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Verliebt wider Willen

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character) Samu Haber
14.03.2021
18.10.2021
17
37.364
20
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105 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
11.08.2021 2.318
 
Hei ihr Lieben,

vielen lieben Dank für eure Gedanken zum letzten Kapitel. Ich hoffe, ihr habt den Korb mit den Gänseblümchen leer gemacht und ordentlich gezupft…küssen sie sich…oder küssen sie sich nicht - hmm…das ist hier doch die Frage…Spielen wir doch einfach mal Mäuschen und schauen nach…


15.Kapitel


Ich leckte mir über die Lippen. War immer noch gefesselt von diesem wunderschönem Blau in seinen Augen, welches einerseits so stürmisch wie die Ostsee sein konnte, aber auch so ruhig wie ein warmer, wolkenloser Sommertag. Meine Fingerspitzen glitten langsam seinen Kiefer hinunter, fuhren dann wieder zurück zu seinem Nacken, wo ich meine Hand ablegte und ihn noch näher zu mir heranzog. „Ja, küss mich, bitte.“, hauchte ich leise. Ein Lächeln breitete sich auf Samus Gesicht aus, dann trafen unsere Lippen sanft aufeinander. Zurückhaltend, beinahe vorsichtig, bewegten wir unsere Lippen. Sanft stupste Samu mit seiner Zunge an meine Lippen, worauf ich ihm bereitwillig entgegen kam. Es fühlte sich unheimlich schön an. Als wir uns voneinander lösten, legte er seine Stirn an meine. „Das war sehr schön, Lahja.“ - „Hmm…“, stimmte ich ihm leise lächelnd zu und schmiegte mich an ihn. Seine Hand schob sich auf meinen Bauch, wo der kleine Mann schon wieder fleißig turnte. Ein Fußtritt traf ihn genau unter der Handfläche, worauf Samu große Augen bekam. „Wow, boxt er sich da gleich durch die Bauchdecke durch?“ Ich schmunzelte. „Ich hoffe doch, dass er sich da noch etwas Zeit lässt, nach Weihnachten kann er gerne kommen.“ - „Tut dir das weh, seine Tritte?“, fragte mich der Blonde und streichelte über die Beule, die sich nun von einem Fuß meines Sohnes auf dem Bauch abzeichnete. „Manchmal schon. Magst du noch in die Sauna gehen? Das beruhigt ihn immer. Ich kann aber auch verstehen, wenn du nein sagst, du hast ein paar harte Tage hinter dir.“ Doch der Musiker schüttelte den Kopf. „Alles gut, ich bin zwar wirklich müde, aber ein, zwei Saunagänge klingen furchtbar entspannt. Ich heize sie vor.“, lächelte er, beugte sich vor und küsste mich noch einmal liebevoll.

Nach zwei völlig entspannten Saunagängen, wo wir viel miteinander geredet hatten, genossen wir eine kühle gemeinsame Dusche. Wir rieben uns gegenseitig mit Duschgel ein, küssten und berührten uns immer wieder. Anschließend schlang Samu ein kuscheliges großes Badetuch um mich und trocknete mich ab. Ich quietschte auf, als er völlig unerwartet seine Arme unter meinen Körper schob. „Hey, ich bin viel zu schwer, lass mich runter, Samu.“, protestierte ich, während er mich den langen Flur entlang trug. Doch ich bekam nur ein amüsiertes Lachen von ihm zu hören. Er steuerte mit mir auf das Gästezimmer zu, schob mit dem Rücken die Tür auf und legte mich schließlich vorsichtig auf dem Doppelbett ab. Er hauchte mir einen Kuss auf den Mundwinkel und schlüpfte schließlich selbst zu mir ins Bett, wo er die Bettdecke über uns zog. Eng aneinander gekuschelt, streichelte er mir mit langsamen Bewegungen über den Bauch. Samu war furchtbar müde. „Ich möchte mit dir Beständigkeit haben, Lahja. Mit dir und dem kleinen Kämpfer.“, flüsterte Samu sehr schläfrig und küsste mich noch einmal sanft. „Das hört sich schön an. Dann lass es uns probieren.“, flüsterte ich und strich ihm kraulend durch die Haare. Auch meine Augen wurden immer schwerer und so schmiegte ich mich noch enger an seinen warmen Oberkörper, hauchte ihm einen Kuss auf die Brust und schloss schließlich mit einem tiefen Atemzug meine Augen.

Von einem Klingeln wurde ich am nächsten Morgen unsanft geweckt. Die Bettseite neben mir war bereits leer und draußen im Flur hörte ich Samu leise vor sich hin fluchen. Ich rollte mich auf die Seite und erhob mich etwas umständlich. Aus meinem Koffer zog ich frische Unterwäsche und einen Hoodie hervor, zog alles schnell über und ging ebenfalls in den Flur. Samu stand an der Wohnungstür und hatte die Kamera im Blick. Seine Lippen waren zusammengepresst und seine Stirn war in tiefe Falten gelegt. Als er mich hörte, drehte er sich zu mir um. „Pikku, sie haben dich geweckt…“, stellte er fest, ich nickte und blickte ihn an. Seine Hand ballte sich zu einer Faust und fast schon ein Knurren entwich ihm. Ohne ihn aus den Augen zu lassen, trat ich näher an ihn heran und schlang meine Arme, so gut es eben noch ging, um ihn. „Vielleicht solltest du noch einmal mit ihnen reden. Erklären, dass du dich in deiner Privatsphäre verletzt fühlst.“ - „Ich weiß nicht, genau das wollen sie ja, dass ich mich mit ihnen unterhalte. Aber vielleicht hast du auch Recht.“ - „Versuch es nachher einfach noch mal. Soll ich uns Frühstück machen?“, fragte ich ihn, worauf er nur nickte. Mit seinen Gedanken schien er schon wieder woanders zu sein. „Meine Mama wollte nachher vorbei kommen. Ist das okay für dich?“, fragte er während wir noch, eingehüllt in dicke Hoodies, einen Kaffee auf der Dachterrasse tranken. Ich nickte lächelnd. „Natürlich, du weißt, dass ich deine Mama sehr gerne habe.“ - „Ich weiß, Lahja. Ich werde uns für Mittag einen Tisch im Restaurant reservieren.“

Samu so zu sehen, machte mich traurig. Grübelnd zog er sich auf die Terrasse zurück und tippte immer wieder auf seinem Handy herum. Ich gab ihm den Raum, den er scheinbar gerade für sich brauchte. Er würde reden, wenn er reden wollte. Nicht viel später klingelte es wieder, wobei ich zusammenzuckte. Ein Schauer lief mir den Rücken hinunter, während ich die Haustür über die Sicherheitskamera beobachtete. Ein bekanntes Gesicht tauchte davor auf, erleichtert atmete ich auf. Es war Eve, Samus Mum. Ich öffnete ihr die Tür und wartete auf sie. Lächelnd kam sie aus dem Aufzug. Zog ihre Schuhe aus und schloss mich in eine mütterliche Umarmung. „Na Liebes, wie geht es dir?“, begrüßte sie mich. „Mir geht es eigentlich ganz gut. Samu hat gerade größere Sorgen. Vielleicht hast du unten…“, erzählte ich. Eve unterbrach mich. „Oh ja, die drei Frauen da unten…“, sie schnaubte. „Das geht zu weit. Wirklich. Was ist, wenn man dir etwas tut?“ - „Mach Lahja keine Angst!“, hörten wir die tiefe Stimme des Blonden, als er plötzlich hinzu kam. Er küsste seine Mutter auf die Wange. „Hallo Samu. Das war auch nicht meine Absicht. Aber es ist deine, eure Privatsphäre, da muss man doch was tun. Lahja ist sichtbar schwanger.“ Samu seufzte, trat näher an mich heran, legte seinen Arm um meine Taille und hauchte mir einen Kuss auf die Schläfe. „Awww.“, entwich es seiner Mama, während sie uns liebevoll ansah. „Ich werde noch mal gleich mit denen reden, notfalls rufe ich die Polizei.“ Eve nickte zufrieden. Eine halbe Stunden später fuhren wir mit dem Aufzug nach unten. Ich fühlte mich unwohl. „Ich gehe als erstes raus, dann geht ihr zum Auto.“, wies uns Samu an, gab mir die Autoschlüssel und zog mich noch einmal kurz an sich um mir einen zarten Kuss auf die Lippen zu hauchen. Gesagt getan. Der Musiker verließ das Wohnhaus als erstes, worauf die drei Frauen sich auch zügig um ihn scharrten. Dann verließen Eve und ich den Hausflur. Zwei der drei Frauen blickten nun interessiert auf. Eine davon wollte ein Foto mit dem Handy machen. Eve legte mir ihre Hand auf den Rücken und schob mich schnell weiter. Aus dem Augenwinkel sah ich noch, wie Samu ihr die Hand vor das Telefon hielt und nun etwas lauter wurde. Er sprach kein Finnisch. Englisch war dabei und deutsch, denke ich. Wir erreichten das Auto und setzten uns hinein, warteten.

Es dauerte nicht lange, dann kam Samu. Er riss die Autotür auf und ließ sich auf den Fahrersitz seines BMWs fallen. Dann atmete er einmal tief durch, bevor er den Motor startete und wir Richtung Restaurant fuhren. Ich legte meine Hand auf seine Hand, die auf dem Schaltknüppel ruhte. Sanft strich ich mit meinem Daumen darüber. „So, ich hoffe, dass meine Ansprache geholfen hat. Die eine wollte dich sogar fotografieren, Lahja. Da bin ich echt fast ausgeflippt.“, brummte er, immer noch sichtlich wütend. Er griff nach meiner Hand, führte sie an seine Lippen und küsste meine Fingerknöchel. „Und du hattest jedes Recht dazu, Großer.“, sagte Eve vom Rücksitz. Ich nickte zustimmend. „Hoffentlich, sehen sie, dass es falsch war.“, fügte ich noch leise hinzu. Wir versuchten den Ärger abzuschütteln und genossen den Restaurantbesuch, gemeinsam mit Eve. „Und euch beiden darf man jetzt gratulieren oder wie sieht das aus?“, grinste sie uns an. Meine Wangen wurden spürbar warm. Samu lächelte mich an und blickte mir in die Augen. „Lahja und ich wollen es versuchen.“, sagte er. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr es gut machen werdet. Eine tiefe, innige Freundschaft ist doch eine gute Basis für eine Beziehung.“, erwiderte Eve und zwinkerte uns zu. „Danke, Eve.“

Nachdem wir Eve Zuhause abgesetzt hatten, machte Samu einen verlockenden Vorschlag. „Lass uns doch ein, zwei Tage in Porkkala verbringen. Da haben wir unsere Ruhe und können uns entspannen. Ich brauche noch ein bisschen Einsamkeit, bevor es auf Tour geht.“ - „Das hört sich verdammt gut an.“, grinste ich. „Ich wusste, dass du ja sagst.“, freute sich der Blonde, beugte sich zu mir herüber, drückte mir einen Schmatzer auf die Wange und grinste glücklich vor sich hin. Und so fuhren wir erneut zu ihm, packten ein paar Kleidungstücke in eine Reisetasche und nahmen auch noch ein paar Lebensmittel mit. Die drei Damen trafen wir Gott sei Dank nicht mehr an und so spürte ich, wie von Samu einiges an Anspannung abfiel. Mit dem Auto ging es zum Hafen, wo er sein Boot liegen hatte. Die Fahrt nach Porkkala war windig und kalt, sodass ich froh war, als wir mit dem Boot anlegten. Im Mökki schlüpften wir in gemütliche warme Wollsocken und genossen die Ruhe, die das kleine Haus umgab. Kurz darauf, wir wollten eigentlich gerade die Sauna vorheizen, fing es an in Strömen zu regnen, sodass wir dies auf später verschoben. Im Haus knisterte derweil der Kamin und es war kuschelig warm geworden. Wir hatten es uns auf der Couch gemütlich gemacht. Ich lag mit dem Kopf auf Samus Schoß, während er die eine Hand auf meinem Bauch abgelegt hatte, die andere spielte mit meinen Haarsträhnen. Als er meine Seite hinunter strich, breitete sich eine Gänsehaut auf meinem Körper aus.

