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MMFF: Pets

MitmachgeschichteFreundschaft / P16 / Mix
19.03.2021
05.06.2021
6
11.055
3
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
08.05.2021 2.053
 
#6 August im Jahre 2045#

Mit ruhigen Schritten trat Yasmin durch das Tor wieder auf die Farm und machte sich dann gleich auf den Weg zum Haupthaus. Hoffentlich hatte Troy Kyle und Kai schon darüber informiert, dass sie heute den Plan besprechen würden, wie sie flüchten würden. Auch wenn sie selbst dies nicht unbedingt wollte, wusste sie, dass sie es tun mussten, wenn sie nicht irgendwann sterben wollte. Denn in der Nähe der Monster bestand dies nun mal, vor allem, wenn sie an die Worte von Leuvis am Vorabend dachte. Das die Diener nun langsam nicht mehr verstanden, dass sie die Haustiere nicht anrühren durften. Natürlich konnte sie dies verstehen, wer würde schon gerne vor seinem Lieblingsessen stehen und es einfach nicht essen dürfen. Nun jedoch schob sie diese Gedanken erst mal bei Seite und richtete ihren Blick auf das Haus, vor dessen Tür sie schon von Sybille erwartet wurde. „Pünktlich auf die Minute. Ich wurde informiert, dass du schon gefrühstückt hast?“, kam es von der Leiterin der Farm, woraufhin die Brünette nur knapp nickte. Mehr brauchte es schließlich nicht, um diese Aussage zu bestätigen. „Gut. Bis nächstes Jahr bleibst du dann jetzt hier auf der Farm. Leg in dieser Zeit ein Augenmerk darauf, Kai und Kyle auf ihre Rolle endgültig vorzubereiten. Verstanden?“ „Klar und deutlich.“, antworte die Brünette ruhig, woraufhin Sybille dann einen Schritt zur Seite trat, damit Yasmin das Haus betreten konnte. Mit ruhigen Schritten begab sich die zwanzig Jährige auf den Weg zu ihrem Zimmer, wo sie dann ihren Koffer auspackte. Nachdem sie damit fertig war, ging sie dann noch mal duschen. Troy wusste zwar sicherlich schon, dass sie wieder da war. Lies ihr jedoch die Gelegenheit erst mal anzukommen. Was sie manchmal gerne hatte, um noch mal ihre Gedanken zu Ordnen. Nach der Dusche zog sie sich dann erst mal neue Sachen an und machte sich dann auf den Weg zum Dach, wo sie die drei Jungen vermutete.

Entspannt saß Troy wie auch schon am Vortag auf dem Dach und las in seinem Buch, während er darauf wartete, dass Yasmin zu ihnen kommen würde. Neben ihnen spielten Kai und Kyle Karten, während auch sie darauf warteten, dass Yasmin aufs Dach kommen würde. Heute würden sie mit den beiden Jungen nun den Plan für ihre Flucht aus diesem Waisenhaus, aus der Rolle als Haustier besprechen. Es würde zwar noch eine Weile dauern, bis sie diesen dann umsetzen könnten, aber dafür hatten sie dann wenigstens genug Zeit, als vorzubereiten, so dass am Ende wirklich nichts schief gehen konnte. Etwas, was vor allem der Rotbraunhaarige vermeiden wollte. Schließlich würde eine gescheiterte Flucht ihren Tot bedeuten. Leicht fuhr sich der Rotbraunhaarige durchs Haar und konzentrierte sich dann wieder auf sein Buch, einen Roman aus der Menschenwelt. Diese bekam er als Belohnung dafür, wenn er sich als Haustier gut benommen hatte. Genauso wie auch Yasmin, doch diese bekam meist neue Zeichensachen. Die Bücher lieh sie sich dann meistens bei ihm aus, wenn sie mal wieder lesen wollte. So wie er selbst sich Zeichensachen bei ihr auslieh, wenn er mal wieder zeichnen wollte. Nur im Hintergrund hörte er die Stimmen von Kai und Kyle, welche entspannt miteinander spielten und sich damit die Zeit vertrieben. Es würde sicherlich nicht lange dauern, bis Yasmin zu ihnen nach oben kommen würde. Jedoch wusste Troy auch ganz genau, dass seine beste Freundin erst mal in ruhe ankommen wollte, statt sofort mit ihnen zu reden. Denn auch wenn die Brünette, für ihn unverständlicherweise, in Leuvis verliebt hatte, so wusste er doch, dass sie gerne nach ihren Ausflügen dorthin duschen ging. Kurz fragte er sich, ob die Brünette am Abend vorher rechtzeitig ins Bett gekommen war oder genauso müde sein würde, wie er am Vortag. Denn im Gegensatz zu Nouma war Leuvis wohl sanfter im Umgang mit seinem Haustier, aber eben auch nicht viel besser.

Manchmal war es wohl doch besser, wenn man einfach ausblendete, wo man sich grade befand. Denn abgesehen von dem Unterricht, welchen sie hier auf der Farm hatten. War das Leben hier eigentlich ganz angenehm. Man bekam zu Geburtstagen ein Geschenk und hatte, zumindest zu den anderen Kindern eine Art Familiäre Bindung. Auch wenn er manchmal seine Geschwister von Früher vermisste und nie genau wusste, ob er nun glücklich oder unglücklich darüber sein sollte, dass diese nicht hier landeten. Doch am Ende, kam der Rotbraunhaarige immer auf den selben Schluss, egal wie sehr ihm dieser auch missfiel. Der schnelle Tot gleich bei der Auslieferung, war das bessere Schicksal. Denn nicht jeder könnte dieses Leben führen, welches er selbst nun führte, ohne verrückt zu werden oder an der ganzen Sache zu brechen. Er würde dabei nicht ausschließen, dass der ein oder andere vielleicht dann sogar Selbstmord begehen würde. Auch er hatte im ersten Monat hier auf der Farm darüber nachgedacht, nur durch Yasmin war er nun noch am Leben, hatte diesem ihm doch erklärt, dass es irgendwann sicherlich auch wieder ein anderes Leben für ihn geben würde, wenn er erst mal einfach nur Mitspielen würde. Natürlich war es kein schönes Leben, doch nun, nach knapp zwei Jahren in dieser Einrichtung, gab es für ihn endlich einen Lichtblick, von hier entkommen zu können. Zumindest, wenn dann wirklich alles nach Plan laufen würde, denn es würde sicherlich noch das ein oder andere Problem geben, egal wie gut alles laufen würde. Sie müssten am Ende wirklich hoffen, dass ihre geplante Unterstützung, sie auch wirklich unterstützen würde, sonst war es nicht wirklich sicher, ob sie rauskommen würden, oder nicht. Nun jedoch markiertes er sich erst mal die Seite in seinem Buch und legte dieses zur Seite, während er seinen Blick auf Kai und Kyle richtete, welche nun auch grade ihre Kartenrunde beendet hatten und die Karten wieder wegpackten. Sie alle hatten die Schritte im Treppenhaus gehört, was wohl hieß, dass Yasmin wieder da war und nun zu ihnen kam. Denn Sybille würde nur von unten nach ihnen Rufen, statt hier selbst rauf zu kommen und auch die anderen Kinder, kamen nie hier oben rauf. Es war nun mal eher der Treffpunkt für diese Gruppe.

„Wusste ich doch, dass ich euch hier finden würde. Na, Kai, Kyle. Wie geht es euch beiden?“, ertönte die Stimme von Yasmin, welche nun ebenfalls aufs Dach trat und sich neben Troy hinsetzte. „Gut.“, kam es knapp von den beiden, welche nun Troy und Yasmin aufmerksam und abwartend ansahen. Nun würden sie also endlich erfahren, welchen Plan die beiden sich für ihre Flucht ausgedacht hatten und was sie selbst dafür tun müssten. Denn Kai erwartete einfach, dass es nicht so einfach werden würde, zu fliehen und das sie dafür sicherlich auch das ein oder andere tun müssten. Doch das wäre es ihm selbst dann wert, solange er am Ende endlich frei sein würde und sein Leben so leben könnte, wie er es wollte. „Ihr wollt also sofort den Plan. Verständlich, aber es muss euch eines Bewusstsein. Nichts was wir hier heute Besprechen, darf irgendwer anderes erfahren und wir können auch nur darüber reden, wenn wir hier oben sind. Denn hier oben gibt es keine Abhörgeräte oder anderes, was zur Überwachung gedacht ist.“, stellte Troy gleich klar, wobei die beiden Jüngeren doch leicht überrascht waren. Sie hatten bis jetzt nämlich nicht gewusst, dass sie im Haus wirklich so doll überwacht wurden. Jedoch war es mehr als nur Logisch, dass dies so war. Wahrscheinlich wollte man damit verhindern, dass die Kinder auf dieser Farm keinen Selbstmord begehen würden. Etwas, was Kai gar nicht bezweifelte, dass andere diesen Gedanken schon gehabt hatten und es sicherlich auch schon probiert hatten. Zumindest ging Kai davon aus, auch wenn er selbst noch nie etwas von so was mitbekommen hatten. Nun jedoch konzentrierte sich der Schwarzhaarige erst mal wieder auf die beiden Älteren vor sich, welche scheinbar kurz gewartete hatten, damit Kyle und er diese Information Sacken lassen konnten. Nun jedoch räusperte sich Yasmin und sah die beiden ernst an. „Um es gleich klar zu sagen. Für unseren Plan, müsst ihr beiden euch mehr als nur zusammen reißen die nächsten Monate. Klar ist, von der Farm direkt ist es unmöglich zu fliehen. Wir würden fast sofort in die Arme von Wachen oder Wilden Monstern laufen, was unseren sicheren Tot bedeuteten würde.“, begann die Brünette, woraufhin Kai leicht schluckte.

„Deswegen ist unser Plan, zu fliehen, wenn wir als Haustier bei einem Monster sind. Dies birgt zwar auch ein ziemlich großes Risiko, jedoch besteht dort immer noch eine größere Chance zur Flucht. Einfach weil bei den Monstern selbst der Sicherheitsstandart für ihre Haustiere nicht wirklich groß ist. Schließlich werden nur Kinder zu ihnen Geschickt, welche sich mit ihrer Rolle abgefunden haben und bei denen es nicht so aussieht, als wenn sie Fliehen wollen würden.“, ergänzte Troy nun sachlich, woraufhin Kyle nun schon langsam bewusst wurde, was er die nächsten Monate tun müsste, um ebenfalls fliehen zu können. Er musst so tun, als wenn er sich mit der Rolle als Haustier abgefunden hätte. Damit er dann ebenfalls weggeschickt werden würde. Doch wie wollten Yasmin und Troy erreichen, dass sie alle an einen Ort gebracht werden würden. Bei den beiden war dies nicht schwer, wurden sie doch meist an den gleichen Ort geschickt, aber das hieß nun mal nicht, dass auch Kai und eher dorthin geschickt werden würden. „Also, unser Plan ist es. Das ihr beiden beim nächsten mal mit nach Goldy Pond geschickt werdet. Dafür haben Troy und ich schon halbwegs die Weichen gelegt, ihr müsst euch nun einfach nur die nächsten Monate zusammen reißen.“, machte Yasmin weiter, wurde jedoch von Kai unterbrochen: „Inwiefern die Weichen gelegt?“ „Wir haben Nouma und Leuvis von zwei neueren Haustieren erzählt, welche an sich sicherlich den Geschmack von Bayon und Nous treffen würden. Die beiden sind nämlich so langsam auch an Haustieren interessiert und wenn die beiden ihnen nun von euch erzählen, haben wir die Hoffnung das sie euch ebenfalls bestellen werden.“, antwortete der Rotbraunhaarige ruhig, woraufhin Kyle leicht nickte. An sich war das eine gute Idee, aber wie sollten sie dann dort wegkommen. „Also. Goldy Pond ist etwas besonderes. Es war mal als Zufluchtsort für Kinder gedacht, die von den Farmen fliehen konnten. Jedoch wurde diese Versteck entdeckt und seit dem kauft Lord Bayon sich immer wieder Kinder leben und setzt sie dort aus. Alle drei Tage gibt es dort nun eine Jagd nach diesen Kindern, welche eine gewisse Zeit dauert. Unser Plan ist es nun, Nachts aus dem Anwesen abzuhauen und uns mit diesen Kindern zusammen zu tun für die Flucht. Als Gruppe ist es sicherlich nicht mehr ganz so unmöglich zu entkommen, wie allein.“, beendete Yasmin nun die Erklärung ihres Planes.

Einen Moment schweigen die beiden Jungen nun nach dieser Erklärung und überdachten diesen Plan. An sich war dieser Plan wirklich gut durchdacht und Kai konnte sich wirklich vorstellen, dass es klappen könnte. Es war auf jeden Fall eine Chance, damit sie frei sein könnten und auch nicht mehr alleine sein würden. Vielleicht könnten sie dann mit dieser Gruppe auch die anderen Kinder von Grace Field und den anderen Farmen retten. Zumindest könnten sie es dann vielleicht versuchen. Grade bei den Gedanken an Ray hoffte der Schwarzhaarige dies und auch Emma und Norman wollte er auf jeden Fall retten und er war sich sicher, dass auch Yasmin mitmachen würde, wenn er sie darauf ansprechen würde. Doch dafür würden sie erst mal überhaupt fliehen können. „Also ihr zwei, macht ihr mit oder nicht?“, fragte Troy nun ruhig, woraufhin beide zustimmend nickten. „Wir werden es schon hinbekommen, für ein paar Monate die perfekten Haustiere zu spielen. Denn dieses Ziel ist es eindeutig wert, so zu tun, als ob.“, meinte Kyle nun sachlich, woraufhin die beiden Älteren zustimmend nickten. „Gut. Das heißt aber auch, dass ihr dann auf jeden Fall eure wichtigsten Sachen mitnehmen müsst. Jedoch auch nicht alles, damit es nicht auffällt, dass ihr nicht zurück kommen wollt.“, meinte Troy nun ruhig. „Verständlich. Wir wollen abhauen, aber keiner darf es bis zum Ende merken, sonst sind wir wahrscheinlich schneller tot, als was wir gucken können.“, meinte Kyle sachlich. Was natürlich auch stimmte, würde irgendwer von ihren Plan erfahren, waren sie schneller tot, als was sie schauen konnten und auf sterben hatte Kai nun wirklich keine Lust. Er wollte die Welt sehen und auch irgendwann wirklich in Frieden und Freiheit leben und solange sie dies mit diesem Plan erreichen könnten, war ihm alles recht und er würde alles dafür tun.
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