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Piece of Cake

von Chiyoku
GeschichteLiebesgeschichte, Erotik / P18 / MaleSlash
24.03.2021
08.04.2021
24
61.153
7
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13 Reviews
Dieses Kapitel
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08.04.2021 3.712
 
ch. 23 love me like you do


Die Hochzeitsplanung war stressiger, als ich erwartet hatte, doch der Termin stand recht früh fest. Wir entschieden uns dazu, sie im August im Central Park zu feiern. Inzwischen war ich auch bei Rin eingezogen, da wir sowieso jeden Tag aufeinander saßen und so war es einfacher für uns beide. Ich hatte Einladungen an jeden, den wir kannten verschickt. Zu meiner großen Überraschung hatten Jackie und sogar auch meine Eltern zugesagt, obwohl es keine kirchliche Hochzeit war. Zudem auch Rins Großeltern, sein Bruder, Tyson mit seiner Familie und Cathy mit ihrer Freundin. Ich schrieb auch eine Einladung an Mrs. Johnson und brachte sie an ihr Grab. Ich wünschte, dass sie dabei sein könnte. Auch andere flüchtige Bekannte waren eingeladen, da Rin auf eine große Hochzeit bestand, die wir nie vergessen würden.

Der Morgen der Hochzeit brach an und ich machte in der gesamten Nacht nicht eine Sekunde die Augen zu. Da es Unglück brachte, wenn man sich vor der Hochzeit sah, beschloss ich die Nacht in meiner alten Wohnung zu verbringen. Die Nervosität blubberte mir im Magen, als ich aufstand und in die Küche ging, um mir einen Kaffee zu machen. Es war erst sechs Uhr morgens und die Zeremonie begann in neun Stunden. Meine Eltern würden in zwei Stunden auftauchen, was meine Nervosität nicht linderte. Ich rauchte eigentlich nicht, doch ich war mir sicher, dass ich gerade eine ganze Packung Zigaretten inhalieren konnte und immer noch nervös sein würde. Cathys Tür öffnete sich und sie kam verschlafen heraus. „Na, wie geht’s dem Bräutigam?“, fragte sie gähnend. „Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen“, gab ich zu. Cathy erzählte mir vor einigen Wochen, dass Rin bei ihr um meine Hand angehalten hatte, bevor er mir den Antrag machte, was mich auf einer seltsamen Art und Weise wirklich rührte, denn Cathy war mittlerweile wirklich so etwas, wie meine Schwester. Deswegen wurde sie auch als meine Trauzeugin und diejenige, die uns traute auserkoren. „Wenn du einen Fluchtwagen brauchst, sag Bescheid“, neckte sie mich. Ich grinste sie an. „Musst du nicht. Ich war mir noch nie einer Sache so sicher. Ich weiß nicht einmal, wieso ich nervös bin.“ Instinktiv fragte ich mich, ob Rin auch nervös war. „Er ist sicher auch tierisch aufgeregt“, antwortete sie auf meine Gedanken und machte sich ebenfalls einen Kaffee. „Ich hoffe, dass keiner von uns mit Durchfall auf dem Klo sitzt und die Hochzeit verpasst.“ Ich sagte es aus Spaß, doch trotzdem hatte ich die Befürchtung, da sich mein Magen merkwürdig flau anfühlte. „Ach quatsch, das wird der schönste Tag deines Lebens!“

Das flaue Gefühl im Magen verstärkte sich mit jeder Minute, die verging. Sofort fing ich wieder an zu schwitzen, obwohl ich vor fünf Minuten geduscht hatte. Es klingelte an der Tür und ich war kurz davor, mich zu übergeben. Meine Mutter war die Erste, die die Wohnung betrat, dicht gefolgt von meinem Vater. Die Anspannung im Raum war greifbar. „Mom, ich…“, fing ich an, doch sie unterbrach mich, indem sie sich mir um den Hals warf. „Oh Nate, es tut mir so leid!“, schluchzte sie. Ich tätschelte ihr den Rücken. „Ist schon okay, hauptsache ihr seid heute hier.“ Mein Dad stand verloren hinter ihr, doch auch bei ihm glänzten die Augen. „Dad.“ Er ging ebenfalls auf uns zu und warf seine großen Arme um uns. „Ich dachte wirklich, ihr würdet mir das nie vergeben.“ „Du bist immer noch unser Kind, egal wen du liebst. Wir haben überreagiert. Auch wenn wir wahrscheinlich nie Enkel haben werden, reicht es, wenn du glücklich bist. Es hat nur eine Weile gedauert, bis wir das begriffen haben“, schniefte Mom und strich mir über die Wange. „Ich hab euch lieb“, sagte ich und drückte sie fester an mich.
Wir unterhielten uns über Rin, wie und wer er war. Ich ließ die schlechten Details unserer Beziehung aus. „Klingt nach einem vernünftigen Mann“, meinte Mom und tätschelte mir die Hand. „Das ist er“, sagte ich und Stolz schwang in meiner Stimme mit. „Ich hoffe, ihr werdet ihn mögen.“ „Das tun wir bereits jetzt, wir sehen ja, wie glücklich du bist“, sagte Dad lächelnd. „Dad? Kannst du… würdest du mich zum Altar begleiten? Ganz traditionell.“ Ich wurde rot. Wieder glänzten Tränen in seinen Augen. „Aber sicher, mein Sohn.“

Wir unterhielten uns den ganzen Morgen darüber, wie ich mich in New York zurecht gefunden hatte, wie anstrengend es war, die Hochzeit zu planen und noch mehr über Rin. Als die Uhr zwei schlug, ging ich in mein Schlafzimmer, um mich umzuziehen. Ich zog mir meinen karamellfarbenen Anzug an, mit dem weißen Hemd und der dunkelblauen Krawatte, die zu Rins Anzug passte. Ich betrachtete mich im Spiegel und meine Wangen glühten, als mir bewusst wurde, dass ich mit zweiundzwanzig heiratete. Doch für mich gab es keinen Zweifel. Rin war derjenige, mit dem ich mein restliches Leben verbringen wollte. Cathy war bereits vorgefahren, ich würde mit meinen Eltern nachkommen, bevor die Zeremonie begann. Mittlerweile war ich so nervös, dass ich zitterte und es wurde nicht besser, als wir in Richtung Central Park fuhren. Dort angekommen sah ich bereits die Hochzeitsdekoration und plötzlich wurde mein Mund trocken. Es war ganz schlicht aufgebaut, die Gäste saßen auf weißen, verschnörkelten Stahlstühlen, während sich ein weißer Schleier, an dem weiße Lilien angebracht worden waren, um die Sitzreihen schlängelte. Der Altar war ebenfalls mit einem weißen Schleier umrandet und ein kleines Podest mit zwei Stühlen stand davor. Ich knetete meine kalt verschwitzten Finger und wartete auf das Zeichen. Mein Vater stand neben mir und war nicht minder nervös. Und dann spielte ‚Love me like you do‘ von Ellie Goulding, welches ich ausgesucht hatte, da ich es am passendsten fand. Ich holte tief Luft und schritt mit Dad aus meinem Versteck. Die Gäste erhoben sich und sahen mich alle mit leuchtenden Augen an. Carla und Pablo grinsten mich glücklich an. Ich lächelte ihnen nervös zu und als ich Rin bemerkte, der am Altar stand, mich mit seinen karamellfarbenen Augen am hellsten von allen ansah und mich anstrahlte, bekam ich einen Tunnelblick und alles andere um mich herum schien zu verschwimmen. Ich war kurz davor mich loszureißen und zu ihm zu rennen. Sein dunkelblauer Anzug saß wie angegossen und seine Haare hatte er zu seinem kleinen Zopf gebunden, doch die Haare fielen ihm wie immer über das Gesicht. Er sah perfekt aus. Tränen rannen mir ins Gesicht und auch Rins Augen schwammen bereits in Tränen. Mein Vater legte meine Hände in die von Rins und zog sich mit einem lauten Schluchzen zurück. „Du bist perfekt“, hauchte ich tränenerstickt. „Du auch“, sagte er liebevoll. Cathy räusperte sich. „Ich würde mich gerne kurz vorstellen. Mein Name ist Cathy McNeal und ich werde heute die beiden vor mir trauen. Es ist mir eine absolute Ehre, das zu tun. Ich will erst einmal ein paar Worte zu ihnen sagen. Zuerst will ich etwas zu Nate sagen. Ich kenne ihn erst über ein halbes Jahr, doch es fühlt sich an, als würden wir uns schon ewig kennen. Ich habe die Beziehung der Beiden aus nächster Nähe mitbekommen und uff, ich muss sagen, dass die krasseste Achterbahn auf der Welt nichts dagegen ist.“ Wir lachten alle. „Rin, ich warne dich hiermit ein letztes Mal: Wenn du Nate wehtust, wirst du kastriert.“ Rin grinste frech und die Gäste kicherten. „Okay, zurück im Text. Ich wusste schon immer, dass ihr beiden zusammen gehört. Wie ihr euch anseht, als wärt ihr der größte Schatz füreinander. Auch wenn ihr viele Hürden hattet, hat euch das Schicksal doch immer irgendwie zusammengeführt. Ich erinnere mich noch ganz genau an euer erstes Treffen, als Nate ihn mit Kaffee übergossen hatte. Das sah vielleicht witzig aus.“ Ich hörte Tyson am lautesten unter der Menge lachen. „Aber war selbst das nicht vom Schicksal vorherbestimmt? Ich bin mir sicher, dass, selbst wenn Nate nicht dort zu arbeiten angefangen hätte, ihr irgendwie zueinander gefunden hättet und wir am Ende trotzdem genau hier stehen würden. Kommen wir nun zum wichtigsten Teil, weswegen wir alle hier sind.“ Alle waren plötzlich mucksmäuschenstill. „Ich frage dich, Rin, bist du hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freien Stücken, den Bund der Ehe mit Nate zu schließen? Willst du Nate lieben und achten, ihm die Treue halten, für euer restliches Leben? Dann sag jetzt ja.“ Rin sah mich voller Liebe an. „Du machst mich zu einem besseren Menschen, der auch Liebe zulassen kann. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht bei dir sein will und dich im Arm halten möchte. Du vervollständigst mich und machst mich von Minute zu Minute glücklicher. Ich liebe und begehre dich so sehr, Nate. Also ja, ich will.“ Mein Herz raste und die Tränen, die bei der Rede verebbt waren, überfluteten wieder mein Gesicht. Ich hörte mehrere Papiertaschentücher rascheln und lautes Schnäuben. „Also gut“, schniefte Cathy. „Dann frage ich auch dich, Nate, bist du hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freien Stücken, den Bund der Ehe mit Rin zu schließen? Willst du Rin lieben und achten, ihm die Treue halten, für euer restliches Leben? Dann sag jetzt ja.“ Ich schluckte den dicken Kloß hinunter, der sich durch die Tränen gebildet hatte. „Ich kann nicht oft genug sagen, wie sehr ich dich liebe. Alles an dir, jede noch so dunkle Seite, die du in dir trägst. Seitdem ich dich gesehen habe, liebe ich dich und wie könnte ich es auch nicht? Du hast mir Welten gezeigt, die ich zuvor noch nie betreten habe und ich will nicht sein, wenn du nicht bei mir bist. Ich will jede Sekunde mit dir und ich brauche dich, wie die Luft zum Atmen. Du bist alles für mich, Rin. Ja, ich will dich heiraten.“ Rin wischte sich mit dem Handrücken die Tränen aus dem Gesicht. „Mit der Macht des mir vom Internet verliehenen Amtes erkläre ich euch zu Mann und Mann! Küss ihn, Rin!“ Das Lied spielte erneut und in dem Moment wusste ich, dass es wirklich das perfekte Lied war. Rin nahm zärtlich mein Gesicht in seine Hände und legte seine Lippen auf meine. Pures Glück rauschte mir durch die Blutbahnen und vernebelte mein Denken. Die Gäste schluchzten, klatschten und jubelten und widerwillig lösten wir uns wieder voneinander.

