Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

kiss me like this is our last kiss

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P6 / Gen
Rebecca Jungblut Sabine Kaiser
23.03.2021
09.04.2021
22
12.537
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
23.03.2021 1.136
 
Der Schuss verfehlte Martin Riedl nur knapp & auch nur,weil er genau in dem Moment, ausgerutscht und hingefallen war und somit unter der Schusslinie lag. Sofort eilte seine Kollegin Rebecca Jungblut zu ihm, um sich zu erkundigen, ob alles okay wäre, aber Riedl beugte sich nur langsam zu ihr vor,um sie zu küssen. Langsam näherte sich auch Rebecca den Lippen ihres Kollegen doch wenige Zentimeter darüber hauchte sie ihm die Worte : ,, Vergiss es " zu und verschwand zurück in der Zentrale. Sabine Kaiser hatte nur kurz aus ihrem Bürofenster geschaut, als sie den Schuss gehört hatte doch als sie sah,wie sich Rebecca den Lippen ihres Kollegen näherte, hatte sie sich frustriert umgedreht und war zurück zu ihrem Schreibtisch gegangen. Dann hatte sie jetzt also endgültig versagt. Aber wieso ausgerechnet Riedl. Rebecca konnte jeden Mann haben, denn alle waren verliebt in sie und jetzt ausgerechnet ihr naiver Kollege. Sabines Trauer mischte sich mit Wut. Was war nur mit ihr los? Warum nahm sie der Kuss ihrer Kollegin so mit ? Rebecca war ein eigener Mensch, sie gehörte ihr nicht. Sie konnte küssen, wen sie wollte, aber warum nur fühlte sie sich jetzt so verletzt. Innerlich wusste die Polizeirätin genau, was mit ihr los war aber ihr Verstand wollte es einfach nicht akzeptieren. Das konnte nein das durfte doch nicht wahr sein. Sabine war Rebeccas Chefin und Rebecca nur eine von ihr sehr wertgeschätzte Kollegin. Und doch wusste sie genau, dass diese Aussage kompletter Schwachsinn war. Rebecca war nie nur eine Kollegin gewesen. Sie war immer mehr und desto öfter sie sich selbst anlog desto besser wusste sie, wie oft sie die Eifersucht fest im Griff hatte. Sie durfte nicht länger an ihre jüngere Kollegin denken, sie musste sich ablenken also stand sie auf und holte einen Stapel Akten aus dem Schrank, die sie mit einem lauten Knall auf den Schreibtisch fallen ließ. Der Fall von der vertauschen Schreckschusspistole war gelöst und der Täter geschnappt, aber es würden bald neue Fälle kommen und Frau Kaiser wollte vorbereitet sein. Sie begann also den Stapel Akten auf ihre Gültigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen und danach auf zwei verschiedene Stapel zu verteilen. Doch schon nach der zweiten Akte schweiften ihre Gedanken wieder zu Rebecca. Frustriert schob sie die Akten zur Seite und begann nervös an ihren Fingernägeln zu kauen, als plötzlich ohne Vorwarnung die Tür aufsprang und ihre Gedanken mit einem Schlag wieder Karussell fuhren. ,, Rebecca, sie können doch nicht einfach so... verflucht nochmal, " , Sabine blickte verstohlen zu Rebecca die sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Offensichtlich hatte sie ihre Chefin mit ihrer bloßen Anwesenheit komplett durcheinander gebracht und aus eigener Erfahrung wusste sie, dass das bei Sabine Kaiser nur sehr selten der Fall war. Doch auch ihre Gefühle spielten verrückt, wenn sie in der Nähe der Älteren war. Doch die Tatsache,dass Sabine nun ihre Chefin war ließ sie sich zusammenreißen. Was war nur mit ihrem Körper los, wenn sie in der Nähe der Polizeirätin war? Es war doch unmöglich, dass... oder etwa doch? Verflucht , sie durfte jetzt nicht die Fassung verlieren, sie musste gefasst bleiben.
,, Frau Kaiser, entschuldigen Sie die Störung, aber in der Bäckerei Rattlinger wurde eingebrochen & die Geldkasse wurde geplündert", versuchte Rebecca möglichst ruhig zu erklären, aber ihr Herz schlug immer schneller.

