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BECKETT

von BIG FG
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Het
Alexis Castle Johanna Beckett Kate Beckett Martha Rodgers Richard Castle Roy Montgomery
09.03.2021
12.05.2021
13
18.344
1
Alle Kapitel
6 Reviews
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09.03.2021 718
 
Genau vor 11 Jahren flimmerte die erste Folge Castle auf den us-amerikanischen Bildschirmen. Passenderweise präsentiere euch dazu das Sequel von ROLLENTAUSCH. Wer das Prequel noch immer nicht gelesen haben sollte, dem lege ich das herzlichst ans Herz. Eventuell könnt ihr bestimme Dinge während der Handlung nicht ganz nachvollziehen.

Jetzt aber genug gequatscht! Viel Spaß beim Lesen und ab dafür!


Die schlimmste Jahreszeit war das – Sie war kalt und düster. Sie nahm einem alles – Jedem das seine. Jeder verlor etwas – Die Wärme der Sonne. Die langen Tage des Alleinseins begannen – Alleine zu Hause im Dunkeln saß man. Wenn man was verlor, war man alleine gewesen – Wenn man traurig ist, ist man alleine. Wenn man stirbt, ist man alleine – Doch glücklicherweise gab es aber Ausnahmen. Sie hatte alles verloren – Solange hatte sie sich darauf gefreut gehabt, dann war es verschwunden. All die Glückseligkeit und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft waren hinfort geblasen. Auf einen Schlag war alles weg. Niemand konnte ihr helfen – Mit sich selbst musste sie klarkommen. Sie tat es aber nicht. Sie brach mehr und mehr zusammen – Der Mensch, der sie vorher war, ging einfach so verloren.

Es war zum Verzweifeln – Nichts und niemand konnte sie erretten. Sie verlor den Glauben an sich und den Rest der Welt. Doch urplötzlich änderte sich das – Jemand, nein, etwas kam in ihr zerstörtes Leben. Eine Fiktion kam ihr zu Hilfe. Ein Werk schützte sie vor dem Ertrinken – Jenes Werk hatte er geschrieben. Jener, der schlagartig in Leben getreten war. Jener, der ihr Herz berührt hatte – Jener, der gelitten hatte, wie sie selbst. Jener, der sie verstand und akzeptierte – Jener, der die Winter genauso hasste, wie sie selbst. Sie hatte jemand Wichtiges verloren. Er hatte jemand Wichtiges verloren – Doch gemeinsam hatten sie sich Halt gegeben. Sie hatte ihn unterstützt. Er hatte sie unterstützt – Sie liebte Weihnachten. Er hasste Weihnachten. Sie half ihm, aber es zu überwinden – Er erschoss seine Angst und seinen Schmerz.

Gewollt hatte er das aber nicht – Er wollte wissen, warum er das getan hatte. Er wollte wissen, warum er ihn erschossen hat. Dennoch erschoss er ihn – Gerettet hatte er sie. Der Mörder seines Vaters war tot. Gerächt hatte er seinen Vater – Endlich abschließen konnte er damit. Darüber hinweg kommen konnte. Anders als sie selbst – Sie versuchte es. Aber sie schaffte es aber nicht – Doch er stand ihr bei. Er machte alles etwas erträglicher. Sie fühlte sich in seiner Anwesenheit einfach nur wohl – Ihm das gesagt hatte sie niemals. Zu große Angst hatte sie vor den Konsequenzen. Es hätte alles verändert – Ob zum guten oder schlechten, das vermochte sie nicht zu sagen. Nun war es aber sowie zu spät gewesen. Nie mehr wieder würde sie mit ihm sprechen können – Sie hatte damit abgeschlossen.

Ihr tiefstes Innere hatte es akzeptiert – Doch ihr eigenes Ich aber nicht. Es kämpfte gegen die Dunkelheit an. Es widerstand der Kälte – Sie gab nicht auf. Sie spürte etwas. Etwas, was sie schon einmal spüren konnte. Etwas, was sie niemals wieder verspüren geglaubt hätte – Sie wollte aufstehen, konnte es aber nicht. Überall war Blut verteilt. Sie schwamm darin wie in einem salzigen Meer – Es zog sie herunter. Aber aufgeben würde sie dieses Mal nicht – Dieses Mal würde sie gewinnen. Dieses Mal würde ihr niemand es ihr wegnehmen. Nicht einmal Gott oder der Satan selbst – Vor allem und jedem würde sie es beschützen. Bis zum letzten Mann. Niemand würde sie an sich heranlassen – Sie würde leben. Für sie oder für ihn. Für sich selbst – Sie würde nicht sterben.

Nicht heute und auch nicht morgen! - Das schwor sie sich. Ihr Körper sah das etwas anders. Immer mehr verlor er an Kraft – Er widersetzte sich ihrem Willen. Wie er schon einmal getan hatte. Aber nicht dieses Mal! - Beckett, bleib bei mir! Diese Stimme. Nein, tue mir das nicht an! Ich brauch dich! - Überall würde sie diese erkennen. Er war ihr Erretter. Er war ihr Erlöser – Sie riss ihre Augen auf. Überall war Licht – Die Dunkelheit war verschwunden. Die Kälte war weggeblasen. Nur Licht und Wärme empfand sie – Die Welt um sie herum war aber leer. Bin ich? Nein! schrie ihr Verstand so laut wie nur konnte. Dennoch fühlte es sich so an – Sie war alleine. Die Hitze verschwand wieder. Das Licht gefror wieder zu Eis – Sie war gefangen in ihrem eigenen Körpergefängnis.

Der Winter war da.
 
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