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Elternfreuden

GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Gen
Candace Gertrud Flynn Ferb Fletcher Jeremy Johnson Lawrence Fletcher Linda Flynn-Fletcher Phineas Flynn
14.03.2021
14.03.2021
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Prolog


"Fünf Minuten....noch Fünf Minuten bitte" - Candace murmelte folgende Wörter in ihr Kopfkissen und es war nicht das Klingeln des Weckers, dass die 16. Jährige aus dem Schlaf riss. Es waren die leisen Geräusche aus dem Babyfone das neben ihrem Bett auf einem kleinen Tisch stand. Einen Blick auf die Uhr hatte Candace noch nicht werfen können. Es war bestimmt mitten in der Nacht und eigentlich hatte die junge Mutter in letzter Zeit Glück gehabt - die Zwillinge schliefen zumindest einige Stunde am Stück ohne aufzuwachen. Das leise Knistern und die Babygeräusche die aus dem Babyfone drangen verrieten Candace jedoch, dass es bald soweit sein würde. Wenn einer der Zwillinge aufwacht, scheint es seine Aufgabe zu sein, sein Geschwisterchen ebenfalls aus dem Land der Träume zu reißen. Und Candace konnte natürlich nicht einfach weiter schlafen. Auch wenn ihr Bett und ihr Kopfkissen so verführerisch und bequem waren. Waren ihr noch fünf Minuten gegönnt? Würde sie diese fünf Minuten nutzen können, um noch ein kleines bisschen Zeit für sich zu haben? Nur für einen kurzen Moment?

Dann hallte ein lautes Weinen durch das Babyfone und Candace seufzte frustriet in ihr Kopfkissen, als sie doch einen Blick auf ihren Wecker geworfen hatte. 4:00 Uhr am Morgen. Selbst ihre kleinen Brüder standen nicht so früh auf um an ihren verrückten Erfindungen zu arbeiten. Müde schlug Candace die Bettdecke zur Seite und machte sich auf das Weg ins Kinderzimmer. Mum und Dad hatten ihr altes Büro freigeräumt und die Zwillinge teilten sich dieses Zimmer. Jeremy war in dieser Woche mit dem Musik-Club der Highschool bei einem Workshop in einer anderen Stadt. Candace war alleine für die Betreuung der Zwillinge zuständig - ihre Familie unterstütze sie so gut es ging bei diesem neuen - absolut ungeplanten Leben.

Mom und Dad gingen nach wie vor ihren Jobs im Antiquitätengeschäft nach und ihre Brüder gingen - so wie Candace es versuchte - zur Schule. Die Eltern von Jeremy versuchten auch sie zu unterstützen - was bei der wachsenden Eifersucht von Jeremys kleiner Schwester Suzy nicht einfach war. Die Beziehung zu der kleinen Schwester ihres Freundes war seit der Geburt der Zwillinge komplizierter geworden.  

Auf dem Flur stolperte Candace fast über Perry. Das Schnabeltier lag auf dem Boden und blickte sie mit seinen großen braunen Augen nur unschuldig an. Ein Grummeln kam von dem Teenager und sie fragte sich gar nicht erst, warum das Haustier von Phineas und Ferb nicht bei den Jungs im Zimmer war. Müde und leicht neben der Spur erreichte Candace das alte Büro ihrer Elter und zu ihrer Überraschung war ihre Mutter im Zimmer und nahm das weinende Kleinkind auf den Arm. Es dauerte einen Moment bis sie Candace wahrnahm.

"Mom? Solltest du nicht schlafen?", fragte Candace überrascht. Meistens wurde sie oder Jeremy von dem Weinen der Zwillinge wach und kümmerten sich dann darum, dass jeder etwas mehr Schlaf bekam.
"Ich wollte mir ein Glas Wasser aus der Küche holen, Perry wollte in den Garten und kam schnell wieder ins Haus. Ich habe das Weinen mitbekommen und dachte mir, du könntest etwas Schlaf gebrauchen Candace", erwiderte Linda und fuhr dem weinenden Kleinkind beruhigend über den Rücken. Candace fühlte sich direkt schlecht - sie wusste dass ihre Eltern vor allem ihre Mutter auf einen guten Schlaf angewiesen waren.
"Ist schon okay Mom - ich kümmere mich darum. Hast du deinen kleine Schwester auch aufgeweckt Jasper?" - sprach Candace und nahm ihrer Mutter den weinenden kleine Jungen ab und das Kleinkind beruhigte sich etwas als es bei seiner Mutter war. Die Frage ob der kleine Jasper seine jüngere Zwillingsschwester aufgeweckt hatte, wurde von selbst beantwortet - denn aus dem kleinen Bettchen von der gegenüberliegenden Seite des Raumes kam ein leises Grummeln.

"Nana? Ivy auch Arm?", erklang die müde Stimme der kleinen Ivy und die Bitte war direkt an Linda gerichtet - die natürlich das kleine Mädchen auf den Arm nahm und gemeinsam mit Candace ins Wohnzimmer hinunter ging, damit die anderen Bewohner des Hauses noch in Ruhe weiterschlafen konnten. Denn ganz offensichtlich hatte Jasper Hunger und das konnte nicht noch einige Stunden warten.

Candace wärmte mit einer Hand in der Küche die Flasche mit der Milch auf, während sie mit der anderen den kleinen Jungen auf ihrer Hüfte platzierte und festhielt. Ein müdes Gähnen entfuhr Candace und sie dachte an Jeremy. Vermisste er seine kleine Familie gerade auch wohl so sehr? Vielleicht - aber vielleicht schlief ihr Freund auch tief und fest in einem Hotelzimmer ohne hungriges Kleinkind auf dem Arm.


"Bis wann soll man Kleinkinder eine Flasche mit warmer Milch geben Mom? Ich habe in diesem eine Artikel gelesen das....", Candace brach den Satz ab während die Milch aufgewärmt wurde. Ihre beste Freundin Stacy und auch  Vanessa hatten ihr seid ihrer Schwangerschaft mit den Zwillingen geraten, nicht auf die Artikel aus den Zeitschriften zu hören, die beschrieben was welches Kind ab welchem Alter tun müsste oder was in den Augen der Gesellschaft gut für ein Kleinkind war. Ihre Freundinnen hatten natürlich Recht - aber manchmal hatte die junge Mutter bedenken ob sie das richtige tat und richtig handelte. Eigentlich hätte sie Jeremy für so eine Frage angerufen - aber der war in einer anderen Stadt und holte den Schlaf nach, der ihm gefehlt hatte. Für einen Moment beneidete Candace ihren Freund für diese Möglichkeit.

"Liebling, vertrau auf dein Gefühl. Die beiden werden dir signalisieren, wenn sie keine aufgewärmte Kuhmilch mehr benötigen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat Jasper doch erst vorgestern versucht, ein Stück Pizza von Phineas Teller zu klauen nicht wahr?", sprach Linda sanft.
"Ist gut Mom...uhm...ich gebe Jasper nur sein Fläschchen und lege ihn dann wieder schlafen. Ivy schläft ja fast wieder in deinen Armen....und wann weis ich, wie ich auf mein Gefühl hören sollte?", erwiderte Candace ratlos. Ihre Mutter konnte das so einfach sagen - immerhin hatte Linda bereits sie und Phineas in den ersten Lebensjahren begleitet und sich um sie gekümmert. Die 16. Jährige hatte keine Ahnung wann der richtige Zeitpunkt war. Oder wie sie auf dieses Gefühl von dem ihre Mutter sprach hören sollte.
"Du spürst wenn der richtige Zeitpunkt kommt. Außerdem sind Jasper und Ivy erst 22 Monate alt Candace - sie und ihr habt alle Zeit der Welt", schmunzelte Linda und schenkte ihrer Tochter trotz der frühen Morgenstunden ein liebevolles Lächeln.

Bevor Candace weiter darüber nachdenken wollte, kam ein unzufriedenes Quengeln von Jasper und nachdem Candace die Temperatur der erwärmten Milch überprüft hatte, gab sie dem kleinen Jungen die Flasche. Das Quengeln erstarb und die Augen von Jasper wurden immer schwerer. Er hatte nicht einmal die Hälfte der Flasche leer getrunken, da war er auch schon wieder eingeschlafen.

"Jeremy kommt am Sonntag wieder richtig? Ich bin mir sicher du freust dich ihn wieder zu sehen. Und die Zwillinge sicherlich auch", sprach Linda und stand langsam auf, um die eingeschlafene Ivy nicht zu wecken. Candace stellte die halb leere Flasche auf der Küchentheke ab und folgte ihre Mutter die Treppen hinauf ins Obergeschoss. Sie legten die schlafenden Kleinkinder wieder in ihre Bettchen und sie bejahte die Frage endlich. Sie hatte Jeremy vermisst und die Zwillinge auch. Bald würden die jungen Eltern sich etwas betreffend dem zweiten Geburtstag der Zwillinge überlegen müssen. Doch darüber könnte Candace sich auch in einige Stunden noch Gedanken machen. Mutter und Tochter verließen leise das Kinderzimmer und ihre Wege trennten sich auf dem Flur - während Linda ihr Schlafzimmer ging, suchte Candace den Weg zu ihrem Zimmer.

"Hey wo ist denn Perry?", - fragte Candace sich als sie weder die Zimmertür ihrer jüngeren Brüder angelehnt sah, noch konnte der Teenager das Haustier auf dem Flur entdecken. Sie schüttelte nur den Kopf und ging in ihr Zimmer um die folgenden Stunden etwas Schlaf nachzuholen - Perry hatte sich in der Zwischenzeit in das Kinderzimmer der Zwillinge geschlichen und setzte sein Schläfchen dort fort. Er lag in der Mitte des Raumes und schien wie ein Schutzengel über die schlafenden Kleinkinder zu wachen.
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