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Jane Potter das Leben

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Harry Potter James "Krone" Potter Lily Potter Remus "Moony" Lupin Sirius "Tatze" Black
16.03.2021
08.04.2021
5
6.211
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
08.04.2021 1.365
 
So, jetzt kommt auch endlich mal wieder ein weiteres Kapitel. Tut mir leid, dass das manchmal so lange dauert, aber in letzter Zeit hatte ich einfach keine Motivation weiterzuschreiben. Ich hoffe die nächsten Kapitel kommen schneller doch ich kann nichts versprechen :)
In diesem Kapitel sind eigentlich zwei kleinere  versteckt, die verschiedene Sichten von verschiedenen Personen beschreiben.  Ich hoffe ihr seid mir nicht böse, wenn ich diese jetzt in ein Kapitel gesteckt habe. Sonst wäre das einfach zu kurz gewesen.
Nun genug erzählt, viel Spaß beim lesen der Geschichte.




Das erste was Jane spürte war die Anwesenheit vieler anderer Menschen. Sie wollte sich verärgert aufsetzten und fragen was die vielen Leute in ihrem Zimmer machten, doch sie stellte entsetzt fest, dass sie es nicht konnte. Sie konnte eigentlich gar nichts bewegen. Sofort machte sich Panik in ihr breit. Sie wollte schon schreien doch sie besann sich schnell eines Besseren. Ihre Mutter hatte ihr schon oft gesagt, dass sie in Notsituationen immer ruhig bleiben sollte und auch ihr Vater hatte ihr eingeschärft immer einen kühlen Kopf zu bewahren. Etwas ruhiger dachte sie über ihre Situation nach. Wieso war sie überhaupt in diesem Zustand? Wo waren ihre Eltern? Wo war Harry?

Plötzlich schmetterten die Erinnerungen sie förmlich nieder und ein unglaublich schwerer Druck machte sich auf ihrer Brust breit.

Voldemort!
Mum tot!
Dad tot!

Wie Blitze zogen die Gedanken in ihrem Kopf vorüber und Jane geriet immer mehr in Panik. Nein ,nein ,nein ,nein ,nein!!!  Das konnte nicht wahr sein! Ihre Eltern konnten nicht tot sein! Sie hatten ihr doch versprochen immer für sie da zu sein! Jane wurde immer verzweifelter und die Panik raubte ihr immer mehr die Luft. Wie durch Watte hörte sie überall um sich ein schnelles Piepsen und sie spürte durch das leichte wackeln des Bettes, dass viele aufgeregte Menschen im Raum waren.

Hätte sie gekonnt, hätte sie spätestens jetzt angefangen zu schreien, zu weinen oder wild um sich zu schlagen. Alles wäre besser als nur still da liegen zu müssen und zulassen zu müssen, dass die entsetzliche Trauer und der Schmerz sich in ihre Seele und ihren Kopf hereinfressen konnten.

Plötzlich spürte sie, wie jemand sie packte und fest an sich zog. Sie wusste nicht ob durch den Schock und die Überraschung oder durch die Wärme und Vertrautheit der Person, doch in diesem Moment  hatte sie endlich wieder die Kontrolle über ihren Körper. Sofort schlug sie ihre Augen auf und blickte in ein besorgtes, von Trauer und Narben durchzogenes Gesicht.

Moony!

Moony war hier! Er würde ihr helfen. Er würde alles wieder in Ordnung bringen. Er würde ihre Eltern herbringen. Er war immer der, der alles in Ordnung bringen konnte.
Mit hoffnungsvollen Augen sah sie ihn an, doch er blickte nicht mit dem liebevollen Blick zurück mit dem er sie immer ansah sondern mit einem Blick der so viel Schmerz, Trauer und Hoffnungslosigkeit ausstrahlte, dass sich ihr Herz zusammenzog. In diesem Moment wurde ihr klar, dass  ihre Eltern nicht mehr zurückkommen würden. Sie würden nicht plötzlich lächelnd  in das Zimmer kommen und ihr sagen, dass das alles hier nur ein Albtraum war. Sie würden sie nie wieder trösten wenn sie Angst hatte. Nie wieder zusammen mit ihr Lachen und Spaß haben.
Das war der Punkt wo sie sich in Moonys Arme sinken ließ und zu weinen begann.



Remus Sicht



Als ihm vor ein paar Stunden von Albus Dumbeldore mitgeteilt worden war, dass das Lily und James tot waren und ihr Haus in Godricks Hollow vollkommen zerstört wurde, hatte er sich sofort darüber informiert wie es Harry und Jane ging und wo sie waren. Er beschloss, dass die beiden Kinder jetzt seine Hilfe brauchten, denn das war er Lily und James schuldig. Trauern konnte er später. Erleichtert fand er heraus, dass Harry bei Lilys Schwester Petunia vorläufig in Sicherheit war und dort auch jemanden hatte, der sich um ihn kümmerte. Umso entsetzter war jedoch, als man ihm sagte, dass Jane wegen schweren Verletzungen ins St.-Mugo- Hospital für Magische Krankheiten und Verletzungen eingewiesen wurde.

