Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Bis ans andere Ende von Mittelerde

GeschichteRomance, Fantasy / P12 / Gen
Bilbo Beutlin Fili Gandalf Kili OC (Own Character) Thorin Eichenschild
23.03.2021
23.03.2021
1
1.816
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
23.03.2021 1.816
 
"Mein Lieber Frodo" begann Bilbo und zündete eine Kerze an. "Du hast mich einmal gefragt, ob ich dir alle meine Geschichten über meine Abenteuer erzählt hätte. Und wenngleich ich behaupten, kann dir stets die Wahrheit gesagt zu haben, so habe ich dir doch nicht alles erzählt."

Der Nun alte Hobbit holte sein Buch aus einer Truhe und öffnete es. Kurz betrachtete er das Porträt seiner selbst und dann das seiner Schwester. Ob sie noch lebte? Fragte er sich in Gedanken, Ja und er würde heute Abend Gewissheit haben, schließlich war heute sein 111. Geburtstag. In ihren regelmäßigen Briefen schrieb sie wie das Leben im Erebor war und wie es ihr ging und wie es um Thorin und die anderen stand. Mutter war sie auch, 1 Mädchen und zwei Jungen hatte sie mit Thorin. Es erfüllte ihn sehr mit stolz wenn er an die Krönung und die Hochzeit seiner Schwester und seines besten Freundes dachte.

"Ich bin jetzt alt, Frodo. Ich bin nicht mehr derselbe Hobbit, der ich einst war. Ich finde, es ist an der Zeit , dass du erfährst, was wirklich geschehen ist." Er tunkte die Feder in die Tinte und fing an zu schreiben.

"Es begann vor langer Zeit in einem Land weit im Osten. In einem Land wie man es heutzutage auf der ganzen Welt nicht mehr findet. Dort lag die Stadt Thal mit ihren weit und breit bekannten Märkten, Feldfrüchten und Wein in Hülle und Fülle, friedlich und wohlhabend. Den diese Stadt lag vor den Toren des größten Königreichs in Mittelerde. Erebor, Bergfestung von Thrór, dem König unter dem Berge, dem mächtigsten aller Zwergenfürsten." Schrieb Bilbo.

"Thrór's Herrschaft war unangefochten. Nie zweifelte er am Fortbestand seines Hauses, war seine Herrscherlinie doch gesichert durch seinen Sohn und seinen Enkel. Ach, Frodo, Erebor. Tief hinein in den Fels gebaut, war die Schönheit dieser Festungstadt legendär. Ihr Reichtum lag in der Erde. In kostbaren Edelsteinen, geschlagen aus dem Fels und in riesigen Goldadern, die wie Flüsse durch den Stein verliefen."

"Die Fertigkeiten der Zwerge suchten Ihresgleichen. Sie erschufen Gegenstände von größter Schönheit aus Diamanten, Smaragden, Rubinen und Saphiren. Unaufhörlich schürften sie tiefen in der Finsternis. Und dort fanden sie ihn..."

"Das Herz des Berges, den Arkenstein. Thrór nannte ihn das Königsjuwel. Er sah ihn als ein Zeichen der ausgewählte König zu sein. Alle huldigten ihm. Selbst der große Elbenkönig, Thranduil."

"Während der Wohlstand der Zwerge wuchs, verringerte sich ihr guter Wille zusehends. Niemand weiß genau, was das Zerwürfnis auslöste. Die Elben sagen, die Zwerge hätten ihren Schatz gestohlen. Die Zwerge sagen, der Elbenkönig hätte ihnen ihren rechtmäßigen Anteil verwehrt. Es ist traurig, Frodo, wie alte Bündnisse zerbrechen. Wie alte Freundschaften zwischen Völkern verloren gehen können." Der alte Hobbit hielt im schreiben inne und starrte ins Nichts.

"Und Wofür?" Bilbo tunkte die Feder erneut ins Tintenfass "Schwermut durchzog die Tage und Misstrauen trübte die Nächte. Thrór's Liebe zum Gold war übermächtig geworden. Eine Krankheit begann in ihm zu wachsen, eine Krankheit des Geistes."

_______________꧁♡꧂______________

Frodo lief durch die Höhle und holte die Briefe aus dem Postkasten und legte sie neben Bilbo auf den Schreibtisch.

"Danke" meinte der Alte Hobbit. Ganz oben lag wie unschwer zu erkennen war ein Brief seiner jüngeren Schwester. Bilbo lächelte als er ihre schöne leicht verschnörkelte Schrift sah. Es erinnerte ihn wieder an damals an den Vertrag, an die Schrift von Thorin und Balin. Deren Unterschrift war sogar noch verschnörkelter gewesen.

Bei diesen Briefen musste er sie immer sofort öffnen und das tat der Hobbit auch, vorsichtig öffnete er den Brief und fand etwas vor das er nicht erwartet hatte. Eine kleine zusammengefaltete Karte.

Behutsam faltete er diese auseinander und sah auf die alte Karte die sie damals zum Erebor gebracht hatte. Kurz wurde er traurig, sie erinnerte ihn wie so oft an die gefährliche Reise die er mit seiner Schwester, Gandalf und 13 Zwergen unternommen hatten.

Einer dieser Zwerge hatte seiner Schwester heimlich still und leise das Herz gestohlen. Er war froh das es dieser eine Zwerg war, oft war auch von ihm ein langer Brief dabei. Es freute ihn immer von seinen kleinen Neffen und seiner Nichte zuhören.

Er las sich den kleinen Zettel durch der mit bei gelegt war.

Lieber Bilbo,

Diesmal schreiben wir dir beide, Thorin und Bell.
Wir machen uns noch heute auf dem Weg zu dir und freuen uns auf dich.
Wir sehen uns an deinem 111. Geburtstag.

Dein Thorin Eichenschild und deine kleine Schwester Bell. König und Königin unter dem Berge.

Ein lächeln huschte über das Gesicht des Hobbits. Seine Vorfreude auf die beiden war nun riesig. Endlich nach mehreren Jahren sah er seine Schwester und Thorin wieder.

...Ahnen konnte er ja nicht das nicht nur die beiden kommen würden...

"Was ist das?" Wurde er aus seinen freudigen Gedanken gerissen als Frodo ihn auf das Porträt aufmerksam machte welches ihn selbst zeigte und von Ori gezeichnet worden war.

"Das ist persönlich! Nimm deine neugierigen Pfoten weg!" sprach Bilbo und nahm ihm das Bild aus der Hand. Dann klappte er das Buch zu da sich der junge Hobbit darüber lehnte. "Es ist noch nicht fertig" sagte Bilbo und Frodo fragte verwundert "wofür?" "Um gelesen zu werden!" Antwortete ihm Bilbo knapp.

Bilbo sah sich die Briefe durch und meinte schließlich "Was in aller Welt ist das hier?" "Antworten auf die Einladungen zum Fest." Beantwortete Frodo die Frage.

"Alle haben zu gesagt, Mit Ausnahme der Sackheim-Beutlins die wollen, dass du sie persönlich einlädst." Fügte der junge Hobbit hinzu. "So wollen sie das?!" Fragte Bilbo verärgert "Nur über meine Leiche."

Und da erinnerte er sich an damals...als sie gerade mündig geworden war, seine Schwester...
Da lebten ihre Eltern noch...
Es war alles so friedlich und ruhig gewesen, bis Lobelia meinte die Hobbithöhle in Anspruch zunehmen die eigentlich Bell gehören sollte. Bell war traurig gewesen das sie nie in diese Höhle einziehen konnte, er wusste wie viel ihr an diesem Smial lag. Es tat ihm in der Seele leid sie so zu sehen. Von da an zerbrach das Verhältnis zu den Sackheim-beutlins und er schwor sich nie wieder ein gutes Wort über sie zu verlieren.

"Wahrscheinlich wäre ihnen das sogar recht. Sie scheinen zu glauben, dass du Gold im Überfluss besitzt." Meinte Frodo und holte den Hobbit erneut aus seinen Gedanken.

"Es war nur eine kleine Kiste. Und übergequollen ist die auch nicht. Und sie stinkt immer noch nach Troll." sagte Bilbo und versteckte einige Sachen.

Nach einem langen Gespräch verabschiedete sich Frodo da er noch auf Gandalf warten wollte.

________꧁ 60 Jahre vorher ꧂________

Der Hobbit saß auf der Bank in seinen Garten und rauchte entspannt seine Pfeife während er die Sonne in seinem Gesicht genoss.

Die Sonne wurde plötzlich verdeckt und der Hobbit der bis dahin seine Augen geschlossen hatte öffnete diese etwas mürrisch.

Seine Schwester tat dies gerne um ihn zu ärgern doch diesmal war es nicht Bell. "Schönen Guten Morgen" sprach Bilbo.

"Wie meint ihr das? Wünscht ihr mir einen Guten Morgen oder meint ihr, das es ein schöner Morgen ist, egal was ich wünsche. Oder wolltet ihr sagen, das ihr an diesem Morgen alles schön und gut findet. Oder wolltet ihr sagen, man müsse an diesem Morgen gut oder schön sein?" Sprach Gandalf, der Graue.

"Alles zu...zugleich, nehme ich an." Antwortete Bilbo. "Hm..." "kann ich euch helfen?" Fragte Bilbo "das bleibt abzuwarten-..." wollte Gandalf weiterreden als eine weibliche Stimme ihn jedoch unterbrach. "Hey Bilbo! Bin wieder da!" Rief Bell und Bilbo huschte ein freudiges Lächeln übers Gesicht.

Gandalf sah das noch sehr junge Hobbitmädchen an und schmunzelte, sie war ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Klein, dünn und schöne blaue Augen die ein starkes Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen aussagten.

"Ich bereite ein Abenteuer vor und suche jemanden, der noch mitmacht." Sprach Gandalf nun leicht Geheimnisvoll.

"Ein Abenteuer? Nein, ich glaube nicht das irgendjemand westlich von Bree sonderlich viel Interesse an Abenteuer hat. Dabei hat man nichts als Ärger und Scherereien." Sagte Bilbo und öffnete seinen Briefkasten und holte einige Briefe heraus. "Und man kommt zu spät zum Essen" lachte er ein wenig und sah die Briefe durch, zwei gab er an Bell weiter, die sehr an Gandalfs Angebot interessiert schien.

Bilbo räusperte sich "Guten Morgen" sprach er und drehte sich zum gehen um. "Von was für einem Abenteuer reden wir hier?" Fragte Bell nach. "Bell!" Rief Bilbo tadelnd doch das ignorierte die Hobbitdame. "Das erfährst du später" war alles was Gandalf zu ihr sagte.

"Das ich von Belladonna Tuks Sohn mit einem Guten Morgen angewimmelt werde, als ob ich Knöpfe vor der Tür verkaufe" beschwerte sich Gandalf. Bilbo drehte um "Wie bitte?" "Ihr habt euch verändert, Bilbo Beutlin, und nicht nur zum Besseren!"

"Verzeiht, kenne ich euch?" Fragte Bilbo irritiert. "Nun, ihr kennt meinen Namen, obwohl ihr nicht wisst das er zu mir gehört. Ich bin Gandalf. Und Gandalf...bin ich..." sprach der Zauberer.

"Gandalf...doch nicht Gandalf, der wandernde Zauberer, der immer so ein unglaubliches Feuerwerk gemacht hat? Der alte Tuk ließ zu jeder Sommersonnenwende eines abbrennen." Dabei lachte er auf "Hatte keine Ahnung das ihr noch im Geschäft seid!" Fügte Bilbo hinzu.

Bell war mittlerweile neben ihm und stieß ihm leicht ihren Ellenbogen in die Rippen. Gandalf sah die beiden Hobbits mürrisch an "und wo sollte ich sonst sein?" Fragte er. "Naja...hm..." meinte Bilbo intensiv vor sich hin paffend.

"Nun es freut mich das ihr überhaupt noch irgendwas von mir wisst. Und wenn es auch nur mein Feuerwerk ist. Das wäre entschieden. Es wird euch äußerst gut tun. Und für mich sehr belustigend sein. Ich werde es den anderen mitteilen."

"Den anderen Mitteilen? Den wen? Nein, Nein! Ne... wartet! Wir haben keine Verwendung für Abenteuer. Schon gar nicht hier, Nein danke!  Weder heute noch... Ich schlage vor ihr versucht es hinter dem Bühl oder jenseits der Wässer." Er deutete mit seiner Pfeife fort und überlegte "G... G... Guten Morgen" stotterte er und drehte sich um und zog seine Schwester mit sich.

Gandalf brachte eine alte Rune an das Haus an und sah dann nochmal kurz nach Bilbo eh er ging und einen verschreckten Hobbit und eine neugieriges Hobbitmädchen hinterließ.

_________꧁Author's Note꧂_________

Hey,
Dies ist meine erste Hobbit FF auf Fanfiktion.De
Ich hoffe sie gefällt euch.

Ich habe am Anfang einiges Rausgelassen da ich dies noch ausführlicher beschreiben will.

Viel Spaß beim Lesen!

Mfg
ThorinFangirl
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast