ein Wasserglas, das Jim dankend annahm.  "Solltest du nicht bei deinen Forschungen sein?", fragte Jim, nachdem er die Hälfte des Glases geleert hatte. "Wir haben alle nötigen Proben gesammelt und alle erforderlichen Experimente durchgeführt. Ich habe meine Stellvertretung mit der Beendigung der Arbeiten betraut, damit ich Zeit für dich habe, Jim." Ein warmes Gefühl stieg in Jim empor. Spock hatte seine Arbeit für ihn niedergelegt, um bei ihm zu sein. "Danke.", sagte Jim. Dann griff er nach Spocks Hand, weil er wusste, dass dieses einzelne Wort nicht umfassend beschreiben konnte, was er gerade fühlte. Doch durch die Berührung würde es Spock spüren können. "Ashayam.", flüsterte Spock und zog Jim in einen sanften Kuss. Jim spürte das verliebte Kribbeln in sich noch genauso sehr wie bei ihrem ersten Kuss. Als sie sich voneinander lösten blieben sie noch für einen wunderbar langen Moment dicht aneinander sitzen. Dann stand Spock auf. "Du solltest etwas essen, Ashayam. Möchtest du eine Suppe?" Jim nickte, auch wenn ihm übel wurde bei dem Gedanken an Essen. Es wurde auch nicht besser, als Spock mit einem dampfenden Teller Gemüsebrühe an sein Bett zurückkehrte. Jim spürte die Übelkeit in sich hochkommen und sprang hastig auf. Leider war sein Kreislauf nicht auf die schnelle Bewegung vorbereitet. Spock, der ihn taumeln sah, griff ihn stützend am Oberarm und führte ihn sorgsam, aber eilig zur Toilette, vor welcher Jim auf die Knie sank und erbrach.

Eine Weile und eine Dusche später stand erneut Leonard vor ihm. Dieses Mal mit einem zweiten Tricorder im Schlepptau. "Die Geräte können nichts finden. Du wirst wohl mit auf die Station kommen müssen, damit ich dich durchchecken kann.", sagte Pille, ganz im Doctor-Modus. Jim schnitt eine Grimasse. "Kannst du mir erst noch was gegen die Kopfschmerzen geben?", wollte er wissen und mit einem bedauerlichen Kopfschütteln verneinte der Arzt. "Erst, wenn ich dich untersucht habe." Jim seufzte wehleidig und rappelte sich dann - mit Spocks liebevoller Unterstützung - auf. "Dann bringen wir es lieber schnell hinter uns." Zufrieden packte Pille seine Instrumente zusammen und gab Spock ein Zeichen, dass er sie begleiten solle. Für den Vulkanier war die Alternative auch keine Option gewesen.

Sie erreichten die Krankenstation ohne weitere Vorkommnisse und nach dem kurzen Marsch in dem hellen Licht der Enterprise war Jim zum ersten Mal froh, dass er sich auf eines der Biobetten sinken lassen und die Augen schließen konnte. Er ließ geduldig Pille Untersuchungen über sich ergehen und klammerte sich an die Aussicht, bald ein gutes Schmerzmittel zu bekommen. "Ich kann wirklich nichts finden, Jim. Die erhöhte Aktivität deines Hirns mal ausgenommen.", sagte Leonard und klang dabei ausgesprochen unzufrieden. "Ist das bedenklich?", wollte Spock wissen. Der Arzt tippte nachdenklich mit dem Finger auf sein PADD. "Wir sollten es beobachten. Für heute gebe ich dir noch einmal ein Schmerzmittel. Ich erwarte dich morgen vor Schichtbeginn noch einmal hier, Jim.", antwortete Pille und Jim stöhnte. "Muss das wirklich sein?" Der Blick, den ihm der Arzt zuwarf, sprach Bände. Dieses Mal verabreichte ihm Leonard das Hypospray nicht so sanft.

Gemeinsam mit Spock hatte sich Jim auf den Weg zurück zu seinem Quartier gemacht, doch auf Spocks Anraten machten sie in der Offiziersmesse Halt. Jim fühlte sich durch die Schmerzmittel deutlich besser und sein Magen wies ihn knurrend daraufhin, dass es bereits Nachmittag war und er seit gestern Abend nichts mehr zu sich genommen hatte. So saß er nun also Spock gegenüber, Löffeln brav seine Suppe und unterhielt sich mit dem Vulkanier angeregt über Ihre kommende Mission - die Reise nach Neu-Vulkan. Jims Herz blühte förmlich auf, als er Spock so angeregt über seinen neuen Heimatplaneten und den Wunsch, diesen ausgiebig zu erkunden, sprechen hörte. Nicht zuletzt war Sat'hek der Grund für Ihre Reise nach Neu-Vulkan. Der Enterprise war der bemerkenswerte Auftrag zuteil geworden, den vulkanischen Wissenschaftler für die Arbeit auf Raumschiffen zu begeistern und ihn danach zurück nach Neu-Vulkan zu befördern. "Ich bin wirklich gespannt, wie es dort wohl sein wird.", sagte Jim und stellte sich Spocks Erzählungen vor seinem inneren Auge vor. Um Spocks Mundwinkel legte sich der Hauch eines Lächelns - doch dieses verblasste so schnell, wie es kam, als sein Kommunikator zu Piepen begann. Spock entschuldigte sich, stand von Tisch auf und nahm das Gespräch an. Fasziniert beobachtete Jim die Bewegungen seines Partners und allen voran seine Mimik, die, wenn man ganz genau hinfahren, erkennen ließ, dass er unzufrieden war. "Was ist los?", fragte Jim, als Spock zurück an den Tisch kam. "Es kam zu einer Verwechslung der Proben im Labor und ich werde benötigt, um diese aufzuklären." Spock lies in einer federleichten Berührung seine Finger über Jims gleiten. "Zuerst werde ich dich in dein Quartier begleiten." Jim schmunzelte und schüttelte den Kopf. "Geh ruhig, ich esse noch in Ruhe auf und treffe dich dann dort, wenn du fertig bist." Spock musterte ihn eindringlich. "Mir geht es gut, nun geh schon. Ich melde mich, wenn ich Hilfe brauche.", versicherte Jim. Spock nickte zufrieden und ging. Jim blickte der schlanken Gestalt seines Partners hinterher, dann wandte er sich wieder seiner Suppe zu. Tatsächlich ging es ihm gerade wirklich gut und er konnte ein paar Minuten ohne Spock schon verschmerzen. Zufrieden darüber, dass sein Kreislauf wieder in Bestform zu laufen schien, räumte Jim sein Tablett ab und machte sich auf den Rückweg zu seinen Quartier. Während er sich überlegte, wie er den Abend mit Spock verbringen könnte, wäre er beinahe mit Sat'hek zusammengeprallt, der im Stechschritt um die Ecke bog. "Captain Kirk." Jim war sich nicht sicher, ob es eine Begrüßung oder eher die vulkanischen Variante eines überraschten Ausrufes war. "Sat'hek.", erwiderte der Captain freundlich. "Werden Sie auch im Labor gebraucht?" Sat'hek verneinte. "Ich war auf dem Weg zur Krankenstation. Ich wollte mich nach Ihrem Gesundheitszustand erkundigen." In den Augen des Vulkaniers funkelte es geheimnisvoll und mit einem Schlag kehrten die Kopfschmerzen zurück. "Wie nett von Ihnen.", antwortete Jim. Es klang schrecklich hölzern. "Stimmt etwas nicht, Captain?" Jim konnte Sat'heks Worte kaum ausmachen. Die Kopfschmerzen waren mit so einer Wucht zurück gekommen, dass Jim schwindelig wurde. Er spürte Sat'heks starke Hände, die ihn aufrecht hielten, spürte, wie lange Finger sich auf seine linke Gesichtshälfte legten und mit einem Schlag formten die verschwommenen Erinnerungen ein klares Bild. Keine Sorge, James, hörte er Sat'heks Stimme in seinem Kopf.  Gleich wird es dir besser gehen.
Dieses Mal war Jim besser auf das ungestüme Eindringen vorbereitet. Zielstrebig forstete sich Sat'hek durch seine Gedanken und Erinnerungen. Was willst du von mir?, fragte Jim, machtlos gegen den Vulkanier in seinem Kopf. Ich werde unsere Verbindung stärken, damit dein Unwohlsein nachlässt., antwortete Sat’hek.
Verbindung?, echote Jim. Im nächsten Moment intensivierte sich der Kopfschmerz so sehr, dass Jim übel wurde. Dann ließ er plötzlich nach. Und jetzt werde ich dich vergessen lassen, James.  Jim fühlte Panik in sich aufsteigen.  Was hast du mit Spock vor? Was ist das für eine Verbindung? , fragte er, jedoch vergebens. Der Vulkanier hatte seine Arbeit beinahe abgeschlossen. Mit einem gehauchten  Bis gleich verschwand Sat'heks Präsenz aus seinem Kopf.

