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Iron Dad

von Yondu
GeschichteHumor, Familie / P12 / Het
Iron Man / Anthony Edward "Tony" Stark OC (Own Character) Virginia "Pepper" Potts
12.03.2021
17.06.2021
13
23.476
3
Alle Kapitel
20 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
12.03.2021 1.942
 
Iron Dad


Autor: Yondu
Fandom: The Avengers
Kapitelanzahl: 13
Rating: P12
Protagonisten: Tony Stark, Pepper Potts
Pairing: Tony x Pepper (Pepperony)
Timeline: Ca. zwischen „Marvel’s The Avengers“ & „Age Of Ultron“ bzw. kurz nach „Ultron“
Warnung: Gibt’s nich... ;)


Summary

„Pepper glaubt, dass es an der Zeit ist, den nächsten Schritt zu wagen. Ein Schritt, mit dem Tony sich grenzenlos überfordert fühlt und der ihn dazu zwingt, sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen, die er doch eigentlich für immer vergraben wollte.“ (Tony x Pepper) || Diese Geschichte ist ein Re-Upload und komplett überarbeitet.


Disclaimer

An den Marvel-Figuren habe ich keinerlei rechte, nur an der Idee dieser Geschichte.


Author's Notes

Hey zusammen! :) Da die liebe ceeliinee so eine wunderschöne Oneshot-Sammlung mit Tony und Pepper (und unserem Lieblings-Spidey) geschrieben hat (OneShot & Songfic Sammlung), bekam ich Lust, meine alte „Iron Dad“ Geschichte wieder hervorzukramen. Ich konnte einfach nicht widerstehen. Vielleicht gefällt sie dem einen oder anderen ja noch. ;) Viel Spaß!


☆★☆


Peppers ganz miese Idee
Kapitel 1


★ Stark-Tower, New York ★


Eigentlich hätte er es in dem Moment ahnen können, als sie sich mit diesem speziellen Blick umsah. Dass sie diesen Bau protzig und irgendwie hässlich fand, hatte sie oft genug betont und er hatte ihr widerwillig zugestimmt. Trotzdem hatte sie wieder die Stirn so komisch in Falten gezogen und sich auf die Lippe gebissen, vermutlich, um nichts Falsches zu sagen.
Schon da hätte ihm klar sein können, dass sie ihm etwas zu sagen hatte, das ihm ganz und gar nicht gefallen würde. Aber gerade an Wochenenden hatte er einfach keine Lust dazu, Probleme zu wälzen, zu diskutieren oder sonst etwas Anstrengendes zu tun. Das Wochenende gehörte ihnen und zwar, um schöne Dinge zu tun, irgendetwas, das Spaß machte, aber nach Spaß sah Pepper in diesem Moment so gar nicht aus.
Waren ihre leidenschaftlichen Gesten und das ganze Drumherum also nur eine Ablenkung gewesen. Wäre auch zu schön gewesen, wirklich mal einen ruhigen und vor allem entspannten Abend miteinander zu verbringen. Er müsste schon lügen, wenn er behauptete, dass er gerade etwas anderes als den Umzug ins Schlafzimmer im Sinn hatte.

„Tony, es gibt da etwas, über das ich mit dir reden wollte“, sprach Pepper den bösen Satz tatsächlich aus, bei dem ihm sich immer die Nackenhaare aufrichteten. Er war sich ganz sicher, dass er in den letzten Wochen nichts angestellt hatte, womit er sie verärgert haben könnte. Er hatte sich sogar sehr vorbildlich verhalten.
Er hatte ihr Komplimente gemacht, er hatte ihr Blumen mitgebracht, er hatte an ihren Jahrestag gedacht und er hatte sie auch nicht in den Wahnsinn getrieben. Eigentlich müsste sie daran zweifeln, dass er es wirklich war.
„Nicht heute“, protestierte er und versuchte Pepper wieder an sich zu ziehen, doch entzog sie sich ihm elegant und setzte sich wieder auf. Wäre ja auch zu einfach gewesen. Er konnte nur hoffen, dass es nicht um irgendetwas Langweiliges ging, sonst würde er bestimmt binnen fünf Minuten einschlafen.

Normalerweise ließ sie sich nicht so viel Zeit, die Dinge direkt anzusprechen. Dass sie wieder zögerte, beunruhigte ihn noch mehr. Vermutlich war es noch schlimmer, als alles, worüber sie bisher mit ihm hatte reden wollen. Dass war es dann wohl mit einem entspannten Abend. Widerwillig setzte er sich auf und beschloss, dass er ihren Ausführungen aufmerksam folgen würde... Wenigstens für drei Sekunden.
„Ich denke, wir sollten etwas Gutes tun“, fuhr sie nach einer Weile fort und er stöhnte jedes Mal innerlich, wenn sie einfach nicht direkt auf den Punkt kommen konnte. An dieser Eigenschaft musste sie definitiv noch arbeiten.
„Haben wir das nicht bis eben?“ Er war nicht gut darin, ernst zu bleiben, nicht einmal, wenn Pepper ihn so ansah, wie jetzt. Diesmal konnte er das Seufzen nicht unterdrücken. „Okay, falsche Frage“, räumte er also lieber ein und gab sich wirklich Mühe, diesmal bei der Sache zu bleiben.
Einen Moment musterte sie ihn. Ob streng oder nachdenklich, da war er sich manchmal auch nicht so sicher. Klar, dass sie immer erwartete, dass da noch ein dummer Spruch hinterherkam. Er konnte es eben nicht lassen und sie kannte seine Macken nach all den Jahren gut genug.

„Letzte Woche hatte ich einen Termin und...“, begann Pepper erneut und dass sie schwer schluckte und ins Stocken geriet, beunruhigte ihn noch viel mehr. Normalerweise war sie nicht so bedrückt. Hatte er irgendetwas nicht mitbekommen? Er konnte nicht verhindern, dass ihr Verhalten ihn ein wenig beunruhigte.
„Was für einen Termin?“ Sie hatte ständig welche, da konnte sie nicht erwarten, dass er wusste, wovon sie sprach. Pepper strich sich ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht und überlegte, wie sie es ihm erklären sollte.
„Nun ja, seit wir uns für diverse wohltätige Projekte einsetzen...“ Er bekam sofort eine Gänsehaut. Musste das jetzt wieder sein? Natürlich half er den Menschen gerne, aber bei wohltätigen Zwecken ließ es sich nie ganz vermeiden, den Anschein zu erwecken, als wolle man sich selbst in ein besseres Licht rücken. Er beschäftigte sich lieber mit sachlicheren Dingen, mit Veranstaltungen, bei denen er genau wusste, was er tun musste.
Aber gut. Jetzt entkam er Pepper sowieso nicht mehr, also gab er vor, interessiert zu sein, statt das Gesicht zu verziehen. Er würde besser davonkommen, wenn er ihr nicht das Gefühl gab, als wäre er gerade am liebsten überall anders auf dieser Welt.

„Also habe ich ein Kinderheim in der Vorstadt besucht“, führte sie weiter aus und jetzt musste er wirklich aufpassen, dass er seine Mimik im Griff behielt. „Ich habe mir die Einrichtung angesehen, habe mir sagen lassen, was verbessert werden müsste und eine Liste erstellt...“ Gut, so viel zum Geschäftlichen, aber Pepper würde ihm doch nicht so kommen, wenn es um reine Formalien ging.
In der Regel überließ er derartige Angelegenheiten sowieso lieber ihr. Zum einen, weil sie mehr Fingerspitzengefühl besaß als er – falls er so etwas überhaupt jemals besessen hatte – und zum anderen, weil sie sich einfach besser in diese Situationen hineindenken konnte. Er würde doch ohnehin nur alles falsch machen und einen fürchterlichen Eindruck hinterlassen.
„Die Leiterin hat mir ein paar der Kinder vorgestellt. Es ist schön zu sehen, dass sie es dort gut haben und ihre Situation zu verbessern, ist bestimmt eine gute Sache, aber...“ Okay, jetzt würde es kommen. Er konnte nicht verhindern, dass er sich augenblicklich verspannte.
Allerdings konnte er sich auch nicht vorstellen, worauf sie hinauswollte. Wenn es um höhere Kosten ging, dann war das kaum ein Problem. Es war ja nicht so, dass sie sich so etwas nicht leisten könnten. Oder wollte sie etwa... Plötzlich bekam er wirklich Panik.
„Es gibt dort einen kleinen Jungen. Er ist schon eine sehr lange Zeit dort und er war schon in vielen Familien, die ihn irgendwann wieder zurückgebracht haben. Er hat schon so viel durchgemacht und ich dachte mir, da wir hier ja viel Platz haben und...“

„Stopp!“, fiel er Pepper schließlich ins Wort. „Moment! Auszeit! Was soll das heißen? Du... du versucht mir aber nicht gerade zu sagen, dass du willst, dass wir ein wildfremdes Kind adoptieren, oder?! Das... nein! Pepper, das geht nicht, dass...“
„Warum nicht?!“ Ja, sie war definitiv sauer auf ihn. Dabei hatte er noch gar nichts gemacht. „Wir haben hier so viel Platz, wir können ihm ein ganz tolles Leben bieten und...!“
„Wir arbeiten beide!“, unterbrach er sie erneut. Darin sich gegenseitig nicht aussprechen zu lassen, waren sie spitze. „Wer soll denn da sein, wenn wir beide... und sowieso... das wird doch seine Gründe haben, weshalb er nirgends untergekommen ist. Pepper, ich... nein, wir können uns doch nicht so einen kleinen, schwererziehbaren...“
„Anthony Stark!“ Gut, er hatte die Diskussion deutlich verloren. Wenn sie seinen kompletten Namen benutzte, war es vorbei. „Ich habe sehr lange über diesen Schritt nachgedacht.“ Wohl kaum, der Termin war letzte Woche, aber Widerstand war wohl zwecklos. „Ich denke, dass es uns beiden guttun könnte, eine solche Verantwortung zu tragen und es ist etwas Wunderbares, wenn man einem Kind ein Zuhause und eine Perspektive bieten kann.“ Schon, aber warum mussten sie das denn tun? „Mein Entschluss steht fest und wir werden es versuchen!“

Das... das konnte sie doch nicht einfach so über seinen Kopf hinweg entscheiden! Langsam bekam er das dumme Gefühl, dass Pepper ihre Freiheiten etwas zu sehr ausnutzte. Natürlich waren sie in sämtlichen Belangen gleichberechtigt, die ihre Firma betrafen, aber das war eine rein private Entscheidung und da musste sie ihm mindestens genauso viel Mitspracherecht einräumen. Tat sie aber mal wieder nicht.
Also gut, dann musste er es noch mal ganz in Ruhe und mit vollem Ernst versuchen. „Mag sein, dass es eine gute Sache ist, aber ausgerechnet wir? Wir haben überhaupt keine Ahnung von so etwas und viel zu viel um die Ohren, als dass wir noch Zeit dafür hätten, Eltern zu sein. Außerdem...“ Wie sollte er ihr das erklären? Er wollte nicht, dass sie es falsch verstand. „Ich dachte eigentlich, wenn du diesen Wunsch schon unbedingt haben musst, eher an eigene Kinder.“ Immerhin wusste man doch nie, was man sich da sonst ins Haus holte. Oder in den Tower. Je nach dem, aus welchem Blickwinkel...
„Das habe ich auch bedacht“, unterbrach sie seine Gedanken. „Aber da ist ein Kind, das unsere Hilfe brauchen könnte und ich würde gerne etwas für diesen Jungen tun. Und immerhin musst du dann keine Windeln mehr wechseln.“
Das war zwar ein Argument, aber das wäre doch ohnehin Peppers Aufgabe gewesen. Er hätte schon einen Weg gefunden, um sich darum zu drücken, aber vermutlich würde ihm das jetzt auch nicht helfen. Er hatte trotzdem kein gutes Gefühl bei der Sache. Das fühlte sich... nicht richtig an. Er konnte nicht mit Kindern umgehen, glaubte er wenigstens und...

„Pepper ich... ich denke, dass du perfekt für so eine Aufgabe geeignet bist, aber ich?“ Immerhin hatte er es mit ihrer Beziehung doch schon kaum auf die Reihe bekommen. Zwischenmenschlich war er einfach total daneben. Pepper mochte ihm das vielleicht nachsehen, aber so ein kleines Kind, das ihn brauchte?
„Ich bin mir sicher, dass du das hinbekommst. Da wächst man mit der Zeit rein und ich weiß, dass du das hinkriegst.“ Wenn er doch nur so viel Zuversicht vortäuschen könnte. Aber augenscheinlich musste er sich wieder eine ganze Menge Optimismus von Pepper leihen, zu dem er selbst nicht fähig war. Er konnte nur hoffen, dass sie recht hatte und es keine gigantische Katastrophe geben würde.
Er konnte nicht verhindern, dass er darüber nachdachte, wie seine letzten, genialen Aktionen geendet waren. Eigentlich hatte es in den vergangenen Jahren nichts als Chaos gegeben. Aber einen entscheidenden Vorteil hatte er diesmal.
„Gut, wenn es danebengeht, kann ich dir die Schuld dafür geben“, antwortete er und trotzdem grinste Pepper ihn so überlegen an. Schon klar. Sie ging erstens nicht davon aus, dass es schiefgehen würde und zweitens hatte er ihr gerade, ohne es zu wollen, zugestimmt.
Mist...

Wenn er geglaubt hatte, dass damit alles geklärt war und sie jetzt noch ihren gemeinsamen Abend genießen würden, hatte er sich ebenfalls schwer getäuscht. Jetzt fing der Stress nämlich erst so richtig an.
Pepper hatte schon diverse Dokumente vorbereitet, die sie ausfüllen mussten, um alles in die Wege zu leiten. Stundenlang erklärte sie ihm nun, worauf sie achten mussten, was primär ihre Aufgaben waren, dass es erst eine Art Probemonate geben würde, bevor die endgültige Entscheidung fiel...
So richtig zuhören konnte er ihr nicht. Das war alles noch ein bisschen viel und der Gedanke daran, wie sich in Zukunft alles verändern würde, behagte ihm ganz und gar nicht. Er musste dringend mit jemandem sprechen. Ob Rhodey es ihm sehr übelnehmen würde, wenn er ihn jetzt noch anrief? Es war immerhin schon nach eins...

☆★☆


TBC

Nachwort

Meinungen, Anregungen, Verbesserungsvorschläge? Immer her damit. Euch wird niemand essen. Vielleicht. ;)
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