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BECKETT

von BIG FG
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Het
Alexis Castle Johanna Beckett Kate Beckett Martha Rodgers Richard Castle Roy Montgomery
09.03.2021
16.05.2021
15
23.399
1
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30.04.2021 1.423
 
Jener, der ihr einst Trost gespendet hatte – Captain Roy Montgomery war aufgetaucht. Aber warum, das so war, vermochte niemand zusagen. Nur eine im Raum, außer Roy selbst wusste die Wahrheit – Die Wahrheit über alles. Die Wahrheit über den Tod ihrer beiden Väter. Den Grund warum auch die Anwältin selbst im Fadenkreuz gelandet war – „Captain.. Was wollen Sie…?“ Weitersprechen konnte Alex nicht mehr. Sein Vorgesetzter holte etwas aus seiner Manteltasche – Nichts anders, als eine Waffe ist es gewesen.

Sofort hatten Alex und Kate ihre beiden Arme in die Lüfte gerissen – Doch all zwei wussten sie, dass das nichts bringen würde. Er war gekommen, um sie zu töten. Sie und auch Johanna - „Ach Mrs. Beckett..“, sprach Montgomery, „Während Sie einfach gestorben..“ Wie es in der Natur der Autorin einfach so war, mischte sie sich ein: „Was dann, hä? Hätten Sie meine Mutter nicht eigenhändig ermorden müssen?“ Wie eine wild gewordene war sie aufgesprungen – Alex wollte sie noch zurückhalten, bloß gelang ihm das nicht. In Windeseile hatte der Captain die Waffe auf Kate gerichtet – „Nein“, schüttelte er daraufhin mit seinem Kopf, „Ich hätte Sie nicht töten müssen.“ Er deutete sowohl auf sie und auch seinen besten Ermittler. Alex saß weiterhin regungslos da – Er verstand die Welt nicht mehr. Der Mann, dem er so viel zu verdanken hatte. Der Mann, der ihm all das ermöglicht hatte – Der Mann, der ihn zu dem machte, was er heute war. Der Mann, der ihm wie ein Vater war. Dieser Mann verriet ihn jetzt – Wortwörtlich durchbohrte Roy Montgomery sein Herz.

Dass Kate und sein eigentlicher Boss miteinander diskutierten bekam er nicht mit – Erst als ihn seine große heimliche Liebe persönlich ansprach, kam er zurück ins hier und jetzt. „Könntest du vielleicht auch noch was dazusagen?“, fragte sie - Doch Alex wollte nur eine einzige Sache wissen. „Warum?“, wollte er wissen, „Warum tust du das?“ Zum ersten Mal sprach er Roy mit du an – Ihm war es aber egal. Er würde ja sowieso sterben müssen. Da könnte er auch schlussendlich jeglichen Respekt dem Mann, welchem er gegenüber stand, einfach so vergessen – „Weil er korrupt war, oder noch immer ist.“ Zum ersten Mal sprach auch Johanna – Leicht aufgerichtet hatte sie sich. Entsetzt blickte Kate erst ihre Mutter, dann den Captain an. War das zu glauben? „Und deswegen haben Sie meinen Vater getötet?“, wurde die Bestsellerautorin lauter, „Und auch seinen?“ Sie deutete mit ihrem Finger auf Alex – Vehement schüttelte er mit dem Kopf. „Das war ich nicht! Das müssen Sie mir glauben!“ Kaum hatte er das ausgesprochen, musste Kate lachen – „Und trotzdem stehen Sie hier direkt vor uns und richten eine geladene Waffe auf alle Anwesenden hier im Raum.“

„Ich..“ - Weitersprechen konnte der Captain nicht. Warum sollte er denn auch? Kate hatte recht, mit dem was sie sagte. Er würde sie töten müssen, nur so könnte er.. - „Gibt es keinen anderen Weg?“ Zum ersten Mal sprach auch Alex wieder. Er hatte Kate ein wenig hinter sich gezogen – Auch wenn dieser zunächst wehren wollte, begriff sie, dass das gerade in diesem Moment die einzige Möglichkeit war, eventuell das ganze lebendig zu überstehen. „Nein, leider gibt es keinen anderen Weg“, erwiderte Roy auf die Frage von Alex. Dann lud er seine Waffe – „Nur so kann ich meine Familie retten.“

„Und wir gehören nicht dazu?“ - Mit dieser Frage brachte Alex seinen Vorgesetzten etwas aus dem Konzept. „Schon, aber..“ Der Captain wurde unsicherer – Vielleicht konnte er ihn irgendwie zur Aufgabe bewegen. Ihn doch überzeugen, das Richtige zu tun. „Es ist nicht dasselbe. Klar, du bist mir wichtig geworden. Deine Tochter ist mir ans Herz gewachsen, aber..“ - Mitten im Satz unterbrach ihn Alex: „Und willst du, das Alexis genau wie ich ohne ihren Vater aufwächst? Dass sie auch den letzten Elternteil verliert?“ Irgendwie musste er Zeit schinden – „Das ist nicht wahr. Sie hat noch immer ihre Mutter und auch Martha!“, widersprach Roy seinem langjährigen Kollegen. „Du weißt was Meredith von ihrer Tochter hält!“ - Kate hielt sich großteils heraus. Nur durch Zufall hatte sie es gesehen – Das Funkgerät, welches Alex angeschaltet hatte. Jetzt verstand sie, warum Alex seinen Vorgesetzten hinhalten wollte. Er hoffte, es würde Verstärkung kommen – „Es tut mir leid okay? Es tut mir leid, dass ich einen Fehler gemacht habe! Ich kann aber nichts Gefängnis gehen! Das kann ich meiner Familie nicht antun! Ich..“

„Aber genau das werden Sie!“ - In jenem Moment wurden die Türen aufgerissen. Sowohl Ryan als auch Espo stürmten ins Zimmer herein. Synchron befahlen sie ihrem Captain: „Waffe weg! Und die Hände hoch!“ Roy Montgomery zuckte total zusammen – Er dachte überhaupt nicht daran, die Waffe wegzulegen. Noch immer zielte er auf Alex, Kate und Johanna. „Es ist vorbei Captain!“ - Hoch konzentriert war der Latino. Nie hätte Esposito glauben können, dass sein Captain korrupt wäre. Aus allen Wolken war er gefallen, als ihn sein Kollege Rodgers angefunkt hatte – Erst wollte er auf den Funkspruch überhaupt nicht reagieren:

Wir haben Pause!“- Javier hatte ein riesiges Sandwich gerade in den Händen. „New York, die Stadt die niemals stillstehen kann oder will“, erwiderte ihm sein Kollege – Kurz daraufhin leckte sich Ryan die Finger und nahm das Funkgerät in die Hände. Espo wollte ihn aber davon abhalten. „Hast du mir überhaupt zugehört?“ - Grinsend erwiderte der Ire: „Dann musst du eben schneller deine Pause machen.“ Kopfschüttelnd stopfte Javier die letzten Happen in den Mund hinein – „Typisch Brite. Stets höflich und zuvorkommend.“ Espo wartete auf einen harschen Gegenkommentar seines Gegenübers. Doch da kam nichts – Denn Kevin hatte nur Augen für jenes Display. Jenes Display, welches die Frequenz anzeigte. „Was ist denn los?“, wollte der Latino schließlich wissen – Langsam drehte sein Kollege das Gerät herum. „Es ist Alex..“ Nun bekam Esposito den Notfallcode zu Gesicht – „Jetzt mach schon das Ding an!“

Was dann kommen sollte, würde er niemals vergessen können.

Die gesamte Fahrt hatten sie gebannt auf jene Töne aus dem Krankenhaus gehört – Sowohl Kevin als auch Javier. Als sie dann endlich ihr Ziel erreicht hatten, waren sie mit gezogener Waffe hineingestürmt. Total unter Schock stehend hatte ihnen die Rezeptionistin mitgeteilt, wo sie Mrs. Beckett finden könnten – Und jetzt, wo sie hier waren, konnte Espo es noch immer nicht glauben. „Wir sind in der Überzahl!“, unterstützte Kevin seinen Kollegen – Doch das beeindruckte den korrupten Bullen überhaupt nicht. „Egal was Sie auch tun werden, Sie werden einen von ihnen nicht retten können.“ Dann zielte Montgomery auf Kate – Binnen eines Augenblinzelns stand aber Alex vor der Autorin. „Nur über meine Leiche“, sprach er. Roy zuckte mit den Schultern – „Wie du willst.“

Der Captain entsicherte seine Waffe, ihm wurde aber zuvorkommen – Er hatte nämlich eine Variable total vergessen. Eine Variable, die sich Javier Esposito nannte. Mit Karacho warf er seinen Vorgesetzten zu Boden. Vor lauter lauter ließ er seine Waffe fallen, welche Kevin sofort wegtrat, sodass der vermeintliche Angreifer sie nicht mehr in die Hände bekommen würde – Kurz darauf warf sich Kates Muse auf Roy Montgomery hinauf.
___

„Es hätte nicht so enden müssen“ – Nachdem sie ihrem Boss Handschellen angelegt hatten, waren sie zurück aufs Revier gefahren. Alle Gesichter ihrer gemeinsamen Kollegen erstarrten, bei jenem Anblick der sich ihnen bot. Roy Montgomery in Handschellen – Wer hätte sich das jemals vorstellen können? Die Antwort war simpel. Niemand hieß die Antwort – Nicht er einmal selbst hätte das glauben können. „Es muss immer so enden“ – Das erwiderte Montgomery, dem Mann der ihm gegenüber saß. Dies war niemand Geringes, als sein bester Ermittler Alexander Rodgers. „Es gibt immer einen anderen Weg“ – Gequält versuchte der Captain zulächeln. „Einst habe ich das auch geglaubt, aber jetzt..“ Jetzt hatte er den Glauben daran verloren – „Warum?“

Etwas verwirrt blickte Roy Alex an – „Was warum?“ Alex legte eine Hand auf den Tisch. „Warum hattest du noch Hoffnung?“ - Erneut musste der Captain wieder lächeln. „Deinetwegen.“ Nun war Alex, derjenige der etwas verwirrt war – „Meinetwegen?“ Roy nickte. „Ja, deinetwegen. Als du damals in mein Büro kamst da..“ - Montgomery legte eine kurze Pause ein und holte tief Luft, fuhr aber kurz daraufhin weiter fort: „Da dachte ich bekäme eine neue Chance. Die Chance, alles wieder gut zumachen..“

Danach war die Befragung beendet – Nichts mehr sagte der Captain. Er schwieg und wartete auf seinen Anwalt. Frustriert verließ Alex den Raum – Wie ihn so etwas aufregte! Warum tat er das? Warum sprach er nicht mit ihm? Gemeinsam hätten sie doch vielleicht eine Möglichkeit gefunden! - Die Möglichkeit, die Roy Montgomery heil aus der ganzen Sache gebracht hätte. Ihn und seine gesamte Familie. Niemals hätte er seinen Captain verraten. Geschwiegen hätte er doch! - Total in Gedanken versunken, stieß er gegen seinen Schreibtisch. Wild fluchte er.

Was er aber nicht merkte, war die jene neue Chance auf dem Boden, die sich Kassette schimpfte..
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