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Verrat am Pharao

von Fanilie
GeschichteLiebesgeschichte, Action / P18 / MaleSlash
Atemu Isis / Ishizu Ishtar Mana Priester Mahaad Priester Seto Yugi Mutou
09.03.2021
29.04.2021
16
38.853
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09.03.2021 1.886
 
-Pharao Atemus Sicht-

Ich schreite den langen Gang zum Thronsaal entlang, denn es steht ein Urteil offen, den nun ich treffen muss. Mein Richter war doch tatsächlich nicht in der Lage eine Bestrafung zu vollziehen. Es stimmt mich wütend, wo ich doch sonst einen freien Tag gehabt hätte. Das ich nun diesen mit so etwas nichtigem beginnen muss, lässt mich sicher werden, dass die Strafe nicht niedrig ausfallen wird. Sklaven laufen an mir vorbei und verbeugen sich auf den Boden. Da sie merken das ich wütend bin, halten sie sichtbaren Abstand. Gut so, denn wenn mir einer zu nahe kommt, dem Gnade Ra.

Als ich den Saal betrete, verneigen sich meine Priester und Sklaven vor mir.
"Mein Pharao", beginnt Priester Seto.
"Es tut mir unglaublich Leid euch heute mit so einer Schande zu belästigen."
Ich setze mich auf den Thron, lege meine Arme auf die Lehnen und antworte kurz und knapp:
"Bringt die Verbrecher nun in den Saal, bevor ich mich dazu entschließe allesamt davon auspeitschen zu lassen."
Priester Seto gibt den Wachen ein Handzeichen und ich schaue wütend auf das Pärrchen, das vor mir auf den Boden gedrückt wird.
"Tiefer!", grolle ich dem Mann und der Frau entgegen. Das sie es tatsächlich wagen lediglich auf die Knie zu gehen, statt wie es sich gehört sich bis zum Boden zu verneigen.
Mit einem Zucken verbeugen sie sich zu meiner Zufriedenheit, so wie ich es befohlen habe.
" Welches Verbrechen liegt uns nun denn vor, Priester Seto, die unser Richter nicht bestrafen konnte?", frage ich mit dunkler Stimme. Diese wird sich auch nicht aufhellen, solange kein Wunder geschieht.
"Diese beiden hier hinterzogen die Erntesteuer. Einer unserer Schreiber stellte die Unstimmigkeit fest, das diese Eheleute einen Teil der Ernte für sich selbst behalten wollten."
"Pharao, -!"
"Schweigt!", schreie ich die Frau an. Ihre Kleidung zeugt von einem niedrigen Stand. Sie ist schmutzig und ihre braunen Haare sind verfilzt. Der Mann sieht ihr gleich aus. Sofort sinkt sie ihren Blick wieder und ich bin drauf und dran die Höchststrafe auszusprechen. Hinrichtungen gibt es unter meiner Herrschaft bisher keine. Allerdings bin ich nicht darauf erpicht,... womöglich werde ich es zu meinen Lebzeiten aber nicht ewig verhindern können.
Ich entscheide mich gedanklich dazu die beiden für den Rest ihres Lebens im Steinbruch zu verurteilen. Dort würden sie härtere Arbeit verrichten und sich die Feldarbeit zurück wünschen!
"Pharao Atem?", höre ich Priester Seto sagen.
"Ich bin zu einem Entschluss gekommen-", beginne ich als ich unterbrochen werde, was mir überhaupt nicht gut stimmt. Grimmig schaue ich ihn an.
"Ich vergaß, den Sohn der Eheleute zu erwähnen. Er wurde am Nil gefunden und wird in dem Moment hierher geführt."
Ich schaue ihn an und bin irritiert, warum man mich nicht vorher darüber in Kenntnis gesetzt hatte.
"Weshalb erfahre ich das zu spätem Zeitpunkt?! Das ändert natürlich meine Verurteilung. Wir werden warten und dann entscheide ich endgültig", sage ich zufrieden. Je mehr Verbrecher ich verurteilen kann, desto besser wird meine Stimmung. Und das stellt mich zufrieden, wenn ich weiß es existiert hier noch ein Kind des Ehepaares, mit dem ich weiter entscheiden kann.
Die Priester stimmen mir nickend zu. Ein Sklave kommt zu mir und bietet mir Wein zu Beruhigung an. Das ist genau das was ich jetzt brauche um meine Wut zu drosseln. Vor allem an so einem heißen Sommertag in Ägypten. Ich nehme den Kelch entgegen und nippe daran.
"Bitte, Pharao,....! Mein Sohn hat nix damit zu tun, ich bitte um Gnade für ihn!", schreit die Frau auf und geht in meine Richtung. Sofort wird sie von den Wachen aufgehalten und mit einer ordentlich ausholenden Ohrfeige auf den Boden gezwungen. Ich beachte sie nicht weiter und überlege während des Wartens welche Strafe ich deren Sohn geben kann. Nun, gewiss kommt es auf das Alter des Kindes an. Wenn es noch ein Kleinkind ist, soll es im Tempel arbeiten gehen. Wenn er doch schon etwas größer sein sollte... Dann würde ihm wohl oder übel das gleiche Schicksal entgegen sehen. Ich lehne mich auf meinen Thron zurück und lege mein rechtes Bein auf mein linkes Knie. So lässt es sich entspannen. Ich mustere die Wachen die aneinander gereiht sind. Die Priester die wartend vor meinem Thron warten. Ich schnaube.
So langsam werde ich ungeduldig.
"Wie lange müssen wir noch warten!?", zische ich.
Kaum ausgesprochen, höre ich eine junge Männerstimme aus dem Gang.
"Ich habe nichts getan! Lasst mich sofort los!", schreit er. Im gleichen Moment öffnet sich die Tür zum Saal. Gespannt beobachte ich das Schauspiel das sich mir dort bietet. Dieser Junge wehrt sich mit allen Mitteln hierher gebracht zu werden. Er versucht sich zu entreißen, indem er einem Wachen in dem Arm beißt. Dieser flucht sogleich auf und verpasst ihm einen Tritt in den Rücken, damit er vorwärts läuft.
Dem anderen will er soeben zur Seite schubsen. Ich stütze mich mit meinem linken Ellbogen auf der Lehne ab und lege meinen Kopf auf meine Hand. Schaue grinsend dem Spektakel zu. Das könnte durchaus amüsant sein.
"Lass mich los!", schreit er, als einer der Wachen ihm seinen rechten Arm auf den Rücken zieht.
"Halt den Mund! Und bewege dich nach vorne du Nichts! Zeige dem Pharao deinen Respekt vor ihm!" zischt der Wache.
Der Junge verzog schmerzvoll das Gesicht.
"Nicht mal in meinen schlimmsten Albträumen", zischt er. Ich horche beim eben genannten Satz und richte mich auf.
"Es reicht!", schreie ich ungeduldig.
Der Junge wird mit Abstand zu seinen Eltern auf den Boden geschmissen. Er fängt sich mit den Händen auf und schaut grimmig auf den Boden. Interessiert begutachte ich ihn. Mit Schrecken stelle ich fest, das er ein Ebenbild meiner selbst ist. Ungläubig über sein Aussehen überlege ich nun die Strafe. Da er nun seines Alters entsprechend bestraft werden kann, brauche ich mich nicht zu scheuen eine harte Verurteilung auszusprechen. Doch etwas in mir weigert sich diesen Jungen draußen im Steinbruch zu verschwenden. Er sieht stark und belastbar aus. Und offensichtlich hat er einen starken Willen. Hmm,...
"Dem Jungen würde eine Tracht Prügel helfen, damit er den Respekt vor euch lernt, mein Pharao," meldet sich Priester Seto zu Wort. Dabei schaut er verächtlich auf den Jungen herab. Sichtlich unzufrieden von seinem Temperament.
Doch mir sagt er zu. Ich lächle verschmitzt.
" Komm zu mir, " fordere ich ihn auf. Er macht jedoch keine Anstalten sich auf die Beine zu stellen. Stattdessen schaut er mich mit seinen violetten Augen vernichtend an. Er hat Mut das muss man ihm sagen. Allerdings werde ich sowas nicht dulden, das ein einfacher Bauernjunge mich derartig anschaut. Ich gebe also einem Wachen ein Handzeichen, das dieser ihm mir bringen soll. Sofort kommt ihm jemand zur Seite, packt ihm am Arm und bringt ihn gewaltsam zu mir. Da steht er auch schon vor mir. Seine Muskeln sind angespannt. Aus Wut?

