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Fate - Geblendet, Verflucht & Verloren

von JaliceTo
OneshotFantasy, Schmerz/Trost / P16 / Mix
Farah Dowling OC (Own Character) Stella
06.03.2021
06.03.2021
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Hallo ihr Lieben und alle, die auf den kleinen OS aufmerksam geworden sind. Ich schreibe die kleine Geschichte nur zum Spaß und keiner der Charaktere außer meinem OC gehört zu mir.
Ich wünsche euch sehr viel Spaß beim lesen und über Feedback würde ich mich sehr freuen.

Lg eure JaliceTo

Fate - Geblendet, Verflucht & Verloren


Dunkelheit. Schwarze gruselig Dunkelheit begrüßte Ricki auch an diesem Morgen als sie die Augen aufschlug. Die immer geringer werdende Hoffnung, dass dieses schrecklich Ereignis nur ein Albtraum war und das Resultat von zu vielem Popcorn in Kombination mit Alkohol während einer Pyjama Party wurde regelrecht erneut zerstört. Jedes mal wenn Ricki ihre Augen öffnete nach dem Aufwachen. Es war kein Albtraum oder eine Halluzination - es war die grauenvoll schmerzhafte Realität. Die Realität die sie seit knapp einem Jahr nun erneut verkraften musste. Es wurde mit jedem aufwachen, mit jedem Augenaufschlag nie leichter. Immer war dort diese Dunkelheit. Es war nicht cool oder spannend blind zu sein. Es war eines der beängstigenden Dinge die es gab. Selbst für eine Fee war es etwas unangenehmes. Vor allem weil man in Rickis Fall keine Heilung fand. Erblindete Feen waren in der Heilung eingeschränkt...die Chance durch Magie geheilt zu werden und das Augenlicht zurückzuerlangen war im unteren Bereich.

"Guten Morgen Ricki. Ich habe eine Überraschung für dich. Du bekommst heute Nachmittag eine Zimmergenossin. Sie ist schon eine Weile in unserer Einrichtung und die Leitung meinte es wäre besser wenn....ihr zusammen in einem Zimmer wohnt" - die Stimme der Krankenschwester drang in Rickis Ohr. Sie wusste das sie noch im Bett lag und anhand der umliegenden Geräusche konnte die Fee wahrnehmen, dass die Krankenschwester alleine in ihr Zimmer gekommen war. Ein weiterer Nachteil wenn man das Augenlicht verloren hatte war - man wusste nie ob die Leute einem ins Gesicht logen oder nicht. Und nach knapp einem Jahr in dieser Einrichtung war Ricki leider immer noch nicht in der Lage sich als perfektionierter Lügentest auszeichnen zu lassen. Sie musste sich einfach auf ihr Gehör verlassen. Und auf ihre anderen noch funktionierenden Sinne.

"Hast du wieder versucht zu schlafwandeln? Du weist doch, dass die Türen in der Einrichtung mit Magie über Nacht verschlossen werden. Um Unfälle zu vermeiden", säuselte die Krankenschwester ihr ins Ohr, während sie Ricki beim aufstehen, umziehen und Zähneputzen half. Anschließend wurde die Fee in den Speisesaal gebracht. Der Geräuschpegel stieg direkt und die Reizüberflutung machte die Fee nervös. Sie spürte ein leichtes Kribbeln in ihren Fingern - aber ihre Magie würde nicht aktiviert werden. Die Lichtfee war nicht mehr in der Lage ihre Kräfte zu entfesseln. Irgendetwas stoppte sie. Wie ein Uhrwerk in dem eine Schraube fehlte. Sie wusste dass sie noch in der Lage war ihre Kräfte zu nutzen - aber es wollte ihr  nicht gelingen.

Der Geräuschpegel im Speisesaal wurde im Laufe des Frühstücks geringer. Ricki war in der Lage bestimmte Geräusche zu filtern. Die Küchenhilfen lästerten über das schlechte Essen und die Kochkünste des Kochs. Sie sprachen leise und glaubten niemand würde es hören. Doch wenn man wie Ricki einen Sinn verliert, stärken sich die anderen. Es war weder Fluch noch Segen - es war ein Umstand mit dem sie leben musste. Sie hatte sich dieses Leben nicht ausgesucht.

Es war ein Fehler gewesen. Ein Fehler von ihrer besten Freundin Stella. Die beiden Mädchen waren gemeinsam im Solaria aufgewachsen, es hatte fantastische Pyjamapartys im Schloss gegeben - Königin Luna hatte Ricki nach dem Tod ihrer Eltern eine Wohnung im gehobenen Viertel des Königreichs zur Verfügung gestellt. Stella und sie hatten eine unerschütterliche Freundschaft. Sie hatten so viel Spaß gehabt und sich auf die andere verlassen können. Bis zu dem einen Abend. Bis zu dem Tag an dem Stella ihre Emotionen und ihre Magie nicht unter Kontrolle gehabt hatte. Dieser Fehler hat Ricki ihr Augenlicht gekostet. Und das schlimmste an der Situation war, dass Königin Luna die Wahrheit nicht nur vertuscht hat, nein sie war auch der Grund warum Ricki seit einem Jahr in dieser Anstalt war.

Die Heilungsanstalt im Königreich Eraklyon war....eher ein Gefängnis. Es war der Ort wo die ´kaputten Fälle´ aufbewahrt worden. Ähnlich wie eine Psychiatrie aber für Feen und andere übernatürliche Wesen. Es gab Therapiesitzungen, gemeine sadistische Wärter und der Kontakt zur Außenwelt wurde beschränkt. Ebenso wie die eigenen Freiheit.

Ricki hatte Stella nie sagen können, dass sie ihr keine Vorwürfe machte. Sie hatte ihre besten Freundin nie sagen können, dass sie trotz dieses schrecklichen Vorfalls immer noch eine tiefe und ehrliche Freundschaft hatten. Seit einem Jahr hatte Ricki nichts von Stella gehört. Das schmerzte die Fee am meisten. Bestimmt machte Stella sich schreckliche Vorwürfe - und es würde Ricki nicht wundern, wenn Königin Luna ihrer Tochter nicht einmal der Ort genannt hatte, wohin man sie geschleppt hatte. Es sollte alles so wunderbar vertuscht werden.

Denn Königin Luna  hatte die Geschichte - die Wahrheit vertuscht. Ihre Tochter Stella galt nun als die Psychophatin, das Monster dass ihre beste Freundin mit Absicht geblendet hatte - einfach so zum Spaß.

Und Ricki wusste das Stella kein Monster war. Sie war ihre beste Freundin. Nur leider sahen das sehr viele Personen ganz anders. Und es gab nichts was Ricki tun konnte um diese Ungerechtigkeit zu ändern. Sie hatte kein Mitspracherecht mehr. Keine Eltern die sich einmischen würden oder jemand der ihr Glauben schenken würde. In den Augen der Pfleger und der Leitung dieser Einrichtung war Ricki durch der Erblindung so traumatisiert, dass sie ihre Kommunikation komplett eingestellt hatte und in einer Traumwelt lebte.

Wie falsch sie doch lagen. Ricki versuchte jeden Tag verzweifelt nach einem Weg raus aus diesem Chaos. Sie wollte so gerne Stella erreichen und mit ihr sprechen, sie wieder in den Arm nehmen und einfach ihre Stimme hören. Aber wie sollte man aus einem Gefängnis kommen - wenn alles schwarz vor Augen war? Ricki beschränkte sich der Kommunikation nicht, weil sie dazu nicht in der Lage war - nein die Fee schwieg weil sie das wichtige vom unwichtigen filterte. Und dabei versuchte sich die kleine Hoffnung und den Lebenswillen nicht komplett nehmen zu lassen.

"Ricki? Das Frühstück ist vorbei - ich werde dich jetzt zu deiner Therapiestunde bringen" - die Stimme der Krankenschwester drang wieder in das Ohr der blinden Fee und sie nickte nur. Es würde niemanden der Anwesenden wundern oder verstören falls sie doch mal geantwortet hätte. Auf die Therapie die aus leichten an ihr angewandten Magie Übungen bestand konnte sie eigentlich verzichten. Aber Ungehorsam und aufmüpfiges Verhalten wurden bestraft. Es gab Regeln an die es sich zu halten galt.

Und Ricki hasste diese Regeln. Am liebsten hätte sie diese Regeln in Flammen aufgehen lassen. Aber leider war sie keine Feuerfee sondern nur eine Lichtfee mit kaputten Fähigkeiten.

***


"....nicht weiter gehen - du überrennst noch die kleine Maus!"

Es war eine unglückliche Stimme die Ricki auf dem Weg zu ihrem Zimmer hörte. Die Krankenschwester hatte sie nach der Therapiesitzung wieder in Empfang genommen und ihr erklärt, dass ihre neue Mitbewohnerin schon in ihrem Zimmer war. Der unglücklichen Stimmen mischten sich zwei männlichen Stimmen hinzu - die der traurigen Stimme ziemlich streng und wütend erklärten, dass es keine Mäuse in der Anstalt gab und sie nicht noch einmal das Zimmer versuchen sollte zu verlassen. Am Tag war das für die Bewohner - wenn sie nicht in der geschlossenen Abteilung untergebracht waren kein Problem. Ricki hatte es nie versucht - es war kompliziert wenn sie nichts als die gruselige Dunkelheit erblicken konnte.

"Rein da! Jetzt! Ah da seid ihr ja. Ich denke es ist besser, die Zimmertür zu versiegeln. Für die erste Nacht. Wir sollten ihre Medikamentendosis erhören", hörte Ricki einen der männlichen Pfleger sehr leise zu ihrer Krankenschwester flüstern. Sie tat so als hätte sie es nicht mitbekommen und gähnte einmal müde.

"In Ordnung. Gut - wir sehen uns dann später - das Abendessen wird euch zum Zimmer gebracht. Ich brauche einen Kaffee - wie siehst mit euch aus Jungs?", sprach die Krankenschwester und Ricki wurde in ihr Zimmer geschoben - die Tür knallte ins Schloss und wurde durch Magie versiegelt. Sie waren eingeschlossen und ihre neue Mitbewohnerin schien davon nicht überrascht zu sein. Ricki hörte es von dem Bett neben der Tür rascheln. Es war das leere und unbenutzte Bett. Warum bekam sie jetzt nach einem Jahr eine Mitbewohnerin? Sie war zuvor auch gut zurecht gekommen.

"Da war wirklich eine kleine Maus. Ich habe es genau gesehen. Gemeine Erwachsene!", hörte Ricki die Stimme des Mädchens nun deutlicher und ein kleines Detail war zu hören. Sie wirkte unheimlich jung.

"Ich habe leider nichts gesehen. Du bist meine neue Mitbewohnerin oder? Ich bin Ricki", sprach Ricki in die Richtung das Bettes. Das Rascheln verstarb und die Fee spürte wie ein Blick auf ihr lag.

"Die war auch sehr schnell verschwunden - auf dem Flur und ich habe nicht verstanden was sie gesagt hat....Ricki? Wie in ´Ricki die Lichtfee?´ ", kam es von der kindlich klingenden Stimme zurück - Schritte näherten sich der blinden Fee nun und Ricki konnte die Präsenz ihrer Mitbewohnerin deutlich spüren. Sie musste nur wenige Schritte entfernt von ihr stehen.

"Ja genau die. Wie heißt du? Du klingst sehr jung. Sicher das die sich nicht mit der Kinderstation getäuscht haben und warum wolltest du Maus verstehen? Bist du eine Tierfee?", forschte Ricki neckend nach und ein leises Kichern war von der anderen Fee zu hören.

"Ich war eine Tierfee. Bevor...ein Unfall passiert ist. Nun verstehe ich die Tiere nur noch ganz schlecht und sie verstehen mich nicht. Meine Magie ist fast...vollständig kaputt durch den Unfall. Die Heiler sagen es ist ein Fluch. Oh ich heiße übrigens Elisa", stellte die andere Fee sich vor. Mit einer Tierfee hatte Ricki es auch eher selten zu tun gehabt und was meinte sie bitte mit einem Fluch?

"Ein Fluch Elisa? Gibt es denn noch stark wirkende Magie die für Flüche nutzbar ist?", fragte Ricki skeptisch nach.

"Es klingt nach vergangenen Zeiten - aber es ist wahr. Ich weis nicht wehr mich verflucht hat...ich habe nur ein verschwommenes Bild im Kopf wenn ich mich an den Tag erinnern möchte. Aber in meinen Albträumen ist der Schmerz so intensiv. Die Magie ist so düster und das schlimmste ist, dass meine Mom und meine Freunde glauben ich bin von einem Verbrannten entführt worden....weist du ich habe vor einem Jahr die Schule in Alfea besucht. Ich wollte einem Entenküken dass die Barriere überschritten hat helfen...dann kam die Person die mich verflucht hat....ich bin ein nutzloses verlorenes kleines Feenmädchen....und keiner glaubt mir", sprach Elisa und die Traurigkeit in ihrer Stimme schien den ganzen Raum einzunehmen. Ob das wohl stimmte was sie gesagt hatte? Ricki war vorsichtig geworden wenn es um Magieausbrüche und Flüche ging.

"Das ist ein beschissenes Gefühl. Aber verzeih mir, wenn es mir schwer fällt dir zu glauben, wenn ich dich nicht sehen kann", kam es etwas  arrogant über Rickis Lippen. Manchmal wünschte sie sich so sehr ihr Augenlicht zurück und am besten noch ihre Magie dazu.

"Du siehst wirklich gar nichts? Bist du denn eine Lichtfee? Die gemeinen Erwachsenen haben gesagt, du warst einmal eine Lichtfee. Kannst du dir es nicht wünschen für einen kurzen Moment sehen zu können?", fragte Elisa sie in kindlicher Naivität. Zuerst wollte Ricki zickig erwidern, dass sie nicht in einem Märchen waren und es unrealistisch war. Aber dann wurde ihr dieser Vorschlag immer interessanter und sie hatte noch nie darüber nachgedacht. Auch wenn es fernab der Möglichkeiten lag - so hatte Ricki nichts zu verlieren oder?

"Das ist die dümmste und naivste Idee die ich seit langem gehört habe - was habe ich zu verlieren? Und da wir als Mitbewohnerinnen miteinander auskommen müssen....na gut warum nicht?", schnaufte Ricki und schloss ihr Augen. Vielleicht wäre ein magischer Genie hilfreich - der könnte ihr zumindest Augenscheinlich sagen, ob an der Sache mit dem Fluch etwas dran war. Es dauerte einige Anläufe, bis Ricki der ´Wünsch es dir doch einfach mal´ Idee wirklich eine Chance geben wollte.

Und dann spürte die Lichtfee wie es in ihren Fingern kribbelte und für einen kurzen Moment erschien vor ihrem geistigen Auge ein heller Umriss, der von den Sonnenstrahlen einen verschärften Farbton anzunehmen schien.
Ricki konnte für einen Moment lang die Umrisse eines kleinen Mädchens von ungefähr 5 Jahren erkennen - es hatte strohblondes Haar, grün-braune Augen und auf ihrer Schulter saß ganz plötzlich eine kleine weiße Maus....

Ricki zückte zusammen, stolperte nach hinten und landete auf dem Fußboden. Sie war zu überrascht von dem was sie gesehen hatte. Eine kleine Hand griff vorsichtig nach ihrer Hand und über ihrer Schulter spürte Ricki eindeutig die kleine Maus laufen. Sie hatte nichts gegen Mäuse - generell war es selten genug, dass man in der Anstalt ein Tier sah - oder sich eines in die Räumlichkeiten verirrte. Die kleine Maus schnüffelte an den Ohrringen die Ricki trug und wanderte über ihren anderen Arm wieder auf die Schulter von Elisa.

"Hat es geklappt? Und hast du dich verletzt? Der Steinboden ist sehr unangenehm. Oh da bist du ja Blueberry. Ich wusste du hast einen Weg gefunden um vom Flur hier ins Zimmer zu kommen", erkundigte Elisa sich vorsichtig und mit dem letzten Teil meintes sie eindeutig die kleine Maus.

"Nein alles gut. Ich glaube es hat funktioniert...warum bist du so jung? Ist...ist es der Fluch? Hat er dich verjüngt und dir so deine Kräfte fast vollständig genommen?", forschte Ricki nun etwas interessierter nach. Von dem was sie gesehen hatte, wollte sie nicht alles als Hirngespenst oder Halluzination abtun.

"Ja. Ich hatte vor einem Jahr eigentlich mein erstes Schuljahr in Alfea antreten sollen. Ich hatte meine Mom gefragt, ob ich mir die Ländereien ansehen darf, und das arme Entenküken musste doch zu seiner Mutter zurück. Ich habe ein großes Herz für Tiere", erklärte Elisa und Ricki nickte leicht. Elisa schien es ähnlich wie ihr zu ergehen - und so erzählten die beiden sich von ihren Schicksalen.

