Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Action / SKYLA

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SKYLA

von Fliss
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
24.03.2021
06.06.2021
4
6.157
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24.03.2021 1.215
 
„Schneller Skyla, schneller!“ feuerte ich mich in Gedanken selbst an. Der kleine Mann, der vor mir rannte hatte zwei Menschen ermordet und meine Aufgabe war es jetzt ihn zu fassen und ihm den königlichen Wachen zu überreichen. Ich bin keine Polizistin oder so, ich bin Kopfgeldjägerin, professionelle Kopfgeldjägerin wie meine Eltern. Ich legte einen Zahn zu. Der Mörder war zwar klein, aber ziemlich schnell und wendig, allerdings schien er nicht wirklich zu wissen wo er hinlief. Man merkte dass er sich hier nicht auskannte. Ich lebe auf einem Planeten namens Zela, der größtenteils mit riesigen Städten bedeckt ist. Meine Eltern und ich leben in der Hauptstadt von Zela. Ich weiß nicht mal wie sie heißt, jeder nennt sie nur „die Hauptstadt“ Der Mann vor mir lief jetzt in eine Seitengasse, in der Hoffnung mich doch abzuhängen, doch ich kannte mich in der Hauptstadt sehr gut aus. Ich war hier aufgewachsen, und die Straße in der der flinke Mann gerade reinlief war eine Sackgasse. Ich jubilierte. Heute war mein 19. Geburtstag und ich würde vielleicht sogar noch Zeit haben mich umzuziehen bevor meine Freunde und Familie kamen. Inzwischen hatte wohl auch der Mörder gemerkt dass er hier nicht mehr weit kam und er griff in seine Tasche, vermutlich um irgendeine Art von Waffe herauszunehmen. Aber nicht umsonst hatte ich jahrelang geübt. Ich war schneller, zog und traf. Der Mann kippte bewusstlos um und ich freute mich. Ich rief einen „Abholdienst“ wie ich die Wachen, die für das Abholen von Verbrechern zuständig waren, nannte und lehnte mich gegen eine Wand.

Einige Minuten später kam ein Wagen mit dem Königswappen und zwei Wachen stiegen aus, Es waren eine Frau und ein Mann. „ID?“ brummte der Mann. Ich gab ihm einen Chip, den ich immer dabei hatte. So einen Chip besaß jeder Bewohner von Zela seit seinem sechsten Geburtstag. Mit seinem Chip regelte man so gut wie alles, man konnte mit ihm einkaufen, Geld darauf laden, er war eine Art Schlüssel für seine Wohnung und eben wie ein Personalausweis. Der Wache hielt meinen Chip an ein Gerät, es piepte und schon war die gesamte Summe, die ich für den Mörder bekam, auf dem Chip. Der Wache händigte ihn mir wortlos aus und ich steckte ihn ein. Die Kopfgeldjäger und Wachen waren sich nicht nahe, die Wachen taten immer so als wären sie etwas Besseres als Kopfgeldjäger, dass sie mehr Ehre hätten. Mich nervte das sehr, deshalb redete ich nur das Nötigste mit den zwei Wachen und als sie mit dem Mörder abgehauen waren joggte ich nach Hause um mich fertigzumachen.

