Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

der neue Götterkönig

von MoHdO
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Annabeth Chase Percy Jackson
06.03.2021
16.10.2021
9
29.060
12
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
16.07.2021 3.204
 
Es war später Abend und während Reyna schon schlief, ging Jason in sein Prätorenbüro und setzte sich an seinen Schreibtisch, um die letzten Tage gedanklich nochmal Revue passieren zu lassen. Er erinnerte sich noch genau, wie er die fünfte Kohorte auf dem Berg Othrys in einen Kampf geführt, den sie eigentlich nicht hätten gewinnen können. Am Ende war es darauf hinausgelaufen, dass er alleine gegen Krios hatte antreten müssen. Er hatte ihn besiegt und sie hatten die Titanenhochburg Othrys gestürmt und zerstört. Damit hatten sie die Titanen besiegt und gefeiert. Das einzig negative war gewesen, dass er zum Prätor gemacht wurde. Er hatte die ganze Zeit alles dafür getan, zu verhindern, dass er Prätor wird und am Ende war es trotzdem so gekommen. Er seufzte. Das alles hatte er eigentlich nicht gewollt. Jetzt blickten wieder alle zu ihm auf und erwarteten von ihm die Führung. Warum konnte er nicht einfach ein normaler Halbgott sein? Immerhin hatte er mit Reyna seine beste Freundin und eine geborene Anführerin an seiner Seite, weshalb er nicht die alleinige Verantwortung besaß. Aber selbst sie erwartete von ihm eine gewisse Führungsstärke, die er nicht besaß. Aber das war egal. Er war ein Sohn des Jupiter und damit hatte sein Schicksal seit seiner Geburt festgestanden, egal wie sehr er versucht hatte, das zu verändern. Er seufzte wieder. Und dann kam noch hinzu, dass er zwar Krios besiegt und den Berg Othrys eingenommen hatte, sein Dad sich aber trotzdem nicht für ihn interessierte. Halbgötter und Götter waren zwar strikt voneinander getrennt, aber er hätte ihm wenigstens ein Zeichen senden können, dass er seinen Kampf bemerkt hat. Aber es war nichts gekommen. Er war sehr enttäuscht davon. Er hatte die letzten Jahre zwar hauptsächlich für seine Freunde und seine Schwester Thalia, die er seit 13 Jahren nicht mehr gesehen hatte, gekämpft, aber auch immer für seinen Vater. Er war überzeugt gewesen, dass sein Dad sich für ihn interessiert hatte und ihn beim Kämpfen beobachtet hatte und ihn nur nie besucht hatte, weil er ihn nicht von seinem Kampf gegen die Titanen ablenken wollte. Aber da er auch jetzt nicht aufgetaucht war, musste Jason sich zugestehen, dass er seinem Vater egal war.
Er setzte sich wieder an seinen Schreibtisch und überlegte. Immerhin konnte er jetzt endlich ein paar lästige und unnötige Traditionen abschaffen. Er überlegt und wog ab und entschied sich am Ende, vorzuschlagen, die 12. Legion in 1. Legion umzubenennen.
Er wollte gerade aufstehen, um schlafen zu gehen, als es an der Tür klopfte. Er ging zur Tür und öffnete sie. Was er dort sah, überraschte ihn. Vor ihm stand Neptun und starrte ihn kalt an. Jason fragte sich, was der Gott hier machte, denn Götter kamen selten ohne einen triftigen Grund, vor allem Götter wie Neptun, die die Römer hassten. Natürlich verbeugte er sich vor Neptun und dieser nickte zufrieden. „Wir dürfen uns doch setzen, oder?“, fragte er mit einem bedrohlichen Unterton in der Stimme. Jason wunderte sich, warum er „wir“ gesagt hatte, bis er den Jugendlichen neben Neptun sah, auf den er bisher nicht geachtet hatte. Der Jugendliche war ungefähr so groß, wie Jason selbst und er hatte meergrüne Augen und schwarze, verstrubbelte Haare. Er hatte ein selbstbewusstes und sympathisches Lächeln auf den Lippen und auf Jason wirkte dieses Lächeln auch nicht gespielt, wie bei Monstern. Gedanklich kam er wieder zu Neptuns Frage zurück: „Natürlich dürft ihr euch setzen.“ Während er mit einer erneuten Verbeugung zu seinem Schreibtischstuhl zurückging, zeigte er auf zwei weitere Stühle, die sich Neptun und der Jugendliche nahmen. Er überlegte kurz und beschloss, dass es ein gutes Zeichen war. Dass Neptun sich setzen wollte. Dann wollte er wahrscheinlich mit ihm reden und ihn nicht umbringen. Poseidon begann: „Wie du siehst, Jason Grace, habe ich einen Gast mitgebracht.“ Jason nickte. Der Junge stellte sich vor: „Ich bin Percy Jackson, 16 Jahre alt und ein Sohn des Poseidon.“ „Ist Poseidon nicht ein griechischer Gott?“, fragte Jason verwundert. Er mal etwas darüber gehört, war sich aber nicht sicher, ob das richtig war. Neptun nickte: „Ja, wir Götter haben zwei Erscheinungsformen. Eine römische und eine griechische. Und mit beiden Erscheinungsformen haben wir Halbgottkinder.“ Jason war überrascht davon. Er hatte immer gedacht, dass die Götter nur römisch waren, aber es machte Sinn. Bevor die Götter Römer geworden waren, waren sie Griechen gewesen. Also war ihr Ursprung im Alten Griechenland. Und Octavian hatte Recht gehabt. Es gab also auch griechische Halbgötter. Jason kam ein Gedanke: „Und Percy ist auch ein griechischer Halbgott?“ Percy sah ihn traurig an: „Ich war ein griechischer Halbgott. Jetzt bin ich ein Gott.“ Jason war verwirrt. „Wie konntest du denn zum Gott werden?“ Percy seufzte: „Am besten, ich erzähle die Geschichte von Anfang an.“ Jason nickte. Das klang so verwirrend, dass eine grundlegende Erklärung angebracht schien. Also begann Percy zu erklären: „Es gibt auch ein Camp für griechische Halbgötter, Camp Halfblood an der Westküste, in New York. Wie du sicher weißt, haben die Titanen versucht, die Götter zu stürzen.“ Jason nickte wieder. Natürlich wusste er das. Schließlich hatte er selbst gegen die Titanen gekämpft. „In New York hat Kronos versucht, den Olymp über dem Empire State Building zu zerstören.“ „Der Olymp liegt in New York über dem Empire State Building?!“, unterbrach Jason Percy verwundert und entschuldigte sich dann sofort. Er wollte ihn schließlich nicht verärgern. Er wirkte zwar sehr freundlich, aber bei Göttern konnte man nie wissen. Percy lachte: „Dafür musst du dich doch nicht entschuldigen. Du wirkst sogar einigermaßen gefasst für das, was du gerade erfährst.“ Tat er das? Anscheinend war das der Fall. Percy erzählte weiter und Jason hörte ihm gebannt zu: „Da die Götter anderweitig beschäftigt waren, mussten wir Camper den Olymp verteidigen. Dabei haben wir auch gegen Kronos gekämpft und ihn besiegt.“ Jason schnappte überrascht nach Luft. „Wie habt ihr das geschafft?“, fragte er verwundert. Er dachte, dass es schon unglaublich gewesen war, dass sie den Berg Othrys gestürmt hatten. Aber das war nichts gegen das, was die Griechen getan hatten. Sie hatten ohne göttliche Hilfe Kronos daran gehindert den Olymp zu zerstören und ihn besiegt. Das war absolut unglaublich. Percy riss ihn aus seinen Gedanken, indem er auf seine Frage reagierte: „Das ist eine sehr lange Geschichte. Es wäre besser, wenn ich das zu einem anderen Zeitpunkt erzähle.“ Jason nickte verstehend. Er selbst wusste, dass manche Zusammenhänge sehr kompliziert waren. Er gab sich damit aber noch nicht zufrieden: „Und wie bist du dann zum Gott geworden?“ „Kronos hat dabei seine Macht über die Zeit verloren und ich habe sie bekommen. Deshalb bin ich der Gott der Zeit und damit als mächtigster Gott auch der neue Herrscher des Olymp geworden.“ Jason war noch beeindruckter, als sowieso schon zuvor. Er war so überrascht, dass er nichts tun oder sagen konnte. Er hoffte, dass Percy es ihm nicht übel nehmen würde, dass er sich nicht vor ihm verbeugte, jetzt wo er erfahren hatte, dass er den Herrscher des Olymp und damit auch des Universums vor sich hatte.
