Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

time

von pxtrovha
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Satoru Gojo
16.03.2021
22.05.2021
3
9.532
17
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
16.03.2021 1.869
 


Der Anfang




Mit neutraler Miene öffnest du die schwere Türe zum Obduktionsraum, um direkt Satoru zu entdecken, welcher angespannt auf der Bank sitzt – rechts neben ihm steht Kiyotaka. »Hier bin ich.«, deine Stimme klingt noch müde und heiser, da du vor etwa dreißig Minuten erst aufgewacht bist.

»Super, dann kann der Spaß beginnen.«, der Jujuzist klatscht angespornt seine Hände, geht auf dich zu und bleibt direkt vor dir stehen. Du musst dein Kopf wie immer in den Nacken legen, um ihn anzusehen.

Er legt sanft seine Hände um dein Gesicht und beugt sich zu dir herunter.

»Du wirst nämlich Yuji zurückholen.«

Der plötzliche Schmerz an deiner rechten Wange, lässt dich erschrocken zurück stolpern und fühlst mit den Fingerkuppen über die nun nackte Stelle.

»Das Siegel!«

Satoru hält grinsend zwischen leicht überkreuzten Zeige und Mittelfinger ein Stück weißes Papier in der Hand.

Es hat nicht länger als ein kleinen Augenblick gedauert, da hat es Klick in deinem Kopf gemacht und du verstehst den Sinn, hinter der Auflösung des Siegels. »Sukuna hat eine Unmenge an Fluchkraft und ist sogar der König der Flüche

Die Bedingungen sind einfach perfekt.

»Ich erneure das Siegel, wenn du wiederkommst.«

Du nickst einverstanden und blickst traurig zu deinem Schüler; Itadori Yuji - ein junger Erstklässler und auch das Gefäß von Sukuna liegt nackt auf dem kalten Metalltisch.

»Wir gehen nachher auch Manjū essen. «

Innerlich läuft dir das Wasser schon in Mund zusammen, wenn du an die beliebte japanische Süßigkeit denkst.

»Ich kann nichts versprechen, Satoru, also bitte..«

Dein Partner schüttelt unbesorgt seinen weißen Haarschopf.

»Du schaffst das schon, mein kleines Küken. Bitte sei dennoch vorsichtig [Name], den König der Flüche solltest du auf keinen Fall unterschätzen.« mit leicht schwitzigen Händen, bindest du dir deine Haare zu einem hohen Zopf zusammen und stoppst am länglichen Teil des Tisches. Deine Hand schwebt einige Zentimeter über der offenen Wunde und du schließt hochkonzentriert die Augen.

Als du sie wieder öffnest, hast sich deine Umgebung um dich herum komplett verändert. Es ist finster, unheimlich und diese dominante Aura erdrückt dich beinahe. Eins steht mit Sicherheit fest, du willst nicht länger in seiner Seele bleiben als nötig. »Ich werde mich nicht damit abfinden, dass du auch im Tod bei mir bist.«, zischt Yuji vor dir wütend.

»Sorgen wir dafür, dass das nicht passiert.«

Überrascht dreht sich der 15-Jährige um und seine braunen Augen weiten sich ein Stück, als er dich sieht. Sowohl er als auch Nobara und Megumi sind dir in den letzten Monaten unfassbar ans Herz gewachsen, daher hat dich die Nachricht von Yujis plötzlichen ableben schwer erschüttert.

»Sensei?«, fragt er und starrt dich mittlerweile begeistert an.

»Ach, sieh mal einer an, die kleine Jujuzisten Göre.«

Sukuna grinst nur überheblich und schaut herablassen auf dich nieder, als wärst du ein lästiges Insekt, dass dringend beseitigt werden muss. »Ziemlich großer Fehler von dir, hier her zu kommen.«, und springt zu euch hinunter.

»Es wird mir viel Freude bereiten dir das Genick zu brechen, aber lass uns vorher ein bisschen spielen, ja?«

Er ist die Katze und du bist die Maus; wertlos, schwach und ein Eindringling.

Du atmest einmal tief durch, um keine dummen Entscheidungen zu treffen und betrachtest mit genug Abstand dein Gegner.

»Stirb mir nicht sofort weg.«

Mit angespannten Körper gehst du leicht in die Knie und versuchst deinen neutralen Gesichtsausdruck beizubehalten. Du sprintest in seine Richtung los, doch duckt sich Sukuna zur Seite, packt grob deinen Arm, schleudert dich über seinen Rücken hinweg auf den Boden und für einen kurzen Moment bleibt dir die Luft zum Atmen weg, nachdem du mit dem Rücken gewaltsam aufschlägst.

Mit einer kurzen Bewegung schwingst du dich dann wieder nach oben und kannst gerade noch rechtzeitig seinen festen Schlag mit dem Unterarm blocken, jedoch hast du nicht auf seine andere Bewegung geachtet, womit du nun einen kräftigen Tritt in die Magengrube bekommst, mehrere Meter nach hinten fliegst und erbarmungslos gegen das Gerippe prallst.

