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ZARTBITTER - der Anfang

GeschichteRomance, Sci-Fi / P18 / Het
Minho Newt OC (Own Character) Thomas
10.03.2021
13.04.2021
8
6.742
 
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12.03.2021 887
 
Ginny

Nachdem wir, das andere Mädchen und ich, von den Jungs aus dem Aufzug geholt wurden, steckten sie uns doch tatsächlich in eine Art Gefängnis im Boden. 'Loch' nannten sie es. Dabei ging dieser Gally nicht gerade sanft mit mir um. Verflixter Mistkerl! Er war es auch, der meinte uns könnte man absolut nicht trauen, schließlich wären wir die ersten Mädchen in diesem Labyrinth und die einzigen. Zudem kam ich ihm äußerst suspekt vor, da ich als einzige meinen Namen sofort wusste. Ein Paar der andern Jungs stimmten ihm sogar zu. Warum? Was bitte war so anders an uns oder gar gefährlich? Wie waren doch bloß Mädchen. Und dann wussste ich eben meinen Namen, na und? An mehr konnte ich mich nicht erinnern.

Tja hier saß ich also nun, total verängstigt, mit dem anderen Mädchen. Und ja verängstigt. Ich war vermutlich ein Angsthase in meinem früheren Leben gewesen. Wer wusste das schon?

"Hey, Ginny, richtig? Es wird alles gut." kam es sanft von dem rothaarigem Mädchen neben mir und kurz darauf legte sie mir beruhigend den Hand auf den Arm, aber sofort zog ich mich zurück. Verwirrte blaue Augen sahen mir entgegen, die sich kurz darauf zusammenzogen.

"Na dann halt nicht! Sorry!",gab das Mädchen dann genervt von sich , rückte ab und verschränkte die Arme vor der Brust. "Ich wollte bloß nett sein.", fügte sie noch an. Ihre Stimme war giftiger als vorhin. Na die hatte ja Stimmungsschwankungen...

Ich ließ mich nicht gerne von fremden Personen anfassen, Na und? Ich traute eben nicht jedem. War doch auch ne gute Eigenschaft. Außerdem trauten uns diese Jungs auch nicht über den Weg. Also war es vollkommen berechtigt. Oder?

"Und jetzt kannst du nicht mehr reden oder was? Eben so einen riesigen Aufstand machen und in Wahrheit bist du nur ein stilles Mäuschen, was?", kam es nach kurzer Zeit wieder zickig von der Rothaarigen, zu welcher ich mit weit geöffneten Augen blickte und gerade etwas erwidern wollte, da kam mir jemand anderes zuvor.

"Lass sie doch, sie wird schon ihren Grund haben." ,drang eine sanfte, tiefe Stimme zu uns durch, die mich - so absurd es auch klang - irgendwie beruhigte.

Beide drehten wir gleichzeitig unsere Köpfe dem Typen entgegen, der gerade gesprochen hatte. Er hatte kurze, dunkle , fast schwarze Haare, die ihm etwas wirr in die Stirn fielen. Was mich an ihm besonders faszinierte waren seine braunen Augen, die aussahen wie geschmolzene Zartbitterschokolade. Und naja, ich wusste nicht woher ich das wusste, aber ich liebte Zartbitterschokolade.

Bevor ich den Jungen vor mir weiter anstarren konnte, wandte er sich an mich. Die Rothaarige blieb derweilen still. Scheinbar wusste sie nichts mehr zu erwidern oder wollte es einfach nicht.

"Hey.. Ginny, nicht wahr?"

Ruhig begann ich zu nicken und sah ihm in die Augen, ich bekam meine Augen einfach nicht von den seinen. Sie nahmen mich gefangen.Für ein paar Millisekunden schweifte mein Blick runter zu seinen vollen Lippen, die sich zu einem warmen Lächeln verzogen.

"Ich bin Thomas. Freut mich dich kennenzulernen, Ginny. Du - ihr beide" seine Augen schweiften kurz zu dem rothaarigen Mädchen neben mir, dann visierte er mich wieder an, "müsst keine Angst haben. Ihr seid hier sicher. Und wir werden euch auch bald hier raus lassen, versprochen. Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme von Gally. Mit dem habt ihr ja auch schon Bekanntschaft gemacht." Gegen Ende seufzte Thomas leise, behielt aber ein Grinsen auf seinen Lippen.

Wieder nickte ich. "Danke.", meinte ich bloß leise, denn ich hatte das Bedürfnis ihm zu danken. Er war mir sofort echt sympathisch. Anders, als dieser Gally, mit diesen furchtbaren Augenbrauen.  Und sein Misstrauen ging mir auch schon auf den Keks.

"Aaachhh sieh mal an, sie kann ja doch reden!" Und da war sie wieder... dieser rothaarige Fuchs. Mit einem wütenden Blick sah ich zu ihr, sie war gerade dabei zu klatschen und trug ein falsches Lächeln zur Schau, das bemerkte ich sofort. Allein auch schon an ihren gehässigen Tonfall.

"Und wer bist du, kleine Zicke?" , wandte sich Thomas dann seufzend an den roten Fuchs. Ha. So hieß so von nun an für mich. Fuchs. Vielleicht war sie das ja auch in ihrem früheren Leben , wer wusste das schon?

"Ich weiß meinen Namen nicht, das müsstest du eigentlich wissen!", schnauzte Fuchs ihn an.

"Ist ja schon gut. Ich hab' lediglich nachgefragt." Meine Augen schweiften zu Thomas hin, der ergebend die Hände hob und ziemlich genervt aussah. Verständlich.

"Thomas, Alby sucht dich.", sagte eine andere Stimme und ein dunkelblonder, schlanker Junge kam hinzu. Seine Stimme war nicht ganz so tief wie die von Thomas. Und wenn ich mich nicht irrte, war der Junge ebenfalls dabei, als sie uns aus dem Aufzug geholt hatten.

"Bin schon unterwegs." Thomas erhob sich von seinem Platz auf der Erde und schenkte mir zum Abschied ein freundliches Lächeln.

"Oh Newt! Gott sei dank...lässt du uns raus? Bitte Bitte.." Was zum - diese Schnepfe! Jetzt tat sie plötzlich auf freundlich und süß! Mit zusammengekniffenen Augen schielte ich zur ihr rüber. Sie formte einen übertriebenen Schmollmund.

"Sorry, nein. Ihr müsst noch drin bleiben, spätestens bis heute Abend. Albys Anweisung."

Danke, Newt.
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