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BECKETT

von BIG FG
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Het
Alexis Castle Johanna Beckett Kate Beckett Martha Rodgers Richard Castle Roy Montgomery
09.03.2021
07.05.2021
12
17.030
1
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04.05.2021 1.350
 
„Das ist die Chance, von der du gesprochen hattest!“ - Wie ein wild gewordener war Alex in den Verhörraum gestürmt. Etwas verstört, blickten ihn Roy und dessen Anwalt an. Nach kurzer Starre, sprach dann der Letztere: „Ihnen ist schon klar, das das..“ - Sein Klient hob aber die Hand, somit der Anwalt augenblicklich verstummte. Dann sprach Roy: „Von welcher Chance reden wir hier?“ Alex fuchtelte mit den Händen herum – „Du kannst den Verantwortlichen für All das hier, verhaften! Wir haben ein Geständnis!“ Ein Verantwortlicher, welcher sich William Bracken nannte – Er war Senator und gleichzeitig kandidierte er als Präsident. Eine spektakuläre Verhaftung ist es gewesen. Alles und jeder berichtete davon – Die Zeitung und das Internet flippte total aus. Die ganze Nation war geschockt. So auch der Senator selbst – Niemals hätte er gedacht, dass Roy ihn verraten würde und dennoch tat dieser er.

Schnell war klar, dass Roy verschwinden müsste – In Schutzhaft wurde er und seine ganze Familie genommen. Wer weiß was sonst passieren würde. Niemand wollte sich das ausmalen wollen – Dann aber wurde es wieder ruhiger. Nach langer Zeit war wieder etwas Stille eingekehrt gewesen. Der Trubel rund um Braken hatte sich wieder gelegt – Auch Alex, Kevin und Javier gingen wieder ihren täglichen Aufgaben, wie z.B Mordermittlungen nach.
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Auch wenn er das überhaupt nicht wollte, so konnte er die Ehre einfach nicht ablehnen – Er wurde doch tatsächlich gefragt, ob er Roy Montgomerys Nachfolger werden wollte. Erst wollte er Nein sagen, aber seine Kollegen, vor allem Kate überzeugten ihm vom gegenteiligen – „Willst du ernsthaft weiterhin unter ihrer Diktatur leben?“

Captain Victoria Gates, auch Iron Gates genannt, war gemeint – Schlussendlich entschied er sich doch Ja zusagen. Die richtige Entscheidung ist das gewesen, wie sich später herausstellen sollte. Einen ungebeten Gast hatten sie nämlich wieder bekommen – Ein Gast, der sich Tom Demming nannte. Jener Mann, der jener Frau, die Alex über alles liebte, einst das Herz gebrochen hatte. Jener Mann, der jener Frau vielleicht ein Kind geschenkt hatte – Jener Mann, der er über alles verabscheuend fand. Tom Demming war auf seinem Revier aufgetaucht gewesen – Zu Anfang wollte er ihn noch ignorieren. Doch das ging einfach nicht. Zu sehr spielte sich der Widerling an Kate – Seine Kate! Die Frau, die über alles liebte. Anscheinend empfand die Autorin aber nicht wie er selbst – Sie badete sich in Demmnigs Aufmerksamkeit. Sie ließ sich von ihm berieseln und umwerben. Sie nahm es einfach hin – Zumindest sah der neue Captain des zwölften Reviers so.

Was er aber nicht wusste, dass er mit seiner Vermutung komplett daneben lag – Total ekelte sich die Autorin. Am liebsten hätte sie den Idioten in den Wind geschossen. Dennoch musste sie gute Miene zu gutem Spiel machen – Wäre Tom der Vater des Kindes, wäre es fetal, wenn sie nicht gut miteinander auskommen würden. Das Kind würde darunter leiden müssen. Das beste Beispiel hierfür wäre Alexis – Auch sie musste quasi ohne Mutter aufwachsen. Genauso wie einst ihr Vater Alexander – Ihrem Kind wollte Kate das nicht antun. Sie wollte ihrem Kind alle Möglichkeiten da bieten. Vor allem wollte sie, dass ihr Baby eine unbeschwerte Kindheit erleben darf. Ohne beide Elternteil ging das aber nicht – So musste sie weitermachen. Allen musste sie etwas vormachen. Tom, sich selbst und auch Alex – Etwas, was ihr sehr große Sorgen bereitete.

Er zog sich mehr und mehr von hier zurück – Niemals hätte sie das haben wollen. Ihr Leben wollte sie mit ihm verbringen. Doch wenn Tom wirklich der Vater wäre, dann wäre das eine Sache der Unmöglichkeit – Nie und nimmer würde Alex auf sie einlassen. Sie und das Kind seines größten Widersachers. Jedes Mal, wenn er es sehen würde, würde er erinnert werden – Erinnert werden, an ihren Verrat an ihm. Eine Nacht hatte sie mit Demming verbracht – Jene Nacht, vor ihres Vaters Beerdigung. Nur so konnte sie Alex retten. Demming zog seine Beschwerde zurück – Doch jetzt musste sie sich einfach eingestehen, dass das ihr allergrößter Fehler gewesen war. Wahrscheinlich auch ihr größter Verlust noch hinzu. Denn sie hatte Alex für immer verloren.
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Erneut zogen einige Wochen ins Land hinein – Mittlerweile war bereits der Sommer angebrochen. Das Kate schwanger war, war kaum noch zu übersehen. Johanna war endlich aus dem Krankenhaus entlassen worden – Es war die freudigste Nachricht von allen seit langer Zeit. Ziemlich lange war es her gewesen, dass die Autorin glücklich war. Zumindest in gewissen Massen – Ihre Mutter bemerkte ihr die Unsicherheiten an.

„Was ist denn los?“, wollte die Anwältin von ihrer Tochter wissen – Das Tochter- und Muttergespann hatten sich auf eine Tasse Kaffee im Remy’s getroffen. Kate versuchte sich nichts anmerken zu lassen. „Alles bestens, Mom. Mir geht’s gut“ – Doch Johanna schüttelte mit dem Kopf. „Überhaupt nichts ist gut und das sehe ich.“ Leicht streichelte sie den Arm ihrer Tochter – „Also was ist los?“, wiederholte sie ihre Frage. Unsicher fuhr sich die Autorin durchs Haar – „Ich habe Angst.“ Mehr sagte sie aber nicht. Ihre Mutter ließ aber nicht nach – „Angst wo vor?“ Doch Kate schwieg weiter. „Vor der Zukunft? Vor der Geburt?“ - Tief holte die Tochter von Johanna Luft. „Vor dem Ungewissen.“ Sie fuhr mit ihrer Hand sanft über ihren dicken Bauch – Jetzt verstand ihre Mutter auf was sie hinaus wollte.

„Du weißt es noch immer nicht?“ - Kate nickte. „Der Arzt meinte, wir können es wohl erst bei der Geburt feststellen. Die Wunden sind zu groß, um einen Test zumachen.“ Johanna verzog ihr Gesicht etwas – „Wie geht er damit um?“ Weil sie nicht wusste, wen ihre Mutter meinte, erwiderte Kate: „Er freut sich. Er tanzt ständig um mich herum. Doch Johanna schüttelte mit dem Kopf – „Ich meine nicht diesen Demming. Ich meine Alex.“ Diese Frage überrascht Kate nicht. „Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Er zieht sich immer mehr zurück. Er meidet mich stets“ – Johanna zog die Augenbrauen hoch. „Könntest du dir auch vielleicht vorstellen, woran das liegen könnte?“ Kate quittierte die Frage mit einem Kopfschütteln – Johanna deutete daraufhin auf ihre Tochter: „An dir natürlich, du Dummerchen.“

Nun war die Autorin etwas verwirrt – „Warum soll das bitteschön an mir liegen?“, wollte Kate wissen. Mit der Massage ihres eigenen Bauches hatte sie wieder aufgehört, wo sie sich nichts Sehnlicheres wünschte, als das der Mann, den sie über alles liebte, für sie übernehmen würde. Aber dazu würde es niemals kommen – „Du lässt dich von diesem Schleimer Tom umschwärmen und Alex schenkst du null Aufmerksamkeit.“ - Er hat sich doch von mir abgewendet! Warum soll ich dann..“, widersprach Kate - Doch ihre Mutter unterbrach sie wieder: „Sowie du erzählt hattest, wendete sich dein Loverboy erst von dir ab, seitdem du mit Tom Demming anbandelst.“ Nun hatte es der bald werdende Mutter die Sprache verschlagen. Ihr Mutter hatte recht – Mit jedem einzelnen Wort, was sie sagte.

Sie allein war schuldig – Sofort musste sie das wieder gutmachen! Sofort müsste sie zu ihm! Sofort und auf der Stelle! - Sie ließ ihre Mutter auf offener Straße stehen. Doch kurz bevor sie ins Auto gestiegen war, besann sie sich noch einmal eines besseren: „Ich melde mich bei dir!“ Zurück blieb eine zufriedene und stolze Mutter – „Kral ihn dir!“
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Schneller als es das Tempolimit erlaubte, raste sie den Big Apple herunter – Doch lange ging das nicht gut. Sie wurde angehalten. Direkt vor dem Revier – Nicht lange dauerte es, da kamen Esposito und Ryan herunter, aber auch Detective Demming. Captain Rodgers war nicht dabei. Das wunderte sie aber auch nicht wirklich – „Was hast du dieses Mal wieder angestellt?“, wollte der ehemalige Scharfschütze von seiner Quasi-Kollegin wissen.

Ich wollte jemand besuchen. Dabei wurde ich aber aufgehalten“ – Bevor der Latino erwidern konnte, schaltete sich ein Schleimbeutel namens Demming ein: „Das wäre aber nicht nötig gewesen, du hättest..“ Kate verdrehte ihre Augen. „Du warst damit nicht gemeint“ – Dann ließ sie ihn stehen. An Ort und Stelle. Total verdutzt stand er nun da – Bis in die Eingangshalle konnte sie das Lachen von Kevin und Javier erschallen hören. Auch sie musste grinsen – Sie bestieg den Fahrstuhl. Mit zittrigen Händen drückte sie den Knopf. Der Aufzug fuhr empor – Desto näher sie dem Ziel kam, desto schneller schlug ihr Herz. Dann, endlich war sie angekommen. Schritt für Schritt ging sie auf sein Büro zu – Weil er am Telefonieren war, wollte sie schon umdrehen, jedoch:

Beckett?“
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