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ZARTBITTER - der Anfang

GeschichteRomance, Sci-Fi / P18 / Het
Minho Newt OC (Own Character) Thomas
10.03.2021
13.04.2021
8
6.742
 
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21.03.2021 1.081
 
Ginny

Zusammen mit Thomas auf meiner Linken Seite und DEM Alby, von dem Newt gesprochen hatte auf meiner Rechten, saß ich vor dem Lagerfeuer. Die wohltuende Wärme des Feuers glühte auf meinen Wangen und ich genoss es. Ich genoss es jedoch noch mehr, endlich aus dem Loch raus zu sein. Wie froh war ich gewesen, als Thomas kam und meinte, wir dürften raus, wenn wir wollten.

Elena hatte noch geschlafen, weshalb wir sie liegen ließen. Aber mit offenem Gitter, damit sie raus konnte, sobald sie wach wurde.

Alby neben mir, der erste Anführer der Lichter, so wie sich alle hier nannten, klärte mich schon über einiges auf. So erzählte er mir, dass wir umgeben waren von dicken Mauern eines Labyrinths, das wo wir hier waren, nannten sie Lichtung. Und sich selbst eben Lichter. Weshalb auch immer, aber ich hinterfragte es nicht.

Dann gab es noch drei sehr wichtige Regeln.
"Erstens: Leiste einen Beitrag. Jeder hier auf der Lichtung geht einer Arbeit nach. Zweitens: Füge niemanden Leid zu. Und Drittens: Gehe nie und damit meine ich NIEMALS in das Labyrinth, hast du kapiert?." , hatte er mir erklärt und das in einem ziemlichen Befehlston.

Das jeder hier auf der Lichtung arbeitete, fand ich gut. Denn das brauchte man um hier zu überleben, denke ich. Neugierig hatte ich Alby gefragt, welche Jobs es denn gab. Vielleicht war ja schon sofort etwas dabei, was mich interessierte? Der erste Anführer klärte mich gerne auf. Es gab die Sanis, die sich um die Verletzungen eines Jeden kümmerten, die Bauarbeiter, die wie es der Name schon sagte, alles bauten, was es zu bauen gab und was notwendig war, die Schlitzer, das war kein so besonders schöner Job, man musste dort nämlich die Tiere auseinander nehmen, die Köche natürlich, sonst gäbe es wohl kein Essen, dann noch die Hackenhauer, die erledigten alle Feldarbeiten, pflanzten Obst und Gemüse an und sowas. Ach ja und zu guter letzt gab es noch Schwapper. Das war die letzte Arbeit , die jemand machen wollte. Denn die Schwapper machten alles sauber, was ein anderer als Dreck hinterlassen hatte. Keine schöne Arbeit.

"Ich denke, deine Freundin hat lange genug geschlafen.", brummte Gally, welcher gegenüber von mir und Thomas saß und erhob sich.

"Sie ist nicht meine Freundin! Ich kenne sie nicht!", rief ich ihm noch hinterher, aber er ignorierte es einfach. Ich mochte diesen Kerl einfach nicht. Zwar kannte ich ihn nicht, aber fest stand schon jetzt: Freunde würden wir definitiv keine werden.

"Nimm's Gally nicht so übel, ist einfach seine Art.", kam es von Newt, welcher gerade hinzu kam und sich nun anstatt Gally gegenüber von mir niederließ. Ein freundliches Lächeln trug er auf seinen Lippen.  Mit ihm könnte ich eher Freundschaft schließen. Er wirkte ziemlich nett. So wie auch Thomas.

Thomas...Ich wusste nicht was es war, aber von der ersten Sekunde an, in welcher ich ihn sah, dort oben vor den Bambusgittern des 'Lochs', wusste ich: ich konnte ihm vertrauen. Ich sah es in seinen Augen. Augen die Wärme und Gutherzigkeit ausstrahlten. Und die Art wie er beruhigend auf mich eingesprochen hatte.
Ja, ich vertraute ihm.