Nachdem wir alle gegessen, Rin und ich die gigantische Hochzeitstorte angeschnitten und den Hochzeitstanz getanzt hatten, setzte ich mich mit ihm an den Tisch und beobachtete die Gäste, wie sie ausgelassen feierten. „Jetzt gehörst du ganz offiziell mir allein“, sagte Rin glücklich und griff nach meiner Hand. „Und du mir. Ich war noch nie so glücklich, wie heute.“ „Ich auch nicht. Ich kann es kaum erwarten, allein mit dir zu sein.“ Meine Wangen glühten und ich drückte seine Hand. „Die Bienenkönigin kommt“, meinte Rin spöttisch. Jackie kam auf uns zu, mit einem dunkelhäutigen Mann an ihrer Hand, der bewundernswerte graue Augen hatte. „Ich gratuliere euch beiden von ganzem Herzen. Das war eine sehr schöne Hochzeit. Ich habe nicht gedacht, dass du mich einladen würdest, Nate, aber ich hab mich sehr gefreut. Ich hoffe, dass das ein Schritt in Richtung Freundschaft ist.“ „Natürlich, Jackie. Du bist mir immer noch sehr wichtig, nur eben auf eine andere Weise.“ Sie strahlte uns an. „Ihr seid ein tolles Paar.“ Sie verabschiedete sich, als meine Eltern sie ablösten. „Du bist also jetzt der Mann meines Sohnes“, sagte Dad und fixierte ihn mit strengem Blick. „Ja, ich bin sein Mann“, sagte er stolz. Die Gesichtszüge meines Vaters wurden weicher. „Dann bin ich wohl jetzt dein Schwiegervater. Du darfst mich Doug nennen, das hier ist meine Frau Jennifer.“ Mom reichte ihm zittrig die Hand. „Mensch Nate, du hast wirklich nicht übertrieben, als du sagtest, er würde aussehen, wie ein Engel.“ Rin drehte mit belustigtem Gesichtsausdruck den Kopf zu mir und ich wurde nur rot. Nachdem sie Rin ausgequetscht haben, kamen noch weitere Gäste, um uns persönlich zu gratulieren, unter anderem auch Tyson. „Glückwunsch euch beiden. Wer hätte das gedacht, dass ich auf die Hochzeit von meinem Boss gehe. Jetzt sind wir wohl sowas wie Brüder, was, Mr. Suguro?“ „Welchen von uns beiden meinst du denn jetzt damit?“, fragte Rin grinsend. Meine Kehle kitzelte, als er diese Worte sagte. Tyson schüttelte nur lachend den Kopf. „Ihr seid wirklich ein super Paar, das kann man nicht anders sagen.“

