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Sunset in Paris

von Remon
KurzgeschichteRomance / P12 / MaleSlash
Jean Pierre Polnareff Mohammed Abdul
10.03.2021
10.03.2021
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Vorwort




Hallo zusammen! Ich habe mich schon lange nicht mehr hierher verirrt. Aber jetzt bin ich hier und möchte zwei Kurzgeschichten übersetzen, die ich letzten Sommer auf Englisch auf Wattpad im Zuge der AvPol Week 2020 geschrieben habe und euch nicht länger vorenthalten.

(Die andere Kurzgeschichte findet ihr hier: https://www.fanfiktion.de/s/6047ba600002ccad3002f043/1/Lost-and-Found )

Leider musste ich feststellen, dass hier auf der deutschen FanFiktion Seite noch nicht allzu viele Werke zu meinem momentanen Lieblingsanime/-manga JoJos Bizarre Adventure existieren. Daher der Übersetzungsaufwand. Ich hoffe ich mache euch damit eine Freude! :D

Es ist schon drei Jahre her, seit ich das letzte Mal ernsthaft auf Deutsch geschrieben habe. Daher würde ich mich über Kommentare und Kritik sehr freuen!

Ansonsten wünsche ich euch jetzt viel Vergnügen!







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Pairing: AvPol (Muhammed Avdol x Jean Pierre Polnareff)

Prompt: First Date

Original-Story (Englisch): https://www.wattpad.com/926985542-avpolweek-2020-day-4-first-date-sunset-in-paris

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„Sunset in Paris“







Wo ist er? Wo ist er?




'Ach, es wird schon einfach genug sein, ihn in Menge zu sehen', dachte der ungeduldige Franzose zu sich selbst. Und tatsächlich: Obwohl womöglich tausend Leute vor dem Flughafen umher wuselten und ungefähr einhundert aus der Richtung der Flieger kamen, gab es nur einen. Den einzig wahren …




„Mohammed!!!!“ Der Franzose mit den silbernen Haaren rannte zu einem dunkelhäutigen Mann mit langem welligen Haar, der einen diese in einem lockeren Pferdeschwanz zurückgebunden hatte und umarmte ihn mit einem glücklichen Grinsen. „Du bist endlich da!!“




Der Mann, der gerade angekommen war, trug außerdem eine rote Robe und eine goldene Kette. Als er seinen Arm hob, um den anderen den Kopf (oder die Haare?) zu tätscheln, klingelten die goldenen Armreifen, die er trug. „Ja, ich bin auch froh, dich zu sehen, Polnareff~“




Polnareff verzog den Mund zu meiner schmollenden Schnute. „Wie oft habe ich dir gesagt, dass du mich bei meinem Vornamen nennen sollst? Wir sind keine Kampfgefährten mehr....“ Er seufzte und verschränkte seine Arme vor seiner enorm großen (für einen Mann) Brust. Währenddessen holte der Mann namens Mohammed seine Tasche und kehrte zu dem Franzosen zurück. Mohammeds selbstsicheres Lächeln verwandelte sich in ein eher schüchternes. „Ja, ich weiß …. daran muss ich mich einfach noch gewöhnen, weißt du?“ Er schmunzelte, als er den Gesichtsaudruck des anderen sah. „Och, komm schon, schmoll nicht so....“, sagte er, obwohl er zugegebenermaßen es eigentlich ganz niedlich fand, dass Jean Pierre Polnareff, der wohl am meisten emotionalste Partner, den er im Kampf an seiner Seite hatte, nun so ein Gesicht macht, wie ein kleines, wütendes Kind.




„Okay … es tut mir leid, ja? …. Jean ...“ Mohammed beugte sich nach vorne und küsste ihn sanft auf die Wange. Der hellhäutige Jean errötete darauf hin. „D...doch nicht hier, manno...“ Jean schnappte sich Mohammeds Hand zog ihm zum Ausgang des Flughafens.




Verdammt. Wie peinlich! Jean hatte sich noch nicht richtig daran gewöhnt, den deutlich mehr erwachsenen Ägypter Mohammed Avdol zu daten. Sie hatten sich vor zwei Jahren auf einer Reise getroffen, bei der sie sozusagen die Welt gerettet haben. Jedenfalls beschrieb Jean die Reise als solche.

Und Avdol …. Mohammed …. hatte Jean bereits gleich zwei Mal das leben gerettet.

Das erste Mal hatte damit geendet, dass der Ägypter einen Streifschuss in den Kopf erhalten hatte. Und beim zweiten Mal …. Jean hielt die künstliche Hand seines Freundes fester in der eigenen. Er versuchte, nicht mehr daran zu denken. Denn dieser Tag war einer der schlimmsten in seinem Leben gewesen.




Her atmete tief ein und aus, als sie in den Shuttlebus stiegen. Es war nicht mehr weit und sie würden bald bei dem Hotel ankommen, in dem Mohammed gebucht hatte.




„Du bist so still. Ziemlich ungewöhnlich“, bemerkte der Wahrsager. Jean schaute auf. Es stimmte. „Ah … es ist nichts“ Pierre lächelte. „Ich … habe nur gerade wieder zu sehr an die Vergangenheit gedacht …. aber die Gegenwart ist so viel besser!“ Er lehnte seinen Kopf gegen die Schulter des anderen Mannes.




„Oh und hier ist dein Hotel!“, sagte Jean, als sie davor stehen blieben. „Mein Haus ist nur fünf Minuten von hier die Straße runter. Also lass uns doch dort treffen, wenn du mit dem Auspacken fertig bist, ja?“ Mohammed nickte, nachdem Jean den Vorschlag unterbreitet hatte. Ein paar Strähnen hatten sich aus einem Pferdeschwanz gelöst und fielen ihm ins Gesicht, was ihm tatsächlich besser stand, als wenn die Haare streng nach hinten gebunden waren. „Na dann, bis später, Jean.“ Dann betrat er die Lobby.




Währenddessen eilte der silberhaarige Franzose zurück nach Hause, um seine Liste zu holen. Dort hatte er alles notiert, was er seinem Freund von dieser wunderschönen Stadt zeigen wollte, in der er lebte. Bis jetzt war Jean immer nach Ägypten geflogen, um Mohammed zu besuchen. Denn es hatte stets etwas Magisches, diesen bei der Arbeit zuzusehen, aber auch bei alltäglichen Situationen in der Stadt. Aber nun hatte er die Chance, sich zu revanchieren, um seine geliebte Stadt vorzustellen.







X – X – X – X  







„Hey, hier bin ich!!“ Mohammed konnte den silberhaarigen Mann winken sehen, als er die Straßen hinunter lief. Es war immer sehr erheiternd, die Zeit mit Jean zu verbringen. Er war ein enthusiastischer und immer gut gelaunter Kerl. Mohammed hingegen war kein Mann der vielen Worte. Nun … eigentlich war er recht normal …. aber verglichen mit Jean, der wie ein Wasserfall reden konnte, wenn er ein passendes Thema hatte, war er wirklich ein stiller Geselle.




Der hoch motivierte Jean zeigte ihm seine Welt. Es war schon recht amüsant zu sehen, wie er ihn aufgeregt nach hier und dort führte und erzählte. Um ehrlich zu sein war es sogar ziemlich niedlich.




Und so verstrich die Zeit. Es wurde schließlich später Nachmittag und Jean führte Mohammed immer noch herum. „Oh und dieses Café … du wirst es lieben! Wir sollten hier morgen frühstücken … der Kaffee ist echt gut hier und--“ Weiche, wohlgeformte Lippen schnitten seine Worte ab. Die Augen des Franzosen weiteten sich vor Überraschung über diese plötzliche Aktion und ein Hauch von rosa schlich sich über sein Gesicht.




„Jean“, murmelte Mohammed. „Es ist wirklich wunderschön hier und danke dir, dass du mich herumführst . Aber …. Ich bin nicht hier, um den ganzen Tag Sightseeing zu machen.“ Er schüttelte leicht den Kopf und legte eine Hand in Jeans Nacken. „Ich bin hier, um Zeit mit dir zu verbringen, Liebster.“




Bisher war Jean eigentlich immer davon ausgegangen, als der Franzose in der Beziehung, dass er der Romantischere von beiden war. Die Gänsehaut, die sich nun über seinem ganzem Körper ausbreitete, erzählte allerdings eine andere Geschichte. „J...ja“, war das Einzige, was er über die Lippen bringen konnte. Er merkte nur noch, wie sein Körper wie magnetisch von dem des Dunkelhäutigen angezogen wurde. Und er verspürte keine Scham, als er diesen nun mitten auf der Straße küsste.




Als sich ihre Lippen wieder voneinander trennten, flüsterte Jean: „Dann …. folge mir....“ Er hielt die Hand seines Liebhabers und führte ihn eine Treppe hinauf, die versteckt in einer Seitengasse zwischen ein paar Büschen lag. Oben angekommen landeten sie auf einer Balkonterrasse mit einigen Blumen und sogar einem kleinen Kirschbaum. Dieser Ort schien von der Außenwelt komplett vergessen zu sein. Sie ließen sich auf einer eisernen Gartenbank nieder und betrachteten den Sonnenuntergang, der ganz Paris in eine golden rote Stadt der Liebe verwandelte.




Die zwei Männer umarmten sich und schauten einander tief in die Augen, während nun auch ihre Gesichter in die Farben der untergehenden Sonne getaucht wurden. Dies war der perfekte Moment. Ein Moment Frieden und Ruhe. Ein Moment, der nur von ihnen beiden geteilt wurde. Jean schloss seine Augen und lehnte seinen Kopf an Mohammeds Schulter. „Ich liebe dich“, flüsterte er, während er den exotischen Duft des anderen einatmete. Mohammed streichelte ihm sanft über den Rücken. „Ich liebe dich auch, Jean“, antwortete er und drückte einen kleinen sanften Kuss auf seine Stirn.  







Nachdem sie hier einige Zeit an diesem friedvollen Ort gesessen hatte, schnurrte Mohammed mit seiner tiefen Stimme:







„Also …. möchtest du nicht diese Nacht mit mir im Hotel verbringen?“







Und Jean hatte absolut nichts gegen diese Idee . . .
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