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Verrat am Pharao

von Fanilie
GeschichteLiebesgeschichte, Action / P18 / MaleSlash
Atemu Isis / Ishizu Ishtar Mana Priester Mahaad Priester Seto Yugi Mutou
09.03.2021
08.05.2021
17
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11.04.2021 2.792
 
-Yugi's Sicht-


Solch eine Nähe bin ich nicht gewohnt, denn seit Asenath's Festnahme habe ich, bis auf meine Eltern, niemanden mehr im Arm gehabt. Die Umarmung des Pharao's hat mir gutgetan, auch wenn sie mich verunsichert hat. Mittlerweile kann ich ihn schlecht einschätzen. In einem Moment ist er der geborene Pharao, der Gesetze rigoros durchzieht und auch vor Auspeitschungen oder Hinrichtungen nicht zurückschreckt, und im nächsten Moment ist er wie ein Freund, den man seit Ewigkeiten kennt. Wen sieht er in mir? Bin ich ein Sklave, der ihm bis zu seinem Lebensende dienen soll oder ein zukünftiger Soldat, der an seiner Seite steht und ihn mit seinem eigenen Leben schützt? Und dann diese intime Nähe, die mich zurückschrecken lässt...
Bisher habe ich in meinem Leben keinen Partner gehabt, nicht mal eine Frau. Ich erinnere mich, dass meine Eltern einmal darüber gesprochen haben, dass Asenath die perfekte Frau werden würde, wenn wir erwachsen sind. Meine Gedanken überschlagen sich...

Wir sind wieder am frühen Morgen aufgebrochen. Die Sonne ist heute etwas gnädig mit uns, denn in der Luft liegt ein feiner Sandstaub, den der Wind aufwirbelt und somit die Hitze etwas verdrängt. Hoffentlich gibt es keinen Sandsturm, denn sonst würden wir Zeit verlieren und noch länger unterwegs sein.
Glücklicherweise sind meine Hoffnungen nicht umsonst gewesen, denn nach ein paar Stunden sehe ich Zelte und Häuser am Horizont. Im Hintergrund ein riesiger Palast. Die Wachen hinter uns seufzen.
"Wir haben es geschafft, mein Pharao", durchbricht Priester Seto das Schweigen der Gruppe.
"Ja, hoffen wir, dass wir angemessen empfangen werden." Wir gehen auf die Stadt zu. Aus weiter Ferne erkenne ich Reiter, die auf uns zukommen. Eine gewisse Furcht macht sich in mir breit, denn ich kann nicht erkennen ob es Räuber sind oder Wachen des Palastes. Mit unsicherem Blick sehe ich zum Pharao hinauf, erwarte das wir Stellung beziehen, doch wegen seiner stolzen Körperhaltung wird mir klar, dass er keine Gegenwehr aufstellt.
Schließlich werden wir von den Reitern, die uns erreicht haben, begrüßt.
"Der König Akhenaton heißt Euch Willkommen, Pharao Atemu. Unsere Späher haben Euch aus weiter Ferne kommen sehen und wir wurden geschickt, um Euch sicher in den Palast zu geleiten", sagt einer der Wachen.
"Dann sollten wir keine Zeit verlieren und weiter gehen."
Bevor wir jedoch weiter gehen, überreicht mir der Pharao das Seil, mit dem ich größtenteils die Reise hinter mich gebracht habe. Entgeistert und überhaupt nicht damit einverstanden, sehe ich ihn grimmig an. Er schnaubt und steigt von seinem Pferd ab, nimmt grob meine Hände und fesselt sie wieder zusammen.
"Du bist immer noch ein Sklave, vergiss das nicht. Du sprichst im Palast kein Wort, ehe du nicht dazu aufgefordert wirst", sagt er ernst und sieht mich dabei warnend an.
Während er wieder auf das Pferd steigt, gibt er allen ein Handzeichen um weiterzulaufen und schon merke ich einen unangenehmen Zug an meinen Händen.

Es dauert eine Weile bis wir die Stadt erreicht haben. Ich bin beeindruckt. Die Felder sind reich mit Korn und Getreide bedeckt. Weizenfelder erstrecken sich beinahe bis zum Nil und auf den Palmen wachsen Feigen, die längst reif für die Ernte sind. Hier und da stehen Bäume mit einer so reichen Menge an Datteln, dass kaum noch ein freier Ast zu erkennen ist. Die Menschen sehen uns von der Seite an, das Lachen von spielenden Kindern erstirbt bei unserem Anblick. Viele gehen in ihre Häuser zurück, andere bleiben stehen und verbeugen sich vor dem Pharao. Leider entgehen mir die Blicke nicht, die viele auf mich werfen. Abwertend spucken einige sogar in meine Richtung vor ihre Füße. Mein Herz rast und ich blicke auf den Boden, ertrage diese schändlichen Reaktionen nicht. Doch meine Neugier siegt und ich sehe die vielen, nahezu bunten Häuser an. Die Stände, die zu unseren Seiten aufgebaut sind. Äpfel, Birnen und Feigen reihen sich geordnet aneinander. Mein Magen knurrt, denn wie sonst auch, ist er leer.

Endlich kommen wir vor große Tore, die sofort geöffnet werden und uns zu einem großen Hof führen. Säulen umsäumen die Seiten und auf jeder einzelnen stehen große Statuen der ägyptischen Götter. Dazwischen Palmen, die so groß sind, dass diese die Statuen überragen. Meinen Blick langsam nach vorne schweifend erkenne ich eine Person, seinem Gewand nach zu urteilen wohl der König. Seine Robe ist mit blauen und goldenen Linien verziert und auf dem Kopf trägt er eine Krone, auf der ein Adler zu erkennen ist. Der König steht vor einem großen Bogen, der wohl der Eingang zu sein scheint. Treppen führen hinauf, auf denen Figuren von Menschen und Gaben mit Früchten eingemeißelt sind. Links von uns erkenne ich einen Brunnen, dessen himmelblaue Farbe im Sonnenlicht erstrahlt. Am Rand des Bauwerks sitzen Vögel, darunter ein Smaragdspint. Sein grünes Gefieder leuchtet in den verschiedensten Tönen. Viel idyllischer als Theben, ist es allemal...

Luxor scheint mir eine reiche Stadt zu sein, da wundert es mich nicht, dass es ein Handelsabkommen mit dem König hat.
Wir halten vor den Treppen, Nafi und ich werden von den Fesseln befreit und die Pferde an Sklaven des Palastes übergeben.
Priester Seto und der Pharao gehen hinauf wo sie direkt empfangen werden.
"Es ist mir eine Ehre, Ihr Gastgeber zu sein, Pharao Atemu", begrüßt ihn der König und beide geben sich die Hand. Der König hat eine seltsame Stimme. Irgendwie sehr hoch und den Namen hat er in einem fast schon quietschenden Ton ausgesprochen.
"Die Ehre liegt ganz auf meiner Seite König Akhenaton. Mein Priester ist meine Begleitung. Zudem haben wir beide unsere persönlichen Sklaven bei uns, damit Eure Ihrer gewohnten Arbeit nachgehen können", erwidert der Pharao. Mit einem Stirnrunzeln blickt der König mich an. Plötzlich werde ich von einem unserer Wachen grob auf die Knie gedrückt, wo ich schmerzhaft auf den Steinboden falle.
"Knie gefälligst nieder vor dem König!" Ich beiße mir auf die Zähne, bin wütend, dass ich wie eine Figur behandelt werde.
"Euer Sklave scheint mir noch ungelehrt in den Regeln zu sein."
"Mein Sklave ist erst kürzlich zu uns in den Palast gestoßen, deshalb bitte ich darum, dass Eure Wachen sich seiner Fehler nicht zurückhalten. Bis auf den Aufenthalt im Kerker."
"Aber sicher. Nun denn, lasst uns in den Speisesaal gehen. Ihr müsst von der Reise völlig erschöpft sein, meine Köche bereiten die besten Speisen in ganz Luxor zu." Der Pharao und Priester Seto folgen ihm, wir laufen mit großem Abstand direkt hinterher. Ich bin wütend, dass der Pharao die Erlaubnis erteilt hat, mich von den Wachen hier bestrafen zu lassen. Nafi läuft neben mir, den Kopf gesenkt und die Hände vor sich haltend.