Kaum hatte er die Nachricht erhalten, so war er auch schon dort hin appariert. Doch nun, wo er schon seit fünf ,gefühlt  unendlich langen, Stunden vor dem Zimmer in dem Jane lag auf und ab lief, bereute er es, dass er nicht noch ein wenig in seiner kleinen Wohnung geblieben war und sich dort schon ein bisschen mit seiner Trauer befasst hatte. Die Stille im Flur wurde nur manchmal durch besorgte Gespräche der Heiler oder dem ein und ausgehen von Ärzten gestört. So hatte er viel Zeit um sich zu fragen, warum das alles passiert war. Warum war Voldemort überhaupt in der Lage gewesen in das Haus zu kommen? Remus überlegte ob Voldemort Sirius vielleicht gefangengenommen und gefoltert hatte und so an den genauen Standpunkt des Hauses gekommen war, doch er konnte es sich nicht vorstellen, dass Sirius jemals, selbst unter Schmerzen, seine besten Freunde verraten würde.  Er hatte auch schon versucht Sirius mit einem Patronus zu kontaktieren, doch er hatte keine Antwort erhalten. Das besorgte ihn sehr, denn eigentlich kam bisher immer in Sekundenschnelle eine Antwort zurück.

Er wurde abrupt aus seinen Gedanken gerissen, als plötzlich die Tür zu Janes Zimmer aufging  und mehrere Heiler und Ärzte herbeigeeilt kamen und in das Zimmer stürmten. Im Zimmer waren währenddessen alle sehr aufgeregt und das panische piepsen der Monitore unterstrich das Durcheinander nur noch. Was Remus jedoch am meisten Angst bereitete, war der kleine, zierliche Körper der auf einem Bett in der Mitte des Zimmers lag.  

Jane

Die Heiler hatten ihm eigentlich verboten ins Zimmer zukommen, da sie sich vollkommen auf die Heilung des Mädchens konzentrieren mussten, doch als er sie dort auf dem Bett liegen sah konnte er nicht anders und rannte zu ihr.

Sie sah schrecklich aus! Ihr Gesicht war bleich, ihre Wangen eingefallen und fahl, und ihr Körper, der sowieso schon sehr zierlich war, sah beim näheren Hinsehen abgemagert und zerbrechlich aus. Eine Heilerin hatte ihm, während er draußen gewartet hatte, erklärt mit welchem Fluch Jane getroffen wurde und welche Auswirkungen er hatte, doch er hatte es sich nicht wirklich vorstellen können.  So lag sie nun vor ihm und er konnte nicht sagen ob sie tot oder lebendig war. Er packte sie an den Schultern und drückte sie an sich um ihren Herzschlag zu hören. Doch das war nicht nötig, denn genau in dem Moment öffnete sie schlagartig ihre Augen und blickte ihn so hoffnungsvoll an, dass es ihm im Herzen wehtat.
Er wusste, was sie von ihm wollte. Sie wollte hören, dass das alles nur ein böser Traum war. Sie wollte, dass er ihr sagen würde das ihre Eltern gleich bei ihr sein würden und sie zusammen frühstücken würden, doch es wäre eine Lüge. Er wusste es und sie wusste es in dem Moment indem sie ihm in die Augen schaute und dort nur Schmerz und Trauer erkannte auch.

Nun völlig verzweifelt und ihrer letzten Hoffnung beraubt sackte sie in seinen Armen in sich zusammen und fing hemmungslos an zu weinen. Er zog sie fest an sich, flüsterte ihr beruhigende Worte zu und streichelte sanft  ihren Rücken, doch er bezweifelte stark, dass sie es bemerkte. Nach ein paar Minuten erbarmten sich schließlich die Heiler und gaben Jane ein starkes Schlafmittel, das sofort wirkte und sie in einen tiefen Schlaf versetzte. Sanft legte er sie zurück auf das Bett und betrachtete sie liebevoll.

Eigentlich wollte er noch ein wenig länger bei ihr bleiben und auf sie aufpassen, doch genau in dem Moment kam in der Gestalt eines Phönixes ein Patronus von Dumbeldore, der ihm mitteile er sollte sofort zu ihm in sein Büro kommen und das er etwas wichtiges mit ihm zu besprechen habe. Er wollte Jane ungern alleine lassen, doch die Heiler versprachen  ihm, dass sie sich gut um das Mädchen kümmern würden und sie sowieso noch versuchen würden, den restlichen Fluch von ihr zu nehmen.

Schweren Herzens verließ Remus das Krankenhaus und apparierte nach Hogwarts, nichts ahnend, dass Dumbeldore dort mit einem weiteren Schicksalsschlag auf ihn wartete.


Ich freue mich natürlich immer über nette Reviews und konstruktive Kritik. Auch Tipps und Ideen für weitere Kapitel sind gern gesehen.
Bis bald.
Eure Lady Sarina
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