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der neue Götterkönig

von MoHdO
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Annabeth Chase Percy Jackson
06.03.2021
16.10.2021
9
29.060
12
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27.06.2021 3.200
 
Er tauchte also vor seinem Zimmer auf und klopfte leise an. Als keine Antwort kam, öffnete er leise die Tür und schlich sich in das Zimmer. Der Anblick, den er sah, ließ ihn lächeln. Annabeth lag ruhig in Percys Bett, während sich ihr Brustkorb langsam hob und senkte und Percy fand, dass sie absolut süß aussah. Als das Licht in ihr Gesicht fiel, fing sie an sich zu regen. „Wa-Was ist los?“, fragte sie verschlafen. „Es ist schon nach sieben Uhr“; antwortete Percy nur grinsend. „Sieben Uhr schon?!“ Plötzlich war Annabeth hellwach und sprang aus dem Bett. Percy wusste zwar, dass Annabeth eine Frühaufsteherin war, aber mit einer so extremen Reaktion hatte er nicht gerechnet. Deshalb war er sehr verwirrt. Annabeth hat das wahrscheinlich bemerkt, denn sie sagte ihm: „Normalerweise stehe ich um halb sieben auf. Jetzt muss ich mich beeilen.“ Dann hatte sie schon das Zimmer verlassen und einen verwirrten Percy zurückgelassen. Ein paar Minuten später war verließ sie auch schon im Camp-Halfblood-Shirt und grauen Shorts das Badezimmer und sie gingen ins Esszimmer. Weil Ferien waren, waren Percys Mom und Paul noch nicht wach. Also zeigte Annabeth Percy, wie man Pancakes macht und zusammen machten sie blaue Pancakes für alle. Percy war verblüfft, wie einfach das ging, aber vielleicht lag es auch daran, dass Annabeth es erklärt hat, denn sie konnte das unglaublich gut. Während sie die Pancakes backten, fragte Percy Annabeth: „Wo und wann hast du kochen gelernt?“ Mein Vater hat es mir vor ein paar Jahren beigebracht, als mir langweilig war“, antwortete sie. „Du bist die einzige Person, die ich kenne, die aus Langeweile anfängt zu kochen.“ „Und du bist die einzige Gottheit, die ich kenne, die nicht kochen kann, Algenhirn“, antwortete Annabeth trocken. „Haha, Neunmalklug“, meinte Percy sarkastisch.
Sie hatten genau eine Stunde, 37 Minuten und 24 Sekunden gebraucht, um genug Pancakes zu machen, auch weil Percy leider den einen oder anderen Pancake angekokelt hat. Als sie ein paar Minuten später anfangen wollten zu essen, kamen Percys Mom und Paul ins Esszimmer. Sie begrüßten sich und aßen zusammen.
Nach dem Essen verabschiedeten sich Percy und Annabeth von Paul und Percys Mom. „Pass auf dich auf, Percy“, sagte Percys Mom eindringlich, während sie ihren Sohn umarmte. „Mom, ich bin unsterblich“, sagte Percy, während er die Augen verdrehte. „Du passt trotzdem auf dich auf“, sagte sie bestimmt. „Und du am besten auch“, sagte sie dann an Annabeth gewandt und Annabeth grinste Percy frech zu. „Ey!“, beschwerte sich Percy lachend und auch die anderen fielen ein.
Nach der Verabschiedung teleportierte Percy ihn und Annabeth ins Camp in die Arena. Dort unterrichtete Chiron gerade ein paar Camper im Bogenschießen. Als er die beiden erblickte, galoppierte er mit ein bisschen Erleichterung im Gesicht auf sie zu. „Wo wart ihr beiden?“, fragte er. Annabeth sah Percy überrascht an: „Hast du Chiron nicht Bescheid gesagt, dass wir bei deiner Mutter und Mr. Blofis sind?“ Percy bekam einen kleinen Schock. Er hatte doch tatsächlich vergessen, Chiron Bescheid zu sagen. „Ups, das habe ich leider vergessen“, gab Percy kleinlaut zu. „Algenhirn“, sagte Annabeth kopfschüttelnd. „Ist schon gut“, beruhigte Chiron. „Ich weiß, wie gut ihr kämpfen könnt. Trotzdem wäre es gut, wenn ihr das nächste Mal Bescheid sagt.“ Annabeth und Percy nickten: „Natürlich!“ „Gut“, nickte Chiron zufrieden. „Es gibt heute auch noch ein Hüttenältestentreffen um halb drei. Ihr kommt doch hoffentlich, oder?“ Percy und Annabeth stimmten zu und verabschiedeten sich von Chiron. Dann gingen sie zum See und setzten sich an den Steg, während Chiron wieder zu den bogenschießenden Campern ging.
Dort saßen sie ein paar Minuten still und genossen einfach nur den Moment und die gegenseitige Anwesenheit. Nach einiger Zeit fragte Annabeth neugierig: „Hast du nicht gesagt, dass du die Toten besuchen kannst?“ Percy war so sehr vom schönen Anblick vom See und von Annabeth gefesselt, dass er nicht wirklich zugehört hatte. „W-Was?“, fragte er deshalb etwas verwirrt. „Nochmal für Algenhirne“, begann Annabeth und Percy boxte ihr spaßhaft in die Seite. „Du hattest doch gesagt, dass du die Toten besuchen kannst, oder?“ Percy nickte: „Ja, Dad hat das gesagt.“ „Kannst du denn andere mitnehmen?“, fragte Annabeth neugierig. „Ich weiß es nicht. Ich hoffe schon. Ich werde Dad heute Abend fragen.“ Annabeth nickte und Percy glaubte, in ihren Augen Enttäuschung und Hoffnung gleichzeitig aufblitzen zu sehen. Er fragte sich, warum sie das gefragt hatte, als nach einigen Sekunden bei ihm der Groschen fiel. „Du willst ein paar Tote besuchen, oder?“ Annabeth nickte leicht. „Luke, oder?“ Percy wusste natürlich, wie wichtig Annabeth Luke gewesen war. Annabeth fing an zu schluchzen: „J-Ja. Und Silena und Beckendorf und all die anderen.“ Percy nahm Annabeth ihn den Arm und strich ihr beruhigend über den Rücken. Auch Percy war den Tränen nah. Sie alle, Luke, Ethan, Silena und Beckendorf, hatten den Tod nicht verdient gehabt. Sie waren alle viel zu früh gestorben. Nach ein paar Minuten hörte Annabeth auf zu schluchzen und blickte wieder auf. Percy sah an ihrem Blick, dass sie sich wieder beruhigt hatte. „Danke“, flüsterte sie und Percy sah die Dankbarkeit in ihren Augen. „Kriege ich denn auch eine Belohnung?“, fragte Percy frech. „Natürlich nicht, Algenhirn“, sagte Annabeth verschmitzt grinsend. „Hey, das ist unfair, Neunmalklug“, schmollte Percy. „Tja, selbst schuld.“ Dann setzte Percy seinen allerbesten Hundeblick auf und Annabeth sagte widerwillig: „Na gut, deinem Blick kann man nicht widerstehen.“ Dann beugte sie sich zu ihm vor, schlang ihre Arme um Percys Hals und drückte ihre Lippen auf seine. Percy begann gerade den Kuss zu erwidern, als eine Person ihren Kuss rüde unterbrach, indem sie Percy und Annabeth in den See schubste. Percy war zu verwirrt, um darüber nachzudenken, was er tat und so sorgten seine Instinkte dafür, dass er wieder auftauchte, wie auch Annabeth neben ihm. Als er auftauchte hörte er lautes Lachen und sah Connor und Travis Stoll, die sich auf dem Steg vor Lachen kugelten. Sie hatten ihn nicht bemerkt und Percy kam tatsächlich eine Idee für eine Rache. Er tauchte wieder unter und zog Annabeth mit sich, die sich ein bisschen wehrte. Ein paar Meter unter Wasser formte Percy schließlich eine Luftblase. Annabeth prustete Wasser aus und fing panisch an zu atmen. Sie fragte empört: „Warum musst du mir so einen Schrecken einjagen, Algenhirn?“ „Die Stolls sollen nicht bemerken, dass wir aufgetaucht sind. Ich habe einen Plan für eine Rache an den Stolls.“ „Du hast einen Plan?!“, Annabeth hob gespielt erstaunt die Augenbrauen. „Seeehr lustig“, sagte Percy, während er die Augen verdrehte. Dann erklärte Percy ihr seinen Plan. Annabeth war beeindruckt von Percys Plan.
Sie blieben noch ein paar Minuten unter Wasser und hofften, dass die Stolls sich Sorgen machen würden. Dann ließ Percy die Luftblase bis kurz an die Oberfläche hochsteigen, sodass sie die Stolls sehen konnten, diese sie allerdings nicht. Percy sah, dass die Stolls sich scheinbar stritten. Sie gestikulierten wild und schienen sich anzuschreien. Sie achteten nicht auf das Wasser und Percy erzeugte eine kleine Welle, die sie beide total nass machte. Sie drehten sich beide gleichzeitig in Richtung Wasser um und Percy entschied, dass es jetzt Zeit war, aufzutauchen. Die Stolls entdeckten sie sofort und Travis sagte sofort zu Connor: „Siehst du, ihnen ist nichts passiert.“ Connor überging das und wandte sich stattdessen erleichtert grinsend an Annabeth und Percy: „Mensch, warum musstet ihr uns so einen Schrecken einjagen?“ „Sie haben nur dir einen Schrecken eingejagt“, korrigierte ihn Travis, was Connor aber wieder ignorierte. Stattdessen wiederholte er seine Frage. Percy musste dabei nochmal ein bisschen lachen, während Annabeth nur frech antwortete: „Rache ist süß.“ „Ach was, ihr Turteltäubchen seid ja nicht mehr auszuhalten“, entgegneten Connor und Travis gemeinsam. „Hey, wir sind keine Turteltauben“, protestierte Percy. „Doch“, entgegnete Connor wieder. „Kaum seid ihr wieder im Camp, setzt ihr euch schon an den See und küsst euch.“ Dagegen konnten Percy und Annabeth leider nichts einwenden und die Stolls merkten, dass sie gewonnen hatten, denn sie verabschiedeten sich von Percy und Annabeth, oder wie sie sagten von den „Turteltauben“. Percy und Annabeth setzten sich also wieder auf den Steg und küssten sich diesmal richtig. Und es fühlte sich wie immer göttlich an. Dann zog Annabeth sich um und sie schwammen bis zum Mittagessen im See und machten zwischendurch ein paar Wasserschlachten, die allerdings Percy jedes Mal gewann.
Dann ging Percy zum Mittagessen, während Annabeth sich wieder umzog. Percy aß nicht so viel und deshalb war er schon fertig, als Annabeth sich noch umzog. Er bat Malcolm, Annabeths Bruder, ihr Bescheid zu sagen, dass er in der Arena war.
Als er diese betrat, sprang ihn Mrs. O’Leary beinahe um und leckte ihm über das ganze Gesicht. „Hey, Mrs. O’Leary, alte Freundin“, rief Percy überrascht. „Wo warst du denn die ganze Zeit?“ Als Antwort schleckte ihn Mrs. O’Leary nur noch mehr ab. „Ich freue mich ja auch dich wiederzusehen.“ Dann ließ die Höllenhündin endlich von ihm ab und hüpfte stattdessen aufgeregt um ihn herum. Percy schnappte sich einen riesigen Hundekeks und gab ihn Mrs. O’Leary. Diese aß ihn hungrig auf. Dann warf Percy eine Strohpuppe quer durch die Arena und Mrs. O’Leary hechtete der Puppe hinterher, um sie dann zu zerkauen. Weil Mrs. O’Leary jetzt beschäftigt war, konnte Percy trainieren. Er übte an einer Puppe, die nach 7 Minuten und 15 Sekunden schon total zerstört war. Percy fragte sich, wo das Camp die ganze Zeit neue Puppen herbekam. Schließlich wurden ständig neue Puppen gebraucht. Da er sowieso keine Antwort darauf wusste, übte er an einer anderen Strohpuppe weiter. Plötzlich sagte jemand hinter ihm: „Hallo, Algenhirn.“ Percy wirbelte herum und schon hielt Annabeth ihm ihr Messer an den Hals.  Sie lächelte selbstgefällig: „Deine Reflexe sind gut, Algenhirn. Aber nicht gut genug.“ „Ich hatte doch auch keine Chance, zu reagieren“, beschwerte sich Percy. „Du hättest doch vorhersehen können, dass ich genau jetzt komme.“ Percy ignorierte das geschickt und sagte stattdessen sarkastisch: „Hätte ich mal auf Dads Warnungen bezüglich Athene-Töchtern gehört.“ „Vergiss es, Algenhirn. Wir müssen außerdem jetzt zum Hüttenältestentreffen.“ Natürlich hatte Annabeth damit Recht und deshalb gingen sie zum Haupthaus in den Hobbyraum.
