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Der Aufschwung des Hazbin Hotels (Undertale Hazbin Hotel AU)

GeschichteFantasy, Übernatürlich / P18 / Mix
Alastor Angel Dust Charlie Magne Husk Niffty Vaggie
12.03.2021
04.05.2021
4
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04.05.2021 6.789
 
Während Gaster und Cherri Bomb damit beschäftigt waren den Mecha auf Funktionalität und Detonationskraft zu testen, hatten sich Vagatha und Charlotte vorgenommen Werbung ihr Hotel zu machen. Nach ausgiebiger Diskussion zwischen den beiden sich Liebenden kamen sie zum Entschluss, das es zunächst wichtig wäre, Material zum Lesen potenziellen Gästen und Besuchern zu geben. Daher machten sie sich an die Arbeit und schrieben viele Entwürfe, zeichneten ebenso Bilder zu den Texten für die Broschüre. Während Charlie die süßen Bilder zeichnete, die sie selbst und das Hotel sowie andere zeigten in einem sehr comicartigen Stil, war Vaggie damit beschäftigt die Texte, wie zum Beispiel Beschreibungen des Hotels, zu verfassen. Vaggie hatte die Befürchtung, dass wenn Charlie die Texte entwerfen würde, diese zu positiv gehalten rüberkommen würden. Außerdem hatte sie dieses Lied gesungen und wenn jemand nach einem Märchenprinzessinnen-Stil schreiben würde, dann war das Charlie. Die Höllenprinzessin meinte es gut mit den süßen Bildern, welche Vaggie, Angel Dust, Niffty, ihre beiden Stofftiere Razzle und Dazzle, Husk und sie selbst als süße Häschen samt dem Hotel zeigte.
Vaggie seufzte und sah sie verdutzt an als sie ihr die Bilder zeigte. „Hör mal Liebes, ich weiß das zu schätzen aber wir müssen professionelles Marketing betreiben. Das heißt, dass das nicht professionell rüberkommen wird und wir beide potenzielle Gäste und Besucher anlocken wollten für das Hotel. Daher kommt das bitte in den Papierkorb. Du darfst hier nicht einen auf süß, putzig und niedlich machen.“, versuchte Vaggie ihr zu erklären, ohne Charlies Gefühle zu verletzen. Sie schaute sich die Bilder an und stimmte ihr ungern zu. „Vaggie, du hast ja Recht. Ich kann nicht einfach den Dämonen meine Welt aufzwingen und dann noch erwarten, dass diese sich zu unserem Hotel begeben. Ich werde das nochmal zeichnen, in Ordnung?“ fragte Charlie sie lieb, machte dabei das Gesicht eines zuckersüßen Welpen dabei.
Vaggie tätschelte ihren Kopf sachte und nickte lächelnd „Freut mich, dass du es verstehst. Es ist keine Kritik an deine Kunst, sondern hat eher damit was zu tun, dass die Bilder andere Leute zu Gesicht bekommen und wir seriös wirken müssen, ansonsten macht das nicht viel Sinn.“ Charlie verstand es und zeichnete fortan neutral gehaltene Bilder die ansprechend aussahen. Vaggie schaute kurz drüber und konzentrierte sich weiterhin an den Texten.
Der erste Schritt dazu, mehr Gäste in das Hotel zu bringen, war Flyer und Broschüren zu entwerfen, welche Charlies Idee war und von den beiden umgesetzt wurde.

Nach stundenlangem verwerfen, neu entwerfen und einem überquellenden Papierkorb hatten die beiden endlich die Bilder sowie die passenden Texte fertiggestellt, die sie in einem Copy Shop in einem anderen Stadtteil, oder auch Sündenring genannt, von Pentagram City mehrfach ausdrucken und zusammenbinden lassen würde als Broschüre sowie als Flyer. „So, fertig!“ verkündete Vaggie glücklich zusammen mit Charlie und die beiden gingen mit ihrem fertigen Exemplar herunter in die Eingangshalle. Die beiden sahen Niffy beim Putzen die von Razzle und Dazzle Hilfe bekam. Angel Dust und Husk saßen bei der Alkohol Bar und schienen miteinander zu reden. Wohl eher war es Angel Dust der redete und Husk der eine Flasche nach der anderen trank. Wenn das so weiter gehen würde, so dachte Vaggie, würde das Hazbin Hotel den Konsum von Alkohol bestärken anstatt Dämonen von ihren Sünden reinzuwaschen.
„Hey, Spinnenmann. Wir gehen zum Copy Shop im Ring der Gier. Willst du etwas haben Angel? Jetzt hast du noch die Gelegenheit.“, rief Charlie Angel Dust zu.

Dieser drehte sich um und rief zurück: „Vielleicht ein paar Tapes, heißen Kleber und einen Strick, hahaha!“

Vaggie zeigte ihm den Mittelfinger, sah ihn grimmig an und er grinste einfach nur breit und steckte frech die Zungenspitze heraus. „Komm Charlie, gehen wir einfach. Der hat das eh nicht ernst gemeint...der soll klar kommen mit seiner schrägen Art und Weise.“

„Tschüss Ms. Magne! Bis später!“ riefen Niffty, Razzle und Dazzle ihr hinterher. Sie winkte ihnen hinterher, lächelte und schloss hinter sich die Tür.

Vaggie seufzte erleichtert das sie keinen Ärger mit Angel Dust dieses Mal anfing. Charlie rief einen der vielen Chauffeure an und er kam zehn Minuten später mit der Limousine an. Die Limousine ist in einem schön höllischen Stil geformt, vorne wie das gezähnte Maul eines Monsters geformt und im hellen Rosa und Weiß der Magne-Familie. Charlie stieg ein und ließ sich in das rote Satinkissen sinken, während Vaggie neben ihr auf einem der herzförmigen Polster Platz nahm. Während sie gefahren wurden zum Gier Ring, stand Charlie auf und ging zum Tisch mit den Gläsern und der Wasserflasche, welcher an der linken Seite im Innenraum der Limousine stand. Sie schenkte ihr und sich selbst Wasser ein, ging zurück zu Vaggie, gab ihr das Glas und nippte etwas von ihrem eigenen. Etwas Stille kehrte ein, doch dann brach Vaggie das Schweigen. „Charlie Liebes? Es gibt etwas, was ich dir unbedingt sagen muss.“

„Oh? Was denn liebe Vaggie?“ fragte diese und lächelte, sah sie neugierig an.