„Ich denke, du solltest keinem außer Reyna davon erzählen, dass es ein griechisches Camp und griechische Halbgötter gibt“, übernahm Neptun wieder das Ruder. Jason nickte. Es war wahrscheinlich gut, dass nicht das gesamte Camp davon erfuhr, weil Octavian das sonst für seine Zwecke ausnutzen würde. „Am besten trefft ihr beiden euch morgen mit Percy und Annabeth Chase, um alles zu klären und damit die Camps zusammenarbeiten können.“ Jason stimmte zu: „Warum wurden die Camps überhaupt getrennt?“, fragte Jason neugierig. Neptun seufzte: „Die Feindschaft zwischen Römern und Griechen existiert schon seit den Anfängen des römischen Volks und sie ist so tief, dass alle bisherigen Versuche, Frieden zu schaffen zwischen beiden Camps fehlschlugen. Deshalb versuchen wir jetzt, dass die Camps zusammenarbeiten, ohne dass die Camper selbst davon wissen, damit es keinen erneuten Krieg gibt.“ „Das macht Sinn“, nickte Jason. „Ist damit alles geklärt?“, fragte Neptun. „Sehen wir uns dann morgen hier um halb zehn?“, fragte Percy. Jason nickte. Als Neptun und Percy rausgingen, verbeugte sich Jason nochmal. Er atmete tief durch. Diese ganzen Informationen musste er erst einmal sacken lassen. Am besten ging er jetzt schlafen und erzählte morgen alles Reyna.
Also ging er zu den Barracken in sein Zimmer und legte sich direkt schlafen, ohne sich umzuziehen, weil er so müde war.
Am nächsten Morgen hörte er Reynas weiche Stimme: „Aufstehen, Jason.“ Jason reckte sich gähnend. Er war noch sehr müde. „Wie spät ist es?“, fragte er. „Nach 8 Uhr“, sagte Reyna, die schon in voller Rüstung vor ihm stand. Jason stand schnell auf, damit er Percy und diese Annabeth rechtzeitig treffen konnte. „Reyna, halte dir bitte an halb zehn ein paar Stunden frei.“ „Warum?“, fragte sie verwundert. „Erkläre ich dir beim Essen.“ Reyna nickte und ging aus dem Raum. Währenddessen zog sich Jason hastig um und folgte Reyna zum Essen. Er setzte sich zu ihr an das Prätoren-Podest. „Und? Warum soll ich mir ab halb zehn ein paar Stunden freihalten?“, fragte sie mit einem breiten Lächeln. Jason wunderte sich über das Grinsen, aber erklärte Reyna dann einfach das, was ihm gestern Abend erzählt wurde. Reyna wirkte erst ein bisschen enttäuscht, dann setzte sie wieder ihre gleichgültige Maske auf, die Jason nur zu gut kannte. Er fragte sich wieder mal, warum sie seit dem Auftrag in Charleston trauriger wirkte und sich immer mehr vor ihm verschloss.
Als er weitererzählte, begann Reyna immer interessierter zuzuhören und sie wurde immer überraschter. Am Ende fragte sie verunsichert nochmal nach: „Es gibt also tatsächlich griechische Halbgötter, mit denen wir uns seit Jahrtausenden sinnlos bekriegt haben, weil wir eigentlich auf der gleichen Seite stehen.“ Jason nickte: „Und damit wir zusammenarbeiten können, ohne dass es Krieg gibt, dürfen aus dem Camp nur wir beide davon wissen.“ „Und gleich treffen wir uns mit Percy Jackson und Annabeth Chase?“ „Genau.“ Jason hatte das Gefühl, dass Reyna ihm etwas verschwieg, aber er beschloss, dass es wahrscheinlich einfach nicht wichtig war. Kurz vor dem Ende des Essens stand Reyna auf und rief mit lauter und fester Stimme: „!2. Legion Fulminata, es gibt eine Änderung. Am heutigen Tag gibt es erst ab dem Nachmittag Training. Davor gibt es Regeneration.“ Reyna nickte und sagte leise zu Jason: „Damit ist auch das geregelt.“
Nach dem Essen ging Jason alleine auf das Feld des Mars und trainierte mit seinem Schwert. Er war der einzige, zumindest der einzige römische, Halbgott, der alleine trainierte. Aber das war ihm egal. Wenn er sich zurückerinnerte, war das sogar der Hauptgrund, warum er damit angefangen hatte, denn er hatte immer versucht, durch unbeliebte Handlungen aus seiner Rolle als Sohn von Jupiter herauszukommen. Das hatte leider nicht geklappt, aber das Training hatte ihm sehr viel geholfen. Als Reyna zu ihm kam, schüttelte sie den Kopf: „Das ist nicht römisch, diese Art von Training.“ „Aber effektiv. Manche Traditionen sind veraltet.“ Reyna schüttelte wieder den Kopf: „Traditionen sind aber wichtig. Ohne diese geht unsere Kultur verloren.“ „Wir sollten diese Diskussion lieber beenden. Wir haben sowieso unterschiedliche Standpunkte“, schlichtete Jason. Reyna nickte: „Es ist sowieso schon 20 nach 9 und wir müssen jetzt in unser Büro.“ Jason nickte. Percy und seine Freundin sollten schließlich nicht warten müssen.
Sie gingen also in ihr Büro und kaum hatten sie sich an ihre Schreibtische gesetzt, erschien vor ihnen auch Percy, dessen Hand von einer blondhaarigen Teenagerin, mit grauen, stürmischen Augen gehalten wurde. Das war wahrscheinlich Annabeth. Jason hatte sofort Respekt vor ihr. Sie wirkte nicht wie eine Person, mit der man sich gerne anlegen würde. Jason und Reyna standen auf und begrüßten die beiden. Annabeth runzelte die Stirn: „Kennen wir uns irgendwoher?“ Dabei blickte sie Reyna an. Reyna nickte: „Ich habe mit meiner Schwester für Circe gearbeitet. Als ihr dann gekommen seid, mussten wir fliehen.“ Annabeth sah sie traurig an: „Tut mir leid.“ Reyna zuckte mit den Schultern: „Ist nicht schlimm. Uns geht es gut. Ich bin nach Camp Jupiter geflohen und meine Schwester ist zu den Amazonen gegangen. Außerdem hätte ich das in eurer Situation auch gemacht.“ Annabeth nickte erleichtert, während Jason stutzte. Sie hatte ihm zwar davon erzählt, dass sie mit ihrer Schwester auf Circes Insel gearbeitet hatte und sie wegen anderen Halbgöttern hatten fliehen müssen, aber sie hatte nie gesagt, wer diese Halbgötter gewesen waren, obwohl er sie mehrmals gefragt hatte. Sie setzten sich an Jasons Schreibtisch, Jason und Reyna auf der einen und Percy und Annabeth auf der anderen Seite. Jason und Reyna erzählten Annabeth und Percy vom Aufbau des Camps mit 5 Kohorten, mit jeweils ca. 40 Soldaten und 2 Centurionen, und dazu zwei Prätoren an der Spitze. Außerdem erzählten sie von Neu-Rom und den Trainings auf dem Feld des Mars. Annabeth und Percy hörten gespannt zu und stellten immer wieder Fragen. Danach erzählten Annabeth und Percy von Luke und wie er Kronos erst geholfen und ihn dann besiegt hatte. Reyna und Jason erzählten von der, im Vergleich ereignislose, Schlacht am Berg Othrys. Dann diskutierten sie über beide Camps. „Das Einzeltraining sollten wir bei uns auch einführen“, schlug Jason überzeugt vor. „Es ist extrem effizient.“ Reyna wiegte überlegend den Kopf hin und her: „Das stimmt aber es wäre sehr verdächtig und wahrscheinlich würde Octavian versuchen uns zu stürzen, weil wir mit römischen Traditionen brechen.“ Jason musste ihr widerwillig zustimmen: „Du hast recht. Wir sollten es wahrscheinlich ruhiger angehen mit den Reformen.“  „Wer ist Octavian?“, unterbrach Annabeth die Diskussion zwischen Reyna und Jason. „Octavian ist unser Augur“, erklärte Jason. „Er opfert Teddybären um den Willen der Götter herauszufinden.“ Jason sah den überraschten Gesichtsausdruck. „Wir alle wissen, ehrlich gesagt, nicht ganz, ob Octavian nicht schwindelt, aber er lag schön öfter richtig. Trotzdem ist er ein arroganter und selbstverliebter Mistkerl. Deshalb müssen wir aufpassen, dass er hier nicht die Macht übernimmt.“ Annabeth und Percy nickten verstehend. „Solche Probleme haben wir zum Glück nicht“, sagte Percy und wirkte glücklich darüber. „In Notfällen könnte das eine Camp das andere versorgen mit Lebensmitteln, Kleidung etc.“, schlug Annabeth vor. „Das klingt sinnvoll“, meinte Jason und auch die anderen stimmten zu. „Und wir geben euch Himmlische Bronze, wenn wir sie finden und ihr uns Kaiserliches Gold“, machte nun auch Reyna einen Vorschlag, dem alle zustimmten. „Ich finde es eigentlich unfair, dass manche Halbgötter einfach abgewiesen werden können“, meinte Percy. „Ich finde das auch nicht gut“, stimmte Jason zu. „Aber das sind leider unantastbare römische Traditionen.“ Sie diskutierten noch lange weiter, aber so viel kam nicht mehr dabei rum. In Neu-Rom würden jetzt noch einige Felder gebaut werden, damit sich das Camp besser selbst versorgen kann. Außerdem sollten in Camp Halfblood nun, natürlich geheim, auch Waffen aus Kaiserlichem Gold produziert werden. Danach gingen sie auf die Terrasse für die Prätoren, damit Percy und Annabeth das Camp überblicken konnten. Percy schien nicht überrascht, aber Annabeth riss vor Staunen den Mund auf, während sie auf Neu-Rom guckte: „Das sieht echt klasse aus!“ Reyna nickte: „Neu-Rom ist wirklich wunderschön!“ Annabeth nickte, mit einem verträumten Ausdruck im Gesicht. Reyna erklärte Annabeth die verschiedenen Gebäude und Annabeth wurde immer beeindruckter. „Sie liebt Architektur“, erklärte ihm Percy, der zu ihm gegangen war. Jason nickte. Das erklärte ihre Faszination. Dann fragte ihn Percy etwas: „Du heißt doch Grace mit Nachnamen, oder?“ Jason nickte. Er fragte sich, warum Percy das wissen wollte. „Kennst du eine Thalia Grace?“ Jason sah überrascht auf: „Ja, sie ist meine Schwester.“ „Thalia ist deine Schwester?“, rief Percy überrascht und auch Annabeth wirbelte zu ihm herum. Jason nickte und schöpfte Hoffnung: „Lebt sie noch?“ Percy und Annabeth nickten gleichzeitig: „Sie ist die Leutnantin von den Jägerinnen der Artemis.“ „Was sind denn die Jägerinnen der Artemis?“, fragte Jason neugierig. „Eine Gruppe von jungfräulichen und unsterblichen Mädchen die mit Artemis Monster jagen“, fasste Percy kurz zusammen. „Und da macht Thalia mit?!“, fragte Jason überrascht. Jason konnte sich Thalia mit Pfeil und Bogen nicht feststellen. Annabeth nickte allerdings. Annabeth sah Jason neugierig an: „Sie hat uns nie von dir erzählt.“ „Wahrscheinlich wollte sie das einfach nicht.“ Annabeth nickte, schien aber mit dieser Antwort nicht ganz zufrieden zu sein. Trotzdem sagte sie nichts weiter. „Kann ich Thalia treffen?“, fragte Jason. „Bestimmt“, nickte Annabeth. „Die Jägerinnen kommen immer wieder ins Camp.“ Jason nickte lächelnd. Er freute sich total darauf nach 13 Jahren endlich seine Schwester wiederzusehen. Er fragte sich, ob er sie noch erkennen würde und wie sie wohl aussah.
Schließlich teleportierte sie Percy vor das Camp Halfblood, das griechische Camp. Sie standen auf einem Hügel und sahen auf ein Tal hinab, indem Jason nichts erkennen konnte. Dann sagte Annabeth: „Ich erlaube euch beiden, Jason und Reyna, das Camp zu betreten.“ Jason fragte sich, was das sollte. Das Camp wollten sie doch sowieso nicht betreten, damit nicht aufflog, dass sie Römer sind. Als er aber aufsah, sah er jetzt das Camp im Tal, das nur ca. halb so groß war, wie Camp Jupiter. Neben ihm stand eine riesige Tanne, auf die er bisher nicht geachtet hatte, auf der ein Stück Gold, das aussah wie Fell, lag und die von einem Drachen beschützt wurde. Direkt vor ihnen stand ein Eingangstor, durch das man das Camp sehen konnte. Das Camp wurde durchschnitten von einem kleinen Bach, der aus dem Ozean kam, einen kleinen See in der Mitte des Camps speiste, auf dem Kanus trieben, und dann weiterfloss, aus dem Camp hinaus. Direkt vor dem Fluss war ein großes, babyblaues und dreistöckiges Gebäude und davor war ein kleiner, sandiger Volleyballplatz, auf dem mehrere Faunen spielten. Jason war überrascht. Die griechischen Faunen konnten sich benehmen. Wenn nur die römischen so wären. Jason betrachtete das Camp weiter. Rechts neben dem Volleyballfeld war eine offene Werkstatt, wo scheinbar Kunst- und Handwerkssachen hergestellt wurden. Ganz rechts waren noch ein Amphitheater mit vielen Plätzen für die Zuschauer und eine Kletterwand, an der Lava hinunterlief. Hinter dem Fluss waren 12 sehr unterschiedliche Hütten in einer U-Form aufgebaut, wobei es bei der leeren Stelle vom „U“ mehrere Baustellen gab, bei denen wahrscheinlich noch mehr von diesen Hütten gebaut. Jason vermutete, dass das die Hütten für die verschiedenen Götter waren, wo ihre Kinder drin lebten, von denen Percy und Annabeth erzählt hatten. Außerdem war in der Mitte von den Hütten noch ein kleines Lagerfeuer und neben den Hütten waren Bäder und Toiletten. Weiter rechts war noch der offenen Speisepavillon und dahinter zog sich über die gesamte Camp-Küste der Strand. Hinter den Hütten war eine Kampfarena, die dem römischen Kolosseum sehr ähnlich sah. Dahinter waren ein alter Schuppen, wahrscheinlich die Waffenkammer, und ein Stahlgebäude aus dem Rauch aufstieg, was wahrscheinlich die Schmiede war. Dahinter waren noch die Ställe für die Pegasi und die riesigen Erdbeerfelder. Rechts davon erstreckte sich ein kleiner Wald, der von einem anderen kleinen Bach durchschnitten wurde. „Sieht schick aus“, meinte Reyna. Jason nickte: „Klein aber fein.“ Es war wirklich schön und Jason mochte es sofort. Es wirkte wie ein richtiges Sommercamp und deutlich fröhlicher als Camp Jupiter.
Nach ein paar Minuten teleportierte sie Percy wieder nach Camp Jupiter, in ihr Büro. Sie legten fest, dass sie sich in einem Monat wieder treffen wollten oder vorher, falls es Probleme gab und dann verschwanden Annabeth und Percy wieder…


_____________________________________________________________________



Ich habe nochmal etwas im 2.Kapitel geändert. Die neue Große Prophezeiung lautet jetzt „Dem Ruf werden folgen der HEROEN sieben, Die Welt wird sterben in Sturm oder Feuer, Ein letzter Atem ist zur Erfüllung des Eides geblieben, Und der Feind trägt Waffen zu des Todes Gemäuer“ (der geänderte Teil ist GROß geschrieben)
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast