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Schatten des Eises

von S1lv3r
GeschichteAngst, Fantasy / P16 / Gen
OC (Own Character) Victor Nikiforov Yuri Katsuki
16.03.2021
22.07.2021
18
10.189
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09.04.2021 661
 
Am frühen Abend wollte ich noch einmal in die Halle, doch Victor meinte, dass dort heute ein Wettbewerb stattfindet und ich mir das nicht antun soll. So blieb ich Zuhause und las ein paar meiner Bücher. Ich versuchte krampfhaft diese Schübe zu beenden, bis mir eine Idee kam. Sofort erzählte ich es den beiden, zwar waren sie nicht begeistert, aber schlussendlich ist es doch einen versuch Wert. Es ging darum, meinen leiblichen Vater ausfindig zu machen und ihn zu fragen. Lang dauerte es nicht, dann fanden wir das Gefängnis in welchem er einsitzt. Am darauffolgenden Tag fuhren wir dann dorthin. Yuuri erklärte den Wärtern die Situation und sie brachten uns in den Besucherraum. Sobald dieser Kerl mich sah, fing er an zu lachen. Warum er lachte wusste ich nicht, bis er sagte: ,,tja, wie gefällt dir das Aussehen, du dreckiges Halbblut? Bis du vollends Abgeschlossen bist dauert es zwar noch ne Weile, aber nach dem was gleich kommt, kann man schon sagen, dass du fertig bist". ,,Kann man das rückgängig machen?", fragte ich unter Tränen und er lachte noch mehr. ,,Die nächste Verwandlungsstation ist dein Rücken und nein, du bleibst so, rückgängig machen, wie dumm bist du eigentlich? Das ist dein Blut und mein Blut, es zeigt nun sein wahres Gesicht". ,,Was passiert denn mit meinem Rücken?", fragte ich ängstlich, ,,du wirst Flügel bekommen, aber keine Sorge, du kannst die entweder verstecken, damit leben oder loswerden, je nachdem was dir lieber ist.", antwortete er mit einem hässlichen Grinsen im Gesicht. ,,Wie werde ich sie los?", fragte ich, ,,schnipp schnapp", sagte er und wollte sich zurück auf seine Zelle bringen lassen, dann aber bemerkte, dass der Schub einsetzte. Wieder pulsierte mein Körper, ich verlor die Kontrolle über ihn und brach zusammen. Zu meinem Glück waren Victor, Yuuri und ein Wärter zur Stelle um mich aufzufangen. Das letzte was ich sah, bevor alles schwarz wurde war mein grinsender leiblicher Vater. Gefangen in der schwärze versuchte ich verzweifelt aufzuwachen. Nachdem sich mein Körper einigermaßen beruhigt hatte wachte ich in einer geöffneten Zelle wieder auf. Ich lag auf einem Bett, wenn man es so nennen kann, Victor saß neben mir und Yuuri auf dem Stuhl daneben. Mein Mund fühlte sich trocken an und ich wollte etwas trinken, doch ich brachte kein einziges Wort heraus, mein Rücken tat unglaublich weh und ich musste mir irgendwie die Zunge aufgebissen haben. Victor und Yuuri unterhielten sich gerade mit einem Wärter, als dieser zu uns in die Zelle kam, die Tür ruckartig verschloss und nun panisch auf meine Väter einredete. Wie damals, nach der Panikattacke verstand ich kein Wort. Der Wärter sah durch das keine Fenster in der Tür und Victor zerrte mich auf den Boden. Einige Sekunden später zersprang das Fenster und Schüsse ertönten. Wie auch immer musste ich mir eine Kugel gefangen haben, denn Yuuri drückte etwas auf mein Bein. Bis dahin spürte ich die schmerzen nicht, aber jetzt da ich langsam Begriff in welcher Situation wir steckten, kam es umso schlimmer. Um ruhig zu bleiben, biss ich mir auf die Lippen, doch auch sie fingen an zu bluten, meine Eckzähne fühlten sich länger und vor allem spitzer an, das heißt dann wohl, dass ich Fangzähne habe. Naja, nicht schlimm dachte ich mir, denn ich machte mir viel mehr Sogen um meinen Rücken, denn dort wo vorher nichts war, sind jetzt kleine Flügel. Kurze Zeit später wurde mir wieder schwummerig und ich hatte Mühe wachzubleiben, der Boden unter mir war voller Blut und zu meinem Glück musste ich mich auch noch übergeben, nicht weniger blutig. Victor untersuchte meinen Körper und fand noch eine zweite Schusswunde auf meinem Rücken. Wir konnten nicht weg und in der Zwischenzeit ging es mir immer schlechter. Alle drei versuchten verzweifelt die Blutung zu stoppen, was jedoch vergebens war, irgendwann hörte es dann von allein auf, zu diesem Zeitpunkt war ich schon längst wieder bewusstlos. Ich wachte angebunden und an eine Bluttransfusion angehängt wieder auf.
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