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kiss me like this is our last kiss

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P6 / Gen
Rebecca Jungblut Sabine Kaiser
23.03.2021
09.04.2021
22
12.537
3
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24.03.2021 631
 
Wenige Sekunden später hatte sich Hubsi wieder gefangen & verließ schnellen Schrittes das Büro, ohne noch ein weiteres Wort gesagt zu haben. Auch Rebecca wurde plötzlich klar, was gerade passiert war. Schnell lief sie ihrem Kollegen nach und griff nach seinem Arm, um ihn zu stoppen.

,, Herr Hubert, warten sie. Es ist nicht so wie es aussieht. Ich... wir ", Rebecca schwieg.

,,Ach nein. Was ist es dann ? Eine spontane Kuschelstunde im Hochsommer? Rebecca, ist Ihnen eigentlich bewusst, was das für Sie beide bedeuten könnte? Sie könnte deine Mutter sein & außerdem ist sie deine Chefin. Der Herr Polizeirat sieht Beziehungen unter Kollegen sowieso nicht gerne aber zwischen Ihnen? Sie können ihre komplette Karriere zerstören und die ihrer Chefin gleich mit. Aber letztendlich ist es ihre Entscheidung. Ich muss jetzt jedenfalls arbeiten". Herr Hubert lief den Flur entlang und verschwand dann in seinem und Herr Girwidz Büro ohne sich noch einmal zu Rebecca umzudrehen. Rebecca blieb fassungslos auf dem Gang stehen, während plötzlich unendlich viele Emotionen auf sie herunterprasselten. Langsam verließ sie das Revier und atmete die schwüle Sommerluft ein. Gerade war doch noch alles gut gewesen. Sabine & sie waren endlich wieder vereint und noch immer glühten ihre Wangen von Sabines Küssen. Doch trotzdem gingen ihr die Worte ihres älteren Kollegen nicht mehr aus dem Kopf. Langsam rollten Tränen über ihre Wangen und sie wischte sie mit dem Handrücken weg wobei sie ihre Wimperntusche auf ihrem ganzen Gesicht verbreitete, doch das war ihr im Moment egal. Sollte doch jeder sehen, dass es ihr nicht gut ging. Sie hatte gerade einfach nicht die Kraft dazu mit einer Maske herumzulaufen und zu tun, als wäre alles gut.  Was, wenn Hubsi Recht hatte? Zerstörte sie Sabines Karriere? Ihre Eigene war ihr im Moment egal,aber sie hatte selbst gesehen, wie hart sich Sabine ihren Platz erkämpft hatte, wieviel sie dafür  gegeben hatte, um jetzt dort zu sein, wo sie nun war. Auf dem Posten der Polizeirätin & Chefin eines Polizeireviers und Rebecca wusste wie stolz Sabine darauf war, sich das Alles selbst erarbeitet zu haben. Doch Rebecca wusste genauso, wie wichtig sie für Sabine war. Sabine hatte fast alle Freunde verloren, als sie Ihnen klar gemacht hatte, dass sie sich wohl nie in einen Mann verlieben würde und Rebecca war eine der Wenigen, die an ihrer Seite geblieben waren. Rebecca wusste selbst, wie wichtig es manchmal war eine Freundin zu haben, die hinter Einem stand, wenn alle gegen Einen waren und sie brauchte Sabine vermutlich noch mehr, als diese sie. Doch konnten sie noch weiterhin Freunde bleiben, nachdem sie nun schon so weit gegangen waren, oder würden sie sich nur täglich gegenseitig daran erinnern, was sie verloren hatten und was sie noch hätten werden können? Die Polizeimeisterin hatte noch nie so stark für einen einzelnen Menschen empfunden, wie für ihre Chefin, aber war es wirklich die einzige Möglichkeit alles aufzugeben, um ihren Job zu wahren. Konnte sie überhaupt damit leben, Sabine jeden Tag zu sehen & ihre Stimme hören und jedes Mal von dem Schmerz darin erfasst werden, in ihre kalten Augen sehen und zu wissen, dass sie selbst der Grund für die Kälte, die sich darin spiegelte war? Sie kannte Sabine und sie wusste, dass diese ihr sooft wie möglich zeigen würde, wie verletzt sie war. Ebenso wusste sie, dass sie der Polizeirätin viel bedeutete, aber sie wusste auch, dass sie nicht der Grund dafür sein wollte, wenn Sabine alles verlor, was sie sich hart erkämpft hatte. Und tief in ihr drin wusste Rebecca, dass sie das noch viel schlechter verantworten konnte und als sie diese Erkenntnis eiskalt traf zersprang ihr ohnehin schon geschwächtes Herz in unendlich viele Teile und sie wusste, dass nur eine einzige Person es wieder zusammensetzen konnte. Die Person, durch die es gebrochen wurde...
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