»Macht Spaß dir.«

»Das hat echt wehgetan, du Scheißkerl.«, du spuckst das Blut, welches sich in deinem Mund angesammelt hat aus und drückst dich mühsam vom Boden ab. »Jetzt wirst du also noch frech?«, es hat keinen Wimpernschlag gedauert, als er plötzlich vor dir steht und amüsant deinen schmalen Hals umgreift und dich erneut hart gegen den kantigen Hintergrund presst. »Komm streng dich an, du schafft das.«, schnurrt seine tiefe Stimme freudig.

Erschrocken keuchst du auf, als seine Zunge genüsslich über das dünne Rinnsal deines Restblutes leckt, dass vorhin über dein Kinn gelaufen ist und schaut dich gierig an. »Nimm deine scheiß Griffeln von ihr.«, knurrt Yuji mit zusammen gebissenen Zähnen und will ihm am liebsten, für sein abartiges Verhalten, den Kopf abreißen.

Sukuna verdreht deutlich ermüdend seine roten Irden, denn dieser Rotzlöffel stört gerade gewaltig. Die rauen und kalten Hände von ihm wandern spielerisch deine kurvigen Hüften entlang, um dich dann mit Leichtigkeit über seine Schulter zu befördern und weicht dem Schlag des Erstklässlers aus.

»Geht’s noch? Fass mich nicht, Arschloch!«, fauchst du sauer wissen und haust ihn mit deinen kleinen Fäusten mehrfach gegen seinen Rücken, mit der Hoffnung, dass er dich endlich loslässt, doch auf eine Aktion folgt oftmals eine Reaktion, weshalb er dir auf deinen Hintern haut.

Mist, Mist, Mist!

In solchen Momenten verteufelst du deine Fähigkeit am meisten! Freigesetzt wird deine Fluchenergie durch extreme Emotionen, wie: Angst, Wut oder Traurigkeit. Hinzukommt, wenn du selbst oder deine Freunde sich in Lebensgefahr befinden. Deine Verzweiflung, welche entsteht ist der Ausgangspunkt dafür.

Deine Augen verfolgen wie Yuji das Knochengerüst, worauf ihr elegant gelandet seid, mit hoher Geschwindigkeit hinaufrennt. »Liebes, der Typ geht mir echt gewaltig auf den Sack.«, du wirst unsanft von seiner Schulter geschoben, wodurch du an der halbrunden Schräge kurz ausrutscht.

»Ich polier dir die Fresse, hörst du?«

Gelangweilt blockiert Sukuna jeden Schlag von ihm ab, weshalb sich ein amüsiertes Grinsen sein Gesicht ziert. Du hörst nur noch ein verdutztes »Huh?«, und der Rosahaarige landet auf der Wasseroberfläche, ohne ein weiteren Ton von sich zu geben.

»Yuji!«, schreist du besorgt und willst gerade zum ihm hinunterspringen, wirst aber grob am Handgelenk gepackt und herumgewirbelt.

»Wir sind noch nicht fertig.«

Er bleckt brünstig seine Zähne, kommt deinem Gesicht immer näher und wispert gefährlich: »Du hättest niemals meine Seele berühren sollen.«, sein heißer Atem trifft deine nackte Haus.

»Jetzt ertrage die Konsequenzen, Weib.«

Du holst reflexartig aus und verpasst ihm eine saftige Ohrfeige.

Er blinzelt kurzzeitig, denn mit dieser Schnelligkeit hat König der Flüche in diesem Augenblick keinesfalls gerechnet und weiß nicht, ob deine Gegenwehr ihn noch mehr anmachen soll oder nicht.

»Gib mir mehr von deinem geschockten Gesichtsausdruck.«

Hungrig presst er seine Lippen auf deine, die starken Hände gleiten fest über jeden Zentimeter deines Körpers und ein animalisches Knurren verlässt seinen Mund. Bevor du dich panisch von ihm losreißen kannst, hat Sukuna seine Finger am Kragen deiner Kleidung gelegt und diese mit einem festen Ruck entzweigerissen.

Und in diesem Moment, als er seine spitzen Zähne qualvoll in deine entblößte Haut rammt – bekommst du plötzlich das Gefühl von Wärme, welches deinen Körper förmlich durchflutet

»Unterschätzt ..M-mich nicht.«

Du streckst deinen rechten Arm gen Boden und spreizt die Finger.

»Fluchtechnik-Manipulation: Zeitumkehr.«

Ein hellerleuchtender Magiekreis in der gleichen Farbe wie deine Seelenspiegel, welcher in drei Ringe, mit verschiedenen Symbolen und Schriften aufgeteilt ist, entsteht unter euch und Sukuna blickt kurz geschockt in dein Gesicht, bevor seine Augen nur noch puren Zorn ausstrahlen.

»Ich bring dich um, du-«

Als deine Umgebung sich wie ein zurückgespultes Video verändert, atmest erleichtert du aus.