Wir alle unterhielten uns noch über Dies und Jenes, ich lernte noch einen Typen namens Pfanne kennen, der hier der Koch war und mir sofort sympathisch war, als Gally nochmal zurück kam. Woher ich das wusste? Seine Stimme drang sofort an meine Ohren, furchtbar laut, obwohl er nicht schrie.

"WAS habe ich euch gesagt?! Den beiden Neuen kann man nicht trauen!", blaffte er , als er dann auch mal in meinem Blickfeld erschien. Newt sah bloß mit irritierten Blick zu ihm auf, seine  rechte Augenbraue hob sich gen Höhe.

"Was - wovon sprichst du da bitte, Gally?"

"Was ist passiert?", kam es auch von Alby, der sich neben mir erhoben hatte. Er strahlte eine unfassbare starke Aura aus. Die benötigte er wohl auch als Anführer.

"Was passiert Ist? Ich sag dir was passiert ist! Die beiden Mädchen verschweigen uns doch etwas! Sie wissen bestimmt mehr , als sie zugeben! Ist es nicht so , hm?", legte Gally daraufhin brüllend los und bei seinen letzten Worten , sahen seine vor Wut und Misstrauen funkelnden Augen zu mir. Seine komischen Augenbrauen zogen sich dabei nach unten.

"W-Was? Das stimmt nicht ich -"

"LÜG MICH NICHT AN!" Autsch. Meine Ohren. Jetzt schrie er tatsächlich. Er tobte wie ein wilder Eber.

"Hey kommt mal beide wieder runter -", wollte Alby uns beruhigen, als eine andere Stimme ertönte zu welcher alle ihre Köpfe drehten. Auch ich.

"Ich kann ihn verstehen. Sehr gut sogar.", sagte Elena kleinlaut und stapfte auf Alby zu, streckte ihm die Hand entgegen. Soweit ich es sehen konnte war das ... ein Zettel? Woher hatte sie den? Was stand da drauf?

Alby nahm den Zettel entgegen und ich sah ihn kritisch darauf blicken. Alle anderen sahen still dabei zu. Sogar Gally.

"Und? Was steht drauf?", fragte Newt schließlich nach einer Weile.

"Sie sind die letzten. Für immer.", sprach Alby mit monotoner Stimme, aber bevor jemand anderes das Wort erheben konnte, steckte er den Zettel ein und drehte sich um. Den Blick , den er auf dem Gesicht trug, konnte ich nicht deuten. "Ab ins Bett mit euch. Alle!", befahl er dann. Natürlich musste Gally wieder dazwischen funken. Wer hätte das gedacht?

"Was? Willst du wirklich ignorieren was da steht, willst -"

"Ich sagte geht schlafen. ALLE."

Beleidigt zog Gally von dannen und stampfte regelrecht, wie ein Nashorn, davon. Die anderen Jungs taten wie geheißen und gingen. Thomas auch, Newt jedoch blieb stehen. Alby sagte nichts dazu. Okay, gut, soweit ich das verstanden hatte, war Newt ja sein Stellvertreter. "Was hat das zu bedeuten?", fragte der Blonde.

"Ich weiß es nicht. Wir werden uns morgen damit beschäftigen. Ginny." Er wandte sich an mich und ein wenig eingeschüchtert sah ich ihm in die dunklen Augen.

"Du kommst mit mir , ich zeig dir wo du schlafen kannst. Newt du kümmerst dich um Elena."

"Wird gemacht. Na dann komm mal mit Frischling.", wandte sich der Blonde, trotz der Situation, grinsend an die Rothaarige, die ihre Augen zu Schlitzen verzog.

"Ich habe einen Namen Newt."

Ein amüsiertes Grinsen konnte ich mir nun auch nicht mehr verkneifen, folgte jedoch  Alby fix, der mich mit verschränkten Armen und einem auffordernden Blick taxierte.
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