Die Feier neigte sich dem Ende zu und als nur noch die Angestellten vom Catering übrig blieben und die Dunkelheit bereits angebrochen war, beschlossen wir ebenfalls zu gehen. „Willst du mir jetzt eigentlich endlich sagen, wohin wir gehen?“, fragte ich, als wir in seinen Bentley stiegen. „Wohin auch immer du möchtest. Ich habe nichts gebucht, das wollte ich ganz alleine dich entscheiden lassen. Egal wo du hinwillst, ich komme mit dir.“ Die Schmetterlinge in meinem Bauch flogen Amok. Ich konnte es immer noch nicht realisieren, dass wir gerade geheiratet hatten. „Frankreich“, sagte ich schließlich. „Dann ist es wohl Frankreich.“ Rin legte seine Hand auf meinen Oberschenkel. Ich drehte den Ring glückselig an meinem Finger und mir fiel eine Gravur im Inneren auf, als ich ihn drehte. Verwirrt zog ich ihn von meinem Finger und untersuchte ihn. ‚ハートビート, mi vida, my everything.‘ stand darin. Ich biss mir gerührt auf die Lippen. „Was bedeutet das?“, fragte ich erstickt. Er sah zu mir und sein Blick wurde zärtlich. „Mein Herzschlag, mein Leben, mein Ein und Alles“, antwortete er leise. Sofort stiegen mir wieder Tränen in die Augen. „Das bist du auch für mich“, flüsterte ich und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht.

Er fuhr nicht nach Hause, sondern hielt vor einem pompösen Hotel namens ‚The Mark‘ an. Als wir in die Hotellobby gingen, erkannte die Rezeptionistin ihn bereits und strahlte ihn an. „Oberstes Stockwerk, es ist alles vorbereitet“, sagte sie lächelnd und reichte ihm den Schlüssel. Als wir in den Aufzug stiegen, schien Rin etwas nervös zu sein. „Alles in Ordnung? Noch einen Heiratsantrag kannst du mir ja nicht machen.“ Er grinste. „Ja, leider nicht.“ Der Aufzug öffnete sich und wir standen vor einer einzelnen weißen Tür. Plötzlich verlor ich den Boden unter den Füßen, denn Rin hatte mich auf seine Arme geladen. „Was machst du da?“, fragte ich verwirrt. „Ich trage dich über die Schwelle, gehört sich doch so, oder?“ Er schloss die Tür auf und trug mich hinein. Meine Augen fielen mir beinahe aus den Augenhöhlen. Das Wohnzimmer war riesig, die Decke war mindestens sieben Meter hoch. Es war alles hell eingerichtet, ähnlich, wie bei Rin zu Hause und im ganzen Raum verteilt standen die weißen Lilien unserer Hochzeit. Außerdem brannten überall Kerzen, was den Raum in ein warmes Licht tauchte. Auf dem Couchtisch stand eine Flasche gekühlter Champagner mit zwei Gläsern. Durch die großen Fenster hatte man einen perfekten Blick über New York und die Sterne, die am Himmel glitzerten. Rin fischte nach dem Eimer mit Champagner mit den zwei Gläsern und trug mich zum Schlafzimmer, welches ebenfalls hell eingerichtet war und die großen Sprossenfenster fast bis zum Boden ragten. Auch hier war jede freie Fläche mit Kerzen und Blumen vollgestellt. Vor dem Bett setzte er mich ab. Er ließ mich nicht aus seinen glühenden Augen, während er die Champagnerflasche öffnete, dessen Korken nach einem lauten Plöpp durch das Zimmer flog. Er goss die sprudelnde Flüssigkeit in die zwei Gläser. „Es ist perfekt hier“, sagte ich lächelnd und nahm ihm das Glas ab, welches er mir reichte. Er stieß mit mir an und wir tranken den Champagner beide in einem Zug leer. Als wir die Gläser abgestellt hatten, küsste er mich so sanft, dass es kaum spürbar war. Seine Zunge bat vorsichtig um Einlass und dann tanzten unsere Zungen einen sehr langsamen Tanz miteinander. Rin strich mir die Anzugjacke von den Schultern und ich tat es ihm gleich. Er drückte mich auf das Bett, ohne sich von mir zu lösen und legte sich zwischen meine Beine. Seine Hand wanderte ganz langsam an meinem Hemd entlang und knöpfte es auf. Seine warme Hand auf meiner Brust ließ mich erschaudern und mein Herz pochte schneller. Mit den Fingern streichelte er meinen Oberkörper und legte ihn immer weiter frei, indem er das Hemd zur Seite schob. Meine eigenen Finger knöpften ihm das Hemd auf und ich fuhr mit den Händen unter das Hemd zu seinen Schultern und schob es von seinen Armen. Er löste sich von mir und warf das Hemd in eine Ecke. „Ich würde heute Nacht gerne etwas anders machen“, flüsterte Rin. Mit einem Ruck drehte er uns und ich lag über ihm. „Was denn?“ Rins Augen blitzten und er zog mir das Hemd aus, während er sagte: „Wir tauschen, du wolltest es doch ausprobieren.“ Mit offenem Mund starrte ich ihn an. „Bist du dir sicher?“ „Natürlich. Ich gehöre ganz dir, du hast heute die Zügel in der Hand.“ Mein Körper wurde heiß und ich lehnte mich zu ihm herunter, um ihn zu küssen. Meine Hände fuhren an seinem Oberkörper herunter und öffneten seine Hose. Er hob die Hüfte hoch, sodass ich sie herunterziehen konnte und er nun nackt unter mir lag. Die Erregung schoss blitzartig durch meinen Körper und mir wurde schwindelig. Ich öffnete meine eigene Hose und strampelte sie von meinen Beinen. „Du bist einfach nur perfekt“, flüsterte ich und legte mich wieder auf ihn, sodass sich unsere Erregungen berührten. Wir seufzten beide leise auf. Rin strich mir sanft über das Gesicht und schloss die Augen. Ich drückte mich fester an ihn und bewegte mich langsam auf und ab, sodass sich unsere Vorhaut aneinander vor und zurück schob. Der Anblick, wie Rin unter mir sein Gesicht lustvoll verzog, löste in mir eine Welle voll von Glück und Erregung aus. Ich küsste ihn erneut und bewegte mich schneller an ihm, während unsere Zungen wieder ihren langsamen Tanz tanzten. Mein Penis wurde feucht und die Flüssigkeit tropfte auf seinen, sodass die Bewegungen immer gleitender wurden. Rin stöhnte leise, öffnete seine Augen und sah mich voller Lust und Erwartung an. Ich rutschte von ihm und drückte sanft meinen Penis an seinen After und verteilte die Feuchtigkeit mit kreisenden Bewegungen. Das Gefühl war unbeschreiblich und ich biss mir auf die Lippe. Ganz vorsichtig verstärkte ich den Druck an ihm und die Enge, die sich immer weiter um meinen Penis schloss, ließ mich beinahe Sterne sehen. Als meine Eichel in ihm war, zischte Rin die Luft ein und verkrampfte sich kurzzeitig, was sich unfassbar gut anfühlte. Nachdem er sich entspannt hatte, schob ich mich langsam immer tiefer in ihn hinein und ich wäre beinahe nur von dem Gefühl gekommen, als ich ihn komplett ausfüllte. Rin krallte sich an meinem Rücken fest und vorsichtig bewegte ich mich in ihm. Ich konnte mir das laute Stöhnen nicht unterdrücken, während ich sanft in ihm ein und aus glitt. Rin wand sich unter mir vor Lust und krallte sich nur noch fester an meinen Rücken. Instinktiv wurden meine Stöße schneller und ich fühlte mich, als wäre ich High. Das Zucken, welches sich in schnellem, gleichbleibenden Rhythmus um meinen Penis schloss, brachte mich in Ekstase. Ich legte mein Gewicht auf Rin ab und sog den Duft seines Halses ein, während ich mich immer stürmischer in ihm bewegte. Sein Stöhnen durchzog den Raum, was mich nur noch mehr antrieb. „Nate, sieh mich an“, hauchte er und ich stützte mich mit den Händen ab, um ihm in das gerötete Gesicht zu schauen, während er mit glasigen Augen zurückblickte. Mit einem letzten, tiefen Stoß kamen wir gleichzeitig und es war ein Orgasmus, wie ich ihn noch nie zuvor erlebt hatte. Es war, als würde Feuer in mir regnen und ein Licht mich so sehr blenden, dass ich beinahe blind davon wurde. Wärme breitete sich dort aus, wo der Feuerregen fiel und das Gefühl hielt mehrere Sekunden an. Schwer atmend legte ich mein Gewicht auf ihm ab. Rin kraulte mir über den Kopf, als er sich ebenfalls beruhigt hatte. Sein After zuckte immer noch um meinen Penis und ich wurde wieder hart. „Scheint, als würde dir das gefallen“, raunte er und ich hörte ein Grinsen in seiner Stimme. Ich pustete belustigt die Luft aus der Nase und bewegte mich wieder in ihm.

