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kiss me like this is our last kiss

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P6 / Gen
Rebecca Jungblut Sabine Kaiser
23.03.2021
09.04.2021
22
12.537
3
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08.04.2021 867
 
Sabine öffnete die Augen. Um sie herum war nichts als Dunkelheit und sie konnte kaum etwas erkennen doch nach einigen Minuten hatten sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt und sie erkannte die Umrisse eines Kellerraumes. Durch ein kleines Fenster schienen einige Sonnenstrahlen herein, doch allmählich wurde es Abend sodass sie trotzdem nur wenig erkennen konnte. Nach und nach fiel ihr alles wieder ein. Sie seufzte und ließ sich dann auf einer harten Matratze auf dem Kellerboden nieder. Sofort wirbelte eine Staubwolke um sie herum und sie musste niesen also setzte sie sich auf und versuchte sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Sie sah zum Fenster. Es war gekippt jedoch ziemlich weit oben und zusätzlich noch mit einigen Gitterstäben gesichert. Hier würde sie nicht entkommen. Suchend blickte sie sich im restlichen Keller um. Dann sah sie zur Tür. Sie war nur schwach beleuchtet, aber dennoch konnte Sabine die Umrisse des Schlüsselloches erkennen. Ihre Hände waren gefesselt ebenso wie ihre Füße doch durch ihre jahrelange Arbeit war sie geübt darin Fesseln zu lösen. Mit einigen Handgriffen wand sie sich aus den Handschellen und begann dann damit ihre Fesseln zu lösen. Mittlerweile war eine flackernde Laterne von draußen die einzige Lichtquelle doch schließlich gelang es ihr die Fesseln zu lösen und sie lief zur Tür. Geschlossen, doch die Polizeirätin hatte für solche Fälle immer eine Haarnadel in der Tasche. Nachdem sie kurz damit im Schlüsselloch hantiert hatte öffnete sich die Tür und sie fand sich in einem alten Hausflur wieder. Sie war sich sicher noch nie zuvor in diesem Haus gewesen zu sein also lief sie schnell einige Stufen hinauf in der Hoffnung dort etwas sinnvolles zu Finden, dass ihr bei der Feststellung ihres Standortes hilfreich sein könnte. Fehlanzeige. Also lief sie auf die hölzerne Eingangstür zu und drückte die Klinke herunter. Die Tür war offen also trat sie ins Freie und suchte auch dort nach irgendetwas Bekanntem. Die Häuser um sie herum kamen ihr in ihrer Bauweise bekannt vor, doch es wirkte eher so, als ständen sie in einem Ort, den sie schon einmal besucht hatte jedoch dort nicht sonderlich viel Orientierungen gesammelt habe. Dann sah sie den Polizeiwagen. Träumte sie oder fuhr er genau auf das Haus zu, aus dem sie gerade gekommen war. Sie blickte auf das Klingelschild. "Boehm". War das nicht ihrer und Rebeccas ehemaliger Chef gewesen. Doch das war jetzt unwichtig für sie. Schnell drehte sie sich wieder um und sah wie der Wagen einige Meter von ihr entfernt parkte und zwei Frauen ausstiegen. Sie standen mit dem Rücken zu ihr. Zuerst erkannte sie ihre Kollegin "Frau Bayer", dann erst drehte sich auch die zweite Frau um und Sabine fiel die Kinnlade herunter. War das etwa...?

,,Rebecca?!" schrie sie regelrecht während sie schnellen Schrittes auf die Jüngere zulief. Als diese begann zu rennen tat sie es ihr gleich und sie wirbelten herum als sie sich in die Arme schlossen. Sabine drückte Rebecca so fest es ging an sich und auch die Polizeimeisterin schlang ihre Arme um ihre Chefin während ihr Tränen der Erleichterung über die Wangen liefen.

,, Sabine, du bist es wirklich. Geht es dir gut? Bist du verletzt?", die Worte sprudelten nur so aus Rebecca heraus und die Sorge war ihr ins Gesicht geschrieben.

,, Es ging mir nie besser", erwiderte Sabine und strahlte übers ganze Gesicht. Dann löste sie sich ein wenig von Rebecca, um ihr in die Augen zu schauen. Rebeccas Gesicht war tränenüberströmt und auch sie hatte dunkle Augenringe unter den Augen, doch sie war wie immer wunderschön. Vorsichtig wischte sie ihr einige Tränen von der Wange und verteilte dabei den Staub von ihren Händen darauf. Allmählich wurde ihr klar, wie sie vermutlich aussah und sie musste grinsen doch Rebecca sah sie nur liebevoll an und lächelte. Dann nahm sie Sabines Hand in ihre und zog ihren Kopf mit der anderen näher zu sich sodass sie nur noch Millimeter trennten. Ihre Herzen schlugen ihm Gleichtakt als sich ihre Lippen zu einem Kuss umschlossen. Voller Verlangen legte Sabine ihre Lippen erneut auf die der Jüngeren während diese den Kuss mit der gleichen Leidenschaft erwiderte. Sabine zog Rebecca noch näher an sich und umarmte sie erneut, als sie sich schließlich lösten, um Luft zu holen. Glücklich sahen sie sich in die Augen und liefen dann Richtung Auto. Sie waren älter und reicher an Erfahrungen. Sie hatten sich verloren und doch wieder zueinander gefunden. Doch nun war beiden klar, dass ihr Job niemals über ihrer Liebe zueinander stehen würde. Eigentlich hatten sie es schon immer gewusst und doch hatte der Verstand einmal über das Herz gesiegt und ihnen gezeigt, was das wirklich wichtige ist. Ihre Liebe. Es würde nicht immer leicht werden und doch wussten sie, dass alles gut werden würde, solange sie zusammen waren. Nichts und niemand würde das je zerstören können. Sie gehörten zusammen. Rebecca und Sabine. Frau Jungblut und Frau Kaiser. Die Polizeimeisterin und die Polizeirätin und so gingen sie Arm in Arm und über beide Ohren strahlend zurück zum Polizeiwagen und stiegen ein

Cristina, die das Ganze von Weitem betrachtet hatte, lächelte. So glücklich hatte sie ihre Chefin noch nie erlebt. Dann schaltete sie den Motor an und fuhr los...
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