"Wie ist dein Name?"
"Yu-gi," flüstert er in einem dunklen Ton. Kurzerhand stehe ich auf, packe ihn am Arm und drehe ihn mit dem Rücken zu mir. Er schreckt zusammen und wehrt sich nicht. Offensichtlich hat er doch noch Respekt vor mir. Ich packe ihn mit meiner linken Hand am Kinn und zwinge seinen Kopf nach oben.
"Yugi... Bist du dir bewusst weshalb du hier oben stehst?", frage ich ihn.
Er blickt stur geradeaus und gibt mir keine Antwort.
"Ich kann dir sagen, weshalb du nun hier stehst. Offensichtlich haben deine Eltern sich nicht an die Gesetze gehalten und nun müssen sie sich dafür verantworten. Ich bin ja der Auffassung das sie harte Arbeit im Steinbruch verrichten sollten," erkläre ich ihm.
" Nein, Herr! Bitte!", schreit die Frau erneut auf, will aufstehen um zu ihrem Sohn zu laufen. Allerdings kommt sie nicht weit, denn Priester Seto zieht sie zurück und schmeißt sie zurück auf den Boden. Yugi zuckt in meinen Armen zusammen.
" Bitte tut ihm nichts", wimmert sie nun auf dem Boden. Mir ist bewusst das der Junge dieser Frau wichtig ist. Immerhin ist er ihr Sohn... Ungestraft lasse ich ihre Taten dennoch nicht. Was Yugi betrifft habe ich schon die perfekte Strafe überlegt.
" Nun Yugi, ich bin zum Entschluss gekommen, das ich deinen Eltern gestatte weiterhin frei auf ihrem Feld zu arbeiten. Allerdings wirst du ihre Strafe sein. Während sie weiterhin arbeiten werden wirst du hier als Sklave tätig sein. Dein Respekt mir gegenüber ist noch nicht ausreichend und das werden wir die hier noch aus dem Kopf treiben", sage ich ihm.
Yugi starrt geschockt auf seine Eltern, die seinen Blick erwidern.
"Herr-!", beginnt die Frau.
"Schweigt! Sonst werde ich es mir anders überlegen und sie beide zur Hinrichtung verurteilen!", schreie ich. Ehrfürchtig senkt sie den Blick und kauert sich zusammen.
"Aber Pharao-", will Priester Seto beginnen.
"Mein Entschluss steht fest. Und solltet ihr wieder ein Verbrechen begehen, dann ist der Steinbruch sicher. Und nun schafft sie mir aus den Augen," unterbreche ich ihn. Nachdem ich Yugi wieder losgelassen habe, erkläre ich dem Wachen er solle ihn zu den Unterkünften der Sklaven bringen und ihm was sauberes zum Anziehen geben. Ohne auch nur jemanden anzuschauen verlasse ich den Thronsaal.
"Steht auf Frau!", schreit ein Wache.
"Nein! Yugi!", wimmert sie.
Ich knalle die Türen hinter mir zu und begebe mich in mein Gemach um mich, des mir noch verbliebenen Tages, dort auszuruhen.
Dabei muss ich wieder an den Jungen denken. Ich werde ihm die Sturheit noch austreiben. Er mag zwar nur ein Jahr jünger sein, dennoch bin ich mit meinen 19 Jahren nicht ungewillt jemandem umzuerziehen. Ich muss lächeln, da dieser Yugi ein Geschenk für mich ist. Es gibt nix besseres als Sklaven, die harte Arbeit verrichten können.
Ich erreiche endlich mein Gemach und rufe einem Sklaven zu, er solle schauen das mich niemand mehr stört.

-Yugis Sicht-

Ich stehe wie erstarrt vor dem Thron des Pharaos. Versuche zu realisieren was hier gerade geschehen ist. Ein Sklave. Ab dem heutigen Tag an, solle ich als Sklave hier arbeiten. Alles in mir sträubt sich dagegen. Kaum merke ich wie meine Mutter und mein Vater aus dem Saal gebracht werden. Doch wenn ich mich weigere das zu tun, weiß ich das er sich nicht zurück halten wird, sie härter zu bestrafen. So muss ich mich meinem Schicksal fügen. Zwei Wachen, zu je einer Seite, packen mich und ziehen mich in eine Tür. Bekomme nicht mit wohin sie mich bringen. Meine Füße folgen ihnen willenlos. Was soll nur aus ihnen werden?
Ich bin das einzige das sie noch haben. Der einzige der noch hart arbeiten kann auf dem Feld. Nun bin ich weg von zuhause und weiß nicht was ich tun soll.
Wir kommen in ein Raum, wo viele andere Sklaven eben den Boden sauber wischen.
"Ein Neuzugang. Gebt ihm was sauberes zum anziehen und gebt ihm einen Lappen, damit er tatkräftig helfen kann", sagt ein Wache.
"Ich werde höchstpersönlich dafür sorgen, dass dir dein Temperament ausgetrieben wird. Und wenn es damit endet dich auszupeitschen", sagt er mir noch grinsend ins Ohr und schubst mich nach vorne. Die Tür hinter mir wird zugeknallt...
 
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