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der neue Götterkönig

von MoHdO
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Annabeth Chase Percy Jackson
06.03.2021
16.10.2021
9
29.060
12
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Dieses Kapitel
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11.05.2021 3.409
 
Als alle anderen schliefen, ging auch Percy in seine Hütte. Er schlief aber natürlich nicht und legte sich in sein Bett. Er überlegte, was er als König der Götter, er fragte sich zwischendurch immer noch, ob er nicht schlief und träumte, so abstrakt war das, machen wollte. Die Götter sollten auf jeden Fall mehr auf ihre Kinder achten. Wenn Percy nur an die überfüllte Hermes-Hütte dachte, wurde ihm fast schlecht. Die meisten Götter wussten wahrscheinlich gar nicht, was sie mit ihrer Arroganz und Nachlässigkeit anrichteten. Außerdem musste man den Nebengöttern mehr Rechte geben. Und außerdem hatte Hestia einen Thron auf dem Olymp verdient und auch Hades brauchte einen. Er seufzte. Hoffentlich würden ihn die Götter bei diesen Vorschlägen nicht direkt stürzen. Er dachte eine lange Zeit noch darüber nach, mit welchen Gesetzen man das umsetzen könnte. Er kam zu einigen Entschlüssen und wollte die mit Annabeth besprechen. Um 3 Uhr morgens wusste er nicht, was er machen sollte. Er durchsuchte seine Hütte nach etwas Nützlichem und dann fiel ihm ein Buch auf, was Annabeth ihm vor längerer Zeit mal gegeben hatte. Es war ein Buch über die griechischen Mythen. Da es auf Altgriechisch geschrieben war, hatte Percy immerhin keine Probleme mit seiner Legasthenie. Als er an der Stelle angekommen war, an der Zeus und sein Dad Demeter vergewaltigt hatten, musste er fast kotzen und legte das Buch lieber weg. Sein Vater, der doch eigentlich immer so nett war, hatte seine Schwester vergewaltigt. Vergewaltigt! Und dann auch noch seine Schwester! Percy wusste, dass sein Dad sich vor tausenden Jahren nicht immer mit Ruhm bekleckert hatte. Aber Percy hätte nie gedacht, dass er jemanden vergewaltigen würde. Er konnte nicht glauben, dass er für dieses Monster jahrelang gekämpft hatte. Luke hatte schon Recht gehabt. Die Götter waren nicht wirklich besser als die Titanen. Percy wollte nicht länger darüber nachdenken und ging zur Arena. Dort trainierte er, was er immer tat, wenn er sich ablenken wollte. Nach einiger Zeit machte er eine kurze Pause und legte sich auf den Boden der Arena. Er blickte daher zwangsläufig nach oben. Es war Vollmond und der Mond dominierte deshalb den Nachthimmel. Percy überlegte, dass dort Artemis in ihrem Mondwagen gerade über den Himmel zog. Es war schwierig, sich das vorzustellen, wenn man es nicht selbst gesehen hatte, was bei ihm allerdings der Fall war. Er beobachtete auch die Sterne und erkannte einige der Sternbilder, die Annabeth ihm beigebracht hatte. Percy stand wieder auf und wollte gerade die Arena verlassen, als er eine weibliche Stimme hörte, die sagte: „Warte.“ Er drehte sich um und musste überrascht seufzen. Vor ihm stand eine Frau mit langen dunkelblonden Haaren, einem langen weißem Gewand, grauen undurchdringlichen Augen und einer Rüstung. „Athene“, sagte Percy etwas schlecht gelaunt. „Genau. Ich würde gerne mit dir sprechen, Perseus Jackson.“ Percy erschauderte. Diese Göttin war auch so schon unheimlich, aber wenn sie ihn mit Perseus ansprach, war das noch unheimlicher. Es gab für Percy eigentlich keinen Grund abzulehnen, also stimmte er zu, hoffte aber insgeheim, dass sie seine Beziehung mit Annabeth nicht wieder stören wollte. Also begann Athene sofort und fragte: „Du willst doch sicher einige Sachen auf dem Olymp verändern, oder?“ „Ja“, antwortete Percy wahrheitsgemäß. „Woher weißt du das?“ „Vielleicht weil ich die Göttin der Weisheit bin“, antwortete Athene und verdrehte die Augen. „Natürlich, Athene weiß immer alles“, dachte sich Percy. Athene gab ihm keine Zeit zum Nachdenken und fragte weiter: „Was genau willst du denn verändern, Perseus?“ Konnte diese Frau ihn nicht einfach Percy nennen, regte sich Percy gedanklich auf. Er antwortete allerdings trotzdem ruhig auf Athenes Frage: „Ihr Götter solltet euch auf jeden Fall mehr um eure Kinder kümmern.“ „Da hast du sogar Recht. Da ist Vater noch ein bisschen rückständig.“ Donner grollte, aber Athene redete einfach weiter: „Hätten wir uns besser um unsere Kinder gekümmert, wäre dieser Krieg wahrscheinlich unmöglich gewesen. Allerdings glaube ich nicht, dass diese Idee vielen Göttern gefallen wird. Was sonst noch?“ Percy wunderte sich gar nicht mehr, dass Athene wusste, dass er noch mehr verändern wollte. Also antwortete er ihr: „Die Nebengötter sollten mehr Rechte bekommen und Hestia und Hades sollten auch einen Thron auf dem Olymp kriegen.“ „Vernünftige Vorschläge für ein Algenhirn“, sagte Athene anerkennend. „Ich denke diese Änderungen würden helfen, einen erneuten Krieg zu verhindern“, fuhr sie fort. „Ich werde versuchen, manche Götter von diesen Vorschlägen zu überzeugen.“ „Danke“, sagte Percy überrascht. „Ich mache es nicht deinetwegen, sondern weil deine Vorschläge überraschend gut sind, Perseus“, entgegnete sie kühl. „Du bist und bleibst für mich ein Sohn meines Erzfeinds. Und halte dich von meiner Tochter fern.“ „Sie möchte doch auch mit mir zusammen sein“, empörte sich Percy. Athene murmelte nur etwas, das sich stark nach „Ich hasse Aphrodite!“ anhörte. „Ich muss jetzt gehen“, sagte Athene und löste sich auf. Das Einzige, was sie hinterließ, war der Geruch von neuen Büchern. Kopfschüttelnd trainierte Percy weiter. Athene war Annabeth manchmal echt unähnlich. Er trainierte noch fast bis 5 Uhr und war immer noch nicht erschöpft, was ihn komischerweise ein bisschen frustrierte. Das gehörte doch eigentlich dazu. Er ging, als er fertig war, trotzdem in seine Hütte und duschte. Dann zog er sich neue Klamotten an und schaute auf seine Uhr. Es waren noch mehr als zwei Stunden bis zum Frühstück. Was sollte er bloß machen? Nach einiger Zeit entschied er sich dafür, eine Runde um die Campgrenzen zu joggen. Während er joggte, holten ihn die Gedanken seinen Dad wieder ein. Er konnte es immer noch nicht glauben, dass er seine Schwester vergewaltigt hat. Es brachte ihm allerdings nichts, sich noch länger Gedanken darüber zu machen. Vermutlich wäre es besser, mit seiner Mutter darüber zu reden, bevor er seinen Dad wieder traf. Am besten würde er heute mit Annabeth seine Mom und Paul besuchen und dann entscheiden, ob er heute Abend wirklich zu seinen Dad gehen möchte. Er seufzte. Eigentlich hatte nach dem Krieg doch alles einfacher werden sollen, stattdessen war es nur noch komplizierter geworden. Als er seine Runde geschafft hatte, ging gerade die Sonne auf. Er hatte es bisher noch nicht bemerkt, aber er wusste genau, dass die Uhrzeit 6:17 Uhr und 44 Sekunden war. Er wunderte sich kurz darüber, aber dann kam ihm der Gedanke, dass es wahrscheinlich daran lag, dass er der Gott der Zeit war. Er hatte sich keine Sportklamotten zum Joggen angezogen, weil er sowieso nicht schwitzte. Er ging also nicht in seine Hütte, sondern bewegte sich in Richtung Athene-Hütte. Er wusste, dass Annabeth eine Frühaufsteherin war. Er blieb vor der Hütte stehen und beschloss dort zu warten, bis Annabeth aus ihrer Hütte kommen würde. Er traute sich nämlich nicht anzuklopfen, aus Angst die halbe Hütte aufzuwecken. Er stellte sich etwas abseits von der Tür und wartete. Er wartete schon genau 27 Minuten und 34 Sekunden auf Annabeth, als die Tür der Hütte aufging und Annabeth hinausging. Percy würde es wahrscheinlich nie fassen können, wie schön Annabeth doch war. Ihre blonden Haare fielen ihr über die Schulter und schienen im Sonnenlicht zu glänzen. Ihre grauen Augen waren undurchdringlich wie eh und je und ihre Lippen waren wunderschön geformt. Percy konnte seinen Blick einfach nicht von ihren schönen Lippen abwenden, die scheinbar nur darauf warteten, geküsst zu werden. Annabeth hatte ihn entdeckt und ging auf ihn zu. „Na, hast du mich etwa schon erwartet, Algenhirn?“, fragte sie provokant. „Sehnsüchtig, Neunmalklug“, antwortete Percy grinsend. Auch Annabeth musste dabei grinsen. „Na dann…“, sagte sie nur, kam auf ihn zu und drückte ihre Lippen auf seine. Percy nahm das dankend an und intensivierte den Kuss. Nach 42 Sekunden lösten sie sich, nach Luft ringend. In dem Moment kam auch Malcolm aus der Hütte und Percy fühlte sich ein bisschen ertappt. Als Malcolm sie sah, hob er allerdings nur belustigt eine Augenbraue und fragte scheinheilig: „Störe ich etwa?“ „Äh… nein“, stotterten sie beide und ließen voneinander ab. Malcolm lächelte nur und ging in Richtung Handwerksraum. Percy nahm Annabeths Hand und führte sie etwas weg von der Hütte zum See und sie setzten sich ans Ufer. Nachdem sie sich gesetzt hatten, fragte Percy zögernd: „Annabeth, würdest du mitkommen, wenn ich heute Nachmittag zu Mom und Paul gehen würde?“ „Gerne“, stimmte sie zu. „Hast du ihnen schon Bescheid gesagt?“ „Wollte ich gleich machen.“ Sie nickte. Dann holte sie einige Papierrollen aus ihrer Tasche und zeigte sie Percy. „Was ist das?“, fragte Percy. „Das“, sagte Annabeth und zeigte auf die Papierrollen. „Sind erste Pläne für den Olymp.“ Sie hatte schon erste Entwürfe für den Thronsaal gezeichnet. Das wenige, was Percy erkannte war, dass der Thronsaal ein großer runder Saal werden sollte, wo die 13 Throne in einem „U“ angeordnet waren und die Lücke in Richtung Tür wies. „Und?“, fragte Annabeth gespannt. „Es ist wunderschön“, sagte Percy und das stimmte. Er war absolut begeistert und wusste, dass er selbst sowas nie entwerfen könnte. Als er aufblickte, sah er, dass Annabeth glücklich strahlte. Es wurde ihm wieder mal bewusst, dass das auf jeden Fall Annabeths Lebenstraum war. Bevor sie weiterreden konnten, schallte das Horn durchs Camp. Es gab jetzt also Frühstück. Sie gingen zum Frühstück und setzten sich an ihre Tische. Percy könnte zwar jetzt als Gott auch bei Chiron und Mr. D sitzen, aber das erschien ihm sehr merkwürdig und deshalb saß er weiterhin am Poseidon-Tisch. Als das Essen geopfert wurde, stieg ihm
ein wunderbarer Essensgeruch in die Nase. Dann hörte er wieder Annabeths Stimme in seinem Kopf: „Guten Appetit, Algenhirn.“ Als er aufsah, sah er, wie sie ihm zuzwinkerte. Er stand da kurz verwirrt und beschloss dann auch, einen Teil seines Essens zu opfern. Er wollte allerdings nach den Geschichten aus dem Buch nicht etwas an seinen Vater opfern. Er entschied sich kurzerhand, Hestia einen Teil seiner Pancakes zu opfern. Er hoffte nur sie würde den Geruch mögen. Dann ging er zu seinem Tisch und aß dort seine, natürlich blauen, Pancakes. Zwischendurch linste er immer wieder zu Annabeth hinüber, bis er einmal als er aufblickte, ihre grauen Augen traf. Er senkte schnell beschämt den Kopf. Sie sollte doch nicht denken, dass er sie beim Essen die ganze Zeit beobachtete. Als er wieder aufblickte, wirkte sie allerdings eher belustigt als verärgert und Percy atmete erleichtert die Luft aus. Nach dem Essen kam Annabeth auf ihn zu und er bot ihr eine Hand an. Sie ergriff die Hand zog ihn nah zu sich und küsste ihn. Percy war so überrascht davon, dass er erst nichts erwiderte. Dann aber fing er sich wieder und erwiderte den Kuss. Genau in dem Moment löste sich Annabeth von ihm und er beschwerte sich: „Ey!“ Annabeth grinste ihn nur scheinheilig an und sagte: „Ich glaube, du hast noch was zu tun.“ Damit ließ sie ihn stehen und er wollte ihr schon nachrennen, als ihm einfiel, dass sie Recht hatte. Er hatte tatsächlich noch was zu tun, denn er musste seiner Mom und Paul noch Bescheid sagen, dass er und Annabeth heute vorbeikommen würden. Er machte also kehrt und ging in Richtung seiner Hütte. Hoffentlich würde Annabeth auf ihn warten. Als er in seiner Hütte war, ging er zu dem Brunnen und machte einen Regenbogen. Dann kramte er in seinen Taschen und fand dort noch eine Drachme. Er warf sie in den Regenbogen und sagte: „Oh Iris, nimm mein Opfer an. Zeige mir Sally Jackson.“ Dann erschien das Bild von seiner Mom vor ihm, die sich gerade mit Paul beim Frühstück küsste. Er räusperte sich und die beiden fuhren auseinander und schauten sich verwirrt um. Dann erblickte Paul ihn. „Percy“, sagte er überrascht. Nun drehte sich auch seine Mom um und sah ihn überrascht an. „Was ist, Percy?“ „Ich wollte fragen, ob ich heute Nachmittag mit Annabeth zu euch kommen kann.“ Sie sahen sich kurz an. „Kommunizierten sie jetzt etwa auch mit Blicken, wie Annabeth und Chiron?“, fragte sich Percy und stöhnte gedanklich. Das konnte er wirklich nicht gebrauchen. Seine Mom riss ihn aus seinen Gedanken und sagte strahlend: „Gerne, Percy.“ Jetzt musste auch Percy auch lächeln: „Ok. Dann bis heute Nachmittag“, verabschiedete er sich und wischte mit seiner Hand durch die Iris-Nachricht. Dann ging er aus seiner Hütte. Er stoppte. Er wusste nicht, wo Annabeth war. Er dachte nach: „Wo könnte sie sein?“ Vielleicht war sie in ihrer Hütte oder trainieren. Er würde sie also in der Arena und bei der Lavawand suchen, denn in ihrer Hütte konnte er ja nicht suchen. Er wollte gerade zur Arena gehen, als er Annabeth in seinen Augenwinkeln sah. Sie kam gerade aus ihrer Hütte und hatte offensichtlich die Kleider gewechselt. Sie trug ausnahmsweise kein Camp-Halfblood-Shirt, sondern ein schlichtes graues T-Shirt mit einer grauen Eule drauf. Außerdem hatte sie ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Percy fand sie einfach nur wunderschön. Er sah sie einfach nur an und währenddessen bemerkte ihn Annabeth und winkte ihm zu. Sie kam auf ihn zu und nahm seine Hand in ihre. Percy ließ sie gewähren und lächelte nur. Dann drückte sie energisch ihre Lippen auf seine und sie küssten sich stürmig. Nach einer halben Minute lösten sie sich, nach Atem ringend. Dann standen sie einfach nur da und sahen sich kurz liebevoll in die Augen. Percy genoss einfach nur den Moment, bis Annabeth den Moment unterbrach, indem sie fragte: „Wollen wir trainieren?