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Ein Duett von Rot und Rosa

von akiito
GeschichteDrama, Romance / P16 / Het
Maka Albarn OC (Own Character) Soul Eater
16.03.2021
16.03.2021
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4.926
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Soul war sichtlich nervös. Lässig lehnte die junge Sense an einer fleckigen Wand im länglichen Schulflur der Shibusen, den verträumten Blick starr auf die vor ihm liegende Treppe gerichtet. Maka hatte in der oberen Etage einige ihrer dort ausgeliehenen Bücher zurück in die Bibliothek gebracht und war bereits wieder auf dem direkten Rückweg zu ihrem wartenden Partner. Er seufzte bedrückt. Ganz zu seinem Bedauern hatte er die letzte Aufnahmeprüfung, welche er für die erfolgreiche Aufnahme der ausgesuchten Oberstufe dringend benötigte, völlig in den Sand gesetzt und stand somit nun vor einem gewaltigen Problem. Ohne die entsprechenden Noten konnte er Maka, die ihre schriftlichen Prüfungen natürlich mit bravour gemeistert hatte, nicht in die von ihr gewünschte Schulform folgen und ohne eine eigene Waffe wurden selbst die talentiertesten Meister dort nicht zugelassen. Maka hatte sich hoffnungsvoll auf Soul und seine typischen Sprüche verlassen und nun ließ er sie, aufgrund seiner akuten Lernfaulheit, dummerweise damit auch noch ins Leere laufen. Das Schlimmste an der ganzen Sache war jedoch, dass Maka von alldem noch keinen blassen Schimmer hatte und er ihr dieses bitterböse Schlamassel im Endeffekt jetzt auch noch persönlich erklären musste.

Als Soul seinen schweren Blick langsam auf die näherkommenden, tapsigen Schritte vor ihm richtete, tänzelte ihm Maka lächelnd und weiterhin Nichts ahnend von den obersten Stufen, bis zu seiner Etage entgegen. "Entschuldige, dass du warten musstest!" rief sie ihm sofort strahlend entgegen, steuerte zielstrebig auf ihn zu und blieb anschließend unmittelbar vor ihm stehen. Mit einem sanften lächeln ließ sie ihre braune Schultasche von der Schulter aus vor sich zu Boden gehen und beugte sich nun zu Dieser hinunter. "Sag mal, Soul, du wolltest mir doch vorhin noch Etwas sagen. Was ist denn?" reanimierte Maka neugierig ihren zuvor abgebrochenen Dialog, während sie nebenbei ihre neu ausgeliehenen Bücher feinsäuberlich in der unten liegenden Tasche verstaute. Mit einem resignierten Seufzer ließ Soul seine nervös schwitzigen Hände in die Hosentaschen gleiten. Jetzt kam definitiv der Moment, an dem Maka ihn mit absoluter Sicherheit umbringen würde und er konnte es ihr nicht einmal wirklich übel nehmen. Ein tiefer Atemzug füllte mutig seine angespannte Lunge, womit er unweigerlich zur ungeschminkten Wahrheit ansetzen konnte. "Wegen der Sache mit der Oberstufe..." ertönten seine ersten Worte unsicher und langsam begann sein vor Gedanken qualmender Kopf sich seinem unaufhaltsam scheinendem Schicksal zu beugen. Irritiert zog es Maka eine Augenbraue in die höhe, als sie den holprig hervor kommenden Worten ihres angespannten Partners vernahm.

Unmittelbar in ihrer Nähe steckte jedoch unerwartet Dr. Stein seinen Kopf aus einer nahegelegenen Klassenzimmertür und unterbrach plötzlich das holprig anlaufende Gespräch von Maka und Soul. Seine Augen musterten das dort stehende Waffe - Meister - Gespann kritischen Blickes von unten bis oben. "Soul Eater? Kommst du bitte mal zu mir rein? Ich muss etwas Wichtiges mit dir besprechen." entfuhr es Diesem ungewohnt ernst, wonach sein Kopf zügig wieder in dem Klassenraum verschwand. Etwas verdutzt starrten Maka und Soul dem houdiniartigen Auftritt ihres seltsamen Lehrers entgegen, doch Soul witterte damit seine Chance, fürs Erste, seinen Kopf heimlich aus der gefährlichen Schlinge gezogen zu haben. Er atmete erleichtert aus, trat raschen Schrittes an Dr. Steins Klassenzimmertür heran und legte lässig seine Hand auf dem Türgriff ab. "Warte kurz, Maka. Dauert sicher nicht lange." entfuhr es ihm entlastet und ließ damit seine Meisterin sichtlich überfordert auf dem breiten Flur der Shibusen stehen.

Innerlich aufatmend betrat Soul das Klassenzimmer von Dr. Stein. Doch nach dieser erlösenden Flucht kam zunächst ein weiterer, merkwürdiger Gedanke. Was wollte der verrückte Professor eigentlich noch von ihm? Er war bereits erfolgreich durch seine übertrieben schwere Prüfung gerasselt und daran ließ sich schließlich Nichts mehr ändern. Doch warum sonst sollte der Professor seinen durchgefallenen Schüler alleine sprechen wollen?

Seinen Lehrer mit kritischem Interesse musternd zog Soul die hölzerne Tür in seinem Rücken zu. Von seinen miserablen Noten sollte Maka schließlich nicht von Dr. Stein erfahren und so ging Soul gemächlichen Schrittes und alleine auf seinen Professor zu. "Soul, deinetwegen wird Maka nicht an der Oberstufe teilnehmen können, das ist dir bewusst?" entkam es Dr. Stein direkt und in einem rein sachlichen Ton, während sein strenger Blick fest an der handschriftlichen Tabelle der letzten Prüfungsergebnissen haftete. Ein unzufriedenes Murren entfuhr Soul, als er währenddessen am anvisierten Schreibtisch ankam. "Allerdings bist du so knapp an der benötigten Note vorbeigerauscht, dass ich dir einen Vorschlag dazu machen will." ergänzte Dr. Stein kurzerhand und erhob langsam seinen ernsten Blick von den vor ihm liegenden Papieren. Skepsis machte sich unweigerlich in der Dämonensense breit, weshalb er misstrauisch die Arme vor der Brust verschränkte. ‘Knapp vorbei’ erschien selbst Soul ein Wenig untertrieben. "Ich höre?" hinterfragte er durchaus interessiert, dennoch kritisch und hob derweil gespannt eine Augenbraue. "Nun, du könntest dich bereit erklären, einer eher freizeitlichen Arbeitsgemeinschaft außerhalb der Schulzeiten beizutreten." begann Dr. Stein weiterhin sachlich zu erläutern. "Inzwischen weiß ich ja sogar, dass du musikalisch recht virtuos unterwegs bist und unsere Musiker suchen derzeit noch Jemanden, der ihnen die Instrumente stimmt und ihnen ein Wenig beim Aufbau zur Hand geht - AG’s können sich grundsätzlich positiv auf gewisse Unterrichtsfächer auswirken. Wenn du dich also gut machst, kann ich deine Prüfung dadurch als bestanden ansehen." sagte er ruhig und beendete damit seinen durchaus sehr entgegenkommenden Vorschlag. Wiederholt entfuhr Soul ein kritisches Murren. "Ein paar Instrumente stimmen? Das klingt ja fast zu einfach. Wo ist da der Haken?" bohrte er ungläubig nach, während seine Augen wachsam seinen ernst wirkenden Lehrer fixierten, der sich mühevoll von seinem zerdrückten Bürostuhl erhob und den Rücken kräftig und aufrichtend durchbog. "Es gibt Keinen. Mir gefällt es nur nicht, dass Maka Albarn unter deiner hartnäckigen Faulheit leiden muss. Sie ist sehr talentiert, muss aber noch Vieles lernen, um sich als Geübter Meister behaupten zu können und du als Waffe solltest sie lieber dabei unterstützen. Nimmst du das Angebot an, habe ich wenigstens die Möglichkeit, noch Etwas an deinen furchtbaren Noten zu drehen." entkam es Diesem mit leicht genervten Unterton, während sich dessen Hand langsam an die Schraube in seinem Kopf anlegte.

Immer noch fixierte er prüfend die zwei blutroten Rubine vor ihm. Er seufzte. "Überleg es dir einfach und sag' mir nächste Woche vor dem Unterricht bescheid. Schönes Wochenende, Soul." wies er Soul hoffend an, sammelte sorgsam seine auf dem Tisch liegenden Berichte zusammen und übergab seinem Schüler ein übersichtliches Infoblatt zum zuvor besprochenen Thema. Sichtlich überfordert überflog Soul den handschriftlich verfassten Brief. Schlimm genug, dass seine musikalische Vergangenheit, welche er all die Jahre absichtlich versteckt hatte, nun den nützlichen Rettungsring für ihn darstellen sollte. Lediglich ein kurzes Schulterzucken folgte, denn zu einer genaueren Antwort fühlte sich Soul in seiner aktuellen Situation noch nicht bereit. Er verstaute kurzerhand das erhaltene Papier in einer seiner hinteren Hosentaschen und verließ ruhigen Schrittes wieder das Klassenzimmer.

Auf dem Schulflur starrten ihm Makas neugierige, grüne Augen entgegen, welche mit ihrem stierenden Blick leichtes Unbehagen in Soul auslösten. Doch bevor seine impertinente Partnerin zu Wort kam, verließ Dr. Stein ebenfalls sein zuvor bezogenes Klassenzimmer, steckte sich vorbereitend eine Zigarette zwischen die trockenen Lippen und klopfte Maka beim vorbeigehen einige Male kräftig auf die Schulter. Verdutzt klebte ihr irritierter Blick dabei am leicht gebeugten Rücken des davon schlendernden Doktors. "Was war das denn nun schon wieder?" murmelte sie verwirrt, als Soul sich in träger Haltung lässig neben sie stellte und ihrem starren Blick skeptisch mit den Augen verfolgte. "Er hat einen gehörigen Dachschaden, soviel ist jedenfalls sicher." antwortete er ihr und klopfte reflexartig auf die hintere Hosentasche mit dem verstauten Brief darin. “Und was wollte Dr. Stein jetzt so geheimnisvolles von dir, dass ich als deine Meisterin nicht dabei sein durfte?” unterbrach Maka neugierig die entstandene Stille zwischen ihnen, wobei sich ihre Augen fast schon bedrohlich zu kleinen Schlitzen verformten. Ein eiskalter Schauer jagte Soul den Rücken bei diesem angsteinflößenden Anblick hinunter, doch gelang es ihm, mit einer großen Portion Coolness, seiner Partnerin die freche Frage abzuwinken. “Ach, nichts Besonderes. Er hat meine Prüfungsnoten verschlammt und muss die Arbeit jetzt neu bewerten. Kann wohl noch ein bisschen dauern.” log Soul souverän, während er bereits lässig einige Schritte voran ging. Genervt warf Maka den Kopf in den Nacken. “Echt jetzt?” nörgelte sie genervt und schloss langsam zu ihrem vorausgehenden Partner auf. Soul nickte kurz, bevor er seine Gedanken abrupt an den versteckten Inhalt in seiner hinteren Hosentasche verlor. Ob er Dr. Steins Angebot nun annahm oder nicht, war im Moment nicht wichtig. So oder so verschaffte es ihm jetzt noch ein Wenig Zeit und einzig allein Das zählte.

Maka und Soul machten auf ihrem wohlverdienten Heimweg noch einen kurzen Zwischenhalt im örtlichen Supermarkt, um frisches Gemüse für das heutige Abendessen zu besorgen. Mit zwei ungewollt üppig bepackten Einkaufstüten erreichten die Beiden dann schließlich ihre Eingangstür. Maka zog musterhaft ihren Haustürschlüssel aus ihrer Schultasche und steckte sorgsam den Schlüssel in das vorgesehene Schloss, als sie unerwartet starr an Ort und Stelle verharrte. "Was wolltest du mir vorhin eigentlich so wichtiges erzählen, Soul?" ging es ihr plötzlich durch den Kopf, woraufhin sie unschuldig über ihre Schulter zu Soul hinter sich Blickte. Leicht panisch weiteten sich Souls müde Augen, als seine Partnerin ihn wiederholt fragend anblickte. "Also..." begann Soul zunächst etwas holprig. "Ich weiß gar nicht mehr, was ich dir sagen wollte. Kann also nicht so wichtig gewesen sein." schwindelte er mit bissiger Stimme, ließ die harten Laschen der schweren Einkaufstasche aus seiner rechten Hand ebenfalls in die Linke gleiten, umfasste zielstrebig Makas Hand und drehte damit nun selbst den Schlüssel bis zum öffnenden Anschlag. “Mensch, Maka, die Taschen sind echt schwer! Geh’ endlich rein.” wies er sie anschließen zurecht und stemmte dabei dicht an sie geschmiegt die zuvor aufgeschlossene Tür weit auf. "Oh, ok? Entschuldige..." stammelte Maka eingeschüchtert, während sie Souls ruppige Bewegungen an ihrem Rücken genau verfolgte. Leicht genervt quetschte er sich an Maka vorbei in die offene Wohnung und klatschte erleichtert die schweren Taschen auf die Küchenzeile. Eine verlegene Röte zeichnete sich schlagartig auf Makas Wangen ab und ließen sie umgehend verstummen.

Ablenkend räuspernd wandte sie sich von ihrem ausatmenden Partner ab und betrat anschließend selbst die Wohnung. Mit flacher Hand drückte sie die Eingangstür leise ins Schloss, während ihre Augen betrübt an dessen Innenseite klebten. Die unmittelbare Nähe zu Soul war inzwischen weitaus mehr, als nur eine vertrauliche Partnerschaft für Maka geworden. Allerdings traute sie sich natürlich nicht, Dies auch offen ihm gegenüber zuzugeben. Zu groß war Makas Angst davor, dass Soul nicht Dasselbe für sie empfand und sie damit nur ihre wertvolle Freundschaft zerstören würde.

Am Abend schlenderte Soul nach einer erholsamen Dusche unmotiviert etwas Weiteres zu tun in sein eigenes Zimmer. “Nacht, Maka.” verabschiedete er sich lässig von seiner Partnerin in die bereits lang ersehnte Bettruhe, während er zeitgleich die Tür hinter sich zuzog. Dabei fiel ihm unerwartet Dr. Steins Handzettel ins Auge, welcher frech auffordernd aus dem wirr am Boden liegenden Wäscheberg hervor linste. Mit einem nachdenklichen Murren beugte Soul sich zu ihm hinunter und laß erneut die ausführlichen Infozeilen des von Dr. Stein aufgesetzten Schreibens. Eigentlich blieb ihm keine andere Wahl, als diesen merkwürdigen Vorschlag dankend anzunehmen. Vielleicht war es wirklich eine gute Möglichkeit, ohne großen Haken seine verhunzte Note ganz offiziell aus dem aktuellen Abseits zu holen. Aus dem Schreiben war zu entnehmen, dass sich diese AG weitgehend abends traf, unter anderem auch Freitags, weshalb Soul kurzerhand beschloss, einen visitierenden Blick dort hinein zu wagen. ‘Nein’ sagen und seinem verbitterten Schicksal männlich vor Augen treten konnte er danach immer noch. Er hatte dementsprechend erst einmal Nichts zu verlieren.

Im selben Zuge eines tiefen Seufzers legte Soul das knittrige Papier auf seinem Schreibtisch ab und tauschte seine bequeme Schlafkleidung gegen etwas Alltagstauglicheres. Die Jogginghose wich einer lockeren, blauen Jeans, in der ebenfalls sein Handy und Dr. Steins Zettel umgehend verschwanden. Ein lässiger Pullover mit trendigem Print rundete das lockere Outfit gekonnt ab. So verließ Soul auf äußerst leisen Sohlen sein Zimmer und ging nachdenklich auf die behangene Garderobe neben der Eingangstür zu. Maka schien ebenfalls in ihrem Zimmer verschwunden zu sein, weshalb sie sein Verschwinden vielleicht nicht einmal bemerken würde. Dennoch entschied er sich nach innerlicher Rücksprache dafür, Maka über seine spontane Abwesenheit zu informieren, bevor es hinterher doch noch unschön aufflog und es nur im bitteren Streit endete. Soul nahm seine schwarze Lederjacke vom Garderobenhaken und steuerte nebenbei Makas Zimmertür an. “Hey, Maka. Ich dreh’ doch noch eine kurze Runde mit dem Motorrad. Bin gleich wieder da.” sagte er souverän, während er einige Male sachte mit dem Zeigefingerknöchel gegen ihre Tür klopfte. “Ich dachte, du wolltest ins Bett?” hallte es fragend durch verschlossene Tür zurück und sorgte für ein ertapptes Schmunzeln auf Souls Gesicht. “Ja, ja. Ich weiß. Hab jetzt aber bock zu fahren. Bis denn.” belächelte er seine halb aufgetischte Wahrheit selbst, schlüpfte nebenbei in seine Schuhe und verließ eilig die Wohnung. Schließlich musste er verschwunden sein, bevor Maka auf die Idee kam, weitere Fragen zu stellen und so fuhr die junge Sense eilig mit dem Motorrad davon.

Die Adresse des AG Gebäudes war Soul durchaus bekannt. In unmittelbarer Nähe der Shibusen, allerdings nicht Zentral der eigentlichen Stadt. Das kam ihm durchaus gelegen. Fast gänzlich unbemerkt parkte er sein flottes Gefährt am dunklen Straßenrand und blickte am gesuchten Gebäude hinauf. Blutrote Rubine musterten dabei penibel genau die alte Hauswand des Musikerhauses. Die rissige Fassade war lediglich durch das spärliche Licht einer einzigen Laterne zu erkennen. Türen und Fenster verschmolzen fast unbemerkt im Dunkel der einbrechenden Nacht. Jedoch stand die unscheinbare Haupteingangstür des Gemäuers unerwartet weit offen und der angenehme Klang von live gespielter Musik drang sanft aus seinem finsteren Inneren hervor. Um den geöffneten Eingang herum standen bereits einige, junge Schüler, die sich sorglos in heiteren Gesprächen befanden.

Soul zog den Kragen seiner schwarzen Lederjacke ein weiteres Stück nach oben und betrat unauffällig den sanft abgedunkelten Hausflur des alten Gebäudes. Die sanfte Vibration in der erwärmten Luft, ausgelöst durch das groovige Spielen eines tiefen Basses, lockte die junge Sense in einen weiteren Raum. Eine kleine Lounge, gehüllt in gemütlichen Kerzenschein und sanfter Livemusik von einer kleinen Bühne am anderen Ende des Raumes. Bunt zusammen gewürfelte Polstermöbel und Couchtische sorgten sparsam für gemütliches Wohnzimmerfeeling, während eine kleine Bar anscheinend für angenehme Bewirtung sorgte. Irritiert legte sich Souls Stirn in Falten, als seine Augen langsam dem Raum weiter erkundeten. Dass das Musikerhaus über ihre freizeitliche Bespaßung hinaus zusätzliches Schülerentertainment anbot, war der jungen Dämonensense anscheinend vollends entgangen. Eigentlich keine große Überraschung, denn irgendwo mussten die Musiker sich und ihre zeitraubende Arbeit schließlich präsentieren. Doch das gesamte Schuljahr drehte sich bisher weitgehend nur um gute Schulnoten und hartes Training für die Oberstufe und da Maka sich auch nicht sonderlich für solche Angebote interessierte, schien es ihm plötzlich gar nicht mehr so ungewöhnlich, davon noch Nichts gehört zu haben. Soul schmunzelte.

Die Lounge machte einen gut besuchten Eindruck, weshalb es ihn langsam an den Rand des Raumes verschlug. Lässig an die schlecht beleuchtete Wand gelehnt warf er einen gespannten Blick auf die wuselnde Bühne, auf der gerade die spielende Besatzung wechselte. Gemeinsam mit einigen Anderen betrat nun eine junge Dame mit hellgrünen Haaren die Bühne. Sie zog sich behutsam einen alten Barhocker zum Mikrofon heran und lehnte sich sanft auf das ausgeblichene Polster, bevor sie mit einem geübten Handgriff die Höhe des Mikrofons korrigierte. Ein visitierender Blick über die tuschelnde Schülerschar folgte, womit die junge Dame auch Souls Anwesenheit bemerkte. Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen löste sie ihren musternden Blick von der neugierig horchenden Dämonensense, schloss mit einem tiefen Atemzug ihre Augen und gab ihren angespannten Musikern damit das erlösende Startsignal zum Spielen.

Schüchtern begannen die verschiedenen Instrumente ihre ersten Töne auszuspucken, sich miteinander zu verbinden und einen harmonischen Klang zu bilden, während die junge Dame dessen Spiel leidenschaftlich mit ihrer durchdringenden Stimme unterstützte. Sie umklammerte mit ihren beiden Händen fest das aufgestellte Mikrofon und ließ zeitgleich ihre linke Ferse im angesetzten Takt auf und ab wippen. Ein zufriedener Seufzer verließ Souls schmunzelnde Lippen. Die erfrischende Musik erfüllte jeden kleinsten Zentimeter des von Menschen gefüllten Raumes. Jegliches zuvor aufgekommenes Geflüster verstummte mehr und mehr, lauschte aufmerksam den gespielten Klängen und ließ sich von perfekt dargebotenen Tönen regelrecht verzaubern. Wenn Souls gesamte Zeit hier im Musikerhaus daraus bestand, sich coole Jazzcover bei gemütlichem Loungefeeling zu genehmigen, dann könnte er sich fast schon ärgern, nicht vorher davon Kenntnis genommen zu haben. Ein freches Grinsen zeichnete sich auf seinen Lippen ab, als die junge Dame den musikalischen Abend dankend mit einigen herzlichen Worten und einer tiefen Verbeugung beendete und unter begeisterten Applaus die kleine Bühne verließ.

Kurze Zeit später leerte sich langsam die gut besuchte Lounge. Lediglich Soul verweilte stillschweigend und mit verschränkten Armen am anderen Ende des Raumes, weiterhin lässig an die Wand gelehnt und beobachtete tonlos die wuselnden Musiker, welche nun langsam hinter der Bühne hervor kamen. Auch die junge Dame mit ihrer faszinierenden Stimme trat aus dem geheimnisvollen Schatten hervor und ließ sich neugierig durch den stierenden Blick von Soul einfangen. “Netter Auftritt.” rief er ihr lobend zu und stieß sich zeitgleich mit dem Rücken von der angelehnten Wand ab. Die junge Dame nickte bedankend, bevor sich ein erfrischendes Schmunzeln auf ihren Lippen abzeichnete. “Ok, du kleiner Streuner. Was suchst du noch hier im Atelier?” begann sie entspannt zu erfragen, während sie neugierig auf Soul zu kam und sich breitbeinig auf einen rustikalen Holzstuhl in seiner Nähe schwang. Der Stuhl stand mit seiner gepolsterten Rückenlehne umgedreht zu Soul und bot dem Mädchen entspannten Ablageplatz für ihre nackten Unterarme.

Stillschweigend musterte Soul einen Moment seine neue Bekanntschaft, welche kaum älter als er selbst zu sein schien. Sie hatte hellgrünes, kurzes Haar, einen wirren Pony und trug eine rosa Baskenmütze mit einigen Federn an einer Seite. Farblich abgestimmt dazu, trug sie ein bauchfreies und schulterloses Top, welches recht provokant von der legeren, schwarzen Leggins und den einfachen Hausballerinas ablenkte. Ein recht gewöhnungsbedürftiges Bühnenoutfit.

Ein genervtes Stöhnen verließ Souls Kehle. “Dr. Stein schickt mich. Er hat gesagt, hier wird Hilfe benötigt. Ist die Leitung eures Kurses noch da?” sagte er recht kratzig und schloss dabei entrüstet die müden Augen. “Du bist also Soul Eater.” erreichte ihn unerwartet ausweichend ihre entspannt klingende Stimme und ließ ihn verdutzt den Blickkontakt wieder aufnehmen. “Das beantwortet nicht meine Frage, aber du kennst mich, toll. Und mit wem habe ich hier die Ehre?” entfuhr es Soul zynisch, während er lässig seine Hände in die Jackentaschen gleiten ließ. “Yina.” antwortete ihm seine Gegenüber mit liebevollem Lächeln auf den Lippen und legte dabei sanft das Kinn auf ihren abgestützten Unterarmen ab. “Bist du hier, weil du dich entschieden hast deine Noten bei uns zu verbessern? Der Doktor erwähnte heute Morgen Soetwas.” erfragte Yina gespannt und traf im endeffekt damit genau ins Schwarze. Verwundert zog es Soul eine Augenbraue hoch, denn selbst er hatte schließlich erst vor wenigen Stunden davon erfahren. “Und wenn es so wäre? Was interessiert es dich?” entkam es ihm hörbar irritiert, doch die folgende Antwort sorgte prompt für Klarheit. “Ist recht simpel. Ich leite diesen Kurs und habe der Idee selbst zugestimmt.” belächelte Yina amüsiert. “Ich hätte nicht gedacht, dass du heute noch vorbei kommst. Aber wenn du schon da bist, kannst du kaputte Saiten wechseln?” fügte sie auffordernd hinzu, erhob sich euphorisch von ihrem Stuhl und kramte zielstrebig in einer am Rand stehenden Holzkiste, um dort eine defekte Gitarre heraus zu fischen. “Was habe ich nur für ein unverschämtes Glück.” teilte Soul seine sarkastische Freude mit einem unüberhörbaren, ironischen Unterton mit und bekam aufgrund dessen direkt die reparaturbedürftige Gitarre in die Hand gedrückt. “Nur, wenn du so etwas kannst natürlich.” huschte Yina mit einem frechen Grinsen über die Lippen und entlockte Soul damit tatsächlich ein dezentes Schmunzeln.

Während die junge Sense stillschweigend und ohne hitzige Widerworte an einem naheliegenden Couchtisch Platz nahm, um dort bequem die kaputten Saiten auszutauschen, gesellte sich Yina nach einigen Minuten wieder zu ihm. Gespannt beobachtete dabei sie seine präzise angesetzten Handgriffe, welche die Gitarre im Handumdrehen und ohne große Mühe reparierten. “Test bestanden.” lächelte sie spielerisch, als Soul anschließend noch wie selbstverständlich die neu gespannten Saiten nach Gehör Stimmte. “Spielst du auch Gitarre?” folgte fragend von ihr, weiterhin gefesselt von seiner geschickten Fingerfertigkeit, doch Soul entfuhr lediglich ein nachdenkliches Murren, während er sorgsam das instandgesetzte Instrument beiseite legte. Sanft ließ Yina ihre Fingerspitzen über die neu gespannten Saiten gleiten. “Verstehe, schon gut. Ich finde schon noch raus, wieviel Musik in deinen Adern steckt, Soul Eater.” kicherte sie spielerisch und erneut huschte ein sanftes Lächeln über ihre zart glänzenden Lippen. Skeptisch lauschend erhob Soul seinen Gedanken verlorenen Blick und verfing sich unerwartet an dem schimmernden Augenaufschlag Yinas. Ihre zart rosanen Augen glänzten dabei faszinierend im gedimmten Licht des unaufgeräumten Raumes.

Blutrot tauchte unaufhaltsam in ein sanftes Meer aus zart rosanen Blüten ab und sorgte damit für den zaghaften Hauch einer winzigen Sekunde für atemberaubende Gänsehaut. Soul schluckte schwer und war nur durch ein hektisches Blinzeln dazu in der Lage, sich erfolgreich aus diesem magischen Augenblick zu befreien. Zeitgleich erhob er sich räuspernd, mit einer abwendenden Drehbewegung, von dem zuvor belegten Tisch und wandte sich dem Ausgang zu. Sich gedanklich selbst tadelnd, sich nicht so einfach durch ein charmantes Lächeln einer fremden Frau aus der Fassung bringen zu lassen, legte sich seine Stirn leicht in Falten. “Wenn du meinst. Nicht, das wir uns falsch verstehen: Ich kann es mir nicht leisten, bei Dr. Stein durchzufallen. Darum bin ich hier.” zuckte er ausweichend mit den Schultern, den Blick weiterhin auf die Zimmertür gerichtet. Sichtlich amüsiert richtete sich Yina hinter seinem Rücken ebenfalls auf. “Natürlich.” bestätigte sie lässig und trat unbeeindruckt an Soul vorbei. “Hilfst du uns noch kurz beim tragen?” fuhr Yina strahlend fort und zeigte kurzerhand auf eine hölzerne Kiste am Rande der Bühne. Doch bevor Soul zu einer zynischen Antwort kam, durchbohren ihn ablenkend zwei andere, neugierige Augenpaare in Yinas Rücken. Sie tuschelten leise miteinander und starrten der jungen Dämonensense mit fanatischer Hingabe entgegen, sodass es Soul verwirrt eine Augenbraue hochzog und er seinen misstrauischen Blick deutlich an Yina vorbei lenken musste.

Etwas irritiert über diese unerwartete Reaktion warf Yina ebenfalls einen Blick über ihre Schulter und erspähte die zwei peinlich berührten Bewunderer. Ein erheitertes Lachen entfuhr ihr bei diesem kuriosen Anblick. “Soul-senpai!” quietschte eines der beiden angeschauten Mädchen leise, während sie sich eingeschüchtert hinter der Anderen versteckte. “Das die Schüler der EAT Klassen immer so angehimmelt werden…” murmelte Yina nachdenklich und wandte sich wieder dem ihr gegenüber stehenden Soul zu. Dieser konnte gerade genau beobachten, wie die schweigenden Münder der fanatisch starrenden Mädchen ein begeistertes ‘Wow’ formten und krampfhaft versuchten, den starrenden Blick von ihm abzuwenden. Er schmunzelte amüsiert.  “Was ist nun? Packst du schnell mit an?” holte ihn Yina prompt aus seinen abschweifenden Gedanken und verwies mit ausgestrecktem Zeigefinger erneut auf die wartende Holzkiste. Er schnaubte entkräftet, schnappte sich danach jedoch ohne Widerworte die kleine Kiste und heftete sich hilfsbereit an Yinas Fersen. Gespannt verfolgten ihn sämtliche Augenpaare der aufräumenden Musiker durch die offenstehende Tür, als Soul seine Kiste mit Schwung in einem kleinen Nebenraum auf ein höheres Regal hievte. Schon amüsant, welch beeindruckende Ehrfurcht die NOT Klassen den Waffen und Meistern der EAT Klassen entgegen brachten, besonders nach der erfolgreichen Vernichtung Asuras. Allerdings zählte Soul, mit seinem geheimnisvollen Badboy Image, bereits zuvor schon zu den beliebtesten Waffen der gesamten Shibusen, vor allem unter den weiblichen Schülern der Unterstufen. Das dieser unantastbare EAT Schüler auch ein geschicktes Händchen für das Klavier hatte und dies sogar effektiv im Kampf einzusetzen wusste, sprach sich dementsprechend schnell herum. Kein Wunder, dass ihn die Musikergruppe ohne große Nachfrage empfing und euphorisch in seinen kleinen Reihen aufnahm.

Langsam neigte sich der musikalische Abend seinem unausweichlichen Ende entgegen, jedoch schienen die anwesenden Musiker sich daran nicht wirklich zu stören. Sie saßen gemütlich beisammen und tauschten sich äußerst reflektiert über ihre abgehaltene Bühnenshow aus. Auch Souls Anwesenheit schien ein gut diskutiertes Thema unter den anwesenden Musikern zu sein. Zwar zeigte sich Soul weitgehend hilfsbereit, dennoch sorgte seine zynisch zurückhaltene Art für mehr interesse als der Dämonensense lieb gewesen wäre. “Dieses Gestarre macht mich noch wahnsinnig.” seufzte Soul leise vor sich hin, während er sich nach vollrichteter Hilfe müde auf ein nahegelegenes Sofa fallen ließ. Er hasste es schon aus der Schule, wenn ihn am Valentinstag etliche Mädchen auf Schritt und Tritt im Schulgebäude auf den Fersen waren und sich bemerkbar machen wollten. Glücklicher Weise war dieser nervige Tag nur einmal im Jahr, doch der bittere Gedanke, diesem albernen Theater hier nun jedes Mal ausgesetzt zu sein, versetzte seine zuvor recht entspannte Stimmung schwungartig auf einen kratzigen Tiefpunkt. “Du bist Soul, die Dämonensense, welche die beeindruckende Fähigkeit besitzt, durch eine Klaviatur die Seelenwellen seines Meisters zu verstärken.” klärte Yina ihn unerwartet über das augenscheinlich Offensichtliche beiläufig von der Seite auf. Ihr war sein genervtes Stöhnen schließlich nicht entgangen, weshalb sie hinter der Rückenlehne des im Raum stehenden Sofas stehen blieb und zu Soul lächelnd hinunter schaute. Mit einem leisen Knurren warf Soul den Kopf in den Nacken. “So beeindruckend ist das nicht.” sagte er lässig und lehnte sich im selben Zug rücklings an das Sofapolster hinter ihm und blickte somit direkt in ein sarkastisch funkelndes Augenpaar Yinas, welches ihm schlagartig einen Mundwinkel hoch zog. “Es reicht, um meine Musiker länger hier zu behalten, als jemals zuvor.” schmunzelte sie antwortend, als plötzlich eine weiter Stimme das Wort an Soul richtete. “Spielst du uns Etwas vor, Soul-senpai?” ertönte es fragend vor Soul, sodass er seinen Blick von Yina über ihm löste und irritiert nach vorne blickte. “Ne...” murrte er lediglich, zog grantig eine Augenbraue in die Höhe und schenkte der hinter ihm Stehenden damit unbeabsichtigt wieder ein charmantes Lachen. “Geht endlich nach Hause.” mahnte Yina spielerisch und mit einem herzlichen Lachen im Nachgang. Anschließend legte sie ihre beiden Handflächen auf Souls Schultern und beugte sich etwas zu ihm hinunter. “Ihr alle.” sagte sie und schob Soul scherzhaft vom Polster.

Erst jetzt löste sich langsam die kleine Gruppe auf. Auch Soul zog sich auf diesen direkten Appell seine schwarze Jacke über uns machte sich gemächlich auf den Weg zu seinem wartenden Motorrad. Ein genervter Seufzer entfuhr der jungen Sense beim Verlassen des alten Gemäuers. Stillschweigend traten er und Yina als Letztes vor die Tür. “Wie kommt es eigentlich, dass du einen Kurs der Shibusen leitest? Müsstest du dafür nicht Lehrer oder sowas Ähnliches sein?” gab Soul seinen neu aufgekommenen Gedanken einen fragenden Laut, während seine müden Augen nachdenklich sein in der Nähe abgestelltes Motorrad fixierten. “Ich habe tatsächlich Lehrerstatus.” antwortete Yina knapp, ein schelmisches Lächeln mit Müh’ und Not verbergend. Ungläubig zog es Soul eine Augenbraue in die Höhe. “Du bist doch kaum älter als die meisten Schüler?!” entfuhr es ihm hörbar verwirrt, doch Yina entkam lediglich ein erheitertes Schmunzeln. “Stimmt wohl. Aber so wie du dich in Schweigen hüllst, so kann ich das auch, Soul Eater...” antwortete sie im neckisch und zwinkerte ihm dabei äußerst provokant zu. Soul schnaubte. “Schon klar.” winkte er ihr lässig ab und schwang sich auf sein zweirädriges Gefährt. Doch bevor er dessen Motor einschalten konnte, erreichte ein weiteres Mal Yinas zarte Stimme seine Ohren. “Hey.” sagte sie sanft, womit sich Soul überrascht zu ihr umdrehte. “Ich möchte dich aber auch unbedingt irgendwann mal spielen hören.” lächelte sie ihm erwartungsvoll entgegen und legte währenddessen verspielt die Hände in den Rücken. Nachdenklich musterte Soul Yinas gespannte Erscheinung zu seiner Linken. Gierig japste der kleine Dämon bei diesen Worten auf. “Mal sehen. Vielleicht.” säuselte Soul leise und kaum hörbar, während er den Motor seiner Maschine lauthals aufheulen ließ und sich anschließend mit einem simplen Handzeichen von der grinsenden Yina verabschiedete. ‘Schon eigenartig, wie viel dieses fremde Mädchen doch lächelte.’ dachte Soul, während sich sich langsam ebenfalls auf seinen Lippen ein amüsiertes Lächeln abzeichnete. “Sehr gut, Soul. Sehr gut…” flüsterte plötzlich der kleine Dämon zufrieden und entlockte Soul damit anschließend ein säuerliches Knurren. “Halt bloß die Klappe!” schimpfte Dieser sich selbst laut zu und fuhr rasant die dunkle Straße nach Hause hinunter.

Während seiner recht einsamen Heimfahrt verstummte Soul erneut in seinen tiefen Gedanken. Eigentlich war es immer sein persönlicher Bezug zur Musik, welchen er als so gut behütetes Geheimnis für sich bewahren wollte und doch kam sie in letzter Zeit immer wieder auf ihn zurück. Sei es im schlichten Smalltalk mit Liz und Patty, welche aus ihrer wilden Partyzeit in New York viele angesagte Jazzclubs besuchten, das schwarze Blut, welches ihn immer wieder an das dämonische Piano geleitete oder nun auch Dr. Stein, der durch den kreativen Einsatz des Pianos im Kampf darauf aufmerksam geworden war. Dieses verfluchte Piano. Ein freches Grinsen huschte ihm über die Lippen. Der Krux an der ganzen Sache war schlichtweg, dass dieses so verteufelte Piano von ihm ebenso gehasst wie geliebt wurde. Amüsiert zog Soul das Tempo seiner Maschine an. Nun konnte seine bereits rostige Verbindung zur Musik ihm erneut einen guten Dienst erweisen, augenscheinlich mit leichtigkeit seinen Kopf aus der Schlinge ziehen und er seine Prüfungsnote ohne große Mühe aufbessern. Genau nach seinem Geschmack. Doch auch der kleine Dämon hatte sich bereits gierig seine knochigen Finger geleckt und unterdessen seine eigenen Pläne geschmiedet. “Ich liebe diese musikalische Seelenwellen, du nicht auch, Soul?” Zähneknirschend bog Soul in seine angesteuerte Zielstraße ein. Die nervige Stimme seines kleinen Dämons konnte er nun wirklich nicht gebrauchen.

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Willkommen zu einem meiner ältesten Ladenhüter^^
Die Story habe ich schon gefühlt eine Ewigkeit, allerdings
jetzt ein bisschen angepasst. Logisch :D

Ich bin mit den Absätzen nicht so ganz zufrieden, weil
sie auf dem Tablet so erschlagend wirken oO

naja, mal sehen... xD bis denn!

lg<3
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