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Fate: The fire that connect us

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
07.03.2021
07.03.2021
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,,Meine Mutter wird bald mit ihrer Armee hier sein", meinte Stella leicht außer Atem und sah dabei Ernst zu Aisha und Bloom, die ebenso leicht außer Atem waren. Mit schnellen Schritten stapften die drei durch den finsteren Wald, in dem die knorrigen alten Bäume gruselige und lange Schatten zogen. Die Sonnen und Mond Fee hielt vor sich eine goldene, kleine Lichtkugel, die den Weg über die vielen im Boden verankerten Wurzeln und Steine erhellen sollte.

Hoffentlich waren alle Verbrannten hinter ihnen her und überraschten sie nicht wie das letzte Mal von vorne. Kurz blickte der Rotschopf der Truppe flüchtig nach hinten, und ein widerliches Grunzen war zu hören. Rasch wandte sie sich wieder nach vorne und ging ein paar Schritte schneller. Die Verbrannten waren auf sie und ihre Kräfte aus, also musste sie sie vernichten. Nur wie?

Sie war jetzt ja auch nicht mehr alleine, sondern Aisha und Stella waren bei ihr. Was wenn sie eine oder sogar beide von ihnen durch ihre Kraft verletzte? Was, wenn sie auch Verbrennungen abbekämen, so wie ihre Mutter? ...

Die junge Drachenfeuerfee konnte sich diesen Vorfall bis heute nicht verzeihen. Für einen kurzen Moment hatte sie ihre Wut nicht mehr unter Kontrolle, und im nächsten Moment brannte ihr gesamtes Haus und sie hörte die markerschütternden Schreie ihrer Eltern.. So was durfte nie wieder passieren. Sie musste sie kontrollieren. Sie musste! Jede Einzelne von ihnen hatte Angst. Große Angst .... Selbst Stella, die sonst recht tuff war und der man nie so was wie Nervosität, Unsicherheit oder Angst ansah, hatte jetzt enorme Angst. Immer wieder wandte sich Stella oder Aisha nach hinten um, um sicher zu gehen das die Verbrannten noch nicht allzu nah waren.

,,Das wird leider zu spät sein Stella. Die Verbrannten wollen mich. Das wollten sie schon immer" antwortete die Rothaarige mit starker Stimme, doch Bloom merkte, das sie keinesfalls innerlich so stark war. So hatte sie sich dieses Schuljahr sicherlich nicht vorgestellt. Sie war hier her gekommen, um ihre fast unbändigen Kräfte unter Kontrolle zu bekommen, und jetzt?. Jetzt verfolgten sie ein Haufen Verbrannter in einem gruseligen Wald, Alfea wird angegriffen und unzählige Leute, unteranderem auch Terras Bruder Sam waren stark verletzt und könnten womöglich noch heute sterben. Bloom gefror das Blut in den Adern. Es war alles ihre Schuld ...

Wäre sie nicht her gekommen, hätten die Verbrannten sie nie gefunden, und niemals diese ganze Chaos angerichtet.Silva und Sam und all die anderen wären nicht gekratzt worden und mal ganz davon abgesehen, würde Bloom dann noch denken, sie sei ein gewöhnliches, 16-jähriges Mädchen bei ihren leiblichen Eltern und kein Wechselbalg, wessen Eltern unbekannt waren. Wäre sie nicht so naiv gewesen, wäre Rosalind jetzt nicht frei und alles wäre gut. Aber Nein. Sie musste ja mal wieder alles verschlechtern. Wie sehr sie diese Kräfte doch hasste. Das wäre alles niemals passiert, hätte sie diese Gabe nicht.

Langsam kamen Bloom, Stella und Aisha an einer dunklen Lichtung an, auf der kein Baum stand, sondern nur ein riesiges Stück Wiese war. Nervös, bis sich die Fee auf die Unterlippe. Was sollten sie jetzt tun. Angelockt hatte sie die Verbrannten, aber wie solle sie sie jetzt sicher und ohne verletzte zerstören? Das Gras unter Blooms Füßen war nass vom Morgentau und etwas weiter entfernt von ihr sah sie, wie ein kleiner Kautz oben in der Krone eines Baumes saß und sie mit seinen bernsteinfarbenen Augen ansah. Als erneut das abstoßende Geräusch eines Verbrannten zu hören war, drehte sich die Feuerfee rasch zu ihren beiden Freundinnen und sah ihnen unsicher in die Augen.

,,Rosalind hat mir gezeigt, wie man sie aufhält. Aber ich muss mehr Magie freisetzen als je zuvor und ich ..." Bloom stockte und schluckte schwer.

,,Ich weiß nicht was passieren wird, wenn ich das tue" Stella und Aisha sahen zunächst sich und dann wieder Bloom an. Bloom war eine mächtige Fee. Sie war viel stärker als gewöhnliche Feuerfeen oder Feen über ihrer Stufe. Bisher hatte das Mädchen versucht, selbstbewusst zu klingen, doch jetzt hörte man in ihrer Stimme ein zittern und ihr Körper begann unkontrolliert zu zittern. Ihre Beine schlotterten und mit einem Mal war der jungen Fee eiskalt.

Obwohl sie das Feuer in sich trug und sie es rund um die Uhr durchströmte, war es jetzt fast so, als häbe man dieses Feuer eingefroren. Ihre Finger zitterten, während sie Aisha und Stella tief in die Augen sah. Die beiden waren ihr unsagbar doll ans Herz gewachsen, und sie konnte sie einfach nicht verlieren.


Was, wenn sie bei diesem enormen Magieschwung nicht nur den Boden, sondern dieses Mal den ganzen Wald in brannt setzte? Oder was, wenn sie wie bei Rosalind, die Beherrschung verliert? Sie hatt keine Ahnung, was passiert wäre, hätte sie sich damals nicht selbst gebremst. ,,Hey, alles gut. Ich werde für unsere und deine Sicherheit sorgen. Ich umgebe dich mit Wasser, sollten deine Flammen zu groß werden", meinte Aisha liebevoll und legte Boom fürsorglich eine Hand auf die Schulter. Ihre braunen Augen strahlten so viel Ruhe aus, obwohl Bloom ganz genau wusste, das sie auch Angst hatte.

Tief atmete Bloom ein und versuchte sich zu beruhigen. Plötzlich spürte Bloom eine weitere Hand auf ihrer anderen Schulter, weswegen sie sich kurz verwundert und dann lächelnd umwandte. ,,Wir sind bei dir, auch wenn du uns nicht siehst" Stellas Stimme, die sonst so kühlund herablassend gegenüber Bloom und auch den anderen war, klang jetzt so voller warmherzigkeit und liebe.

Als wäre sie eine große Schwester, die auf sie aufpasste. So einen lieben Ton war Bloom gar nicht von der Blondine gewohnt, aber sie freute sich jetzt schon darauf, die neue Stella kennenzulernen, wenn das alles hier ein Ende hatte. Erschrocken wich Bloom zurück, als sie zwei der Verbrannten vor sich zwischen den Bäumen erkennen konnte, und auch Stella zog erschrocken die Luft ein, als sie die Verbrannten förmlich in ihrem Nacken spürte.

Bereit, die Sache durchzuziehen und Alfea zu retten, griffen Stella und Aisha nach Blooms Händen und hielten sich fest. Die Wasser und die Sonnen Fee standen ihrer Freundin bei und genauso stand Bloom auch hinter ihnen.

,,Rosalind will das glaube, dass ich das nur mit ihrer Hilfe schaffe.." Sie brach den Satz kurz ab und blickte in die ängstlichen und doch schönen, hellblauen Augen Stellas. ,,Aber sie liegt falsch!" Bloom hatte ihren Blick nun zu Aisha gewandt, die ihr mit einem ernsten Nicken zustimmte. Kurz tauschten Stella und Aisha noch ein paar unsichere Blicke aus, bevor sie alle drei zusammen zuckten und sich nach links, rechts und nach hinten umdrehten. Sie waren hier....Tief atmete Bloom noch einmal ein, bevor sie mit ansah, wie die schwarzhaarige und die Blondine neber einander liefen und sich schnell hinter einem, alten aber breiten Baumstamm versteckten. Kurz schloss die Feuerfee ihre Augen und atmete tief durch, bevor sie ein paar Schritte weiter ging und sich schließlich in die Mitte der Lichtung stellte. Sie konnte die hungrigen Blicke der Verbrannten, die um sie herum standen spüren. Doch sie versuchte sich nicht davon unterbringen zu lassen.


Vorsichtig begann Aisha mit ihren Händen kreisende Bewegungen zu machen, und die kleinen Tropfen des Morgentaus begannen in die Luft zu schweben. Sie bildeten sich alle zu einem Strahl und dann zu einer Wand aus Wasser, die Bloom nun umgab. Es war wie eine Art Wasser Schutzschild. ,,Du schaffst das Bloom!. Konzentrier dich!" rief Stella ihr aus der ferne zu, und Bloom hörte, wie sehr Stella doch an sie glaubte. Erneut schloss Bloom die Augen und versuchte sich zu konzentrieren.Konzentriert schloss sie die Augen und versuchte jeden Muskel in ihrem Körper zu entspannen. Ein eisiger Winx umgab sie und zerrte an ihren Klamotten und umspielte ihre Haare. Sie versuchte sich an das zu erinnern, was Fara ihr versucht hatte beizubringen.

Sie musste vertrauen haben. In sich und ihre Gabe. Sie durfte keine Angst vor dieser Macht haben, sondern musste sich mit ihr bewegen. "Lass es zu" kamen ihr die Worte Faras ins Gedächtnis und die Fee versuchte alles, um sich auf diese Worte zu konzentrieren. Bis jetzt geschah nichts, außer das Bloom immer mehr die Verbrannten wahrnahm. Sie wurden lauter und und kamen immer näher. Kurz öffnete Bloom ihr Augen und blickte leicht panisch zu Aisha und Stella, die sie versuchten, aus der Entfernung zu beruhigen. Es klappte nicht. Wieso klappte es nicht?.


Und dieses Mal schien es zu klappen. Bloom spürte, wie heiße Lava ihre Adern durchströmte und ihren ganzen Körper nur noch stärker machten. Sie spürte, wie stark sie doch war und immer mehr begann Blooms Körper zu glühen. Es sah so beeindruckend aus und es war fast so, als würde Bloom inmitten einer großen, lodernden Flamme stehen. Das Feuer umgab sie, verbrannte sie aber nicht. Ihre Haarsträhnen flogen elegant zu allen Seiten und kleinere Flammen umspielten diese. Immer mehr verlor die junge Fee den Halt unter ihren Füßen und sie begann zu schweben. Ihre Fingerspitzen kribbelten angenehm und sie spürte, wie kleinere Flammen immer wieder ihren Arm oder ihre Hose streiften. Ein Kribbeln ging von der Mitte ihrer Wirbelsäule aus, und sie spürte, wie sich all ihr Feuer an dieser Stelle sammelte.


Elegant schlug Bloom ihre Augen auf, und anstatt der hellblauen Augen traten zwei Feuerrote zum Vorschein. Sie glühten wie Bloom selbst und zeigten plötzlich keinerlei Schwäche oder Angst mehr. Plötzlich ging von der Rothaarigen eine kleine Druckwelle aus, und aus ihrem Rücken traten zwei brennende, jedoch wunderschöne Feuerflügel zum Vorschein. Sie brannten und waren groß. Erstaunt sah Bloom nach hinten. Sie hatte sich transformiert. War das abgefahren. Langsam landete Bloom wieder auf dem Boden und sie begann den Viechern entschlossen in die Augen zu sehen. Jetzt waren sie dran!.


Die Feuerfee hob ihre Hände in die Luft und feuerte auf zwei der Verbrannten einen gleißenden Strahl aus Feuer. Sofort fielen die beiden um und wurden zu schwarzer Asche. Anschließend feuerte Bloom auf die vier, die hinter ihr standen, einen genauso heftigen Strahl ab und auf die Weiteren ebenso. Bis plötzlich etwas Seltsamen geschah ...

Bloom wurde mit einem Mal ganz schwindelig und sie nahm nur noch ein paar Punkte vor sich war. Mit einem Mal durchfuhr sie ein lautes und ohrenbetäubendes Geräusch und sie nahm ihre Umgebung nur noch kaum war.

Als ein Verbrannter versuchte, sie zu kratzen, konnte sie nur mit Glück ausweichen und dann ... dann hörte sie eine Stimme. Es war keine Weibliche, sondern eine Männliche, die Bloom allerdings dennoch nicht kannte. Immerzu rief sie ihren Namen. "Bloom." "Bloom." Suchend drehte sich die Fee um, konnte aber niemanden erkennen und versuchte weiterhin den Verbrannten zu entkommen. Ihr Kopf schmerzte, aber in ihrer Brust brannte es und ein seltsames Gefühl machte sich in ihr breit. So, als häbe sie eine Brausetablette genommen, die sich nun langsam auflöste. Erschrocken sprang die Fee in der Realität nach oben, um einem Verbrannten erneut auszuweichen, und schwebte dann in der Luft. Kurz schloss die Fee ihre Augen und versuchte die Stimme zu unterdrücken, doch vergeblich. Stadtessen schien der Mann immer lauter ihren Namen zu rufen.


Mit einem Mal ignorierte die Fee die Stimme und kämpfte weiter gegen die Verbrannten, und seltsamerweise hörte die Stimme auf, ihren Namen zu rufen. Als nach einer Weile auch der letzte Verbrannte zu Asche wurde, kam Bloom langsam wieder auf dem Boden auf und sah sich um. Ihre Knie zitterten und ihr war schwindelig, extrem schwindelig. Ihr Blick fiel taumelnd zwischen zwei Bäume, die mit viel Fantasie aussahen, als sei es ein Eingang zu einem Tor, und dort stand ein Mann. Ein Mann mitlangem Haar und eisblauen Augen.

Er beobachtete sie mit verschränkten Armen vor der Brust und sagte nichts. Er stand einfach nur da und sah sie an. Bloom erwiderte den Blick und versuchte zu erkennen, wer das war, doch da überrumpelte sie ihre soeben verbrauchte Kraft und sie klappte in sich zusammen. Ihr Körper zitterte vor Anstrengung und ales was sie noch hörte, bevor sie in ein dunkles Loch fiel, waren die aufgebrachten Stimmen Aishas und Stellas....
 
 
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