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Verliebt wider Willen

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character) Samu Haber
14.03.2021
01.11.2021
18
39.932
26
Alle Kapitel
110 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
21.03.2021 2.221
 
Hei,

Wahnsinn, so viele Aufrufe, neue Sternchen für das Sternchen, neue Favos und Kommis, vielen lieben Dank dafür. Das letzte Kapitel sorgte ja nun doch für ein bisschen Gesprächsstoff ;-)…Schauen wir mal, wie es den beiden Schnapsdrosseln geht…

Sternchen


4.Kapitel


Brummend regte sich Samu hinter mir. Doch er zog mich nur noch enger an sich heran, seufzte kurz auf und schien weiter zu schlafen. Seine Morgenlatte spürte ich nun noch deutlicher an meinem Slip. Und ja, auch wenn er mein bester Freund war, aber auch ich war nur eine Frau mit diversen Empfindungen und Gefühlen. Ich kniff also meine Beine zusammen, versuchte mich ein wenig zu drehen und seufzte etwas lauter, als es mir nicht wirklich gelang. „Hmm...mein Kopf.“, brummte der blonde Wuschelkopf jetzt neben mir und blinzelte. „Lahja? Wir liegen in meinem Bett.“, stellte er mit rauer verschlafener Stimme unnötigerweise fest. Er war ein bisschen von mir abgerückt und schaute, so wie ich zuvor, unter die Decke. „Hatten wir Sex?“, fragte er mich, seine Augenbrauen zogen sich zusammen, seine Stirn zog sich fragend in Falten. „Ich hatte gehofft, das kannst du mir sagen. Ich habe nämlich keinerlei Erinnerungen. Das letzte was ich weiß, das wir getanzt haben, dann mit den anderen gequatscht und du sehr anhänglich warst.“, erzählte ich ihm von meinen letzten Erinnerungsfetzen. Er legte seinen Arm über seine Augen und stöhnte auf. „Hast du noch was an?“, murmelte er. „Hab ich, wenn auch nicht viel.“, sagte ich. Samu drehte sich zu mir herum. „Und du?“, wollte ich wissen. Er schloss die Augen. „Samu? Sag schon.“, forderte ich ihn ungeduldig auf. Er schüttelte den Kopf. „Nichts.“, nuschelte er und hatte immer noch die Augen geschlossen. Oh, hatten wir vielleicht doch? Ich versuchte mich krampfhaft zu erinnern, aber mein Kopf pochte unangenehm. Ich seufzte, raffte mich im Bett auf und verließ das Schlafzimmer. Zielgerichtet steuerte ich erst einmal die Toilette an. Anschließend in der Küche was trinken. Ich leerte zwei Gläser Wasser hintereinander. Meine Güte, ich wusste nicht, wann ich das letzte Mal so viel getrunken hatte, dass ich am nächsten Morgen einen Filmriss hatte und ja, es war mir echt unangenehm. Ich liebte Mikko, auch wenn unsere Beziehung gerade schwierig war. Und  so hoffte ich einfach mal, dass Samu und ich nicht miteinander geschlafen hatten. Ich atmete noch mal tief durch und machte mich auf den Weg zurück ins Schlafzimmer. Dabei kam ich auch am eigentlichen Badezimmer vorbei , was in dieser Wohnung getrennt von der Toilette war. Die Tür war offen und es roch stark nach Kiefernwald. Handtücher lagen auf dem Boden verteilt. „Samu!“, rief ich laut. In T-Shirt und Unterhose kam er ins Badezimmer und schaute genauso ungläubig. „Ähm...“, gab er von sich, seine Stirn zog sich in Falten. „Waren wir heute morgen noch in der Sauna?“, fragend kratzte er sich am Kopf. „Es sieht ganz danach aus und es riecht auch nach Aufguss.“, erwiderte ich. Wir sahen uns an und mussten plötzlich lachen. „Das erklärt nun einiges.“, grinste ich und war ein wenig erleichtert, dass wir scheinbar keinen Sex hatten, sondern einfach nur betrunken, wie wir waren, uns in die Sauna gesetzt hatten. „Duschen gehen solltest du, glaube ich, trotzdem.“, sagte ich und schaute meinen Freund schmunzelnd an. „Du kannst ja mitkommen.“, witzelte er. „Du solltest das Wasser kalt aufdrehen.“, fügte ich noch hinzu und verließ das Badezimmer.

Ich mopste mir aus Samus Kleiderschrank ebenfalls einen Pullover und eine Boxerbrief, zog mir den Pullover schon mal über, dass ich nicht ganz so nackt hier herumlief. In der Küche bereitete ich das Frühstück oder eher Mittagessen vor. Es dauerte eine Weile bis der Blonde aus dem Bad kam. Er trug eine Jogginghose und ein gemütliches Sweatshirt, dazu kuschelige Wollsocken. „Ich geh schnell duschen.“, ließ ich ihn wissen und verschwand zügig im Badezimmer. Ich schloss meine Augen, ließ mir das warme Wasser über den Körper laufen, es entspannte mich. Warum nur musste ich ausgerechnet jetzt an die Situation im Bett denken. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich seine Reaktion am Morgen kalt gelassen hatte. Wie von selbst wanderte meine Hand über meine Brust, streichelte darüber. Die andere Hand strich über den flachen Bauch, zwischen meine Beine, wo ich mich mit sanftem Druck massierte. Es dauerte nicht lange und ich musste aufstöhnen, stützte mich mit einer Hand an den Fliesen ab. Sofort biss ich mir auf die Unterlippe, unterdrückte ein weiteres Aufstöhnen. Als sich mein Herzschlag etwas beruhigt hatte, drehte ich kurz das kalte Wasser auf und ließ es über meinen Körper laufen. Schnell wusch ich mich, trocknete mich mit einem frischen Handtuch ab und schlüpfte in Samus Kleidung. Ich ging zurück in die Küche und setzte mich still an den Tisch. „Kaffee, Lahja?“, sprach mich mein Gegenüber an. Ich nickte. „Danke.“ Ich spürte seinen Blick auf mir liegen. Und plötzlich griff er über den Tisch hinweg nach meiner Hand. „Sieh mich mal an.“, bat er mich. Ich biss mir erneut auf die Unterlippe und hob meinen Blick. Warum war das plötzlich ein merkwürdiges Gefühl? Wir hatten lediglich, also, wahrscheinlich, nach unserer Vermutung, nur in einem Bett geschlafen, vielleicht ein bisschen gekuschelt. Waren vorher zusammen nackt beziehungsweise halbnackt in der Sauna. Also eigentlich nichts spektakuläres. Aber das ich mich nicht erinnern konnte, machte mir zu schaffen. Der Gedanke zusätzlich an Mikko machte die Situation nicht besser.

„Was ist los, Lahja? Hmm?“, fragte er sanft und sah mir in die Augen. „Ich...ich weiß nicht...die Situation ist mir unangenehm...Ich kann mich halt nicht erinnern, was passiert ist und der Gedanke an Mikko macht es irgendwie nicht besser. Ich bin noch nie nach einem Filmriss in einem anderen Bett aufgewacht.“, versuchte ich zu erklären. „Noch nie? Hattest du keine One Night Stands?“, fragte er erstaunt. „Samu!“, rief ich empört aus, konnte mir aber ein Schmunzeln nicht verkneifen. Nun lachten wir beide. „Sorry, Lahja, ich war nur gerade etwas überrascht. Aber ich verstehe was du meinst. Mach dir bitte nicht so viele Gedanken, es wird schon nichts passiert sein, okay?“ - „Okay.“ - „Übrigens habe ich geschlafen wie ein Baby.“, grinste der Musiker nun und nahm einen Schluck von seinem Kaffee. Schmunzelnd schüttelte ich den Kopf und biss in mein Toast. Nachdem wir satt waren, lieh mir Samu noch eine Jogginghose von sich und fuhr mich anschließend nach Hause. Wir verabschiedeten uns erst einmal für die nächsten Tage voneinander. Er hatte Termine im Ausland, sodass ich mich wieder um Mimi und Kisu, die beiden Stubentiger, kümmerte. Zuhause zog ich mich um und räumte ein bisschen meine kleine Wohnung auf. Anschließend hieß es noch den Kühlschrank auffüllen. Nachdem das erledigt war, legte ich nur noch die Füße hoch und entspannte mich. Am Abend hörte ich die Schlüssel an der Wohnungstür klappern. Überrascht ging ich in den Flur. Mikko kam herein. „Hei, das ist ja eine Überraschung. Ich dachte, du kommst erst morgen.“, begrüßte ich ihn. „Hei, der Flugplan hat sich verschoben und da ich mir dachte, du freust dich, wenn ich direkt hier her komme. Bist du noch böse auf mich?“, wollte er vorsichtig wissen. „Ich möchte nicht mit dir streiten, ich liebe dich, Lahja.“, fügte er noch hinzu und nahm sanft meine Hand, hauchte einen Kuss auf den Handrücken. „Ich habe dich vermisst, Mikko. Du bist viel zu oft weg.“, sagte ich leise. Er nickte. „Lass und später reden, okay?“, raunte er und hauchte mir einen zärtlichen Kuss auf den Hals. Er wusste genau, wie empfindsam ich da war. Das war ungerecht. Ein weiterer Kuss folgte, sodass ich leise aufseufzte.