Ich hatte eine eigene Wohnung im siebten Stock eines Hochhauses, meine Eltern hatten die Wohnung unter mir. Ich hielt meinen Chip an den Scanner und die Tür öffnete sich. Kurz darauf vibrierte mein Handy (Ja, auch wir besitzen Handys) Es war meine beste Freundin Katie, die ich schon seit der Grundschule kannte. „Hallo!“ meldete ich mich. „Hey, du brauchst bestimmt Hilfe was dein Outfit für heute Abend betrifft, warte eine Minute dann steh ich dir auf der Matte. Ich bin schon im fünften Stock.“ Verkündete Katie und legte auf  bevor ich Zeit hatte um zu antworten. Aber sie hatte Recht. Ich hatte leider noch keinen einzigen Gedanken an mein Outfit verschwendet und ich wollte an meinem Geburtstag wenigstens, gut aussehen. Es klingelte an der Tür und ich machte auf. Meine Freundin strahlte mich an, sie hatte eine Tüte dabei. „Ok, lass uns anfangen, hier.“ Sie überreichte mir die Tüte, „Das ist dein Geschenk von mir: Alles Gute zum Geburtstag!“ Katie drückte mich. Ich bemerkte dass sie ein bisschen komisch roch. „Warst du im Labor?“ fragte ich. Katie war im Wissenschaftsteam der Hauptstadt und arbeitete oft im Labor. „Yes.“ Sagte sie. Ich lugte in die Tüte und sah etwas dunkelgrünes. Ich zog es heraus und sah was es war: ein Kleid! Ein dunkelgrünes Kleid. Ich trug normalerweise nicht so oft Kleider, aber dieses hier war wunderschön und ich konnte es heute Abend tragen. „Danke, das ist richtig hübsch, ich werde es gleich anziehen!“ bedankte ich mich bei Katie und umarmte sie kurz. „Ich dachte mir dass es gut zu deinen braunen Haaren passt, du musst dich ein bisschen beeilen, die anderen kommen in einer halben Stunde!“ rief sie mir noch hinterher, als ich in Richtung Badezimmer ging. Ich warf einen kurzen Blick in den Spiegel, meine hellbraunen Haare waren nicht so zottelig wie ich dachte aber ich wollte mich noch schminken. Im Badezimmer zog ich das Kleid an, das mir bis knapp über die Knöchel reichte und schrie: „Katie! Komm!" Meine beste Freundin steckte ihren Kopf durch die Tür und sagte mit einer Sekretärinnen-Stimme: „Ja bitte?" darauf hin brachen wir erstmal in lautes Gelächter aus. „Was soll ich mit meinen Haaren machen?" verzweifelte ich. Katie war eine Art Master im Schnell-Frisuren-machen, und während ich mich schminkte zauberte sie etwas aus meinen Haaren, das Ähnlichkeit mit einem geflochtenen Dutt hatte. Doch es gefiel mir. Ich drehte mich im Spiegel und war sehr zufrieden. Das Kleid passte zu meinen braunen Haaren und grünen Augen. „Super!" stellte Katie fest, „Jetzt müssen wir nur warten bis deine Gäste kommen. Wir können schon mal das Essen und die Getränke rausstellen." Das machten wir dann auch. Ich war gestern einkaufen gegangen und hatte jede Menge mitgenommen. Inzwischen wurde es schon dunkel draußen und dann klingelte es, ich lief zur Tür und machte auf. Es waren zwei Freunde. Wir begrüßten uns und sie wünschten mir alles Gute zum Geburtstag. Nach und nach wurde die Wohnung immer voller. Alle redeten, nahmen sich etwas zu essen oder zu trinken. Es waren viele Freunde, die ich noch von der Schule kannte, aber auch vom Kopfgeldjagen. Wachen, waren keine dabei denn ich war mit keinem der Wachen befreundet.



An diesem Abend und der Nacht haben wir viel gefeiert, gelacht und getanzt und es war einer der schönsten Geburtstage die ich hatte. Gegen Ende sind auch noch meine Eltern vorbeigekommen und wir haben alle zusammen angestoßen. Irgendwann sind alle wieder gegangen und ich habe mir einen gemütlichen Hoodie angezogen und hab mich auf das Bett fallen gelassen. Kurz darauf bin ich eingeschlafen.



Ich wachte am nächsten Morgen von einem vibrieren auf, es war mein Handy. Ich warf einen Blick auf den Bildschirm und sah dass mein Vater anrief. „Hallo?" meldete ich mich, noch sehr verschlafen, „Guten Morgen Skyla!" sagte mein Vater „Ich soll dir eine Nachricht von König Phillip überbringen weil er deine Nummer nicht hat: Du sollst mit Katie um Punkt zwölf Uhr am königlichen Palast eintreffen. Es ist sehr wichtig." Ich überlegte warum mich der König treffen wollte, hatte ich etwas Falsches getan? War der Mann, den ich gestern gefangen hatte unschuldig? „Alles klar, mach ich." Antwortete ich, verabschiedete mich und legte auf. Danach rief ich Katie an und erzählte ihr alles. Sie war ebenso erstaunt wie ich. Ich war gespannt was passiert war, dass der König Katie und mich zu sich einlud. Ich machte mich fertig, aß noch ein Toast und ging dann zu dem Platz, der unten neben dem Hochhaus war, dort würde ich mich gleich mit Katie treffen und wir würden zusammen zum Palast gehen.



So, das war das erste Kapitel von der Geschichte von Skyla, keine Sorge es wird noch spannender. ;-)
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