Als wir den Palast betreten, kommen mir Gerüche entgegen, die mir das Wasser wieder im Mund zusammenlaufen lassen. Schließlich erreichen wir den Speisesaal. Der Tisch ist komplett mit Gerichten gedeckt, die ich so in meinem Leben noch nie gesehen habe. Und dennoch riechen sie unwiderstehlich.
Ich spüre, wie Nafi mich am Arm packt und mit auf den Boden zieht, wo wir schließlich auf unseren Beinen hockend, neben der Tür warten. Der kühle Steinboden vertreibt die Hitze von meiner Haut, weshalb ich mich etwas entspanne.
"Wie war Eure Reise, Pharao Atemu? Ich hoffe es gab keine Schwierigkeiten?"
"Tatsächlich wurden wir im Gebirgspass angegriffen, doch wir haben glücklicherweise keinen Schaden genommen. Ansonsten war der Weg hierher ohne Vorkommnisse."
Das Gespräch zieht sich in die Länge. Meine Augen werden schwer und ich merke, wie sie mir zufallen wollen. Selbst mit großer Anstrengung und einem inneren Zwang sie aufzuhalten, gelingt es mir nicht und ich mache einen kurzen Ruck zur Seite. Jedoch kann ich gerade noch mit meinem rechten Arm verhindern, vollends auf den Boden zu fallen. Ich zwinge mich wieder aufzusetzen, dabei sehe ich aus dem Augenwinkel, wie der Pharao mich kurz ansieht. In mir steigt die Angst auf, eine Strafe zu kassieren, doch es kommt niemand. Erleichtert nehme ich wahr, wie das Gespräch sich dem Ende neigt.
"Wir werden unser Gespräch über das Abkommen auf morgen verschieben, Pharao Atemu. Ihr seht aus, als würdet ihr dringend Schlaf brauchen", höre ich den König sagen.
"Gewiss. Mein Sklave wird in meinem Zimmer nächtigen."
"Wie Ihr wünscht. Die andere Sklavin soll zu den Sklavenunterkünften gebracht werden. Das Essen für den Jungen bringt ihr in das Zimmer, zu Pharao Atemu", weist der König einem dunkelhäutigen Sklaven zu. Essen! Froh darüber, dass ich gleich etwas essen darf, atme ich erleichtert aus und im nächsten Moment wird Nafi mitgenommen. Ich bewege mich jedoch nicht, warte darauf, dass der Pharao mir die Erlaubnis erteilt aufzustehen.
Es dauert noch einige Minuten, ehe er vor mir steht.
"Du darfst jetzt aufstehen, Yugi." Ohne ein Wort zu sagen stehe ich auf und folge ihm.

Wir gehen unzählige Gänge entlang, bevor wir vor einer Tür stehen bleiben und das Zimmer betreten. Sehnsüchtig sehe ich direkt auf das schon bereit gestellte Essen auf dem Tisch. Sofort steure ich es an, setze mich auf den Stuhl und greife zu dem, mit Feigenmus bestrichenem, Brot. Kaum zu Ende kauend, nehme ich einen großen Schluck aus dem Wasserbecher. Mir fällt schlagartig das Brot aus der Hand und ich schlucke kurz auf, sehe vorsichtig zum Pharao. Ich habe vergessen um Erlaubnis zu bitten, essen zu dürfen. Der Pharao sieht mich lächelnd an. Irritiert blicke ich auf den Boden.
"Verzeiht, dass ich nicht um Erlaubnis gebeten habe", entkommt es mir ehrfürchtig. Warum habe ich plötzlich Angst davor, unerlaubt zu essen? Das ist wohl das Sklavenleben... in ständiger Angst zu sein, Fehler zu begehen. Die Auspeitschung in seinem Gemach hat wohl ganze Arbeit an mir geleistet. Mein Kampfgeist wird immer kleiner...
"Schon gut, Yugi. Du musst etwas essen. Und das ist ja schon eine ganze Weile her."
Dankbar, dass er mir nicht böse ist, esse ich weiter und genieße jeden Bissen.
Der Apfel, der direkt neben dem Becher liegt, ist auch direkt in meinem Magen verschwunden. Satt und mit vollem Magen stehe ich wieder auf und sehe mich nach dem Pharao um, kann ihn jedoch nirgends sehen, also bleibe ich stehen und lasse meinen Blick durch den Raum schweifen. Das Bett ist gigantisch groß und das Bettlaken sieht so einladend aus, also gehe ich darauf zu und streiche mit meiner Hand über den Stoff. Seide. Meine Mutter besitzt nur ein Kopftuch aus diesem, für uns viel zu teuren, Stoff.
"Du solltest dich auch waschen gehen, Yugi", höre ich den Pharao sagen und sehe ihn aus einem Raum heraustreten. Seine Haare sind nass und er trägt einen kurzen Lendenschurz zum Schlafen. Bei seinem nackten Oberkörper muss ich kurz aufschlucken. Muskulös, schön braun und seine Haut sieht so weich aus. Schlagartig ziehe ich meine Hand weg und sehe verlegen zur Seite, dann gehe ich in seine Richtung, um an ihm vorbei zu gehen, damit ich mich frisch machen kann.
Mit pochendem Herzen betrete ich den Waschraum, nehme ein weißes Leinentuch vom Schrank und wasche mich.
Schließlich verlasse ich den Raum und schaue zum Pharao, der auf der Mauer des Fensters sitzt. Sein rechtes Bein hat er angewinkelt, während das Linke auf dem Boden steht.
"Setz dich zu mir", sagte er leise. Bei seiner tiefen Stimme läuft mir ein Schauder über den Rücken. Langsam nähere ich mich ihm und seltsamerweise fällt es mir schwer, meinen Blick von seinem Oberkörper zu reißen. Dennoch setze ich mich ihm gegenüber auf die Mauer und schaue auf die Stadt hinab. Um es mir bequemer zu machen, lege ich mein linkes Bein hoch. Die Stadt leuchtet im Dunkeln auf, und hier und da sind noch Menschengruppen unterwegs, die laut grölen.
"Hast du den Schock überstanden?", fragt er. Meine Augen wandern zu ihm, obwohl ich es nicht will, dann nicke ich. Er erwidert meinen Blick und sieht mich intensiv an. Dieses Leuchten in seinen roten Augen... hat etwas Anziehendes. Ich sehe unwillkürlich auf seinen Lippen, auf dem ein leichtes Lächeln liegt. Beuge mich unbewusst vor...gehe direkt wieder etwas nach hinten, um mich an der Wand hinter mir anzulehnen.
Auf einmal packt er mich am Handgelenk und zieht mich wieder nach vorne. Mein Atem setzt aus und mit offenem Mund verbleibe ich in der Position. Er legt seine rechte Hand an meine Wange. Die Stelle, an der er mich berührt, beginnt zu kribbeln. Zwischen uns herrscht nur noch ein kleiner Abstand.
Sein Blick wird weich.
"Du hast eine unglaubliche Ausstrahlung...", sagt er rau. Ich weiß nicht warum, aber mir gefällt dieser Moment. Wieder schaue ich auf seinen Oberkörper, wo sich plötzlich meine rechte Hand wiederfindet, und auf ihr die Hand des Pharaos.
"Ich... mein Pharao...", stottere ich, völlig unfähig einen anständigen Satz zustande zu bekommen.
"Ja?"
"Ich kann nicht..."
"Aber warum nicht? Gefällt es dir nicht?"
"Doch! Es ist... gut... aber", höre ich mich sagen. Schlagartig werde ich rot als mir bewusst wird, was ich da so eben gesagt habe. Ich will meine Hand wegziehen, doch er hält sie unerbittlich fest.
"Bitte, mein Pharao... lasst mich los."
Sein Lächeln wird breiter.
"Ach, Yugi. Ich will dich nicht loslassen. Ich kann mir nehmen was ich will. Und wenn ich dich will, dann hole ich... was mir gefällt", sagt er. Bei dem Gedanken wird mir mulmig und am liebsten würde ich jetzt davonlaufen.
"Aber ich bin doch nur ein Sklave."
"Ja, mein persönlicher Sklave. Vielleicht wirst du ja doch mein Lustknabe?", flüstert er.
Sofort will ich zurückweichen, doch bevor ich mich wehren kann, spüre ich zwei weiche Lippen auf meinen. In mir breitet sich ein wohliges Gefühl aus und ich erwidere automatisch den Kuss. Zärtlich bewegen sich unsere Lippen und ich gebe dem Drang nach, seine Haut zu berühren, also streiche ich mit meinen Fingerspitzen über sein Schlüsselbein. Schließlich lässt er meine Hand los, die unwillkürlich weiter wandert. Über seine Schulter, hinunter zu seiner Brust und dem Bauch.
Überrascht keuche ich auf, als ich die Hand des Pharaos in meinem Nacken spüre. Mit der anderen zieht er mich näher zu sich. Seine Lippen sind weicher als ich erwartet habe und seine Haut ist so glatt. Sein Kuss wird fordernder und plötzlich spüre ich seine Zunge an meiner Unterlippe. Ich öffne meinen Mund und lasse ihn gewähren.
Seine Hand streicht meinen Rücken auf und ab und ungewollt muss ich aufstöhnen. Als der Pharao meine Lippen entlässt, sehe ich ihn kurzatmig und aufgewühlt an. Meine Gefühle spielen verrückt. Die eine Seite will mehr und die andere weigert sich ihm so nah zu sein.
"Soll ich dich immer noch loslassen?", fragt er mich verführerisch.
"Mh."
"Wir können das gerne im Bett fortführen."
Stöhnend schließe ich meine Augen, als er mit seiner linken Hand an meinem Oberschenkel hoch und runter streichelt. Seine Lippen finden ihren Weg zu meinem Hals, und ich neige meinen Kopf zur Seite, um ihn mehr Platz zu schaffen. Meine Gefühle befinden sich auf einer Ebene, die mich fliegen lässt.
Seine Hand ist inzwischen unter den Stoff meines Lendenschurzes verschwunden, jedoch nicht an seinem Ziel angelangt.
Alles in mir schreit nach mehr. Mehr nach diesen sanften Berührungen. Mehr nach diesen Gefühlen... und darüber hinaus.
"Gib dich mir hin, Yugi", flüstert er mir direkt ins Ohr und knabbert mir ins Ohrläppchen.
"Mhm", entkommt es mir. Meine Hand liegt inzwischen ebenfalls auf seinem Ohrschenkel, bleibt jedoch über dem Stoff, denn weiter will ich nicht gehen. Ich habe Angst diesen Schritt zu gehen... ihm die völlige Kontrolle zu überlassen... mich ihm hinzugeben.
"Ich... habe... Angst", flüstere ich.
"Wovor denn?"
Ich entreiße mich ihm, rutsche bis zur Wand hinter mir und schlinge meine Arme um mich, zwinge mein Herz sich zu beruhigen.
"Ich bin kein Mensch für eine Nacht. Ich gehe nicht mit jemandem ins Bett, den ich nicht liebe..." Beim letzten Wort schließe ich meine Augen, denn der Mann, der gerade vor mir sitzt,  strahlt eine für mich unerklärliche Anziehung aus und seine Berührungen habe ich genossen  ... ob das Liebe ist, steht außer Frage. Jemanden den man liebt, verletzt man nicht.
Vorsichtig sehe ich zum Pharao. Mit einem Lächeln sieht er mich an.
"Ich würde jetzt schlafen gehen." Ohne auf eine Antwort von ihm zu warten, stehe ich mit wackligen Beinen auf und begebe mich ins Bett, kuschle mich seitlich in die warme Seidendecke ein. Da merke ich auf einmal wie die Decke hinter mir hochgehoben wird, sich zwei Arme um mich schlingen und mich an einen warmen Körper ziehen.
Sofort beschleunigt sich mein Herzschlag wieder, als ich die nackte Haut des Pharaos an meinem Rücken spüre.
"Gute Nacht, Yugi."
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