Ich streifte ihm seine Jacke ab, während er mich erneut intensiv küsste. Auf dem Weg in mein kleines Schlafzimmer verloren wir schon das ein oder andere Kleidungsstück. Immer wieder küssten wir uns hungrig. Wir mussten reden, flüsterte mir eine leise Stimme zu, doch mein Libido stampfte die kleine Stimme zu Boden. Erregt keuchte ich auf, als mein Freund meine Brustwarze in den Mund nahm und seine Zunge darüber gleiten ließ. Sofort richteten sich meine Knopsen auf. In meinen Kniekehlen spürte ich das Bett und ließ mich darauf nieder. Immer wieder küssten wir uns zärtlich, intensiv oder auch verspielt. Genossen die Berührungen des anderen. Mikko kniete sich hin und zog mir meine Hose, samt Slip aus. Ganz langsam strich seine Hand die Innenseite meines Oberschenkels entlang, dann streiften seine Fingerspitzen meine Mitte. Er beugte sich herunter, küsste mich kaum spürbar, dann ließ er seine Zunge über meiner Klitoris kreisen. Ich streckte ihm erregt mein Becken entgegen, stöhnte lautstark auf. Immer und immer wieder reizte er mich. „Mikko, Schlaf mit mir.“, seufzte ich und konnte es kaum noch erwarten. Und so schob er sich schließlich über mich und drang mit einem Stoß in mich. Er legte einen schnellen Rhythmus vor, füllte mich bei jedem Eindringen aus. Ich stoppte ihn, drückte ihn auf den Rücken und setzte mich auf seinen Schoß. Mikko legte seine Hände an meine Hüften, unterstützte mich. Ganz langsam nahm ich ihn immer wieder in mir auf, während seine Finger meine Perle massierten. Und so kamen wir beide fast gleichzeitig zum Orgasmus. Wir kuschelten uns aneinander. Er zog die Bettdecke über uns und zog mich an seine Brust. „Das war wunderschön.“, hauchte ich und küsste ihn liebevoll. „Das war es. Sag mal, hast du heute irgendwas spezielles gegessen?“, wollte er wissen. „Nein, wieso? Ich meine, wir haben gestern Abend tatsächlich ziemlich viel getrunken.“ - „Du hast heute so süßlich geschmeckt. Anders als sonst, was jetzt aber nicht schlimm ist.“, erklärte er. „Hmm, wer weiß. Vielleicht der Alkohol.“, gab ich ratlos zurück. Schon bald darauf fielen mir die Augen zu und so nahm ich mir vor, das Reden zu verschieben. Am nächsten Tag war auch noch Zeit.