»Jetzt ertrage die Konsequenzen, Weib.«»Liebes, der Typ geht mir echt gewaltig auf den Sack.«»Geht’s noch? Fass mich nicht an, Arschloch.« »Stirb mir nicht sofort weg»Ach, sieh mal einer an, die kleine Jujuzisten Göre.«

Du stehst wieder in deiner anfänglichen Position, jedoch mit dem Unterschied, dass du abrupt ein Schwall von Blut erbrichst und das Gefühl hast, deine Organe werden zerquetscht.

»Sensei?«

Irritiert dreht sich der Erstklässler zu dir herum und sieht dich entsetzt an.

»Du Drecksweib gehörst also zum [Nachname]-Clan?«

Erschöpft stolperst du einige Schritte zurück und fällst in die kräftigen Arme von Yuji, welcher dich mühelos auffängt und sich zur Unterstützung hinter dich stellt.

»Ich kann eine verstorbene Person nicht einfach mit einem Fingerschnipsen zurückholen; aber sicherlich brennst du schon förmlich darauf zu erfahren wie dann, oder?«

Sukuna hat nie herausgefunden, wie genau diese Fähigkeit funktioniert und ist tatsächlich neugierig auf deine Antwort, denn danach kann er dich immer noch töten.

»Es ist ganz einfach, du benötigst Zeit und eine enorme Menge an Fluchkraft; zusammengefasst - bei jeder einzelnen Berührung von dir, ist ein Stück deiner Fluchkraft auf mich übergegangen. Du hast mir also beide Komponenten geliefert, vielen Dank dafür.«, du kannst dir ein gehässiges Lachen nicht verkneifen, als die Zahnräder in seinem Kopf allmählich anfangen zu rattern.

Die ganze Fluchenergie, welche du angesammelt hast, verbindet sich mit deiner eigenen und fließt nun auf Yuji über.

»Elendes Miststück.«, jetzt wo du es offenbart hast, kann er spüren, dass seine Fluchkraft deutlich gesunken ist. Seine Kiefermuskel ist angespannt und will gerade aufstehen, als du deinen linken Arm in seine Richtung ausstreckst und dir mit der rechten Hand das Blut, welches sogar schon aus deiner Nase fließt, wegwischt.

»Was ich allerdings mit einem Fingerschnipsen kann, ist das hier.«

Dein Daumen und Zeigefinger erzeugen ein hallendes Geräusch und Millisekunden bevor Sukuna sich überhaupt bewegen kann, bist du wieder zurück und fällst erneut in zwei Arme.

»Satoru.«

Als du seinen Namen leise wisperst, breitet sich sofort das schöne, wohlige Gefühl aus und ein angenehmes Kribbeln geht durch deinen Körper, als du seine weichen Lippen auf deinen spürst und den Kuss schüchtern erwiderst. Du bist unendlich glücklicher darüber, den 28-Jährigen stets an deiner Seite zu wissen. Vorsichtig legt der Jujuzist seine Arme um dich und hebt deinen ausgelaugten Körper hoch.

»Ich habe gewusst, dass du es schaffst.«

Du säuberst mit dem Stoff deines Ärmels seine Mund und Nasenpartie, die sich durch dein Blut rot gefärbt haben und sagst mit leiser Stimme: »Ich freue mich schon aufs Essen.«

Er schmunzelt über deine Aussage, bleibt aber still.

»Ich bin ja Splitterfasernackt!«, verwundert erhebt sich der Oberkörper von Yuji, während Satoru dich vorsichtig auf den gegenüberliegenden Tisch absetzt.

»Yuji! Schön, dass du zurück bist.«, fröhlich hebt dein Freund seine Hand zur Begrüßung und ist erkennbar erleichtert, dass du ihn zurück von den Toten geholt hast.

»Jap, ich bin wieder da.«, grinst Yuji, schaut dich dankbar an und schlägt in die Hand von Satoru ein.








Hallöchen! ✨


Ein hoffentlich kurzes Nachwort zu der Geschichte. Erstmal; ich bin wirklich dankbar, für jeden gefundenen Rechtschreibfehler, sowie konstruktiv Kritik, wenn diese sachlich bleibt und nicht unter die Gürtellinie geht.


Wenn es nicht zum Beschweren gibt, dann freue ich mich natürlich auch sehr darüber.


Ich habe ehrlich gesagt, einfach drauf los geschrieben und bin tatsächlich mit dem jetzigen Ergebnis relativ zufrieden. Jetzt ist meine Überlegung aus dem eigentlichen One Shot ein Three Shot zu machen, da ich einfach nicht genug von diesen zuckersüßen Charakteren bekommen kann, nach der Folge 20 bin ich ein innerlichen Fangirl tot gestorben xD


Das Siegel ist eine Anspielung auf den Anime; Jibaku Shounen Hanako-kun – wirklich empfehlenswert!


Wie schaut es bei euch aus? Wer ist euer Liebling und habt ihr die gestrige Folge JJK geschaut?




© Gege Akutami




Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast