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Liebe ist wie warmer Apfelkuchen

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Het
Hannes Krabbe Regina Küppers
18.03.2021
23.05.2021
12
44.441
2
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Dieses Kapitel
1 Review
 
02.05.2021 5.342
 
[ Anm: Es gibt ein neues Kapitel. Eigentlich wollte ich mit der Story schon längst fertig sein, aber es dauert doch deutlich länger und ich gestehe, dass ich eine ziemliche Schreibblockade hatte und zwischendrin überlegt habe, die Story einfach komplett vom Server zu nehmen. Danke an dieser Stelle an alle, die mich so lieb unterstützt haben, geholfen haben und Anregungen gegeben haben  (Ihr wisst schon <3) Ich schreibe weiter, auch wenn es mir teilweise ganz schön schwer fiel, Hannes in manchen Situationen einzuschätzen. Wie auch immer, ich hoffe, ich bin in Character geblieben und wünsche Euch viel Spaß beim Lesen :)  ]


Die Sonne ging langsam über Hamburg auf und tauchte die Stadt in ein ganz besonderes Licht an diesem Sommermorgen. Der Himmel war wolkenlos und der Wetterbericht versprach ein  warmes und trockenes Wochenende für den ganzen Norden.


Dirk Matthies lehnte sich über die Reling der Repsold und trank seinen ersten Kaffee. Er atmete tief ein und schloss die Augen. Der Geruch von Brackwasser lag in der Luft, aber ebenso die Frische eines Sommermorgens. Er seufzte und trank noch einen Schluck. Zum Glück hatte er keinen Kater Allerdings keinen auch keinen Filmriss und so fiel ihm recht schnell nach dem Aufwachen wieder ein, dass er sich gestern Abend scheiße benommen hatte. Daran war nicht zu rütteln. Er hatte sich viel zu sehr von seinen Gefühlen und der Enttäuschung und Eifersucht leiten lassen. Er war nicht nur der Küppers zu nahe getreten mit seiner Kaktus-Aktion, sondern auch dem Dicken. Der Dicke konnte im Grunde am wenigsten für all das.Wer wusste schon, was da sonst noch alles hätte passieren können. Er war irgendwann an dem Abend kurz davor gewesen, Hannes eine reinhauen und hatte sich gerade noch beherrschen können. Ihn danach abfüllen und auszufragen war natürlich auch nicht nett gewesen.

“Was hast Du Dir da nur bei gedacht, Dirk Matthies? Du bist ein riesiges Rindvieh”, sagte er zu sich selbst und seufzte. Er stellte den Kaffeebecher ab und suchte in der Tasche seiner Strickjacke nach seinem Handy. Er musste da wohl dringend was richtig stellen.

“Frau Küppers, wenn ich mich gestern daneben benommen habe, tut es mir leid. Ich bin wohl ein schlechter Verlierer. Es kommt nicht wieder vor. Dirk Matthies” tippte er in das Nachrichtenfeld. Bevor er die Worte abschickte, holte er tief Luft. War wohl das Beste. Er drückte auf Senden und hoffte, sie würde ihm verzeihen. Er musste wirklich damit aufhören, ein schlechter Verlierer zu sein. Es hätte sowieso nicht funktioniert.


Regina war schon eine Weile wach. Die Schlafmaske trug sie  nur, wenn sie alleine schlief und das Licht, das langsam seinen Weg durch die Vorhänge ins Schlafzimmer fand, sorgte dafür, dass sie nicht mehr einschlafen konnte. Sie streckte sich und gähnte. Neben ihr atmete Hannes schwer und gleichmäßig und sie war sich ziemlich sicher, dass er mit einem Kater aufwachen würde. Sie streckte sich nochmals und griff nach dem Telefon um Frühstück zu bestellen. Normalerweise reichten ihr ein Kaffee und ein Croissant vom Bäcker um die Ecke, aber sie wusste, dass jemand anders heute morgen garantiert Hunger haben würde und deshalb bestellte sie ein reichhaltiges Frühstück. Als sie den Hörer wieder auflegte, vibrierte ihr Telefon leise. Sie fragte sich, wer ihr um diese Uhrzeit schrieb und ließ ihren Blick durchs Zimmer schweifen. Irgendwo hatte sie ihr Telefon doch in der Nacht hingelegt? Schließlich fand sie es auf dem Schreibtisch. Sie stand auf und öffnete neugierig die Nachricht.

Als sie Dirk Matthies Worte gelesen hatte, musste sie schmunzeln. Die Tatsache, dass er zugab, ein schlechter Verlierer war, verursachte ihr einen Stich im Herzen, aber der Zug war abgefahren, und das schon vor langer Zeit. Selbst wenn sie nicht mit Hannes zusammen gekommen wäre, hätten sie und Dirk Matthies keine echte Chance gehabt. Es hätte nicht funktioniert. Vielleicht für eine Nacht, aber nicht mehr. Und sie hätten zuviel riskiert. Sie seufzte. Mit Hannes riskierte sie auch eine Menge, das stand außer Frage. Vielleicht noch mehr als mit Dirk Matthies. Darüber wollte sie jetzt nicht nachdenken. Sie zogen ihren Morgenmantel an und ging ins Bad, goss Wasser in ein Glas und löste ein Alka Seltzer darin.

Es dauerte nicht lange, bis es an der Tür klopfte und das Frühstück kam.Sie unterschrieb die Rechnung im Gang und nahm dem Mädchen vom Service das Tablett ab.
Dann machte sie sich daran, Hannes zu wecken, indem sie sich auf seine Bettkante setzte und ihn sanft schüttelte.

Hannes grunzte einmal bevor er die Augen aufschlug und Regina musste lachen.

“Guten Morgen”, begrüßte sie ihn sanft.

“Guten Morgen” antwortete er und setzte sich auf.

Er stöhnte leise, als er merkte, dass es in seinem Kopf hämmerte und schloss die Augen wieder.

“Na, haben wir gestern ein bisschen zu viel Apfelkorn getrunken?”, Regina lachte auf.

“Bitte, nicht so laut”, murmelte Hannes und ließ sich zurück aufs Kissen fallen. Er schloss die Augen.

“Strafe muss sein”, antwortete sie ohne mit der Wimper zu zucken. “Schließlich wolltest Du gestern so einiges ausplaudern”, fuhr sie fort.

Hannes überlegte. “Aber das hab ich nicht!”, rechtfertigte er sich und schaute sie an.

“Ja, weil Frau Möller das zum Glück rechtzeitig unterbunden hat”, erinnerte sie ihn.

“Hannes, ich möchte nicht, dass Du sowas auf der Arbeit ausplauderst. Egal ob Du nüchtern oder betrunken bist!” sie war immer noch ein bisschen sauer, auch wenn sie wusst, dass ihn nicht die alleinige Schuld traf.

“Tut mir leid, kommt nicht wieder vor”, murmelte er zerknirscht und setzte sich wieder auf.

Sie ging ins Badezimmer und holte das Glas mit dem Alka Seltzer, drückte es ihm in die Hand.

“Trink!”

“Danke” er leerte das Glas in einem Zug und riss dann erschrocken die Augen auf.

“Wie spät ist das denn?”, fragte er erschrocken.

Regina zuckte mit den Achseln.

“Halb sechs?”, fragte sie, weil sie sich nicht sicher war.

“Scheiße”, er machte Anstalten, hektisch aufzustehen.

“Was ist denn los?”

“Mein Handy, wo ist mein Handy?”

Sie zog fragend eine Augenbraue hoch.

“Ich muss auf der Wache anrufen, ich hab gestern Abend jemanden in die Zelle gesperrt, da war jemand drin”, berichtete er erschrocken.

Auf einmal war die Erinnerung wieder da.

Regina griff nach ihrem Handy und rief den Wachhabenden der B-Schicht an, drückte Hannes rechtzeitig das Handy in die Hand.

“Ja, Todde, hier ist Hannes. Ja ich weiß, ich find mein Handy grade nicht. Du kannst Du mal gucken, ob jemand in der Zelle ist?”

Er wartete einen Augenblick nervös.

“Ja, danke”, er legte auf und schaute Regina an. “Oh Mann, ich hab Daniel und Nina gestern Abend versehentlich in die Zelle gesperrt und Todde hat sie gerade erst rausgelassen”, jammerte er.

Regina lachte. “Vielleicht hat ihnen das mal ganz gut getan?, stellte sie fest und nippte an ihrem Kaffee.



Daniel wurde wach, als er ein Geräusch an der Zellentür hörte. Er lag auf der Pritsche und Nina hatte den Kopf auf seine Brust gelegt und schlief. Sie hatte sich an ihn gekuschelt. Irgendwann waren sie einfach eingeschlafen. Sie hatten über ihre Gefühle gesprochen und irgendwann gab es einfach nichts mehr zu sagen. Es fühlte sich so gut an, dass er eigentlich gar nicht aufstehen wollte.
Thorsten stand vor ihnen und grinste. Er steckte sein Handy wieder in die Tasche.

“Na dann kommt da mal raus”, sagte er als sie beide wach geworden waren.

Nina streckte sich und schaute Daniel grinsend an. “Wer auch immer das war, der kriegt Ärger”, drohte sie und Daniel gab Todde ein Zeichen, nichts zu sagen. Er hatte so eine Ahnung, wer dafür verantwortlich war.

“Das müsst ihr mit ihm ausdiskutieren, ich sag nichts”, antwortete Thorsten diplomatisch und lachte immer noch.

“Holt Euch mal Kaffee”, fuhr er fort und ging wieder in den Wachraum.

“War gar nicht so schlimm, oder?”, sie zwinkerte Daniel zu.

“Nö”, gab er zurück.

“Wollen wir Frühstücken gehen?” fragte sie schließlich.

Daniel nickte und gähnte. “Aber erstmal brauch ich ´n Kaffee”.



Paul öffnete seine Augen und gähnte. Vor ihm stand Piet und hielt ihm eine Tasse Kaffee hin.

“Was ist das?”, fragte Paul skeptisch.

“Kaffee, was sonst?”, entgegnete Piet. “Glaubst Du, ich will Dich vergiften?”

“Weiß man ja nie”

Piet lachte. Paul schaute an sich herunter. Er trug noch die Klamotten vom vorherigen Abend.

“Ich hab in meinem Klamotten geschlafen?”, fragte er erstaunt.

Piet nickte.

“Du warst ganz schön dicht”

“Glaub ich auch”

“Mitten im Sabbeln bist du eingepennt”

“Echt jetzt?”

“Jo”

“Und wo hast Du geschlafen?”

Piet deutete auf den Sessel neben der Couch.

“Aber Du hast so laut geschnarcht, dass ich kaum schlafen konnte”

“Du lügst doch!”

Piet lachte wieder und sie wechselten einen Blick .

Paul grinste. “Ich hab ne Idee. Komm, wir gehen zu Harry zum Frühstücken”, schlug er vor.

“Gute Idee”

***


Regina steuerte ihren Wagen in den Verkehr. Es war zum Glück nicht viel los. Sie hatte mit mehr Strandpendlern gerechnet. Hannes saß gut gelaunt neben ihr. Er hatte ausgiebig gefrühstückt, Kaffee getrunken und lange geduscht, so dass sein Kater scheinbar so gut wie weg war. Sie war froh, dass sie sich abends vom Apfelkorn ferngehalten hatte, ansonsten wäre sie jetzt sicher auch nicht in der Lage, Auto zu fahren.

Während er die Ärmel seines Hemdes lässig nach oben gekrempelt hatte, trug sie ein schlichtes Sommerkleid in hellblau und eine Strickjacke. Die Haare hatte sie zu einem sehr lockeren Pferdeschwanz gebunden, so dass einzelne Haarsträhnen ihr Gesicht umrahmten. Es war angenehm draußen und schon sommerlich warm. Sie drehte das Radio an und sang leise mit, als ein alter Song von den Beachboys aus dem Lautsprecher tönte.

“Das mit dem Wochenende war wirklich eine gute Idee”, sagte sie, während sie sich auf den Verkehr konzentrierte und wieder in die Gummibärchenpackung griff, die sie taktisch klug in der Mittelkonsole verstaut hatte .

“Ich wusste nicht, wie ich Dich überraschen sollte”, gab Hannes ehrlich zu. “Und da Du immer soviel um die Ohren hast, dachte ich…” er brach mitten im Satz ab.

“Ich freu mich. Endlich mal wieder raus aus der Stadt”, gab sie zurück und grinste.

“Wir haben ein ganz tolles Hotelzimmer mit Meerblick”, berichtete er und grinste. “Und abends gibt es ein Drei-Gänge-Menü  mit Musik”, fuhr er fort.

“Hannes”, Regina zog erstaunt eine Augenbraue hoch. “Du hast Dich ja richtig ins Zeug gelegt”, sagte sie anerkennend.

Er grinste verlegen und sie legte ihm eine Hand auf den Arm.

“Danke”, sagte sie ehrlich und von Vorfreude erfüllt. Sie konnte sich nicht daran erinnern, wann sich jemals jemand so sehr um sie bemüht hatte.


Nach einer guten Stunde und ohne Stau erreichten sie das Hotel. Regina strahlte, als sie sah, dass es wirklich fast am Strand lag und freute sich auf einen Spaziergang am Wasser. Das Gebäude an sich sah aus, als wäre es um die Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts gebaut worden.

“Das ist ja traumhaft”, sie gab ihm einen Kuss auf die Wange und Hannes grinste selig.

“Warte ab, bis Du unser Zimmer siehst”, sagte er geheimnisvoll.

Er holte beide Taschen aus dem Kofferraum, aber sie bestand darauf ihre Tasche selbst zu tragen.

Die Hotelangestellte begrüßte sie mit einem fröhlichen “Moin” und schaute sie neugierig an.

“Moin. Mein Name ist Hannes Krabbe”, stellte sich Hannes vor. “Ich habe ein Doppelzimmer reserviert” sagte er während sie in den Computer schaute.

“Herr und Frau Krabbe?”, sie schaute erst Regina an und dann ihn.

“Küppers”, berichtigte Regina sie. “Wir sind nicht…”

“Wir sind nicht verheiratet”, beendete Hannes ihren Satz und schaute verlegen an der Theke vorbei.

Regina fragte sich, warum das im Moment jeder dachte und schüttelte den Kopf.

“Dann bitte ich Sie beide das hier einmal auszufüllen”, die Rezeptionistin gab ihnen zwei Formulare für die persönlichen Daten.


Als sie das Hotelzimmer betraten, hielt Regina den Atem an und war entzückt. Das Zimmer traumhaft. Der Raum war maritim  in beige und blau gehalten und das große Bett stand so, dass man von dort aus direkt in Richtung Meer schauen konnte.Neben einer kleinen gestreiften Couch gab es sogar noch einen cremefarbenen Schreibtisch. Das Zimmer war hochparterre und hatte eine kleine und von allen Seiten sichtgeschützte Terrasse mit Blick auf den Strand. Sie ließ ihre Tasche fallen und öffnete zuerst das Fenster um die Meeresluft einzuatmen und den Ausblick zu genießen. Es war weitaus weniger los als sie erwartet hatte, aber vielleicht kam das weil die Woche einen Feiertag hatte und wahrscheinlich jeder erst das lange Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen würde. Sie atmete tief ein und hielt sich am Balkongeländer fest. Die Sonne schien ihr ins Gesicht und eine leise Brise spielte mit ihren Haaren. Sie schloss die Augen und das Lächeln in ihrem Gesicht verwandelte sich in ein Strahlen.

Hannes war hinter ihr auf die Terrasse gekommen. Er atmete tief durch und genoss die Aussicht und klopfte sich auf die Schulter. Sie machte einen so zufriedenen Eindruck, dass er das  richtige Hotel ausgesucht. Er trat hinter sie und legte die Arme um sie. Sie legte ihre Hände auf seine und lehnte sich an ihn.

“Danke” flüsterte sie

“Da nich´für” kam es von ihm zurück und er küsste sie zärtlich auf die Wange.

“Hannes es ist toll hier”

Er nickte.

“Lass uns einen Spaziergang machen”


Eine halbe Stunde später wanderten sie Hand in Hand am Strand entlang. Ohne viele Worte hielten sie immer wieder an und schauten aufs Meer, genossen die Luft und das Wasser und erholten sich von der Stadt. Das Rauschen der Wellen und das Kreischen der Möwen wirkte beruhigend und Regina merkte erst jetzt, wie der Stress der letzten Wochen von ihr abfiel. Manchmal musste man einfach mal raus. Hannes hatte genau das richtige Geschenk gefunden.

Sie blieb stehen und schaute ihn von der Seite an. Irgendwann grinste sie.

“Hannes, ich glaube, Du tust mir gut”, sagte sie schließlich und lächelte ihn an.

“Das freut mich”, er lächelte zurück.

“Du tust mir aber auch gut”, fuhr er dann fort und suchte ihren Blick.  Sie küsste ihn auf die Wange und ging weiter. Nach einer Weile fanden sie ein kleines Cafe am Strand. Es war nicht viel los und bestellten Kaffee und Apfelkuchen, redeten über die letzten Wochen und genossen das Wetter und die Umgebung.  


Der Nachmittag war wie im Fluge vergangen und irgendwann waren sie zurück zum Hotelzimmer gegangen. Regina hatte eine halbe Stunde in einem der Liegestühle auf der Terrasse ein Nickerchen gemacht während Hannes mit Daniel telefoniert hatte um sich zu entschuldigen. Zu seiner Überraschung war Daniel überhaupt nicht sauer. Im Gegenteil  er bedankte sich sogar weil er und Nina auf diese Weise die Möglichkeit gehabt hatten, sich auszusprechen.

“Dann bist du wirklich nicht sauer?”, fragte Hannes nochmal nach.

Daniel schüttelte am anderen Ende der Leitung den Kopf.

“Nein, das hatte ja schon was Gutes. Immerhin haben wir uns ausgesprochen und wir gehen jetzt anders miteinander um”, antwortete Daniel vage.

“Das freut mich echt”

“Aber vielleicht sollten wir das Nina nicht unbedingt sagen, dass Du das warst?” sagte Daniel nachdenklich.

“Is sie sauer auf mich?”, fragte Hannes nach.

“Solange sie nicht weiß, dass Du das warst… nicht”, gab Daniel zurück.

“Oh...verstehe…” Hannes hatte begriffen.

Er verabschiedete sich von Daniel und grinste, als er auflegte. Vielleicht wurde ja doch noch was aus Nina und Daniel. er wünschte es ihnen beiden jedenfalls von ganzem Herzen.

Wenig später verschwand Regina im Bad um sich umzuziehen. Der Abend würde nicht ganz formell werden also hatte sie ein teures Sommerkleid gewählt. Es war aus Seide und mittellang, der Rock ging ihr etwa eine handbreit übers Knie. Das Oberteil war wie eine Korsage geschnitten, mit dünnen Trägern und wurde vorne mit drei Knöpfen geschlossen. In der Mitte war es tailliert und wurde nach unten weiter. Es zeigte ein bisschen mehr als gewöhnlich, aber dazu hatte sie eine dunkelblaue Strickjacke und dunkle hohe Schuhe.
Als sie aus dem Badezimmer kam, schaute Hannes sie bewundernd an und lächelte fast schüchtern. Sie erwiderte sein Lächeln und schaute ihn an. Die dunkelblaue Hose und der passende Blazer bildeten einen guten Kontrast zu dem weißen Hemd, das er trug. Auf eine Krawatte hatte er verzichtet und trug das Hemd zwei Knöpfe offen. Ebenfalls nicht zu formell und dennoch festlich. Genau das richtige diesen Abend.

“Darf ich bitten?”, er hielt ihr den Arm hin und sie nahm lächelnd an.

Dann verließen sie das Hotelzimmer. Der Speisesaal des Hotels war festlich eingedeckt. Sie wurden von einem Kellner an einen festlich gedeckten Tisch geleitet. Das Licht war gedimmt und auf jedem Tisch brannten Kerzen. Der Saal war überwiegend in weiß gehalten, die Wände mit goldenen Ornamenten überzogen. An der Decke funkelten große Kristalllüster, die aussahen als wären sie Überbleibsel aus längst vergangenen Zeiten und rauschenden Ballnächten.  Das Holzparkett glänzte. Und an einer Ecke des Saales spielte ein kleines Orchester Swing und Tanzmusik in einer angenehmen Lautstärke.

Sie nahmen Platz und bestellten Wein und das Essen.Jakobsmuscheln an Trüffel Risotto als Vorspeise, ein Spargelgericht als Hauptgericht und zum Dessert schokolierte Erdbeeren an Panna Cotta Creme. Regina schaute sich um und wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie griff über den Tisch hinweg nach seiner Hand und schaute ihm tief in die Augen.

“Hannes, das ist ganz wundervoll”, sagte sie überrascht und er beugte sich vor um sie zu küssen.

“Ich hab lange nach etwas besonderem gesucht”, gab er zu. “Und das hier hab mir jemand empfohlen”, fuhr er fort, und dankte Harry in Gedanken für ihre Empfehlung.

Sie zog eine Augenbraue nach oben, aber er sagte nicht mehr. Regina musste ja nicht wissen, dass er Harry gefragt hatte, ob sie eine tolle Location kannte. Manche Dinge konnte man ja schließlich auch für sich behalten.

Das Essen wurde serviert und es schmeckte vorzüglich. Zum Dessert wurde Sekt serviert. Langsam bekam Regina ein schlechtes Gewissen, das Wochenende hatte sicherlich ein kleines Vermögen gekostet. Sie würde sich beizeiten sicherlich revanchieren.
Sie stießen an und schauten sich tief in die Augen. Die Schmetterlinge in ihrer Magengegend setzten zum Start an und ihr Herz klopfte plötzlich schneller. Hannes ging es ähnlich. Als er in ihre blauen Augen schaute, bekam er Herzklopfen, wie immer.
Ein paar der anderen Gäste hatten inzwischen angefangen zu tanzen und Regina betrachtete die Tänzer sehnsüchtig. Sie war sich ziemlich sicher, dass Hannes nicht tanzen konnte und wollte ihn nicht in Verlegenheit bringen. Hannes schaute sich die anderen Tänzer ebenso an und folgte ihren Bewegungen durch den Saal.

Schließlich legte er seine Serviette beiseite und stand auf. Sie schaute ihn überrascht an, als er zur Band schlendern und fragte, ob sie einen Tango spielen könnten. Als die ersten zwei Takte von “Por una Cabeza” durch den Saal tönten, ging er zu Regina und verbeugte sich leicht.

“Schenkst Du mir diesen Tanz?”, fragte er und grinste verschmitzt.

“Natürlich”, sie ergriff überrascht seine Hand und ließ sich von ihm aufs Parkett schieben.

Hannes konnte Tango tanzen. Und nicht mal schlecht. Er wirbelte sie über das Parkett und kannte sogar ein oder zwei nicht ganz unkomplizierte Schrittfolgen, die über Wiegeschritt und Promenade hinaus gingen und am Ende des Tanzes grinste sie atemlos als er sie zurück an den Tisch geleitete.

“Ich wusste nicht, dass Du Tango tanzen kannst”, sagte sie begeistert.

“Tja, stille Wasser sind tief”, antwortete er und griff wieder nach ihrer Hand. “Ich hatte da ma´so´ne Wette mit meiner Cousine”, fuhr er dann lachend fort. “Naja, am Ende haben wir gewonnen”.

Sie schaute ihn perplex an. “Ich bin beeindruckt”, entgegnete sie ehrlich, während Hannes stolz grinste.

Nach dem Essen entschieden sie sich zu einem weiteren Spaziergang am Strand. Die Sonne war gerade untergegangen und tauchte die Ostsee in ein warmes dunkles rot, den Himmel in pink. In weiter Ferne sah sie ein kleines einsames Segelboot mit weissen Segeln. Es war nicht mehr viel los, die meisten Gäste waren bereits auf ihre Zimmer gegangen oder genossen den Abend anderweitig. In der Luft kreischten ein paar Möwen. Es war ein bisschen frisch, weil ein leichter Wind vom Meer kam, aber es war nicht kalt und durch die Strickjacke fror sie nicht. Sie gingen Hand in Hand am Strand entlang. In der anderen Hand trug sie ihre Schuhe. Der Blick auf den Sonnenuntergang war atemberaubend und Regina konnte sich daran gar nicht sattsehen. Dazu seine Nähe. Sie wusste überhaupt nicht was sie sagen sollte.Das war ein perfekter Abend, den es eigentlich nicht mehr zu toppen galt. Sie blieb stehen und schloss die Augen, lauschte dem Rauschen der Wellen und atmete tief ein.

“Herrlich”, sagte sie, blieb stehen  und steckte ihre Nase in den Wind.

Hannes war ebenfalls stehen geblieben und beobachtete wie der leichte Wind ihr die Haare zerzauste und von Zeit zu Zeit an ihrer Jacke und an ihrem Rock zerrte. Sie war einfach nur schön. Die Tatsache, dass sie sich für ihn entschieden hatte, machte ihn stolz. Er war in diesem Moment einfach glücklich. Dieser Abend war einfach perfekt. Er seufzte und dachte angestrengt nach, während er auf die Wellen blickte und der Brandung lauschte. Eigentlich waren sie noch nicht lange genug zusammen, aber auf der anderen Seite funktionierte es so gut und er wollte sie nicht mehr hergeben. Was wäre wenn er sie jetzt fragen würde? Es war viel zu früh und völlig unsinnig. Er hatte auch keinen Ring. Und sie waren noch nicht lang genug zusammen. Aber das hier war mehr als nur ein Abenteuer. Soviel mehr.

Hannes, lass es sein, das ist eine saublöde Idee, Du wirst enttäuscht werden, ging es ihm durch den Kopf.

Aber der Moment war einfach so perfekt, wenn er jetzt einfach hier vor ihr auf die Knie gehen würde… aber wenn sie ihn abweisen würde, dann war der Abend gelaufen, oder nicht?

Regina seufzte aus tiefstem Herzen. Der Abend war perfekt. Besser ging nicht. Sie seufzte tief.
Sie wusste nicht wie sie auf den Gedanken kam, aber wenn  er sie jetzt fragen würde, würde sie ja sagen. Aber dafür war es natürlich viel zu früh. Das würde nicht passieren. Aber der Moment wäre einfach perfekt dafür. Sie waren nicht lange genug zusammen und dennoch…. Der Moment wäre perfekt. Ein Teil von ihr hoffte es, ein anderer hoffte, er würde es nicht tun. Sie schaute ihn an und ihre Blicke trafen sich. Hannes holte tief Luft und griff nach ihrer Hand.

“Rübchen …”begann er.

Bitte tu es nicht, ging es ihr durch den Kopf, aber sie sagte nichts. Sie schaute ihn nur an und wusste, was jetzt kam. Sie wusste es einfach.

“Rübchen ,ich weiß das ist alles noch viel zu früh, aber…” er überlegte, ob er auf die Knie gehen sollte,aber entschied sich dagegen, weil ansonsten seine Knie nass werden würden.

Regina seufzte. Sie hoffte, er würde jetzt nicht niederknien, der Boden war nass.

“Hannes..:” flüsterte sie.

“Aber … “ er machte eine Pause und suchte nach den richtigen Worte. “Willst Du mich… also wollen wir ...also…” er stammelte und bekam keinen anständigen Satz heraus, schaute sie zerknirscht an.

Regina seufzte. Sie legte ihm den Finger auf die Lippen und überlegte, was sie sagen sollte. Was alles daran hing.

Schließlich holte sie tief Luft. “Zu gegebener Zeit ja. Aber jetzt noch nicht”, sagte sie und in ihren Augen funkelte es.

Hannes starrte sie an. “Also ist das ein Ja?”, fragte er aufgeregt und hoffte, dass er sich nicht verhört hatte. “Willst Du mich wirklich heiraten?” Jetzt war es raus.

Sie grinste ihn an und nickte. Sie konnte nicht aufhören zu grinsen.

“Ein Ja auf Zeit. Nicht heute und nicht morgen, aber irgendwann ja “ sagte sie schließlich.

“Echt jetzt?”, Hannes wusste nicht was er sagen sollte.

Damit konnte er leben. Sie nickte und zog ihn an sich. “Ja”, wiederholte sie zaghaft.

Wenn das Muddel noch mitbekommen hätte! Warum sie jetzt an ihre Mutter denken musste, war ihr ein Rätsel.

Er schloss sie in die Arme und sie versank darin. Dann beugte er sich zu ihr herunter und küsste sie. Sie erwiderte den Kuss und  für einen Augenblick war sie überwältigt von allem. Sie schloss die Augen.

“Sach ma heißt das jetzt, dass wir verlobt sind?”, er machte sich von ihr los und schaute sie an.

“Ja, das heißt es wohl”, antwortete sie.

Sie hatte keine Ahnung, welche Konsequenzen sich jetzt für sie ergeben würden, aber für den Augenblick war es nicht wichtig.

“Und ich hab nicht mal ´n Ring für Dich”, bedauerte er und schaute aufs Meer.

Sie zuckte mit den Achseln. “Das ist doch nicht wichtig”, antwortete sie ehrlich.

“Wenn du meinst”, er dachte nach. “Das können wir auch nachholen, wenn wir wieder in Hamburg sind” schlug er vor.

“Sehr richtig”, gab sie ihm Recht. “Und jetzt lass uns noch ein Stückchen laufen”, schlug sie vor und griff wieder nach seiner Hand.



Sie ließen den Abend auf der Terrasse ausklingen. Regina stand am Geländer und schaute auf den Strand. Der Mond beleuchtete das Meer und das leichte Meeresrauschen beruhigte sie. Sie hatte die Strickjacke auf den Stuhl gelegt. Hier oben war es windgeschützt und warm und der Wind, der vom Meer kam erreichte sie hier nicht. Sie hörte hinter sich Geräusche und drehte sich um. Hannes hatte eine Kerze auf dem Balkontisch angezündet und zwei Gläser Champagner herbeigezaubert. Er drückte ihr eines davon in die Hand.

Sie stießen an und das leise Klirren der Gläser verlor sich im Wind.

“Auf Dich”, sagte Hannes.

Schließlich war das hier ihr Geburtstagsgeschenk.

“Auf uns” verbesserte sie ihn und küsste ihn auf die Wange.

Sie trank noch einen Schluck  und stellte das Glas auf den Tisch. Dann drehte sie sich wieder um und bewunderte das Meer. Hannes stellte sein Glas ebenfalls ab und stand plötzlich ganz dicht hinter ihr. Er umarmte sie und legte seinen Kopf für einen Augenblick auf ihrer Schulter ab. Sein Bart kitzelte ihre Haut und sie erschauerte.

“Es ist so schön hier”, sagte sie. “Der Himmel ist so weit  und nicht so stickig wie in der Stadt”

“Das stimmt. Es freut mich, wenn es Dir gefällt!”, gab er zurück.

“Dir nicht?”

“Du hast keine Ahnung” flüsterte er.


"Rübchen" Hannes schluckte weil ihm die Worte fehlten."Das war ein wunderschöner Tag ,mit dem ich so nicht gerechnet hätte".

Er atmete tief ein und wieder aus.

"Danke" sagte er schließlich.

"Ich habe zu danken" antwortete sie "Für dieses wunderbare Geburtstagsgeschenk" sie lächelte verlegen als er nach ihrer Hand griff und zaghaft  ihren Ringfinger streifte.

"Ich kann das noch gar nicht fassen" flüsterte er.

"Ich auch nicht" gab sie zu, erstaunt darüber dass es sich so gut anfühlte.

"Du wirst das nicht bereuen" versprach er ihr.

"Das will ich doch hoffen" sie kicherte und drückte seine Hand .

"Ich liebe Dich Hannes" ihre Stimme war plötzlich kratzig.

"Danke dass Du nie aufgegeben hast" ;sie spielte damit auf die zahlreichen Male an wo sie ihn hatte abblitzen lassen.

Er schob ihre Haare beiseite und begann ihre Schulter zu küssen. Sie seufzte leise und schloss die Augen. Er schob ihr vorsichtig den Träger über die Schulter und küsste sie wieder. Diesmal wanderte er bis zu ihrem Ohrläppchen. Sie bekam eine Gänsehaut und drehte sich um.

"Ich liebe Dich auch" gab er zurück und zog sie an sich.

“Und danke dass Du es Dir doch noch anders überlegt hast”

Sie legte die Arme um ihn und legte den Kopf in den Nacken um ihn zu küssen.

Hannes erwiderte den Kuss und schloss die Augen. Er zog sie noch näher an sich und legte seine Arme um ihre Taille. Regina schmiegte sich an ihn und ihr Kuss wurde zunehmend  fordernder. Er löste sich von ihr und schaute ihr tief in die Augen. Wie so oft verlor sich Regina in dem Blassgrün, das sie noch im Mondschein erkennen konnte. Er musste  die Frage nicht stellen, es war klar, was er wollte. Und sie auch. Zärtlich ließ er er seine Finger entlang ihrer Korsage wandern und schob schließlich auch den zweiten Träger über ihre Schultern. Regina schauderte. Als sie sich wieder küssten, gerieten die Schmetterlinge in ihrem Bauch in Aufruhr und sie begann damit, sein Hemd aus der Hose zu ziehen. Schließlich fuhr sie mit den Händen darunter und Hannes seufzte als ihre Hände Feuer auf seine Haut hinterließen. Das Verlangen wurde größer. Sie wollte ihn fühlen, spüren, schmecken. Langsam knöpfte sie sein Hemd auf , während seine Hände über ihren Rücken strichen und schließlich zu ihrem hintern wanderten und er sie wieder näher an sich zog. Seine Erektion war deutlich zu spüren und Regina seufzte laut. Er knöpfte vorsichtig die drei Knöpfe auf, die ihr Kleid vorne zusammenhalten, so dass es  plötzlich einen tiefen sehr Einblick offenbarte. Er fuhr mit den Fingern am Stoff ihres Kleides entlang und folgte dem Ausschnitt.Regina atmete schneller als seine Finger ihre empfindliche Haut unter der Korsage berührten.

“Wir sollten mal rein gehen”. sagte sie leise während sie sich von ihm los machte und er nickte. Sie beugte sich hinunter und blies die Kerze aus, nahm ihn bei der Hand und zog ihn nach drinnen, wo sie sein Hemd von den Schultern streifte. Es ging zu Boden. Das T-Shirt, das er darunter trug, folgte augenblicklich.
Er atmete schneller und ihr Herz raste während sie sich wieder küssten. Als er begann ihren Mund mit seiner Zunge zu erkunden presste sie sich an ihn und er zog langsam den Reißverschluss von ihrem Kleid nach unten. Sie fielen auf das Bett und sie half ihm, die Hose zu öffnen und mit samt den Socken abzustreifen.  Er zog ihr Kleid vorsichtig nach unten und begann damit, ihre Brüste zu streicheln. Regina seufzte auf und schloss die Augen. Er half ihr dabei, das Kleid auszuziehen und zog eine Decke über sie beide, denn die Nachtluft, die ins Zimmer strömte, war deutlich kühler geworden und der Wind hatte aufgefrischt und bauschte die Vorhänge. Sie hatten die Balkontür nicht geschlossen, so dass sie noch immer das Rauschen des Meeres hören könnten. Hannes zog sie an sich und sie spürte seine Erektion nur zu deutlich. Ihr Münder fanden sich wieder und seine Hand wanderte langsam nach unten in ihren Slip. Sie stöhnte auf als er begann, sie zärtlich zu verwöhnen und es dauerte nicht lange, bis sie kurz vor dem Höhepunkt war.

“Hannes”, flüsterte sie leise “Bitte..” sie musste den Satz nicht aussprechen, er wusste auch so, was sie wollte.

Er streifte ihr das Höschen ab und danach seine Boxershorts. Als er in sie eindrang, küsste er sie zärtlich und sie bäumte sich sofort unter ihm auf weil sie den Höhepunkt  nicht mehr länger zurückhalten konnte

“Hannes” stöhnte sie leise und passte sich seinem Rhythmus an. Er bewegte sich erst langsam in ihr, dann wurde er schneller.

“Rübchen”, es war nur ein Flüstern, als er sich nicht mehr beherrschen konnte.Es ging viel zu schnell, aber es war intensiver als sonst.
Regina seufzte zufrieden als er sich neben sie fallen lies, so dass sie sich an ihn kuscheln konnte um den Afterglow zu genießen.

“Das war ...wow”, sagte sie leise und Hannes grinste.

“Ja”, sagte er erschöpft. “Irgendwie anders”

Sie nickte,sie hatte es auch gespürt aber sie konnte sich nicht erklären, was es war.

“Vielleicht ist es einfach die Ostsee” sagte sie grinsend und küsste ihn wieder.
Dann kuschelte sie sich an ihn und es dauerte nicht lange, bis das Meeresrauschen sie einlullte und sie friedlich einschlief.


Als sie am nächsten Morgen aufwachte, schloss sie zunächst die Terrassentür, denn es war empfindlich kalt im Zimmer geworden. Danach krabbelte sie wieder ins Bett und kuschelte sich an Hannes. Dieses Wochenende hatte alles verändert. Sie konnte es kaum glauben, sie hatte alle ihre Einwände über Bord geworfen und Dinge getan, von denen sie gedacht hätte, sie könne sie nicht tun. Sie hatte seinen Antrag angenommen und sie bereute es nicht, auch wenn ihr bange war, was die Zukunft jetzt bringen würde. Sie atmete tief durch. Sie hatte sich lange nicht mehr so gut und zufrieden gefühlt, und sie konnte die Gefühle einordnen. Es würde für alles eine Lösung geben. Hoffte sie. Sie lauschte dem ruhigen gleichmäßigen Atmen von Hannes und musste lächeln, als sie ihn anschaute, weil er irgendwie  wie ein kleiner Junge aussah. Sie wuschelte ihm durch die Haare und kuschelte sich zufrieden in die Kissen.
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