Blueberry die kleine Maus hatte es sich in der Zwischenzeit auf einem der Schränke gemütlich gemacht und kämpft gegen eine Wollmaus.

"....und ihr habt ganz wirklich Popcorn und Alkohol getrunken? Das schmeckt doch gar nicht zusammen oder?", kicherte Elisa als Ricki von einer der legendären Pyjama Partys mit Stella berichtet hatte.

"Es war das beste nach einem Filmabend. Ich vermisse diese Zeit mit Stella. Ich vermisse ein normales Leben. Du kannst mir sagen was du möchtest, aber hier in diesem Gefängnis ist kein normales Leben möglich", antwortete Ricki und zum ersten mal seit einer Ewigkeit war ihr zum Lachen zu Mute.

"Vielleicht kann Blueberry die Maus ja versuchen etwas Popcorn aus der Küche zu klauen...oder sie bringt mir einen Schlüssel und dann schleichen wir uns ganz einfach an der Magie vorbei? Ich möchte so gerne die Wärme und die Natur endlich wieder hören und fühlen dürfen....und ich kennen einen Geheimweg der nach draußen führt", flüsterte Elisa nun aufgeregt.

"Einen Geheimweg? Bemerken die Wärter und Krankenschwestern es denn nicht, wenn jemand nachts nicht in denn Zimmern ist?", forschte Ricki schmunzelnd nach.

"Nicht nachts....tagsüber...zwischen Mittag und Abendessen. Ich habe es schon einmal versucht,  nach draußen zu laufen - aber ich bin zu klein um an die Türklinken zu kommen...", erklärte Elisa frustriert. Da kam Ricki eine Idee - wenn es eine Möglichkeit gab vielleicht von hier zu fliehen, dann sollte man sie doch nutzen.
"...und wenn ich mit dir mitkomme? Wir könnten bestimmt ein gutes Team bilden", schlug Ricki vor. Sie war damals mit Stella immer für ein Abenteuer zu haben gewesen. Und ähnliche Schicksale sollen angeblich verbinden.
"Das würdest du tun? Das wäre so cool. Aber wir müssen einen guten Moment abwarten...nicht mehr heute, die Tür ist ja magisch verriegelt...aber vielleicht in den kommenden Tagen", erwiderte Elisa nun aufgeregt. Die Vorstellung gefiel Ricki sichtlich.

"Gut, dass machen wir so. Du hattest von deiner Mom gesprochen Elisa. Arbeitet sie an der Schule?", fragte Ricki nach einer Weile. Sie hatte Elisa von dem Dilemma berichtet und dem Drama um Königin Leah.

"Meine Mom ist die Direktorin", lautete die Antwort und das überraschte Ricki dann doch.

"Du bist die Tochter von Farrah Dowling? Sie ist aber eine Mentalfee...wie kannst du eine Tierfee sein?", kam es überrascht von Ricki.

"Oh - mein Dad hat die Magie Tiere zu heilen...nun er hatte er kurz nach meiner Geburt das Weite gesucht - er ist davon gelaufen und meine Mom musste mich alleine großziehen ...", erklärte Elisa. Gut das ergab dann doch Sinn.

Auf einmal hörte man ein leises Rumpeln in der Nähe des Schranks.

"Ist deine Maus gerade wirklich vom Schrank gefallen?", forschte Ricki nach einigen Sekunden nach.

"Ja, aber sie ist auf meinem Bett gelandet. Vielleicht wollte sie versuchen zu fliegen?", kam es ernst über die Lippen von Elisa - ehe die beiden Mädchen in ein fröhliches Lachen ausbrachen.

Vielleicht war das der Moment einer neuen seltsamen und einzigartigen Freundschaft. Eventuell konnten Ricki und Elisa sich dabei unterstützten einen Weg aus diesem Dilemma zu finden und mit ein wenig Kraft und Anstrengung, waren sie vielleicht sogar in der Lage - die Dunkelheit die jeden Tag versucht sie noch etwas mehr zu verschlingen - erfolgreich in die Flucht zu schlagen.



ENDE
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