Als sie reinkamen, waren erst Katie, Drew Tanaka und Jake Mason da. Alle drei wirkten abwesend, wobei Drew ein bisschen genervt wirkte, Katie verträumt und Jake traurig. Sie setzten sich schweigend an einen freien Platz, direkt am Ping-Pong-Tisch. In den nächsten Minuten trudelten auch die anderen ein.
Als dann alle da waren, erhob sich Chiron und klopfte mit einem Huf auf den Boden. Sofort hörten alle auf, miteinander zu tuscheln und wandten sich Chiron zu. Dann begann er mit dem Treffen: „Heroen, wir haben uns heute versammelt, weil es einiges bezüglich der Zukunft des Camps zu besprechen gibt.“ Schon fing das Tuscheln wieder an, das Chiron aber sofort wieder mit einem Klopfen unterbrach. „Erst mal geht es darum, wie wir die Halbgötter ehren sollen, die in diesem Krieg gestorben sind.“ Sofort sank die Stimmung, denn jeder erinnerte sich wieder an die Toten. Auch Percy. Er erinnerte sich an Luke, Ethan, Silena, Beckendorf und all die anderen. Sie alle hatten den Tod nicht verdient und trotzdem waren sie gestorben. Chiron riss Percy aus seinen traurigen Gedanken, indem er fragte: „Gibt es irgendwelche Vorschläge?“ Drew fragte daraufhin genervt: „Haben wir sie nicht schon beerdigt?“ „Es geht aber vor allem darum, dass man die Erinnerung an diesen schrecklichen Krieg wahrt und dass an diese Helden besonders erinnert wird, weil sie ihr Leben geopfert haben, um die gesamte Welt zu retten“, entgegnete Annabeth wütend und die Tränen rannen ihr die Wangen hinunter. Percy nahm sie tröstend in seinen Arm und versuchte sie zu beruhigen. „Sie ist es nicht wert“, flüsterte er ihr wütend zu. Auch ihm war klar, dass Drews Aussage absolut unverschämt war und auch er hätte Drew am liebsten ins Gesicht geschlagen. Drew machte allerdings alle Versuche, Annabeth zu beruhigen, zunichte, indem sie provozierend und spöttisch sagte: „Natürlich, dein Freund Luke Castellan hat ein Denkmal dafür verdient, dass er Kronos einen Körper gegeben hat.“ Annabeth sprang auf und rannte wütend auf Drew zu. Percy hielt sie nicht auf, denn Drew hatte ein paar Schläge wirklich verdient. Dann sagte Drew mit einer autoritären Stimme: „Haltet sie auf!“ Die Stimme hatte eine Wirkung auf Percy, die er bisher noch nicht gekannt hatte. Plötzlich hatte Percy den Drang, aufzustehen und Annabeth festzuhalten. Allerdings schaffte er es, diesem Drang durch viel Konzentration zu widerstehen. Die anderen schienen das nicht zu schaffen, denn fast alle von ihnen sprangen auf und rangen Annabeth nieder. Drew lächelte Percy kalt zu, als wolle sie ihm sagen, dass er sich besser nicht mit ihr anlegen sollte. Percy explodierte fast vor Wut auf die Aphrodite-Tochter und wollte gerade selbst eingreifen, als Chiron wütend schrie: „Stopp, Heroen.“ Daraufhin berappelten sich die anderen und ließen Annabeth in Ruhe und entschuldigten sich beschämt bei ihr. Drew versuchte, sich hinter dem Ping-Pong-Tisch zu verstecken. Allerdings ging Chiron auf Drew zu und sagte bedrohlich langsam: „Drew Tanaka, wenn du noch so eine Aktion machst, dann bist du keine Hüttenälteste mehr.“ Drew nickte verängstigt und Chiron sagte zufrieden: „Gut, dann wollen wir jetzt wieder unser Treffen fortsetzen.“ Percy war in der Zeit zu Annabeth gegangen und hatte erleichtert bemerkt, dass sie nur ein paar blaue Flecken davongetragen hatte.
Sie wandten sich beide wieder Chiron zu, der wiederholte: „Also, gibt es Vorschläge für die Ehrung der verstorbenen Halbgötter?“ Diesmal hielt sich Drew bedeckt und Katie machte einen Vorschlag: „Wir könnten ein Gewächshaus bauen und dort für jeden Toten eine Pflanze heranziehen.“ „Ich finde, es sollte besser für alle sichtbar sein“, entgegnete Annabeth. „Und außerdem sind diese Pflanzen nur von kurzer Dauer. Sie überleben nur wenige Jahrzehnte und sind deshalb ungeeignet, damit sich auch die kommenden Generationen an diesen Krieg erinnern.“ Percy hatte zwar nur die Hälfte verstanden, stimmte Annabeth aber trotzdem zu. Katie nickte ergeben: „Okaay, dann machen wir es eben nicht.“ Es gab noch einige andere Ideen, die allerdings alle sofort wiederverworfen worden. Dann fragte Rachel, die sich bisher eher im Hintergrund gehalten hatte: „Könnte man ihre Namen nicht einfach auf die Perle machen, die jeder am Ende des Sommers kriegt?“ Percy fand, dass diese Idee gar nicht schlecht klang, aber Connor fragte: „Passen die ganzen Namen denn darauf?“ Annabeth antwortete: „Wenn wir sie gut platzieren, sollten sie eigentlich alle so drauf passen, dass man sie gut lesen kann.“ Connor nickte zufrieden. „Ich finde, das klingt gut“, stimmte Will Solace, ein Sohn des Apollo zu. „Man trägt die Perlen die ganze Zeit mit sich und somit werden sie nie vergessen, weil man die Perlen an die nächsten Generationen von Halbgöttern weitergeben kann.“ Die meisten nickten zustimmend und deshalb fragte Chiron: „Gibt es noch Einwände?“ Percy merkte, dass Drew gerade ihren Mund öffnete, um etwas zu sagen, ihn dann aber wieder schloss. Also fuhr Chiron fort: „Gut, dann ist das also beschlossen. Gibt es noch andere Vorschläge?“ Annabeth nickte: „Wir könnten auch noch ein Denkmal bauen.“ Auch diese Idee fanden alle gut und so wurde auch das beschlossen. Percy kam eine Idee, als Annabeth von Denkmal redete. Weil es auch keine anderen Vorschläge mehr gab und Chiron die Versammlung gerade beenden wollte, präsentierte Percy seine Idee: „Wie wäre es, wenn wir auch Hütten für die Nebengötter bauen? Dann fühlen sich auch solche Halbgötter, wie Ethan Nakamura im Camp willkommen.“ Percy war gespannt, was die anderen darüber denken würden.
Nachdem die anderen ein paar Sekunden über diese Idee nachgedacht hatten, waren auch sie begeistert von der Idee. Es wurde gesammelt, welche Nebengötter alle Hütten brauchten und am Ende hatten sie beschlossen, dass sie Hütten für Hades, Iris, Hypnos, Nemesis, Hebe, Nike, Tyche, Hekate bauen würden. Nur Annabeth hatte noch ein Problem entdeckt: „In der Zeit könnten wir aber das Denkmal nicht bauen. Also müssen wir das „Denkmal-Projekt“ wohl erstmal verschieben.“ Percy fand auch, dass die Hütten wichtiger waren und deshalb wurde die Planung und der Bau des Denkmals auf unbestimmte Zeit verschoben.
Damit war auch das Hüttenältesten-Treffen vorbei und bis zum Abendessen dauerte es nur noch ungefähr eine Stunde und Percy nutzte die Zeit um aus dem Camp-Kiosk Donuts zu kaufen und sich um Blackjack zu kümmern. Dann gab es auch schon Abendessen und Percy stopfte sich dort ordentlich voll, während Annabeth ihm diesmal kein Essen opferte, was ihn aber natürlich nicht störte. Danach fing auch schon das Lagerfeuer an und die Stimmung war schon besser, als an den Tagen zuvor. Percy freute sich, dass die anderen langsam scheinbar über die Verluste ihrer Freunde und Geschwister hinwegkamen. Auch er trug innerlich natürlich noch die Trauer über die Tode von seinen Freunden mit sich, konnte sie aber gut zurückhalten, so dass sie nur selten an die Oberfläche schwappte. Annabeth hatte sich an seine Brust gelegt und Percy strich ihr immer wieder durch die wunderschönen, blonden Haare, während sie zusammen sangen. Nach und nach gingen alle in ihre Hütten und nur sie blieben übrig, während das Feuer langsam erlosch. „Schöner Sonnenuntergang, oder?“, fragte ihn Annabeth flüsternd. Erst jetzt achtete Percy auf den Sonnenuntergang. Es sah wirklich schön aus, wie die letzten Strahlen die Hütten erleuchteten. „Es sieht wirklich schön aus“, flüsterte Percy zurück. Sie blieben da noch ein paar Minuten, Arm in Arm, liegen, bis Annabeth sich aufrappelte und sagte: „Ich muss jetzt mal ins Bett.“ Percy nickte traurig. Er hatte sich insgeheim gewünscht, dass dieser Moment nie enden würde, aber das ging natürlich nicht.
Als Annabeth in ihrer Hütte verschwunden war, tauchte auch schon sein Dad auf. „Eine Athenetochter also?“, fragte Poseidon. „Was dagegen?“ „Nein, solange du glücklich du bist, ist es nicht schlimm.“ Percy nickte. Sie teleportierten sich zusammen zum Olymp. Dort fragte sein Dad ihn: „Ist es ok, wenn ich dir heute das römische Camp zeige?“ Percy nickte. Er war schon richtig neugierig auf das Camp. „Gut, dann teleportiere ich uns beide jetzt dorthin“, sagte sein Dad und tat das auch.
Percy staunte, als er das Camp sah. Das Camp war bestimmt doppelt so groß, wie Camp Halfblood. Ein kleiner Bach lief durch das Camp und drei Brücken führten über den Bach ins Camp. Bei der einen Brücke gab es einen Berg, wo verschiedene Gebäude drauf standen, die wie Tempel aussahen. Von der Brücke aus führten zwei Wege einmal zu einem kleinen altertümlichen Dorf, das wie eine Miniatur des alten Roms aussah und zu einem quadratischen Gebäudekomplex. Annabeth wäre wahrscheinlich begeistert gewesen von der römischen Architektur, da war sich Percy sicher. Außerdem entdeckte er noch ein großes Staubfeld hinter den ganzen Gebäuden. „Wow“, konnte er nur sagen. „Ja, es sieht nicht schlecht aus“, sagte Poseidon und wirkte plötzlich etwas kälter. Er sah auch plötzlich mehr, wie ein kriegerischer Herrscher aus und nicht wie ein netter Fischer. „Was ist los mit dir, Dad?“, fragte Percy verwundert. „Nichts, das ist nur meine römische Erscheinungsform Neptun.“ Percy nickte verstehend. Dann hielt Poseidon, oder besser gesagt Neptun, ihm einen Arm hin: „Kommst du mit?“ Ich möchte dir den römischen Prätor vorstellen“ „Prätor?“ „Gewissermaßen der Chef hier?“ Percy nickte. Die Römer waren echt komisch. Wofür brauchten sie denn einen Chef? Trotzdem nahm er Poseidons Arm und schon standen sie vor einem Teil des Gebäudekomplex und Poseidon klopfte an die Tür…

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Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber danke für euren tollen Support! Diese Geschichte hat seit dem letzten Kapitel die 1000 Views und die 10 Favos geknackt. DANKE!
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