Jim blinzelte überrascht. "Brauchen Sie einen Arzt, Captain?" Sat'heks Stimme holte ihn aus seinem Moment der Starre. Verwirrt blickte er sich um. Gerade war er doch noch beim Essen gewesen, wie kam er jetzt hierher? Hatten ihn seine Füße so automatisch getragen? Woher kam das gehetzte Gefühl der Panik, das er verspürte? "Captain?", wiederholte Sat'hek. Jim wandte sich ihm zu, ließ seinen Blick abschätzend über die adrette Erscheinung des Vulkaniers wandern. Seltsam. "Mir geht es gut.", sagte er langsam. Es klang nicht besonders glaubwürdig, doch Sat'hek schien mit seiner Antwort zufrieden und ging weiter. Jim sah ihm hinterher. Er wusste, ihm war irgendetwas entgangen. Nur was?
Als sich Jim zum Weitergehen umdrehte, wäre er beinahe mit Spock zusammengeprallt. Erschrocken machte Jim einen Satz zurück. "Spock! Musst du dich so anschleichen?", fragte er und der Vulkanier zog zur Antwort eine Augenbraue in die Höhe. "Ich habe dich bereits erwartet. Was hat dich aufgehalten?", fragte Spock und griff nach Jims Hand. Mit kaum wahrnehmbarem Missmut in den ebenmäßigen Gesichtszügen nahm er Jims aufgebrachte Gefühle wahr. "Was ist passiert, James?" Seine Stimme hatte einen ernsten Klang angenommen. "Nichts.", erwiderte Jim wahrheitsgetreu und sah Spock in die braunen Augen. "Ich glaube, ich bin nur ein wenig durcheinander." Spock begutachtete Jim eingehend. "Du warst auch gestern schon aufgebracht.", sagte Spock und Jim legte nachdenklich den Kopf schief. "War ich das?" Spock legte Jim eine Hand auf die Wange. "Ja. Du hast mich deshalb vor deinem Training aufgesucht, aber wir wurden unterbrochen, bevor du mir erzählen konntest, was vorgefallen war." Jim legte seine Hand auf Spocks und verschränkte ihre Finger ineinander. "Ich erinnere mich nicht." Spock ließ seine mit Jims verschränkter Hand sinken und zog den Captain mit sich in Richtung seines Quartiers. "Hast du noch Schmerzen?", fragte er und Jim verneinte. Zufrieden drückte Spock sanft Jims Hand in seiner und genoss das warme Lächeln, mit welchem er belohnt wurde. Langsam ebbten Jims aufgeregt Gefühle ab und Ruhe machte sich in seinem Partner breit. "Konnte im Labor alles geklärt werden?", wollte Jim wissen, als sie Jims Quatiertür erreicht hatten. Mit flinken Fingern tippte Spock den Code ein und sie öffnete sich mit einem leisen Zischen. "Alle Arbeiten konnten in einem zufriedenstellenden Maß beendet werden." Jim lachte leise. "So kann man es auch sagen." Spock sortierte für Jim dessen Nachtwäsche aus seinem Kleiderschrank. "Sofern du keine Hilfe benötigst, würde ich mich waschen gehen." Jim nickte und entließ den Vulkanier ins Badezimmer. Dann schlüpfte er in seinen Pyjama und legte sich aufs Bett. Es dauerte nicht lange, bis Spock zu ihm kam, sich neben Jim legte und ihn an seine muskulösen Brust drückte. "Schlaf gut, Ashayam." Jim schaffte es nur mehr zu nicken. Die wohlige Sicherheit gepaart mit seiner Müdigkeit schickten ihn schnell in den Schlaf. Spock lag noch eine Weile wach und strich seinem Geliebten durch die blonden Haare. Jims Gefühlchaos machte ihm noch immer zu schaffen. Spock konnte sich nur schwer vorstellen, dass sich Jim von 'Nichts' so leicht aus der Fassung hatte bringen lassen. Er wusste, dass Jim ihn nicht angelogen hatte. Dennoch fühlte es sich auch nicht nach der Wahrheit an. Er beschloss, die Überlegungen auf den morgigen Tag zu verschieben. Für heute war Jim sicher geborgen in seinen Armen.
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