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Hart aber Härzik - Der Kampf

von BLUBB3000
Kurzbeschreibung
GeschichteAction / P12 / Gen
17.03.2021
17.03.2021
1
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Hart aber Härzik – Der Kampf


Es war ein schummriges Gefühl. Auch wenn Hänno Sterzik an seiner Seite hatte, bereitete ihm der Anblick des Enderportals Bauchschmerzen. Alle 12 Enderaugen schienen ihm zu folgen.

„Na los“, schienen sie zu sagen, „spring!“ Doch das hier war etwas Wichtiges, etwas Besonderes. Nun mussten sie noch aufmerksamer sein. Noch viel mehr Fokus auf die Sache.

„Bist du bereit?“ fragte Sterzik. Man sah ihm die Eskapaden deutlich an. Seit dem Dorfbewohneraufstand waren sie mehr oder weniger ziellos durch die Gegend gelaufen. Wer hätte ahnen können, dass die „Grube“ so viele Probleme machen würde. In einer kleinen Ecke hatten diese glatzköpfigen Wichte still und heimlich drei Eisengolems gebaut. Währenddessen hatten sie alles unternommen, um es ihnen schwerer zu machen. Von erhöhten Preisen bis hin zu Verweigerung, die richtigen Angebote zu bieten. Unnormal.

Hänno wandte sich Sterzik zu: „Ja gleich, muss nur grad auf mein Leben klarkommen.“ Sterzik musste lächeln: „Was soll schon passieren? Schau uns doch an!“

Sterzik hatte recht. An ihnen glänzte eine frisch verzauberte Diamant-Rüstung. Zudem hielten sie beide einen Schild, diamantene Schwerter und verzauberte Bögen in den Händen. Dennoch dachte Hänno etwas besorgt an die Enderman. Diese langbeinigen Gestalten, die schon aggressiv wurden, wenn man sie nur schief anschaute und dann einem in den Rücken traten. Hänno spürte es immer noch als wäre es gestern gewesen.

„Warum gehen wir nicht nochmal in den Nether und besorgen uns etwas Nethrite?“

Sterzik streifte seinen Beutel ab und sah Hänno an: „Weil das Zeug so verdammt selten ist und wir kaum noch Zeit haben, alla.“

Er hatte schon wieder Recht. Je länger sie warteten, desto mehr Enderman teleportierten sich zur Erde. Es waren jetzt schon viel zu viele und sie hatten sich mit den Creepern verbündet. Dennoch war Hänno unsicher.

„Ich glaube, ich weiß was du brauchst!“ sagte Sterzik und zog schmunzelnd zwei Tassen und zwei Dosen aus seinem Beutel. Hänno musste ebenfalls grinsen.

„Yoooooooioioiooooooooeuo Leuuuteeee!“ schrien die beiden durch die Festung. Ihr Gebrüll würde jeden Creeper aus ihrem Versteck locken, aber das war ihnen egal. Je lauter und je länger ihr Schrei anhielt, desto mächtiger fühlten sie sich. Dann versenkten sie die Dosen in ihren Rachen und ließen den göttlichen Saft ihre Kehlen hinabschießen, ließen sich ein auf die spirituelle Erfahrung und sprangen mit einem lauten „Ehre“ in das Portal.

Es fühlte sich komisch an zwischen den Welten zu springen. Fast als würden zwei Eisengolems einen an Armen und Beinen gleichzeitig ziehen. Sie landeten in einem vier Blöcke hohen und fünf Blöcke breiten Raum. Noch ganz im Rausch stürmten sie zur nächsten Wand und gruben sich treppenartig nach oben. Dort erwartete sie schon ein „Klrkl“. Um die 50 Enderman stand um sie herum, aber Sterzik ließ sich nicht aufhalten, zückte seinen Bogen und zielte. Sie waren am Rand eines riesigen Platos. Locker drei Fußballplätze hätten hier Platz gehabt. Zehn Türme aus Obsidian standen kreisförmig um einen Altar. Sie waren alle unterschiedlich groß und trugen einen Enderkristall, der einen rosa leuchtenen Kern hatte und von Blitzen umgeben war.

Der erste Pfeil Sterziks flog in einem hohen Bogen und traf einen Kristall. Dieser zerplatzte in einer so massiven Explosion, dass die Druckwelle Sterzik zu Boden warf. Aber sie beide jubelten. Hänno wollte gerade auch einen Kristall zur Strecke bringen, aber ein ohrenbetäubendes Gebrüll ließ ihn den Bogen sinken. Der Enderdrache kam hinter einem Turm zum Vorschein. Seine riesige Gestalt ließ die beiden Spandauer zurückweichen. Er war ein Drache wie er im Buche steht: Ein langer schwarzer Hals, violette Zacken und ein riesiges Maul. Der Enderdrache schoss auf sie zu und sie konnten sich gerade noch mit zwei Enderperlen retten. Der Drache zog eine Runde um einen Turm, bäumte sich auf und zeigte allen die enorme Spannweite seiner Flügel.

„Na los!“ brüllte Hänno Sterzik an, „oder soll ich dir noch nen Kaffee bringen?“

Sterzik verneinte und rannte los. Flip. Ein Pfeil von Hänno ließ das Plato ein weiteres Mal erschüttern

„Nur noch acht!“ Sterzik duckte sich unter einem weiteren Angriff des Drachen hinweg und sprang auf seinen Rücken. Mit aller Kraft versenkte er sein Schwert in den Leib. Aber der Drache lachte nur, denn sofort schoss ein Strahl aus allen noch verbliebenen Kristallen und verschlossen die Wunde sofort. Nicht nur das der Drache geheilt wurde, es wurde auch Sterziks Schwert aus der Wunde hinausgetrieben. Doch nun lachte auch Sterzik und ließ sich fallen. Er landete auf einem Gitter auf dem höchsten Turm. Unter ihm vibrierte der Kristall. Es dauerte nicht lange und Sterzik hatte das gesamte Gitter abgebaut. Unterdessen schoss aus dem Maul des Drachen rosafarbenes Feuer, welches die Luft nach Schwefel und gebratener Kiwi schmecken ließ. Hänno wich aus und ließ einen Kristall nach dem anderen in die Luft gehen. Schon waren nur noch drei übrig. Da erwischte ihn aus dem Nichts der Drache und warf ihn hoch in die Luft.

Für Hänno drehte sich die Welt viel zu schnell, doch als er anfing mit einer besorgniserregenden Geschwindigkeit zu Boden zu fallen, schoss er verzweifelt einen Pfeil auf den drittletzten Kristall. Gleichzeitig haute Sterzik mit aller Kraft auf den soeben freigelegten Kristall. Durch die Explosion wurde er weggeschleudert und flog auf den letzten verbliebenen Kristall zu, denn Hännos Pfeil hatte getroffen. Er fiel immer noch, die Augen zu schlitzen verengt und abwartend.

„Für Spandau!“ schrie Hänno und zückte den Wassereimer.

Boooom! Der letzte Kristall ließ ein wehklagendes Geräusch ertönen und verschwand.

Kurz war alles still. Hänno stand zitternd in einer großen Wasserlache. Er blickte zu Sterzik auf, der auf dem Turm stand, der gerade seinen Kristall verloren hatte. Dieser war ebenso sehr verblüfft das ihm dieser Stunt gelungen war.

Dann waren sie nicht mehr zu halten: „Züüüüh!“ Hänno reckte seine Arme in die Luft, „ZÜÜÜÜÜH!“ „Spandau!“ schrie Sterzik ihm entgegen. Sie prahlten und tanzten um her. Mit einem ohrenzerfetzenden Gebrüll versuchte der Drache dagegen anzukommen. Aber Sterzik sprang von dem Turm hinunter und schaffte ebenfalls den Water-MLG.

„ZÜÜÜÜH!“ krähten Sterzik und Hänno im Chor.

Jetzt reichte es dem Enderdrachen endgültig und er schoss auf Hänno zu. Doch dieser sprang in die Luft, drehte sich seitlich und riss mit seinem Schwert im Fallen eine tiefe Wunde in die Haut des Drachens. Ein leuchtendes Herz war zu sehen und Sterzik fackelte nicht lange. Mit einem markerschütternden Gebrüll stieg der Enderdrache in die Luft und zerfiel in viele kleine XP-Punkte.

„Intro!“ rief Hänno.

Ende.

(Geschrieben von BLUBB3000 für Hart aber Härzik)
 
 
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