Vaggie lehnte sich zu ihr und Charlie dachte, sie würde sie jetzt küssen, doch dann kam es etwas unerwartet für sie. Vaggie legte Charlie beide Hände auf die Backen, ging ganz nah ran an ihre Augen mit ihren eigenen und sagte „Charlie, bitte, bitte - nicht - singen beim Flyer verteilen. Versprich es mir.“

Sie erinnerte sich an das Fiasko bei den 666-Nachrichten und wollte nicht den gleichen Fehler zweimal begehen. Keine halben Sachen mehr. Sie seufzte und nickte dann zustimmend mit einem kleinen Lächeln. „Du hast Recht, Liebes. Das mit dem Lied war keine gute Idee. Ich weiß es war ein Fehler aber ich wusste beim Nachrichtensender nicht wie ich sonst die Leute erreichen werde. Und sieh‘ es doch so: ich habe Alastor beeindruckt. Einen Overlord der nicht zu diesen V-Overlords gehört. Ein unabhängiger und mächtiger Dämon, der ein Talent dafür hat aufzufallen. Ein bunter Vogel, Vaggie“, antwortete Charlie ihr voller Stolz und Freude.

Vaggie rollte leicht mit den Augen und schüttelte verneinend den Kopf „Die Antwort bleibt nein. Wenn du wieder singst stößt das bei den Dämonen negativ auf. Dann sorgen wir für Schaden und seien wir ganz ehrlich, Angel Dust hat mehr als genug davon angerichtet. Sicherlich werden die Dämonen uns wieder vergessen haben, das heißt aber nicht dass sie sich nicht an deine Gesangseinlage erinnern werden sobald du wieder anfängst. Das musst du verstehen. Wir verteilen ganz normal unsere Flyer und Broschüren, nachdem wir sie beim Copy Shop ausgedruckt und fertig gestellt bekommen haben, und erzählen den Leuten was das für eine tolle Gelegenheit ist ohne gleich anfangen zu singen wie eine Märchenprinzessin. Daher, bitte, bitte versprich mir das, Charlie. Kein Gesang. Nichts dergleichen“, bat Vaggie sie erneut. Dieses Mal mit etwas mehr ernsteren Tonfall.

Dieses Mal aber sah sie es ein, nickte zustimmend auch wenn sie es sehr mochte zu singen. Aber Vaggie hatte Recht damit denn nicht jeder war so wie Charlie. Sie war die einzige, die so ist wie sie nun einmal ist. Das machte sie zu einer Exotin unter den Dämonen aber das hieß nicht, dass sie wie diese eine Popstar Sängerin auch so berühmt ist und gern gesehen wird. Vaggie lächelte und streichelte sanft über ihre linke Wange als Dankeschön, dass Charlie vernünftig wurde und es eingesehen hatte.
Der Chauffier meldete sich dann nach einer gewissen verstrichenen Zeit bei den beiden Turteltäubchen, dass sie nun im Gier Ring waren und die Limousine direkt vor dem Copy Shop gehalten hatte. Charlie und Vaggie verließen das luxuriöse Auto und gingen zum Laden mit ihrem Entwurf; den Texten und den dazugehörigen Bildern. Vaggie trug eine stilvolle Tragetasche die mit ihrer Haarfarbe perfekt übereinstimmte und sogar ein rotes ‚X‘ hatte genauso wie das eine Auge von ihr. Die Tasche hatte einen Reißverschluss gehabt der von vorne bis nach ganz hinten reichte. Vaggie hatte in dieser mehr als genügend Sachen, darunter Charlies Geldbeutel und ihren eigenen darin verstaut. Schließlich lief man in Gefahr wenn man den Geldbeutel in der Hosentasche trug und sich dachte, dass schon keiner den klauen würde wenn der Geldbeutel in einer Handtasche war anstatt in der Hosentasche. Gerade in diesem Stadtteil, dem Ring der Gier, waren des Öfteren Taschendiebe, die nach guten Opfern ausschau hielten.
Eine Glocke läutete als die beiden sich Liebenden in den Copy Shop eintraten.
„Guten Tag die Damen~“, begrüßte der Inhaber die beiden mit einem höflichen Gesichtsausdruck. Er hatte einen Schnauzbart an seinem Gesicht und so wie Alastor ein Monokel am linken Auge. Fein gekleidet war er auch. Er stand hinter seiner Theke während Charlie und Vaggie sich ihm näherten.
„Guten Tag ebenfalls der Herr“, ergriff Vaggie das Wort und legte den Entwurf auf die Theke. „Wir möchten folgendes von Ihnen. Hundert Flyer und hundert Broschüren, und zwar von diesem Entwurf. Bitte geben Sie uns eine Stofftasche mit.“
Der Inhaber sah schief zu Charlie herüber und grinste ein wenig gierig „Oh, wenn mich nicht alles täuscht ist das die Prinzessin der Hölle, Charlotte Magne. Nun, Eure Familie ist ja sehr wohlhabend, hm hm hm…“, machte dieser eine kurze Pause mit einem aufgespieltem Räuspern. „Das wird nicht sehr billig, wisst Ihr meine Damen?~“
Der Inhaber sah sich den Entwurf an während Vaggie ihn misstrauisch beäugte und die Arme verschränkte. Zum Glück hatte sie noch Ersatz gehabt und eine Kopie ihres Entwurfes mit den Bildern dem Inhaber gegeben. „Geld spielt keine Rolle für uns“, führte Charlie das Gespräch fort. „Also können Sie uns das machen oder nicht? Ich habe mehr als genügend Geld dabei. Und wenn wir schon einmal dabei sind, möchte ich unser Logo vom Hazbin Hotel in goldener und roter Schrift haben. Es soll originell und doch nicht zu hochgestochen wirken.“
Die Mundwinkel des Inhabers weiteten sich zu einem sarkastischen Grinsen, welches seine scharfen Zähne zeigte „Da weiß aber jemand was sie möchte. Sonderwünsche und Eigenkreationen kosten nochmal mehr…hähähä. Das ist ja ein ganzer Aufwand den Sie da betreiben, Prinzessin. Na, mich soll es nicht stören. Ist ja nicht mein Geld.“ Der Inhaber schnappte sich den Entwurf welcher auf seiner Theke lag und ging mit diesem in ein anderes Zimmer.
Währenddessen sahen sich Charlie und Vaggie um in dem Laden. Der Copy Shop sah mehr aus wie ein teurer Salon aber trotzdem sah man mehr als genügend Utensilien, Dekorationen und Beispiele an gebundenen Büchern und Broschüren, gefalteten Flyern und natürlich Plakaten, Postern sowie Einladungen und Briefe, dessen Papier besonders fein aussahen.
Charlie erzählte Vaggie von der Idee die ihr gerade einfiel, als sie die Einladungen sich im Schaufensterglas ansah. Sie hatte vor, dass wenn sie erfolgreich werden würde und Dämonen tatsächlich in den Himmel aufgenommen werden würden, sie erneut wieder hierher kommen und, Einladungen versenden würde an die gesamte Stadt. Klar würden nicht viele kommen aber sicherlich würden ihre Eltern dem beiwohnen. Charlie hatte vor ein ganzes Bankett zu veranstalten. Vaggie riet ihr, erst einmal auf den Teppich zu bleiben und abzuwarten wie sich die Dinge entwickeln würden.
Der Ladenbesitzer des exquisiten Copy Shops kam nach 10 Minuten zurück und präsentierte mit Stolz und Würde die bestellten Flyer und Broschüren, so als würde er sich für seine Arbeit selbst belobigen. Während Vaggie jeden einzelnen Flyer und Broschüre mit kritischer Miene überprüfte nach Fehlern sowie Ungenauigkeiten beim Falten, schaute Charlie sich nur so grob diese an. Sie war außer sich vor Freude und wollte gleich bezahlen. Vaggie aber behielt das Geld und Charlie wurde ein wenig ungeduldig. Sie fand den vergoldeten Rahmen der Flyer und die der Broschüren wunderschön, die Schrift war makellos und sehr deutlich lesbar, sah dabei besonders hübsch verschnörkelt aus an jedem Buchstaben Ende. Die Bilder in den Broschüren sowie in den Flyern waren ansprechend zum Text gerückt und angebracht worden. Somit war der Text und die Bilder in einer Art und Weise angepasst, dass keines von beiden den Text oder die Bilder weniger wichtig aussehen hat lassen. Es dauerte zwar etwas doch dann rückte Vaggie mit dem Geldbeutel rüber, lächelte und nickte Charlie zustimmend zu, die Flyer und die Broschüren zu bezahlen.
Diese gab voller Freude und dankend die Geldscheine dem Inhaber, welcher gierig anfing das Geld zu zählen. "Stimmt genau, dann schönen Tag die Damen!", sagte der Inhaber des Ladens und verabschiedete sie. Was die beiden jedoch nicht wussten, war dass dieser einer der vielen Agenten von Alastor war, der seine Leute in der gesamten Hazbin Hölle, ja sogar in der Imp City, die nicht weit von Pentagram City lag, verstreut hatte. Es war so wie Vaggie vermutete. Der Radio Dämon hatte überall seine Augen und Ohren.

Nachdem die beiden Dämoninnen den Copy Shop verlassen hatten, stiegen sie in die Limousine ein welche gewartet hatte auf sie und Charlie beauftragte den Chauffeur, in das Zentrum von Pentagram City zu fahren. Dort angekommen, stiegen Charlie und Vaggie aus und sahen sich um. Zwar war es für beide nicht das ersten Mal in der Metropole von Pentagram City, dennoch flößte es beiden Ehrfurcht ein. Das Zentrum glich einem riesigen Marktplatz mit feurigem Springbrunnen. Alle sieben Richtungen liefen in die jeweiligen Ringe, oder auch Stadtteile genannt, mit ein. Luzifer Magne, Charlies Vater, hatte ihr einst erzählt, dass er sein Reich auf insgesamt neun Ringen, also neun Stadtteilen plante für Pentagram City. Dieser Plan wurde allerdings verworfen da Luzifer keine anderen Sünden einfielen, die bestraft werden könnten. Das hätte zu einer noch größeren Überfüllung der Hazbin Hölle geführt und somit zu einer deutlich früheren Reinigung geführt, in dessen Engel in die Hölle hinabfliegen und viele Dämonen vernichten. Mehr als üblich und das würde zu einem Massen-Genozid führen, der darauf folgen würde das Himmel und Hölle sich bekriegen. Um das zu vermeiden, einigte man sich auf 7 Sünden.
Charlie und Vaggie liefen in Richtung des Rings des Hochmuts. Die beiden kannten zwar ein paar Teile des Hochmuts schon, aber wie groß dieser Stadtteil wirklich war, wussten beide nicht. Sie liefen Richtung des Palastes, Charlies Elternhaus. Sie begegneten einigen Dämonen aber die schienen allesamt mit sich selbst beschäftigt zu sein, passend des Namens dieses Stadtteiles. Vaggie startete ein paar Anläufe und stellte sich in den Weg der stolzen Dämonen aber außer ein „Aus’m Weg", gefolgt von einem verächtlichem Schnauben bekam sie nichts zu hören. Beide gaben jedoch nicht auf und nach ein paar Kilometern erreichten Vaggie und Charlie den Palast der Hölle. Während Charlie den Anblick des prunkvollen, pompösen, in pechschwarzen, vergoldeten und blutroten Farben gestrichenen Palast mit zwei monströsen Wächterstatuen sowie Stacheln und Dornen versehenen Säulen gewöhnt war, fiel Vaggie die Kinnlade runter. Sie konnte selbst nach dieser langen Zeit die sie mittlerweile mit ihrer geliebten Charlotte zusammen war, nicht fassen dass das ihr Elternhaus war. Zwar konnte sie sich an ihre Zeit im Himmel gut erinnern das vieles ebenso prunkvoll aussah, nur sehr farbenfroh das dieser Prunk weniger herausstach. „Was ist, Vaggie?“, fragte Charlie sie, als sie diesen Gesichtsausdruck von ihr bemerkte.
„Oh...“ sie sah sie etwas geniert an „ach, weißt du Charlie, ich kann es immer noch nicht fassen das du eine Prinzessin bist. Ich meine… du verhältst dich bodenständig, bist kein verwöhntes oder verhätscheltes Balg sondern du verhältst dich ganz anders. Gewisse Erzengel da oben im Himmel könnten sich echt Beispiel an dir nehmen…“, dann küsste sie Charlie sanft an ihre linke Wange. „Du bist ein Schatz, weißt du das?“, fragte Vaggie sie liebevoll.
Charlie wurde etwas rot und erwiderte den Kuss „Danke Liebes. Du gibst mir Kraft und zeigst mir, wie man stark ist und nicht aufhört egal was auch kommen mag. Ich wurde immer von anderen Dämonen ausgelacht für meine inneren Werte, die ich mir dennoch beibehalten habe. Und du hast mir durch deine Art und Weise gezeigt wie man sich durchsetzt…und das nicht unbedingt nur durch singen!”
Beide mussten darauf herzlich lachen und gingen dann an dem Palast vorbei.
Bald schon erreichten sie die Straßen mit den vielen Läden und Bars. Vaggie rechnete damit, auf Slumshark zu treffen aber dieser war seltsamerweise nicht in der Gosse unterwegs. Entweder betrank er sich oder es musste was vorgefallen sein, dass dieser Angeber keine Lust hat mit seinem Macho-Auftritt zu prahlen und jeder der ihn auch nur blöd ansah zu verprügeln. Wie gut das er sich nicht auf den Straßen aufhielt. Slumshark hätte Charlie und Vaggie ziemlichen Ärger bereitet. Charlie stellte sich auf eine Straßenseite und Vaggie auf die gegenüberliegende. Beide fingen sie an, nach den Äußeren zu gehen. Keiner der Dämonen die wohlhabend aussahen, hatten auch nur im entferntesten Interesse, sich die Flyer oder die Broschüren auch nur anzufassen. Vaggie blieb höflich und sprach einzelne Dämonen mit einem ‚Entschuldigen Sie bitte?‘ an, während Charlie ein wenig übereifrig war und gleich mehrere Dämonen ihre Flyer und ihre Broschüren zeigte.
Nur wenige Dämonen nahmen sich einen Flyer. Manche nahmen sich einen Flyer, nur um ihn auf die Straße zu werfen und draufzutreten. Dabei drehten sich die Dämonen um und zeigten Vaggie oder Charlie den Mittelfinger, grinsten dabei schadenfreudig. Die Dämonen zerfledderten vor ihren entsetzten Augen die Broschüre und Vaggie rastete förmlich aus, stellte diese zur Rede: „Sagt mal was soll das ihr Penner?! Entweder ihr liest euch die Broschüren und Flyer durch oder ihr nehmt sie gar nicht erst in eure Drecksklauen!“ Charlie war ebenso kurz davor richtig wütend zu werden und plötzlich erschien ein großer Schatten über die zwei ein großer Schatten einer Bestie mit einem roten-weißen Auge und einem zugekniffenen weißen Auge mit einem vertikalen blutroten Schnitt der über das ganze Auge verlief. „Hey…“ ertönte die Stimme der schattenhaften Bestie. Die Dämonen drehten sich um und sahen ihn an. Es war ein Höllenhund, der zum Verwechseln ähnlich einem Wolf glich. Er sah muskelbepackt aus, trug zerrissene Goth-Klamotten und seine Fellfarbe war ein monotones dunkelgrau. Er hatte leicht zerfledderte Ohren und eine Narbe auf seinem linken Auge. Der Höllenhund hatte auch ein schwarzes Fellmuster auf seinem linken Arm in der Form eines Wolfskopfes. Er trug eine zerrissene Jacke mit leuchtend roten Stacheln und ein schwarzes Unterhemd, sowie eine zerrissene graue Hose.
Bevor die Dämonen reagieren konnten, packte der Höllenhund diese an ihren Schultern und zog sie hoch. „He... was soll das, hä? Es gehört sich nicht Eigentum von anderen zu zerstören. Entschuldigt euch gefälligst und ich lasse euch nochmal davon kommen.“, drohte er diesen.
Neben den Höllenhund erschien eine Höllenhündin. Sie hatte eine hundeähnliche Schnauze mit scharfen und spitzen Zähnen und eine dunkelgraue Nase, rote Sklera mit weißer Iris, weißes Fell mit grauen Flecken auf den Schultern, einen großen buschigen Schwanz und voluminöses graues Haar, das zur Seite gefegt ist, um ihr Ohr zu zeigen. Ihr Outfit bestand aus einem schwarzen Halsband mit weißen Stacheln. Ihr graues Crop-Top hatte Schnüre in Form eines Sterns, die an ein umgekehrtes Pentagramm erinnern, um es hochzuhalten. Die Höllenhündin trug fingerlose Handschuhe und Shorts mit einem Mondsichelschnitt auf der rechten Seite. Sie trug außerdem schwarze, zehenlose Strümpfe und ist barfuß, was an ihrer digitigraden Haltung liegt. Sie hat ein Piercing an der rechten Augenbraue und zwei Piercings im linken Ohr - außerdem ist ihr rechtes Ohr abgerissen.
„Eh... Vortex, ich hab dir gesagt das du dich bitte raushalten sollst aus anderer Leuten Angelegenheiten...“ ertönte ihre genervte, junge und stahlkalte Stimme. „Vor allem bei..." sie sah an den Dämonen vorbei und ihr angepisster Blick legte sich schnell. „Warte mal, bist du denn nicht dieses Höllen Prinzesschen?!“ sie kicherte etwas und ging unbekümmert an Vortex vorbei, der die sich entschuldigenden Dämonen gehen ließ, nachdem sie das getan hatten was er von ihnen verlangt hatte. Charlie verzieh den Dämonen, sagte denen aber dass wenn sowas nochmal passiert, sie nicht ganz so ungeschoren davonkommen werden.
Charlie kratzte sich leicht geniert an der linken Wange und kicherte etwas „Ja, die bin ich. Freut mich dich kennenzulernen. Ich bin Charlie Magne und das ist meine Freundin Vaggie! Wir verteilen hier grad Flyer und-„ plötzlich legte die Höllenhündin einen Finger an ihre Lippen um zu deuten dass sie nichts mehr zu sagen braucht. „Ich verstehe schon. Du willst hier neue Leute anwerben für diese Hotel Sache, nicht?“ sie grinste breit, zeigte ihre Fangzähne und der Höllenhund stand neben ihr, beobachtete Vaggie die ihn genauso nicht aus den Augen ließ. Es schien, als würden sich beide einen Wettbewerb im Anstarren liefern.
„Eh…“ Charlie schaute sie etwas verdutzt an und nickte. „Ja genau, das möchte ich. Und ihr beide seid?“ fragte sie sie nach ihren Namen.
Der Höllenhund stupste sie leicht an um die Höllenhündin auf ihr schlechtes Verhalten aufmerksam zu machen. Etwas beschämt als ihr das bewusst wurde, antwortete sie in einem freundlicheren Ton „Ich bin Loona und der große hier neben mir…“ sie blickte lächelnd zu ihm auf, der ihr ebenso zunickte „ ist Vortex, mein fester Freund. Wir wollten uns gerade ein neues Lautsprecherboxen zu kaufen. Unser altes ist Futsch. Ich habe da zwar nicht so viel Ahnung von, aber Vortex brennt darauf sich dieses neue Teufel Boxsystem zu kaufen.“, erzählte Loona den beiden Dämoninnen.
Vaggie seufzte etwas und brach ihr eigenes Schweigen „Schön euch beide kennenzulernen aber wir haben eine echte Pechsträhne. Soweit haben wir noch nicht einmal eine Handvoll Dämonen interessieren können. Höchstens einen, aber der kennt Angel Dust und naja, hatte Sex mit ihm. Und das finde ich ist nicht wirklich ein ehrlicher Grund in das Hazbin Hotel einzuziehen.“, entgegnete Vaggie den beiden.
Vortex nickte und nahm sich einen Flyer für Loona und eine Broschüre für sich selbst. „Wisst ihr was?“, fragte Vortex den beiden ohne ihnen auch eine Gelegenheit zu geben zu antworten. „Loona und ich lesen mal drüber und wenn uns das was zusagt, statten wir dem Hazbin Hotel einen Besuch ab. Hört sich doch gerecht an, oder?“
Charlie lächelte und nickte zufrieden „Ja, sicher!“.
Loona kam eine Idee. Sie grinste und sah Charlie etwas verschmitzt an „Okay ich les es mir durch aber nur wenn ich dich auf Voxtagram, Velvbook, und Velvcord hinzufügen darf!“.
Charlie holte ihr Smartphone heraus und zeigte Loona jeweils ihren Sin Namen dort. Diese tippte rasch und sendete Charlie jeweils eine Freundschaftsanfrage. Um Loona ein wenig mehr anzulocken, gab Charlie ihr sogar ihre Handynummer. Damit kam Loona nicht so ganz klar denn sie sah Charlie wie ein Welpe an und wedelte mit ihrem Schwanz, so wie damals als sie Vortex zum ersten Mal sehr nahe stand, bevor ihr Adoptionsvater Blitzo sie ungefragt von ihm weggezogen hatte. „Danke, Charlie. Das ist total lieb von dir!“, bedankte sich Loona bei ihr.
„Alles gut, Loona.“, teilte sie ihr erfreut mit „Es ist schön das jemand von sich aus mich nach meinen Sin Namen fragt.“
Vaggie und Vortex unterhielten sich ebenso lebendig wie Charlie und Loona es taten. „Sag mal Vortex, wie hast du eigentlich Loona kennengelernt?“, fragte sie den stämmigen Muskelprotz.
„Nun ja…“, antwortete er leicht geniert mit erröteten Wangen, kratze sich am Nacken, und sah kurz zu Loona mit verliebter Miene rüber, dann schaute er wieder Vaggie an. „…wir lernten uns durch den Ärger zwischen meiner ehemaligen Chefin und ihrem Adoptionsvater  Blitzo kennen. Meine Chefin war Verosika Mayday, die Sukkubus Popsängerin. Ihr beide kennt sie sicher. Ich war als Bodyguard für sie zuständig. Ich wurde verhaftet in der Menschenwelt zusammen mit ihr und den anderen Sukkuben. Als ich dann rauskam auf Kaution sagte ich ihr offen und ehrlich meine Meinung zu dem Ganzen. Entweder, sie bezahlt mir mehr für den Ärger den sie verursacht hatte mit einer ordentlichen Entschädigung oder aber wir gehen getrennte Wege.“, erzählte Vortex ihr, zuckte dann mit den Achseln. „Es stellte sich heraus das sie sich für die zweite Option entschied. Aber um ehrlich zu sein, diese Sukkuben sind bekannt dafür Ärger zu verursachen, genauso wie diese Imp Dämonen. Aber genug von mir. Wie hast du Charlotte Magne kennengelernt, Vaggie? Ich meine…sie ist die Höllenprinzessin und der König und die Königin achten auf ihre ‚Kleine‘ wie auf ihre eigenen Augäpfel, nehme ich mal an.“
Vaggie war erstaunt darüber, dass Vortex diese populäre Popsängerin kannte. Umso mehr, dass er sogar ihr Bodyguard war. „Nun, meine Geschichte ist sicherlich nicht so aufregend aber ich erzähle sie dir gerne. Nach meinem Tod wurde ich in den Himmel geschickt und wurde zum Engel. Ich flog aber relativ schnell von diesem heraus weil ich jähzornig und gegenüber den männlichen Engeln mehr als nur harsch gegenüber war. Ich wurde somit zum gefallenen Engel und als ich hier auf Pentagram Citys hartem Bordstein landete und einschlug wie ein feuriger Komet, musste ich mir erst einmal einen Überblick verschaffen. Ich lief ziellos und ohne Hoffnung durch die Straßen vom Ring des Hochmutes durch und ich sah Charlie, die von anderen Dämonen blöd angemacht wurde. Ich half ihr und so kamen wir ins Gespräch. Sie lud mich auf ein Eis ein und ich konnte nur schwer glauben, dass es hier in der Hölle Eis zu essen gibt.“ Sie kicherte etwas und lächelte „Ich wurde eines Besseren belehrt. So führte das eine zum anderen und wir haben uns verliebt.“
Loona hörte aufmerksam zu und fand die Geschichte so süß, das sie Charlie mit beiden Pfoten an ihren Wangen knuffen musste. „Das ist so… süß! S-Sorry wegen dem Knuff Charlie, hehe… Es ist nur so, dass ich sowas zum ersten Mal höre und um ehrlich zu sein, die Hölle ist ein abgefuckter Ort zu leben… daher ist sowas echt schön zu hören.“, sagte Loona zu Charlie und zu Vaggie.
Plötzlich klingelte das Smartphone von Vortex. Er nahm an:”Hallo?...Ja, bin ich. Wie? Jetzt gleich? Es ist etwas ungü...ja, okay. Gut, bis gleich.” und das Gespräch war abrupt beendet. Als er auflegte, stellte er sich am Rande der Bordsteinkante und bald hielt eine pechschwarze, luxuriöse Limo an mit grünen Streifen und mehreren Zylinder Vinyls direkt vor Vortex und der Rest der Gruppe. Charlie erkannte dieses exquisite Auto.. Es war die Limousine der ‚von Eldritch‘-Familie.

Es gab nun zwei Möglichkeiten. Entweder sie würde jetzt auf ihre Rivalin Helsa treffen und es würde eine ordentliche unangenehme Auseinandersetzung geben oder aber sie würde ihren Exfreund Seviathan treffen. Charlie hoffte auf das letztere. Bald schon würde sie es erfahren denn die Tür öffnete sich und aus der Dunkelheit der Limo blickten zwei blutrote Augen mit giftig grüner Iris aus dem luxuriösen Auto heraus. Dann stieg die gefährlich aussehende Gestalt aus dem Auto und nun sah man ihn wesentlich deutlicher. Es war niemand anderes als Seviathan. Er sah sehr stattlich gekleidet aus, wie ein waschechter Gentleman, trug einen Zylinder mit rasiermesserscharfen Zähnen und zwei neongrüne Augen. An seiner rechten Hand hielt er einen Gehstock, welcher am Knauf einen Totenkopf mit einäugigem Zylinder trug.

Die Kleidung die er trug, sah die von ihrem Vater Luzifer Magne sehr ähnlich. Außerdem hatte er ein breites Grinsen auf, welches seine blattgrünen spitzen Zähne zeigte. Als er aus der Limousine ausgestiegen war, sahen ihn alle verdutzt an. Seviathan räusperte und brach das peinliche Schweigen. „Hallo alle miteinander~.“ Er blickte dann zu Charlie herüber, näherte sich ihr ungeniert vorbei an Vortex sowie an Vaggie, nahm ihre rechte Hand und küsste ihren Handrücken zärtlich. „Es ist schön dich wieder zu sehen. Gut siehst du aus~… hähähä. Ein Jammer das wir nicht mehr zusammen sind, was? Hach ja, wie die Zeit fließt. Ich weiß noch ganz genau, unser erster Abschlussball, wie wir uns kennenlernten auf dem Hell Community College… das waren Zeiten.“
Charlie errötete etwas und kicherte. „Äh, du hast dich nicht verändert, Sevi. Es ist trotz allem schön dich wieder zu sehen.“
Seviathan lachte amüsiert „Oh die Freude ist ganz meinerseits. Aber aber, wo bleiben meine Manieren?~ Ich bin wegen ihm hier.“ Der Gentleman Dämon zeigte mit seinem Stock auf Vortex, drehte sich zu ihm herum. „Nun, ist alles erledigt? Ohne jegliche Probleme, nehme ich an?“, fragte er Vortex, der ihn gefasst ansah.

„Jap. Alles gut, Herr Baron. Es ist so passiert wie Ihr gewünscht habt, Baron von Eldritch.“
Dieser tätschelte sanft den Zylinder von seinem Totenschädel Knauf und griff in das Innere seines Anzuges. Er holte ein ordentliches und dickes zusammengebundenes Bündel an Geldnoten heraus und überreichte diesen Vortex. Der Höllenhund nahm das Bündel dankend an. „Sehr schön, Vortex. Ich sage dir, du hast eine gute Entscheidung getroffen für mich zu arbeiten. Meine Familie ist dankbar für deine Dienste, welche du uns entrichtest.“, gab Seviathan ihm ein Kompliment.
Vaggie erinnerte diese Art zu reden an Alastor und ihr war Seviathan unsympathisch. Sie fragte sich wie Charlie überhaupt mit so einem Snob zusammen sein konnte. Außerdem nannte Vortex ihn ‚Baron‘, was daraus schließen würde, dass Seviathan genauso wie Charlie dem Adel der Hölle angehörte.
Seviathan schenkte Vortex keine Beachtung mehr, denn er wandte sich gleich Loona zu. „Ich habe einen neuen Auftrag für Blitzo. Bitte richte ihm aus, dass er mich anrufen soll. Alles wie gehabt. Bezahlung im Voraus. Wärest du so gut, Loona und richtest ihm das bitte aus?“
Genervt von dem Verhalten was der Gentleman Dämon von sich gab, schnaubte sie nur und verdrehte die Augen. „Jajaja… ist schon gut. Ich richte es ihm aus und er wird sich ‚riesig‘ freuen darüber das Ihr ihn so gut bezahlt…“ Dann sah sie zu Vortex rüber und nahm seine Pfote, zwang ihn mit ihm zu gehen „Komm Vortex, mir wird schlecht in der Gegenwart von diesem Snob. Tschüss Charlie und Vaggie. Wirt sehen uns später.“ Die Höllenhündin wollte mehr Zeit mit Charlie verbringen und sie vielleicht sogar anfreunden wollte, aber nicht in der Präsenz von so einem verdammten Sackgesicht eines Barons, der meint er würde über alles und jeden stehen weil er sich alles leisten kann. Sie verabschiedete sich zusammen mit Vortex kurz von den beiden Dämoninnen und ging eiligen Schrittes weg von denen.
Seviathan wendete sich wieder ganz und alleine Charlie zu. Er bemerkte, dass sie und Vaggie zusammen Händchen hielten sowie Flyer und Broschüren mit sich trugen, welche die goldene Aufschrift ‚Hazbin Hotel‘ trugen. „Nun, Charlie? Ist das deine neue Affäre?“ fragte er sie eindringlich und sah Vaggie mit einer verstohlenen Grimasse an dabei.
„Ja, das ist meine neue feste Freundin, Sevi. Gibt es…sonst noch etwas neues bei dir? Wie geht es deinen Eltern Frederick und Bethesda? Was macht meine Rivalin so momentan außer jähzornig, giftig, arrogant und schlampig sein?“, fragte Charlie ihn ausgiebig. Die beiden hatten sich eine sehr lange Zeit nicht mehr gesehen nach ihrer Trennung.
„Oh, meinen Eltern geht es hervorragend wie immer. Sie üben ihre üblichen Hobbys aus. Während meine Mutter sich an den Computer Rollenspielen der Sterblichen erfreut, kriegt mein Vater sie doch immer wieder dazu mit ihm zusammen auf unserem Eylenstein Golfplatz zu spielen. Die beiden haben sehr viel Spaß miteinander…“ dann räusperte Seviathan etwas und lachte herzhaft über Charlies Beschreibungen von seiner Schwester Helsa, die mehr als nur genau auf sie zugetroffen hatten „Sie ist immer noch die Alte, wie eh und je. Während ich mich zivilisiert verhalte und mir bewusst bin, dass ich unser Adelshaus der Eldritchs vertrete, ist sie sich…“ seine Miene änderte sich von freundlich auf verärgert zu, als er eine Faust ballte „…nicht so wie es eine ‚von Eldritch‘ tun sollte. Aber gut, was kannst du auch machen gegen eine solche Zicke? Sie wird sich nicht ändern und ich meide sie hier in der Stadt so gut wie es geht.“ Er beruhigte sich und lächelte wieder, sah Vaggie und Charlie erfreut an „Aber genug von mir. Was macht ihr beide? Diese Flyer und Broschüren sehen sehr exquisit und teuer aus. Ihr wart sicher in dieser berüchtigten Druckerei die individuelle Träume Wirklichkeit werden lassen…“ er zückte seine Geldtasche und zeigte Charlie und Vaggie stolz seine Visitenkarte „…wie diese schöne Visitenkarte hier.“
Vaggie verkniff sich allen Ärger und Ekel die sie diesen Typen gegenüber hegte und holte tief Luft. Sie setzte ein gespieltes Lächeln auf „Nun ja wir versuchen gerade mehr Gäste und Besucher für unser Hotel zu bringen…“
Seviathan klatschte in die Hände und lachte beinahe so manisch wie Alastor es getan hätte an seiner Stelle „Das ist wirklich amüsierend. Wisst ihr was? Warum fahren wir nicht zu eurem Hotel? Ich hätte da ein tolles Angebot für euch. Keine Sorge, hat keinen Haken. Ich bin ja schließlich nicht einer dieser Overlords. Also was ist?~“ Seviathan lief zurück zur Limousine und öffnete die Tür, machte eine einladende Gestik mit seinen Händen, als er Vaggie und Charlie damit einlud, einzusteigen. „Nun meine Damen, möchtet ihr einsteigen?“, fragte dieser ganz höflich.
Vaggie sah ihre Geliebte ein wenig unsicher an, aber diese bedeutete ihr, dass von Seviathan keine boshaften Absichten kamen. Sie kannte ihn und ihm ging es wenn es um Gefallen ging, rein um das Geschäft. Das war einer der Gründe warum sie sich von ihr trennte. Er war mehr materialistisch als emotional veranlagt. Das bedeutete nicht, dass er kaltherzig ihr gegenüber war, sondern dass ihm das optische, das äußere mehr wichtig gewesen war als das Innere einer Person. Die inneren Werte, auf die es für Charlie mehr ankam als jegliches was ein Dämon von außen her symbolisierte.
„Gerne doch!“, antwortete Charlie und stieg mit Vaggie Händchen haltend in die Limo. Gefolgt von Seviathan. Das Innenleben der Limousine sah identisch dem luxuriösen Auto  von Charlie sehr luxuriös und exquisit aus. Charlie war lange nicht mehr in dieser Limousine und für Vaggie war es das erste Mal, in einem gänzlich fremden luxuriösen Auto mitzufahren.

Seviathan nahm sich eine Flasche Champagner und öffnete diese. „Wollen die Damen auch? Es ist mehr als genügend da. Wir Eldritchs scheuen keine Kosten und Mühen damit sich unsere Gäste wohl fühlen.”

Vaggie musste gerade an Husk denken, wie dieser sich sicherlich hier sehr wohlfühlen würde. Um nicht unhöflich zu sein, nahmen die beiden jungen Frauen an und Seviathan schenkte ihnen ein. „Prost~ auf uns drei Glücklichen.“ Seviathan stieß mit den beiden Dämoninnen an und wartete darauf, dass die Damen zuerst tranken. Charlie und Vaggie tranken aus dem Glas und bei beide fühlten sich ein wenig anders als sonst. Sie stellten die Gläser zurück auf den Tisch und kicherten etwas „Wir trinken üblicherweise keinen Alkohol, Sevi“, erklärte Charlie ihm. „Wir… ähm…vertragen ihn nicht so gut, daher ist ein Schluck Champagner mehr als genug, hihi.“
Seviathan lachte abermals amüsiert und trank sein Glas Champagner aus. „Ich erinnere mich. Du warst ja eine richtige ‚Partybombe‘ wenn wir irgendwo eingeladen wurden. Immer Blutorangensaft für unsere Charlotte. Hach ja, das waren noch Zeiten.“ er bewegte das beinahe leer getrunkene Glas im Kreis, so dass die Flüssigkeit darin herumschwappte.
Die drei Dämonen redeten über alltägliches, unter anderem über die Social Media Plattformen der Hölle Voxtagram oder Velvbook. Bald hielt das luxuriöse Auto an und der Chauffier teilte den dreien mit das sie am Hotel ankamen. Vaggie, Seviathan und Charlie stiegen aus dem luxuriösen Auto aus und Charlie ging mit Vaggie in das Hotel herein, während der Baron von Eldritch noch Inne hielt und sich das Hotel von Außen betrachtete. Seviathan hielt einen prüfenden Blick darüber, blickte nach oben und sah die Überschrift ‚Hazbin Hotel‘. “Es ist ein sehr passender Name für so ein Gebäude. Das schmeichelt mir.”, dachte Seviathan sich als er die Überschrift gelesen hatte. Seviathan folgte den beiden Dämoninnen und Niffty empfing sie. “Hallo und herzlich willkommen im Hazbin Hotel!”, begrüßte sie den Baron von Eldritch. Charlie winkte ihn zu sich. “Hier entlang, Sevi! Vaggie und ich haben uns darauf geeinigt, dass Gespräche und so immer hier im Wohnzimmer abgehalten werden. Du wirst es mögen. Es ist sehr gemütlich und sieht auch einladend aus!”
“Aber gerne doch!”, gab er zurück und folgte ihr und Vaggie in das Wohnzimmer. Ohne etwas sagen zu müssen, wurden sie von Razzle, Dazzle und Niffty mit Keksen, Kuchen, Kaffee und Milch bedient. Charlie machte es sich neben Vaggie gemütlich, während Seviathan sich es gemütlich machte auf einen bequemen Sessel. Er nahm sich einen Teller, ein paar Kekse und schenkte sich in die Tasse Kaffee mit Milch ein und ließ geschickt ein paar Zuckerstückchen in die Tasse hereinfallen.

„Nun denn, Charlotte. Sprechen wir über dein Hotel, über diese Flyer und die Broschüren. Was soll das Ganze, hm?“, fragte Seviathan sie neugierig und ein wenig ungläubig.
„Es ist so…“, fing Charlie an ihm die Sache mit ihrem Hotel zu erklären „Ich habe mal in den 666-Nachrichten über mein Hotel gesprochen. Ich weiß nicht ob du es gesehen hattest aber eh, ich möchte nicht im Detail erwähnen was dort alles passiert ist. Es geht darum das jedes Jahr in der Hölle Engel kommen und die Dämonen grauenvoll töten ohne jegliche Gnade. Da wir aber so viele Sünder hier unten haben, ist es ein wahres Massaker und weil mein Vater und sogar meine Mutter nichts dagegen machen, habe ich mich entschlossen etwas zu unternehmen, um zu verhindern dass die Dämonen und Sünder getötet werden von den Engeln. Das Happy Hotel… naja eigentlich heißt es jetzt Hazbin Hotel weil ein… ‚gewisser‘ Alastor sich entschieden hat das Hotel umzubenennen und-”
Seviathans Gesichtszüge verfinsterten sich etwas und er unterbrach Charlie prompt: „Warte mal. Alastor? Ist das nicht der Radio Dämon, welcher als der meist gefährlichste aller Overlords gilt? Du weißt schon mit wem du dich eingelassen hast, nicht wahr Charlotte?“, fragte er sie und die Sorge sowie der Zorn über Charlies leichtfertigendes Handeln standen ihm im Gesicht geschrieben.
Das kam unerwartet. Mehrere Jahre waren vergangen und Seviathan schien besorgt um Charlie zu sein. Aber warum? Weshalb? Was für einen Grund gab es, dass Seviathan es kümmert mit wem Charlie Geschäfte macht? So viele Fragen und keine Antworten. „Aber Seviathan, was ist denn auf einmal los mit dir?“, fragte Charlie ihn verwundert „Da haben wir uns mehrere Jahre nicht gesehen und du machst dir Sorgen um mich? Warum, hm? Wir sind nicht mehr zusammen. Du bist nicht mehr mein fester Freund und ich bin nicht mehr deine feste Freundin. Was für einen Grund würde es geben, dass du wissen möchtest mit wem ich alles Geschäfte mache?“ fragte sie ihn.
Er stand auf und drehte sich um, verschränkte die Arme „Dieser Frage würdige ich keine Antwort.“
Vaggie wurde allmählich wütend und Charlie war es bereits. Charlie stand auf und sah ihn wütend an. „Du hast kein Recht über mich zu bestimmen. Ich mache mit jedem den ich mag Geschäfte und es mag zwar sein das Alastor der Radio Dämon ist, nichts von meinem Plan hält die Dämonen und Sünder zu erlösen und eine Fahrt in den Himmel zu ermöglichen.“
Seviathan drehte sich um und sah sie verwundert an. „Du willst was? Dämonen und Sünder von ihren Sünden befreien? Du hast wohl den Verstand verloren und machst dich dabei auch noch lächerlich, Charlotte Magne. Wenn du meinst dass das funktioniert, möchte ich dir nicht im Wege stehen. Was Alastor angeht… wie du wünschst. Erinnere dich an meine Worte, wenn er dich hinterrücks verrät eines Tages. Ich traue ihm kein einziges bisschen.“, entgegnete er.
Vaggie ergriff das Wort als nächstes. „Und warum bist du jetzt hier? Ich kann dich überhaupt nicht ausstehen aber du wolltest über die Sache mit dem Hotel reden. Das haben wir und was gedenkst du jetzt zu tun?“, fragte sie ihn angewidert von seinem Verhalten gegenüber Charlie.
„Nun, ich möchte euch folgendes vorschlagen. Ich kenne jemanden, der einen kennt. Dieser kennt auch wiederum jemanden. Ich kann meine Kontakte spielen lassen. Glaubt mir wenn ich euch sage, dass das sich herumsprechen wird. Gebt mir eine Handvoll Flyer und Broschüren und ich lasse Taten folgen. Ihr werdet in null komma nichts genügend Gäste und Besucher hier haben. Aber bevor ich gehen werde, möchte ich gerne herumgeführt werden durch das Hotel. Ich muss es schließlich den Leuten anpreisen und schmackhaft machen. Beim Eingang ist mir gleich der kaputte Kühlschrank aufgefallen… da solltet ihr nachbessern. Richtet eine vernünftige Küche ein und serviert den Leuten ordentliche Mahlzeiten, falls noch nicht getan. Kaffee und Kuchen ist schon mal gut, dass wenigstens das funktioniert. Aber ihr braucht mehr als nur eine Alkohol Bar und Kaffeeklatsch damit die Dämonen hier bleiben. Wenn ich an den Ring des Vielfraßes denke, wird mir schon ganz anders bei der Sache. Da wird ein Kühlschrank, ein kaputter sogar, nicht ausreichen.“
Die drei Dämonen verließen das Wohnzimmer und als Charlie und Vaggie ihn herumführen wollten, kam Niffty auf Charlie zu. „Frau Magne! Frau Magne! Jemand ist an der Eingangstür und möchte euch sprechen. Er macht mir Angst. Es ist ein Mann in einer Rüstung und der hat sogar Waffen bei sich.“, berichtete sie ihr.
„Dann…führ du bitte Seviathan herum. Er soll ein Gesamtbild vom Hotel bekommen.“ Niffty nickte und führte  Seviathan weg, welcher amüsiert zu Vaggie und Charlie herüberschaute. „Seht ihr? Kaum bin ich hier, schon rennen euch die Leute die Bude ein!“, rief dieser selbstgefällig den beiden zu, ehe er außer Sichtweite kam als Niffty ihn wegführte.
Ein wenig nervös ging Charlie mit Vaggie zur Eingangstür, machte diese auf.
Über ihnen ragte ein Dämon in pechschwarzer Rüstung, mit Stacheln verseht und ein nicht definierbares Wappen trug dieser auf seinem metallenen Panzer. Er verneigte sich und ging mit seinen Oberkörper herunter. „Guten Abend, Prinzessin. Ich hoffe ich erscheine nicht in schlechter Stund‘ bei euch, möcht‘ keinen Schaden euch anrichten. Man nennt mich Parzival und ich bin ein gefallener Paladin. Oh bitte holde Maid, nehmt mich auf in eurem Heim und der Schaden soll nicht Euer sein!“
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