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Lost and Found

von Remon
KurzgeschichteRomance, Fantasy / P12 / MaleSlash
Jean Pierre Polnareff Mohammed Abdul
09.03.2021
09.03.2021
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Vorwort


Hallo zusammen! Ich habe mich schon lange nicht mehr hierher verirrt. Aber jetzt bin ich hier und möchte zwei Kurzgeschichten übersetzen, die ich letzten Sommer auf Englisch auf Wattpad im Zuge der AvPol Week 2020 geschrieben habe und euch nicht länger vorenthalten.
(Die andere Kurzgeschichte findet ihr hier:https://www.fanfiktion.de/s/6048b59d0002ccad3002f043/1/Sunset-in-Paris)
Leider musste ich feststellen, dass hier auf der deutschen FanFiktion Seite noch nicht allzu viele Werke zu meinem momentanen Lieblingsanime/-manga JoJos Bizarre Adventure existieren. Daher der Übersetzungsaufwand. Ich hoffe ich mache euch damit eine Freude! :D
Es ist schon drei Jahre her, seit ich das letzte Mal ernsthaft auf Deutsch geschrieben habe. Daher würde ich mich über Kommentare und Kritik sehr freuen!
Ansonsten wünsche ich euch jetzt viel Vergnügen!




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Pairing: AvPol (Muhammed Avdol x Jean Pierre Polnareff)
Prompt: Fantasy AU
Original-Story (Englisch):https://www.wattpad.com/926985484-avpolweek-2020-day-1-fantasy-au-lost-and-found
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Lost and Found“






„Argh! Wo sind diese verdammten Dinger?!“


Ein großgewachsener Mann mit silbernen Haaren stampfte durch den Wald. Er war noch nie hier gewesen und trotzdem schien er nach etwas bestimmten zu suchen. Komischerweise hatte er weder Karte, noch Hinweise zu dessen Aufenthaltsort dabei. Er seufzte schwer und ließ sich auf einem nahe gelegenen Baumstamm nieder. Er zog ein Pergament aus seinem Lederbeutel hervor. Darauf befand sich die Zeichnung einer lilanen Blume mit rosanen Blättern. Eine äußerst seltene Blume noch dazu. Und es war seine, Jean Pierre Polnareffs Aufgabe, diese Blume zu finden und zu sammeln.


Nun … er war immerhin ein Jäger, eigentlich. Allerdings musste er zur Not auch hin und wieder Jobs annehmen, bei denen er bestimmte Kräuter, Materialien oder andere Dinge sammeln musste. Und das war einer dieser Jobs. Und weil es eine seltene Blume war, war die Bezahlung dementsprechend hoch. Eine ziemlich gute Gelegenheit also, an gutes Geld zu kommen. Nicht so gut allerdings war die Tatsache, dass niemand so genau wusste, wo diese Blume wuchs. Also hatte Jean keine andere Wahl, als den ganzen riesigen Wald zu durchforsten und mit viel Glück über sie zu stolpern.


Gerade als Jean anfangen wollte, alle Hoffnung zu verlieren, diese Blume zu finden, da hörte er etwas zwischen Blättern rascheln. Er blickte auf.


Seine blauen Augen trafen auf haselnussbraune in der Ferne. Sie gehörten zu einem anderen Mann, der etwas größer zu sein schien, als er selbst. Er hatte schokoladenbraune, wunderschöne Haut und sein langes, welliges Haar, welches in die Farben des dunklen Holz der Bäume getaucht war, wehte leicht in der kühlen Brise. Und da bemerkte Jean es: Dies war kein Mann. Es war eine Fee. Denn rot schimmernde Flügel wuchsen aus seinem Rücken und verbreiteten ein angenehmes Leuchten und Glitzern.


Es war nur ein kurzer Moment, aber lange genug, um auf die Idee zu kommen, dass dieses Wesen Jean vielleicht helfen konnte. Aber bevor er etwas sagen konnte, drehte sich der Feen-Mann um und verschwand im dunklen Grün der Blätter.


„W....Warte!“, rief der Jäger ihm nach und sprang sofort auf die Beine, um ihm hinterher zu rennen. Da! Das rote Leuchten hinter den Büschen! Jean lief dorthin aber als er an der Stelle ankam, bei der er den Anderen vermutet hatte, war das Licht bereits erloschen und die Lichtquelle womöglich ebenso.


Die passierte wieder und wieder und bevor er es richtig realisieren konnte, war es bereits dunkel geworden.


„Großartig.“ Jean ließ sich auf dem Boden nieder. „Jetzt habe ich weder die Blume, noch die Fee gefunden …. und … zu guter Letzt habe ich mich auch noch verlaufen ….!“ Er war so wütend auf sich selber. Warum hatte er sich so von dem Gedanken mitreißen lassen, mit diesem Wesen zu sprechen?!


Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen. „Ich …. bin einfach …. verloren....“, seufzte er nach einer Weile.










„Wenn du verloren bist …. dann habe ich dich gefunden ….“, konnte er mit einem Mal eine tiefe Stimme hinter sich hören.


Jean drehte sich hastig um und das warme Licht löschte all seine verzweifelten Gedanken, die in ihm brannten. „Du bist es!“, flüsterte er, nicht in der Lage, mehr zu sagen.


Nun konnte er endlich mehr von der Waldfee ausmachen. Sein muskulöser Körper war lediglich in eine durchsichtige rote Robe gehüllt. Glücklicherwiese war seine Lendengegend durch eine dickere Schicht Stoff bedeckt. Dennoch konnte man die beachtliche Größe erahnen, die sich darunter versteckte …


Moment! Jean musste seine Augen von diesem Bereich wegreißen und spürte eine Hitzewallung in seinem Inneren. Warum …. war er so interessiert an diesem Körper? Und wieso fühlte er sich nun so peinlich berührt?! Er biss sich nervös auf die Unterlippe und senkte den Blick.


Dann bemerkte er, wie warme, braune Hände sich nach ihm ausstreckten und eine wunderbar angenehme Stimme begann zu sprechen: „Ich bin Avdol, eine Feuerfee. Ich habe doch hier eine Weile herumirren sehen. Und ich nehme an, dass du mich eine weiter Weile versucht hast, einzuholen, nicht wahr?“ Er klang amüsiert, als hob Jean den Kopf, um die Emotion in dem Gesicht seines Gegenübers zu sehen. Er bemerkte zwei gekrümmte lange Narben auf Avdols Gesicht und ohne nachzudenken, fuhr er diese sanft mit dem Finger nach.


Avdol blieb an Ort und Stelle, rührte sich nicht. Er war nur kurz zusammengezuckt, hatte er nicht damit gerechnet, berührt zu werden. Nachdem Jean seine Narben bis nach unten nachgezogen war, fragte er: „Kann ich dir bei etwas behilflich sein, Jäger?“ Er hatte Jeans Lederrüstung, das Schwert und auch Bogen und Köcher, der mit Pfeilen gespickt war, bemerkt. Daher hatte er ihn als einen Jäger identifizieren könne.


Jeans Gehirn aber schien noch nicht schnell genug zu reagieren und alles was er nun zu Stande brachte war: „Ich … mein Name ist Jean Pierre Polnareff....“
Avdol hingegen legte darauf hin den Kopf schief. Auf eine niedliche Art und Weise, wie es Hunde tun. Aber dies ließ ihn nicht weniger wunderschön und grazil erscheinen.


Nach ein paar weiteren Sekunden hatte Jeans Kopf die Worte der Fee verarbeitet und er holte die Zeichnung der Blume hervor. „Ich suche das hier ...“, sagte er mit einem entschuldigenden Ton in seiner Stimme, da er jetzt erst antwortete und nicht schon zuvor, als er gefragt worden war.


„Oh.“ Avdol lächelte. „Ich kann mir vorstellen, wie schwer es ist, diese Blume zu finden, wenn man sich hier im Wald nicht auskennt. Aber keine Sorge.“ Er zog Jean wieder auf die Beine. „Ich werde dich führen und dir zeigen, wo die Sternenstaubblume wächst.“ Während er noch immer Jeans Hand hielt, fing Avdol an, sich einen Weg durch Sträucher, Farme und andere Pflanzen zu bahnen. Scheinbar wusste er genau, wohin er ging.


Jean jedoch hatte keinen Blassen Schimmer und so stolperte er hinter ihm her. Das einzige, auf das er achtete waren die breiten Schultern und der muskulöse Rücken der Feuerfee, die er durch den sanften Stoff der Robe sehen konnte. Er konnte es nicht ganz benennen, aber da war etwas, mit dem der Andere ihn in seinen Bann gezogen hatte.


Er war so sehr in Gedanken, sodass Jean, als Avdol stehen blieb, mit ihm zusammen stoß. The Flügel, die rechts und links von ihm flatterten und vibrierten, verteilten etwas Feenglitzer auf ihm, als sie so plötzlich berührt wurden. „Oh?“ Der Feenmann schmunzelte. „Entschuldige. Du bist sicher müde schon allein vom Herumirren hier, und dann zerre ich dich auch noch ohne Pause hier hin.“ Er entschuldigte sich zwar, jedoch konnte er nicht die Belustigung in seiner Stimme unterdrücken.


„Hier hin?“ Und in dem Augenblick bemerkte der silberhaarige Jäger, wo er stand: ein ganzes Feld mit Sternenstaubblumen leuchteten vor ihm im blauen Mondlicht. Die Blüten glitzerten im Dunkeln und ließen diesen Ort so mysteriös und geheimnisvoll und wunderschön erscheinen, wie kein anderer Ort zuvor. „Wow“, flüsterte Jean. „Das ist wunderschön!~“


Nachdem er die Lichtung einige Zeit bewundert hatte, bückte er sich und pflückte vorsichtig fünf Blumen. Denn dem Auftrag nach sollte er genau diese Anzahl der Pflanzen auftreiben. Er verstaute sie in seiner Tasche. Dankbar nickte er in Avdols Richtung. „Ohne dich wäre ich echt verloren gewesen.“ Moment mal. Er war ja IMMER NOCH verloren hier. Jean wollte dies gerade ansprechen, aber der Feenmann kam mit einem charmanten Lächeln auf ihn zu. Und als hätte er die Gedanken des anderen gelesen, legte er sanft seine Hände auf Jeans Schultern und lächelte: „Ich werde dir den Weg aus dem Wald hinaus zeigen, mein Freund.“


'F....Freund?!' Wieder spürte Jean diese unerklärliche Hitze in seinem Herzen, ausgelöst von diesen freundlichen Worten, diesem gut aussendendem Gesicht und diesen heißen Händen auf seinen blassen Schultern. Er nickte stumm, noch immer ein wenig erstaunt und ergriffen von Avdols Schönheit, die er nun so nah bewundern durfte.


„Diesmal werde ich langsamer gehen.“ Die Feuerfee lachte kurz. „Ich möchte dich nicht zu sehr auslaugen. Du möchtest sicherlich nach Hause.“ Seine Stimme war sanft und fürsorglich. Die Tiefe der Stimme fühlte sich an, wie eine warme Umarmung, die Jean umhüllte und bei der er sich einfach nur wohl fühlte. „Hmm“, sagte er. „Danke, Avdol.“ Er lächelte Avdol dankend an und reichte ihm seine Hand.


Sie gingen eine Weile, bis Jean den Eingang in den Wald erkannte. „Ah! Wir haben es raus geschafft!“ Ein breites glückliches Grinsen breitete sich über sein ganzes Gesicht aus. Er war erleichtert, endlich hinausgefunden zu haben. Bevor er jedoch den Pfad betrat, der ihn zurück zum Dorf führen würde drehte er sich zu Avdol um, als dieser sich räusperte. „Ahem!“


Der dunkelhäutige Feenmann machte einen Schritt auf ihn zu. „Es war mir ein Vergnügen, dich kennen gelernt zu haben, Jean. Nun ist unsere Zeit zusammen vorbei....“ Je näher er dem Gesicht des Silberhaarigen kam, desto leiser wurde seine Stimme, bis er nur noch flüsterte.


„Wann immer du nach etwas … oder jemandem suchst …. kannst du immer zurück kommen~“ Und dann, ohne ein weiteres Wort, drückte einen liebevollen, warmen Kuss auf Jeans Stirn. Jean aber schloss die Augen, um den Moment zu ehren und zu genießen.


Aber als er dann seine Augen wieder öffnete …





.. war Avdol bereits verschwunden . . .
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