Ich wollte ihn ebenfalls berühren, also kam ich hoch und legte meine Arme um ihn. Meine Finger streichelten seinen Nacken, fuhren durch seine Haare, was er mit einem wohligen Brummen und geschlossenen Augen quittierte. Dann legte ich sanft meine Lippen auf seine. Zärtlich küssten wir uns, während er mich auf seinen Schoß zog und seine Arme um mich schlang. Immer intensiver wurden unsere Küsse. Unsere Berührungen wurden ungeduldiger. Ich nestelte an den Knöpfen von seiner Jeans herum, währenddessen zog er mir meinen Pullover über den Kopf. Der Blonde senkte seinen Kopf und plötzlich spürte ich seine warmen Lippen, die sich am Rand meines schwarzen BHs entlang tasteten. Ich konnte mir ein leises Stöhnen nicht verkneifen. Nachdem auch Samu sein Shirt verloren hatte, hob er mich hoch und trug mich in Richtung Schlafzimmer, während meine Lippen über seinen Hals streiften. Immer mehr Kleidungsstücke fanden den Weg auf den Boden. Er kniete über mir, wir lächelten uns an, während unsere Hände den anderen erkundeten. Immer wieder musste ich aufstöhnen, wand mich inzwischen immer wieder hin und her, während Samu seine Lippen die Innenseite meiner Oberschenkel reizten. Seine Fingerkuppen, leicht rau vom Gitarre spielen, streiften immer wieder mit Druck über meinen intimsten Punkt. Quälend langsam befreite er mich von meiner schwarzen Spitzenunterwäsche. Schwer atmend richtete ich mich auf, ging auf die Knie, küsste ihn verlangend und schob ihm ungeduldig seine Boxerbrief herunter. Mein ganzer Körper kribbelte vor Verlangen. Seine blauen Augen ließen mich nicht eine Sekunde unbeobachtet. Er leckte sich über die Lippen, ließ sich rückwärts auf die Matratze sinken und zog mich zu sich. Seine Hände stützten mich an der Hüfte, während ich ihn Stück für Stück in mir aufnahm. Ich legte meinen Kopf in den Nacken und stöhnte auf. Auch Samu entwich ein Laut der absoluten Erregung. Schnell hatten wir einen gemeinsamen Rhythmus gefunden und verloren uns ineinander… .

Schwer atmend, das Herz in der Brust hämmernd, lehnte ich mich glücklich und völlig zufrieden an Samu heran. „Das war unglaublich, Pikku.“, atmete er ebenfalls noch schwer und hauchte mir einen liebevollen Kuss auf die Stirn. „Das war wirklich wunderschön, danke.“, lächelte ich. Verliebt grinsten wir uns an. Küssten uns noch einmal. Nachdem wir uns aufgerafft hatten, heizte Samu die Sauna vor. Der Regen hatte nachgelassen. Ich hatte in der Küche angefangen Mehl, Eier, Zimt und Zucker zusammenzurühren. Ofenpfannkuchen waren jetzt genau das Richtige. Als ich die Auflaufform in den Ofen geschoben hatte, entdeckte ich Samu unten am See stehen. Er sah nachdenklich aus. Aber wer konnte ihm das verdenken. Meiner Meinung nach stand sein Privatleben zu sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Mein Handy meldete sich, was meine Gedanken unterbrach. Samu hatte einen Post bei Instagram veröffentlicht.

„Ich weiß, wo meine Idole leben. Ich könnte einfach ihre Häuser finden. Der Ort, an dem sie ruhen und wo ihr wahres Leben ist. Der einzige Ort auf dieser Welt, an dem sie sich sicher fühlen sollten. Aber ich würde niemals dorthin gehen. Weil ich sie respektiere. Weil ich ein eigenes Leben habe und verstehe, wie peinlich es ist, sie zu stalken. Und weil ich sicher bin, dass sie es hassen würden.“

#stayaway #ihatestalkers #home

Ich schlüpfte schnell in meine Schuhe und ging zu ihm raus. Von hinten schlangen sich meine Arme um ihn und ich streckte mich, um ihm einen Kuss zwischen die Schulterblätter zu hauchen. „Der Post war eine gute Idee. Sie werden aufhören, Samu, bestimmt.“, sagte ich leise zu ihm. Er drehte sich zu mir um, legte seine Arme um mich. „Ich habe Angst, wenn der kleine Kämpfer da ist.“, sprach er ehrlich seine Angst aus. Ich nickte und wusste, dass er Recht hatte.


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Ich glaube die meisten hier kennen diesen Post, den es wirklich im Oktober 2017 gab und meiner Meinung nach ist es das schlimmste, was einem Promi passieren kann, nämlich in seine eh schon wenige Privatsphäre einzudringen...
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