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Farther and even further

GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Gen
Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Ochaco Uraraka Shouta Aizawa / Eraserhead
22.03.2021
13.04.2021
9
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28.03.2021 1.862
 
Sie saß auf einem großen Trümmerblock, welcher von einem zerstörten Hochhaus stammte. Um sie herum herrschte das totale Chaos. Sanitäter behandelten die Verletzten und Traumatisierten, unzählige Helden unterstützten die Aufräumarbeiten, die Polizei hatte das Gebiet abgeriegelt und hielt die Presseleute fern deren Kameras aufleuchteten.
Yamato ging vor ihr umher und hielt ihr einen wütenden Vortag: „Du hattest noch nicht einmal dein Scheiß Heldenkostüm an. Dabei trägst du deine verdammte Uhr doch. Was zum Geier stimmten nur nicht mit dir Natsumi? Bist du lebensmüde oder einfach nur gestört? Wir hätten einen Plan entwickeln können aber nein, eure Hoheit prescht lieber los und ignoriert ihren Teampartner.“.
„Hör auf mich so zu nennen!“, fauchte sie ihn an: „Krieg dich mal wieder ein! Es ist doch gar nichts passiert!“.
„ES IST NICHTS PASSIERT? Du hast eine Gehirnerschütterung, deine Rippen sind angebrochen, deine Fußsohlen sind verwundet und du hast zahlreiche Schnitte am Körper. Mal abgesehen davon, dass dein Gesicht vielleicht aussehen könnte wie eine bunte Knetmasse. Beinahe wärst du durch diese Explosion gestorben und du sagst es ist nichts passiert?“, nun rastete er komplett aus: „Hat man dir in den letzten Jahren ins Hirn geschissen? Hast du eigentlich eine Ahnung was das bedeutet hätte wenn du an diesem Ort gestorben wärst? Was das mit mir und all den anderen gemacht hätte?“.
„Weder Tai noch meine Eltern hätten dir in irgendeiner Art und Weise die Schuld gegeben. Diejenigen die mich kennen wären niemals auf die Idee gekommen, dass du damit zu tun gehabt hättest.“.
„Oh da bin ich ja beruhigt.“, Er atmete tief durch um sich zu beruhigen und nicht noch mehr an die Decke zu gehen: „Okay. Ganz ruhig, Yamato. Es gibt für alles eine Erklärung. Step by step und verlier nicht die Kontrolle.“, als er sah, dass Natsumis Mundwinkel zuckten, fuhr er sie an: „Und von dir will ich keine deiner bescheuerten Ausreden hören, Fräulein! Warum hast du deinen Heldenanzug nicht angelegt?“.
Er klang wirklich wie ihre Mutter.
Sie folgte seinem Blick zu ihrer Uhr am Handgelenk. Eigentlich sah ihre silberne Damenuhr ganz normal aus, doch wenn man den kleinen grünen Knopf an der Seite drückte, war man innerhalb von Sekunden in sein Superheldenoutfit gehüllt. Ein Laser erfasste den Körper, bestätigte die Identität und hüllte anschließend alles in die Rüstung eines Helden. Dies und viele weitere Erfindungen stammten von Mei Hatsume. Sie war die Königin der Support Firmen. Jeder Superheld der etwas auf sich hielt, kaufte bei Mei ein und jeder Absolvent der U.A. bekam zum Abschluss als Geschenk ein Support Item aus ihrer Firma.
„Ich hatte keine Zeit.“, antwortete Natsumi und sah wie Yamato die Augen verdrehte. Er ließ sich neben sie auf den Block fallen und atmete erneut schwer aus. Ihr blieb nichts anderes übrig als seine Hand zu tätscheln: „Mir ist nichts passiert. Ehrlich. Mir geht es gut und das habe ich dir allein zu verdanken. Deine Wassersäule hat mich aus der Umklammerung gerettet und war der Startschuss für den finalen Schlag. Sicherlich war das nicht das erhoffte Teamwork aber immerhin so etwas wie ein Schritt in die richtige Richtung und genau das wollte mein Vater doch. Es tut mir leid, dass ich so Hals über Kopf losgestürmt bin. Aber ich sah diesen Typen und mein Feuer es..“, sie machte eine merkwürdige Geste mit der freien Hand: „Es wollte einfach raus.“.
„Ich dachte er zerquetscht dich, Umi. Erst fliegst du in ein Gebäude und dann so etwas. Weißt du eigentlich wie das für mich war? Ich konnte dir nicht helfen obwohl du in meinem Umkreis warst. Für diese paar Monate bist du meine Partnerin. Keine Kollegin sondern Partnerin. Ich hätte dich nicht retten können. Nicht im richtigen Zeitpunkt. Wenn es wirklich ernst gewesen wäre, dann hätte ich nicht handeln können.“.
„Ach hör doch auf! Du hast unzählige Menschen gerettet. Sie alle leben dank deiner Arbeit und einem Einsatz. Ich habe nur gekämpft und den einzigen Kerl den ich hätte retten können verloren.“, sie sah ihn an.
„So ein Schwachsinn. Das was passiert ist, ist absolut nicht deine Schuld. Du hättest dabei draufgehen können!“, er packte sie an den Schultern. Seine blauen Augen trafen ihre braunen: „So etwas darfst du nie wieder denken!“, dann nahm er sanft eine verrutschte Haarsträhne und steckte sie hinter ihr Ohr: „Niemals!“.
Sie fing seinen Blick auf. Spürte ein Prickeln auf der Haut und musterte ihn. Etwas unergründliches und Erschöpfung lagen in seinem Gesicht. Er hatte Kratzer an der Stirn und man hatte ihm ein Pflaster an die Wange geklebt. Seine dunkelblonden Haare waren mit einem Schleier aus Staub verdeckt und verstrubbelter als sonst.

Jemand räusperte sich: „Entschuldigung, ich hoffe ich störe nicht.“.
Ein Polizist stand vor ihnen und wie vom Blitz getroffen rutschten Matt und Natsumi auseinander.
„Mein Name ist Kommissar Yamagi. Ich leite die Ermittlungen in dieser Angelegenheit.“.
„Ich war soeben fertig mit meiner Strafpredigt. Allerdings glaube ich, dass meine Kollegin meine Worte wie immer ignorieren wird.“, antwortete Yamato locker und ließ seinen Nacken knacken: „Gibt es etwas neues?“.
„Wir haben ein Stückchen Metall in unmittelbarer Nähe des Explosionszentrums gefunden. Könnten Sie es identifizieren?“, er hielt Natsumi eine durchsichtige Beweistüte vor die Nase.
Sie nickte: „Das ist ein Teil der Armbänder die der Kerl trug. Ich bin mir ziemlich sicher. Sie waren schwarz und ich dachte erst es wäre normaler Schmuck aber dann begannen sie zu blinken.“, sie gab ihm die Tüte zurück: „Wissen Sie schon wer der Tote ist? Kennen Sie seine Identität?“.
„Wir haben einen abgetrennten und halbwegs brauchbaren Finger gefunden der sich auf den Täter zurückführen lässt. Es gab ja schließlich sonst keine Toten. Sein Name lautete Hajime Aoyama. Er war Informatiker und seit mehreren Wochen als arbeitslos gemeldet. Seine Eltern starben vor fünf Jahren bei einem Busunglück. Andere Verwandte sind nicht gemeldet.“.
Natsumi ließ den Kopf hängen: „Das ist fürchterlich. Was muss ihn dazu bewogen haben solch eine Tat zu verüben. Armer Kerl.“.
Kommissar Yamagi atmete tief durch: „Entschuldigen Sie wenn ich jetzt sehr frei spreche. Mein Mitleid hält sich hierbei wirklich in Grenzen. Sicherlich ist es schockierend was geschehen ist aber viel wütender sollten Sie auf die Hintermänner dieses feigen Aktes sein, Frau Midoriya. Irgendjemand hat gezielt versucht genug Chaos zu stiften um Superhelden anzulocken um anschließend seinen Kameraden in die Luft zu sprengen und die Helden mitzureißen. Da dies nicht funktioniert hat und besagter Kamerad gefangen genommen wurde, blieb nur ein Ausweg um wenigstens etwas Schaden zu erzielen. Die bloße Zerstörung des Viertels ist nur ein schlechter Vorwand um uns zu täuschen.“.
„Sie meinen wirklich, dass hinter all dem etwas viel größeres steckt?“, fragte Matt skeptisch.
„Hören Sie mir gut zu. Es gab in den vergangenen Jahren mehrere solcher Vorgänge. Allesamt waren sie diesem der sich heute zugetragen hat recht ähnlich. Ziel war jeweils die Tötung von Superhelden. Anzahl, Geschlecht, Fähigkeit oder Region spielten absolut keine Rolle. Es ging um das Prinzip.“.
„Weiß mein Vater davon?“, erkundigte sich Natsumi.
Der Kommissar nickte: „Selbstverständlich. Dies ist unter anderem der Grund dafür, dass er einen Teil der Absolventen wieder an die U.A. geschickt hat. Alle weiteren Jahrgänge und auch die Absolventen der anderen Schulen erhielten ebenfalls Instruktionen. Hätte er den wahren Grund angegeben, dann wäre mit Sicherheit Panik unter den Helden entstanden. Misstrauen und Angst sind eine schlechte Grundlage für den Kampf gegen das Böse.“.
„Aber die Superhelden einfach in die Falle rennen zu lassen ohne darauf hinzuweisen, dass sie gezielt gejagt werden ist verantwortungslos!“, mischte sich Matt ein.
Yamagi lächelte: „Aber ist es nicht das was Superhelden tagtäglich tun?“.
Yamato warf Natsumi einen Blick zu den sie nicht deuten konnte. Doch sie wusste, dass der Polizist absolut im Recht war und jeder Held dieses Risiko bei jedem Einsatz einging. Am Ende des Tages konnte man froh sein, wenn man lebend ins Bett ging und die Chance hatte den nächsten Sonnenaufgang zu erleben.
„Sie sollten bei Gelegenheit mit ihrem Vater reden. Ich habe ihn bereits kontaktiert. Er weiß, dass seine Tochter nun ebenfalls in diese ganze Sache verwickelt ist. Natürlich weiß er auch, dass sie gesund sind und nur wenig abbekommen haben.“. Der Kommissar tätschelte ihr die Schulter: „Ruhen Sie sich aus, Fräulein Midoriya. Überlassen Sie uns den Rest und konzentrieren sie sich auf ihren Befehl.“, er wandte sich zum gehen, doch es war Matt der ihm hinterher rief: „Was passiert wenn Natsumi, meiner Wenigkeit oder irgendwer unserer Kameraden noch einmal in solch eine Situation gerät?“.
„Dann werden wir uns wohl wiedersehen. Hoffentlich wohlauf und lebendig.“, antwortete der Polizist und schritt davon.

Nachdem Umi sich von der Heilheldin Medical hatte verarzten lassen und wieder einigermaßen fit war, brachte Yamato sie zu ihrer Wohnung. Dort ließ sie sich umgehend auf das bequeme Sofa nieder und Schloss die Augen. Was für ein verrückter Tag. Er selbst nahm sich ein Bier aus dem Kühlschrank und trank es mit einem Zug halb leer, ehe er laut rülpste.
„Das habe ich nun wirklich nicht vermisst.“, sagte sie nach einer Minute der Stille.
„Mein Rülpsen?“.
„Nein, du Blödmann. Ich meine dieses ganze Superheldengedöns. Die Kämpfe, die Verletzungen und die Konsequenzen.“.
„Aber du bist die vergangenen Jahre doch auch bei Einsätzen gewesen.“.
„Ja schon. Jedoch nicht bei so etwas. Dabei ging es um Kinder in einem brennenden Haus, Erdbeben, Autounfälle und solche harmlosen Dinge. Bösewichte waren super selten dabei und haben meistens direkt aufgegeben als die Anzahl ihrer Jäger zu groß wurde.“.
„Ich hoffe du nennst das Wort harmlos jetzt nur im Vergleich zu heute.“.
Sie lächelte schwach: „Durchaus.“.
„Meinst du wir kriegen das hin?“, fragte er nach zwei Minuten des Schweigens: „Ich meine unsere Teamarbeit.“.
Natsumi öffnete die Augen und sah ihn an: „Wenn du mir endlich verrätst woran du die ganze Zeit arbeitest, bin ich bereit mich deinem Tempo anzupassen.“.
„Du meinst außer an der Weltherrschaft?“, witzelte er, nahm erneut einen Schluck aus der Flasche und setzte sich neben sie auf das Sofa.
„Ich meine außer den Angelegenheiten der Tanaka Group.“.
„Was meinst du genau?“.
Sie hob die Augenbrauen: „Oh ich bitte dich, Yamato. Ich habe Augen im Kopf und bin so dreist mich als sehr intelligent zu bezeichnen. Du sitzt an deinem Schreibtisch wenn ich morgens in dein Loft spaziert komme und du sitzt ebenfalls an deinem Schreibtisch wenn ich abends gehe. Wenn ich sehe was du für das Unternehmen deiner Familie machst, dann würde ich sagen du bräuchtest nicht einmal vier Stunden am Tag um dich damit zu beschäftigen.“.
„Da hast du recht. Die restlichen Stunden meines geliebten Arbeitstages grüble ich darüber wie ich es schaffst, dass du mir mit deinen blöden Absätzen nicht mehr auf die Nerven gehst und wie ich dich loswerde.“.
Sie schmunzelte: „Ich gehe also davon aus, dass du es mir nicht sagen willst. Gut. Fein. Aber wenn ich merke, dass deine Pflichten gegenüber des Familienkonzern schwanken wirst du es mir mitteilen müssen.“.
„Und warum sollte ich das tun?“.
Natsumi tätschelte ihm den Arm: „Weil ich für die nächsten Wochen und Monate dazu berufen wurde dein schlimmster Albtraum zu sein.“.
„Apropo, du hast erst einmal eine Woche frei. Ich kann niemanden gebrauchen der daher geschlichen kommt wie eine 100 jährige nur wegen ein paar Kratzern und Muskelkater.“.
„Fick dich!“, fauchte Umi.
Er grinste und trank den Rest aus seiner Flasche: „Und schon ist sie wieder ganz die alte Nervensäge!“.
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