Die Sonne schien bereits durch das Fenster, bis ich endlich von ihm ablassen konnte. „Jetzt bin wohl ich derjenige, der wund ist“, meinte Rin lächelnd und drückte mich an sich. Die Sonne warf einen direkten Strahl auf ihn, was mich unfassbar glücklich machte. „Wie soll ich nur jemals damit aufhören?“, seufzte ich schwermütig. „Wir können uns in Zukunft ja abwechseln.“ Ich lachte verzückt. „Das war das beste Hochzeitsgeschenk, welches du mir machen konntest.“ Rin kicherte. „Meines bist du. Mein Ehemann.“ Er sagte es so voller Zuneigung, dass sich mein Herz und mein Magen durch den Körper schleuderten. „Ich liebe dich, Rin.“ „Und ich liebe dich, Nate. Bis das der Tod uns scheidet“, flüsterte Rin und küsste meine Stirn.

E n d ~

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Ein AMV der Charaktere, die ich als Inspiration genommen habe. Vielleicht schaut ihr mal rein und findet auch ein paar Zusammenhänge ;)

Und hier eines mit dem Hochzeitslied der beiden ♥

Letzte Worte~

Ursprünglich wollte ich im Kapitel mit Adrian wirklich, dass Rafael Nate unter Drogen setzt und Rin das Foto zugeschickt bekommt, doch ich habe mich anders entschieden. Es sollte ein Happy End sein, in dem alle zusammenkamen, ohne Groll und ohne Hass. Die Geschichte war für mich selbst auch eine Achterbahnfahrt und ich bin froh darüber, dass ich meine Fantasie genau so ausleben konnte. Natürlich ist es stellenweise unrealistisch, aber genau das macht eine Kitschgeschichte doch irgendwo auch aus. :P Ich vermisse Rin und Nate jetzt schon, aber alle guten Dinge enden einmal. Ich danke allen, die bis hierher gelesen haben und hoffe, dass ihr auch weiterhin an meinen Geschichten teilhaben werdet, eine weitere ist bereits in Arbeit, die jedoch nicht so regelmäßig hochgeladen wird, da sie sehr schwierig zu schreiben sein wird. Die Idee ist, dass sie im 16. Jahrhundert spielt, mehr will ich jedoch nicht verraten. Kommt vorbei, sobald sie online ist und schaut es euch selbst an.

Besonderen Dank geht an Suesse01, die mir oft neue Denkanstöße gegeben hat und immer fleißig Reviews geschrieben hat!

Machts gut und bleibt gesund!

~Chiyoku

[Update 02.05.21: 3.6k Views geknackt! Ich bin so glücklich T_T Auch wenn ich weiß, dass viele eher stumm mitlesen und keine Reviews oder Herzchen hinterlassen: Danke, dass ihr alle so zahlreich gelesen habt, das bedeutet mir unfassbar viel bei dieser Geschichte!

Update 09.05.21: 4k!!!! ♥♥♥♥]
 
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