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Hier beginnt ein neues Leben

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Chakotay Kathryn Janeway
22.03.2021
21.04.2021
74
83.532
3
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08.04.2021 869
 
Marc startete die Aufnahme an seinen Computer und sprach los: "Hallo Kathryn, wie gewünscht schicke ich dir die Aufnahme von der neusten Berichterstattung von James Mackenzie. Du fragst dich bestimmt, warum ich dich nicht direkt kontaktet habe, nun, es ist spät und ich hoffe, du findest etwas Schlaf. Du scheinst im Moment nicht viel zu bekommen. Die schlechten Nachrichten können auch ein paar Stunden warten. Eine Schwangerschaft soso. Vorab, ich denke, du solltest es dir ersparen, diesen Mist anzusehen. Laut deiner Nachricht ist die Zahl und der Rang die Lösung. Also sage ich es dir und hoffe, du schaust es dir nicht mehr an. 8 SSW und kein Rang. Ich hoffe,... Nun, ich hoffe, es trifft dich nicht zu hart, ich weiß ja, du kennst alle Admirals persönlich und du wirst dich verraten fühlen. Melde dich, wenn du bereit bist."
Marc beendete die Aufnahme. Er kannte die Antwort nicht. Nur Kathryn hatte die Auflösung. Er wollte nicht in ihrer Haut stecken und wünschte ihr gedanklich alles Gute. Er machte die Nachricht fertig und schickte sie ab. Er griff zu den vollen Whiskey Glas und trank es in einem Zug aus. Er hatte nicht damit gerechnet, dass sie eine Schwangerschaft als Lockmittel nutze und obwohl er es nicht verstand, hatte es ihn kalt erwischt. Er goss sich nach, trank es aus und ging Heim zu seiner Frau, die er liebte und seinen Sohn, den er vergötterte.

Der nächste Morgen im Quartier des Captain’s
Kathryn erwachte aus einen mäßigen Schlaf. Sie fühlte sich gerädert und bemerkte direkt die Kopfschmerzen. Der Tag startet gut, dachte sie ironisch. Sie würde sich Chakotay bewusst und lächelte. Nun, es könnte schlechter sein, gestand sie sich ein.
Gestern war sie in seinen Armen eingeschlafen. Er hatte sie bis sie eingeschlafen war, gestreichelt. Sie fühlte sich geborgen und beschützt. Nun war sie in genau der gleichen Position aufgewacht. Er hatte sie scheinbar die gesamte Nacht im Arm gehalten. Sie streichelte liebevoll über seinen Arm und als er kurz zuckte sowie ein mhm erklang, war sie sich sicher, er erwachte langsam. "Guten Morgen. Ich mache uns ein Frühstück. Was magst du Chakotay?" "Porridge wäre toll und Kaffee", antwortete er schlaftrunken. Sie löste sich widerwillig und mit einen Kuss ging sie ins Wohnzimmer. Gewohnheitsmäßig bestellte sie Kaffee, das Gewünschte für Chakotay sowie einen Quark mit Obst für sich. Während Chakotay noch einen Moment brauchte, ging zum PC. Sie hatte bereits eine Nachricht. Von Marc, dachte sie. Also wird es gleich interessant.

Sie öffnete seine Nachricht und hörte sie ab. 8 SSW und kein Rang? Es war wie ein Schlag in den Magen, ihr wurde fürchterlich schlecht und sie fürchtete einen Moment das Bewusstsein zu verlieren. Nein, kein Schlag, es war, als treffe sie ein Blitz mit aller Wucht. Ein Totalschock ihres gesamten Körpers. Nein, dass konnte nicht sein, dachte sie immer wieder. Nicht Owen. Jeder, aber nicht Owen. Sie merkte das Gefühlschaos in sich aufsteigen. Eine Mischung aus Traurigkeit, Wut, Entsetzen, Enttäuschung und Unglauben herrschten vor. Nein, er musste sich verhört haben, beschloss sie und startete die Aufnahme der Sendung mit zitternden Fingern. Sie schluckte. Sie bemerkte wie ihr die Tränen in die Augen stiegen, aber sie gestattete sich nicht, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Chakotay war nebenan und konnte jeden Moment zum Frühstück erscheinen. Er sollte sie so nicht sehen. Noch hörte sie die Dusche. Er zog es vor mit Wasser zu duschen statt die Schalldusche zu nehmen. Er war nun mal ein Naturmensch.
Marc hatte sich nicht geirrt, stellte sie traurig fest. Wie konnte sie sich nur so in Owen geirrt haben? Gestern noch fühlte sie sich hundmieserabel, weil sie ihn überhaupt testete. Er war doch wie ein Vater für sie und sie hatte das Gefühl, nach den Tod ihres Vaters sah auch er sie ähnlich einer Tochter. Er setzte sich ein für die Crew und natürlich für sie. Bereits im Delta Quadranten. Er hatte so emotional reagiert auf ihre angebliche Schwangerschaft und sich scheinbar gefreut. War er ein so guter Schauspieler? Sie kannte ihn bereits von einer früheren Mission und hielt es nicht für möglich, was Owen zu dieser Entscheidung bewogen hatte.
Er verrät nicht nur mich persönlich, er verrät seinen Sohn samt Familie, würde ihr bewusst. Oh Tom, wie soll ich dir das nur beibringen ohne dir das Herz zu brechen wie Owen mir meins in zwei brach? Er hatte sich erst vor kurzen mit ihn versöhnt, war auch dies nur gespielt? Verachtet er Tom noch immer und das ist sein Motiv? War Owen Herr seiner Sinne oder vielleicht krank?
Niemals hätte sie das für möglich gehalten und fühlte sich zutiefst verraten. Sie legte die Arme um sich selbst, wollte sich so zwingen, nicht in tausend kleine Teile zu zerspringen. Sie schloss die Augen und versuchte die Kontrolle über ihr Innenleben zu erhalten. Nein, aufgeben würde sie nun nicht. Sie schluckte. Sie schluckte die Gefühle nach unten. Sie würde kämpfen, wenn es sein muss gegen Owen. Lieber wäre ihr Philipp gewesen, aber nicht er hätte sie und ihre Crew verkauft, sondern Owen Paris, ihr Mentor und Freund. Zumindest glaubte sie das bis vor kurzen noch. Er hatte sich entschieden und ihr so keine andere Wahl gelassen.
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