,,In Ordnung, Rebecca. Schicken Sie ihre Kollegen vor Ort & informieren Sie mich über alles weitere oder warten Sie schicken Sie den Riedl, der hat heute eh Bereitschaft" , Sabine Kaiser wollte ihrem jungen Kollegen heute möglichst gut aus dem Weg gehen . Es war schon schlimm genug Rebecca gegenüber zu sitzen &nicht vor lauter Schmetterlingen und Eifersucht die Fassung zu verlieren. Doch wie immer übernahm die Eifersucht Sabines Handlungen.
,, Habe ich schon erledigt. Riedl ist auf dem Weg dorthin." , antwortete Rebecca sofort und lächelte ihre Chefin aufrichtig an.

,,Okay, sehr gut, dann übernehmen sie bitte die Zentrale, Rebecca und informieren sie mich über alle Fortschritte", Sabine Kaiser versuchte möglichst ruhig zu klingen, doch ihr Frust ließ ihre Worte gehässig klingen.

,, Okay mache ich, aber ist alles okay bei dir ?", fragte Rebecca und bemerkte zu spät, dass sie ihre Chefin versehentlich geduzt hatte.  Aber hatte es Frau Kaiser bemerkt?

,,Ja, ja Schon gut ich musste nur gerade an etwas denken. Übernimm du lieber wieder die Zentrale. Ich komme sehr gut ohne sie zurecht", sofort hasste sich Sabine für ihre harten Worte und ballte die  Hände zu Fäusten. Lange konnte sie sich nicht mehr zusammenreißen. Es wurde immer schwerer ihre Gefühle zurückzuhalten. Konnte ihre Kollegin nicht einfach wieder ihre Arbeit machen und ihr die Zeit lassen sich wieder zu sammeln? Und dann hatte Rebecca sie auch noch geduzt. Hatte das etwas zu bedeuten oder bildete sich Sabine alles nur ein, um sich besser zu fühlen. Ach wieso war das Alles so kompliziert? Sie musste ihrer Kollegin endlich sagen, was sie wirklich fühlte denn eigentlich wusste sie es selbst genau auch wenn sie es nicht wahrhaben wollte , aber was wenn Rebecca sie für verrückt hielt? Egal, dieses Risiko musste sie eingehen. Sie wollte schon den Mund öffnen und ihrer Kollegin alles erzählen als diese anfing zu sprechen.

,, Du glaubst wirklich ich hätte ihn geküsst, oder ?"

,, Wie? woher? " Sabines Überraschung war nicht zu überhören.

,, Sabine, man muss dich nur ansehen und sieht genau, wie eifersüchtig du bist. Außerdem habe ich dich am Fenster gesehen. Du glaubst vielleicht du könntest deine Emotionen verbergen, aber ich bin nicht doof. Ehrlich gesagt ist es ja ziemlich süß, aber..."

,, Was aber? Hast du?"

,,Nein natürlich nicht. Wieso sollte ich? Ich habe ihm:,, Vergiss es" zu geflüstert und bin gegangen. Du kannst doch nicht ernsthaft glauben,dass ich freiwillig den Riedl küssen würde"

Sabine hob eine Augenbraue und zuckte mit den Schultern.

,, Mensch, Sabine ich dachte du kennst mich lange genug,um zu wissen, dass das vollkommener Schwachsinn ist, weil... weil... "

Rebecca schwieg also stand Sabine auf und ging langsam auf sie zu. Die Wangen der Polizistinnen waren beide gerötet und Rebecca musterte ihre Chefin durchdringlich. Vorsichtig ging Rebecca auf Sabine zu und legte ihre  Arme um die ihrer Chefin. Diese wiederum nahm das Gesicht der Jüngeren in die Hände und legte voller Lust ihre Lippen auf die der Jüngeren. Rebeccas Herz pochte und trotz ihrer Kleidung und des Abstandes zwischen  ihr und der Brünette konnte sie auch das Herz ihres Gegenübers deutlich schneller schlagen hören. Langsam drückte sie ihre Lippen erneut auf Sabines und zog diese noch näher an sich heran. Als Sabine ihre Kollegin gerade gegen die Wand ihres Büros drückte, um sie erneut zu küssen wurde schwungvoll die Tür geöffnet und verfehlte die beiden nur knapp. Als Hubert das Paar erblickte erstarrte er und blickte peinlich gerührt von der Einen zur Anderen, als diese ertappt und verlegen auseinander sprangen.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast