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Die Lichtung- Newts Geschichte

von tina1605
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Alby Frypan Gally Minho Newt OC (Own Character)
11.03.2021
05.05.2021
21
28.235
4
Alle Kapitel
32 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
11.03.2021 807
 
Erstmal: Danke, danke, dass du dich entschieden hast meine Geschichte zu lesen.
Das ist meine allererste FanFiktion und ich bin echt aufgeregt wie meine Geschichte ankommt.
Zwar habe ich vorher schon Geschichten geschrieben (von denen nur eine fertig geworden ist), aber ich schreibe zu ersten Mal öffentlich eine Story.
Ich hoffe, dass mein erstes Kapitel dir gefällt und ich wünsche dir viel Spaß!! :)


Das erste, was ich spüre, ist die Kälte. Ich kann es nicht sehen, aber ich bin mir sicher, dass es dunkel ist. Ich spüre, dass ich auf dem Boden liege. Dann schlage ich die Augen auf. Es ist tatsächlich sehr dunkel. Ab und zu wird es heller, als ob ein Licht in der Nähe wäre, sich aber immer wieder jemand davorstellen würde.

Ich will mich aufrichten, doch dann halte ich inne. Ich versuche keine Panik zu bekommen, aber es gelingt mir nicht. Ich kann mich an nichts mehr erinnern. Ich weiß nicht, wo ich wohne. Ich weiß nicht, ob ich eine Familie oder Freunde habe. Ich weiß nicht mal meinen eigenen Namen. Ich spüre, wie die Panik sich in mir breit macht. Warum weiß ich meinen Namen nicht? Habe ich überhaupt einen? Ich fange an zu husten, weil ich nicht weiß, ob ich überhaupt lebe. Doch das Husten hört sich lebendig an. Aber warum kann ich mich dann nicht erinnern?

Plötzlich geht ein Ruck durch den Gitterboden. Die Box, oder in was ich auch immer drin bin, bewegt sich nach oben. Und zwar so schnell, dass mir übel wird. Die Panik macht mich fast wahnsinnig. Ich kann die Tränen noch gerade so herunterschlucken, weil ich weiß, dass weinen mir nichts bringt. Ich höre mich selber laut und schnell keuchen, als ob ich gerade einen Marathon gelaufen wäre. Ich höre mich selber schreien, brüllen und schließlich doch weinen. Ich rüttele verzweifelt an den Gittern um mich herum und schreie so lange bis ich heiser bin. Dann setze ich mich hin, vergrabe den Kopf in meinen Händen und weine lautlos. Ich weiß, dass ich schluchze, aber ich kann es nicht hören, da die Box beim Hochfahren so laut ist. Ich sehe nach oben. Ich kann durch die Gitter und die Dunkelheit nicht feststellen, wann die Box oben ankommt. Kommt sie überhaupt oben an? Wenn ja, was ist da oben?

Dann sehe ich das Ende. Es kommt so plötzlich in mein Blickfeld, dass ich vergesse zu weinen. Man könnte meinen die Box würde jetzt langsamer werden. Doch das Gegenteil ist der Fall. Es kommt mir vor, als würden ich und die Box auf das Ende zu rasen. Es kommt näher und näher. Ich fange an um Hilfe zu schreien, dabei weiß ich, dass mich sowieso keiner hört. Ich rutsche am Rücken entlang in die Ecke, schließe die Augen und halte mir die Ohren zu. Es ist plötzlich alles zu laut und zu viel. Die Geräusche und Gefühle scheinen mich zusammenzudrücken.

Dann ist alles vorbei. Es ist still. Ich weiß nicht, ob man Stille hören kann, aber wenn doch, dann ist das jetzt grade so. Schwer atmend hebe ich den Kopf. Die Box ist angekommen. Wo, weiß ich nicht. Dann scheint es so, als wäre die Welt in rotes Licht getaucht. Ich bin froh, dass ich etwas sehen kann, aber auch gleichzeitig verängstigt, denn rotes Licht kann nichts Gutes bedeuten. Jetzt kann ich sehen, dass ich nicht alleine in der Box bin. Dort, gegenüber von mir, liegt jemand. Es ist ein Mädchen. Auf allen Vieren krabble ich zu ihr hin, weil ich nicht die Kraft habe aufzustehen. Sie liegt mit dem Rücken zu mir auf dem Boden und bewegt sich nicht. Ich drehe sie vorsichtig auf den Rücken. Ihre Augen sind geschlossen und es scheint, als würde sie schlafen. Sie hat braunes, schulterlanges Haar und sieht aus, als wäre sie ungefähr 15 Jahre alt. Mir fährt ein Schauer über den Rücken, denn ich weiß gar nicht wie alt ich bin! Ich weiß nur, dass ich ein Junge bin.

„Hey, kannst du mich hören?“, frage ich und schüttele sie dabei an den Schultern. Ich erschrecke mich dabei vor mir selbst, weil ich keine Ahnung hatte, wie meine Stimme klingt. Ich finde sie passt zu mir. Das Mädchen reagiert nicht. Plötzlich wird mir schlecht, alles dreht sich und ich muss mich setzen. Ich schließe die Augen, in der Hoffnung, dass es besser wird, doch der Boden unter mir dreht sich weiter. Ich merke, wie mein Kopf hart auf dem Gitterboden aufschlägt. Dann ist es schwarz.

Lila, denke ich plötzlich in die Dunkelheit, Sie heißt Lila. Und ihr Spitzname ist Lil.

Warum weiß ich das? Ich öffne die Augen wieder. Ich liege nun neben ihr. Es hat wahrscheinlich nur kurz gedauert, aber in der Zeit in der ich weg war, hat sich etwas verändert.

Die Decke der Box ist aufgegangen und auf mich und sie blicken viele, fremde Gesichter.
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