„Guten Morgen Kaunis, gut geschlafen?“, raunte mein Freund am nächsten Morgen. Ich streckte mich ein wenig und lächelte ihn an. „Wunderbar. Wie spät ist es?“, erkundigte ich mich. Er streichelte mir liebevoll über die Wange. „Du hast noch ein bisschen Zeit. Es ist kurz nach sieben. Bleibe ruhig noch liegen, ich mache uns Frühstück.“, sagte er und erhob sich, wie Gott ihn schuf. Mein Blick glitt über ihn. Schmunzelnd sah er zu mir rüber. „Na bist du unersättlich?“ Ich biss mir auf die Unterlippe, lächelte und zuckte mit den Schultern. Er kam auf allen Vieren ins Bett zurück und zog mich leidenschaftlich küssend an sich. Erneut versanken wir in den Laken. Anschließend genossen wir eine Dusche zusammen. Danach ein Kaffee und eine Banane auf die Hand, zu mehr reichte die Zeit nicht. „Ich muss los, Mikko. Bis später.“, verabschiedete ich mich und er hauchte mir noch einen Kuss auf die Stirn. Die Straßenbahn hatte zu meinem Leidwesen Verspätung, sodass ich noch einen Sprint einlegen musste, um pünktlich zu sein. „Guten Morgen, Leute.“, begrüßte ich abgehetzt das Team, was sich gerade zur Teambesprechung zusammen setzen wollte. „Lahja, schön, dass du es doch noch pünktlich geschafft hast.“, erwiderte Joni. „Entschuldige bitte, die Straßenbahn hatte Verspätung.“, entschuldigte ich mich bei meinem Chef, dieser nickte nur. Ich legte schnell meine Sachen ab und setzte mich zu meinen Kollegen. Der Arbeitstag verflog wieder nur so. Unter anderem kam sogar mein Bruder vorbei und ließ sich von Katja die Haare schneiden. Lächelnd betrachtete ich die beiden. Wie sie ihm schon fast liebevoll durch die Haare fuhr, sie redeten und lachten zusammen. Bahnte sich da etwa etwas an? „Lahja, könntest du gleich den 18Uhr Termin von mir übernehmen, ich habe noch einen anderen wichtigen Kunden reinbekommen?“, fragte mich mein Vorgesetzter. „Ja natürlich, gerne.“, erwiderte ich. „Moi moi Schwesterchen, wir sehen uns am Sonntag.“, verabschiedete sich Tuomas mit einer kurzen Umarmung von mir. „Okay. Und dann möchte ich alles wissen.“, grinste ich und blickte vielsagend zu Katja, die gerade ihren Arbeitsplatz aufräumte. Mein kleiner Bruder verdrehte lächelnd die Augen. „War ja klar, dass dir das nicht entgeht.“ Ich lachte leise und tätschelte ihm die Schultet. „Bis Sonntag, Kleiner.“

Nach der Arbeit fuhr ich noch in Samus Wohnung, versorgte dort die Katzen und machte mich dann geschafft auf den Weg nach Hause. Mikko überraschte mich an. Er hatte Essen von unserem Lieblingsitaliener bestellt. Im Wohnzimmer brannten einige Kerzen, es lief ruhige Musik. Und während wir aßen, versuchte ich ein Gespräch zu starten. „Das sieht total gemütlich aus, danke fürs Essen bestellen. Können wir trotzdem gleich reden, Mikko?“ - „Na klar, irgendwann muss es ja mal sein.“, gab er zu, Ich nickte und biss in ein Pizzabrötchen mit absolut göttlicher Kräuterbutter. „Ich habe noch mal nachgedacht, über unseren letzten Streit, was du mir vorgeworfen hast und so weiter. Und...du hast Recht gehabt.“, sagte er. Überrascht zog ich meine Augenbrauen nach oben. „Weißt du, Mikko, ich weiß, dass du deinen Job genauso liebst, wie ich. Und es ist auch vollkommen okay, wenn du öfter mal Langstrecken fliegst, aber nicht nur.“ - „Ich weiß, Lahja, deshalb habe ich ja jetzt auch mit meinem Vorgesetzten gesprochen.“ - „Hast du?“ - „Habe ich und wir haben uns darauf geeinigt, das ich pro Woche nur noch einen Langstreckenflug begleite, der Rest sind dann Kurzstrecken.“ - „Wirklich?“, fragte ich begeistert nach. Lächelnd nickte mein Freund. „Ja, wirklich, ab nächster Woche.“, bestätigte er mir nun und küsste mich. Glücklich, dass unsere Differenzen sich geklärt hatten und Mikko eigenständig nach einer Lösung gesucht hatte, genoss ich diesen gemeinsamen Abend nun noch mehr. Nichts ahnend, dass die nächsten Wochen mehr als turbulent werden sollten... .


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Mikko scheint Einsehen zu haben, hat sogar seinen Dienstplan geändert, dass ist doch mal was, oder was denkt ihr?
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