“ „W-W-Was?“ fragte Percy verwirrt, dessen Gehirn sich gerade nur mit Annabeth beschäftigt hatte. „Trainieren ist dazu da, an Schwächen zu arbeiten und Stärken zu verbessern…“, fing Annabeth an, die Definition von „trainieren“ herunterzurattern. Percy wollte von der Definition nicht mehr hören und unterbrach sie deshalb: „Ich weiß was trainieren ist.“ Annabeth zog eine Augenbraue hoch. „Und ja, wir können gerne trainieren.“ Also gingen sie zum Trainingsplatz und zückten ihre Waffen. Percy Springflut und Annabeth ihren Dolch. Percy merkte, dass Annabeth allerdings erst zögerte ihren Dolch herauszuholen. Percy vermutete, dass es Annabeth an Luke und seinen Tod erinnerte. Dann zuckte sie allerdings ihren Dolch und Percy war etwas zu sehr abgelenkt gewesen. Annabeth schlug schnell mit ihrem Dolch zu und Percy konnte den Schlag gerade noch abwehren. Sie kämpften bereits mehrere Minuten, als Annabeth einen Fehler machte. Sie lehnte sich bei einem Angriff mit ihrem Dolch etwas zu weit in Richtung Percy und verlor deshalb wenige Millisekunden lang das Gleichgewicht. Das nutzte Percy und schlug den ihr den Dolch aus der Hand. Der Dolch fiel klirrend auf den Boden und Percy hielt Annabeth Springflut an den Hals: „Gewonnen.“ Annabeth schien allerdings nicht verärgert, sondern lächelte nur. Als sie sich dann zu ihm vorbeugte und ihn küsste, war er total verwirrt und ließ Springflut fallen. Plötzlich unterbrach Annabeth den Kuss und hielt ihm den Dolch an den Hals, obwohl Percy nicht mal bemerkt hatte, dass sie ihn wieder aufgehoben hatte. „Na, wer hat jetzt gewonnen?“, fragte sie triumphierend. „Das war unfair“, murmelte Percy beleidigt. Annabeth sagte nur provokant grinsend: „Nur weil ich dich ausgetrickst habe?!“ Percy konnte nichts mehr entgegnen und lenkte deshalb ab, indem er sagte: „Komm, wir kämpfen weiter. Ich muss jetzt mal gewinnen.“ Annabeth nickte nur und deshalb kämpften sie weiter. Es ging hin und her. Mal gewann Percy, mal Annabeth. Was ihn allerdings ärgerte, war, dass Annabeth ihn immer noch manchmal austrickste, während er es nie schaffte sie auszutricksen. Nach einiger Zeit war Annabeth schließlich so erschöpft, dass sie aufhörten. „Ich gehe jetzt duschen“, sagte sie deshalb. Aber Percy wollte sie noch nicht gehen lassen und sagte: „Ich habe eine bessere Idee.“ Annabeth zog eine Augenbraue hoch: „Hoffentlich keine dumme, Algenhirn.“ „Niemals, Neunmalklug“, versicherte Percy, aber Annabeth schien ihm nicht recht zu glauben. Das war ihm allerdings egal und deshalb packte er sie und lief mit ihr zum See. Als Annabeth merkte, was er vorhatte, wehrte sie sich und Percy hatte einige Schwierigkeiten, sie im Zaum zu halten, doch er schaffte es und als er da war, warf er sie in den See. Dann sprang er hinterher und spannte eine Luftblase um sie herum. Allerdings hatte der kleine Moment ohne Luftblase gereicht, damit Annabeth klitschnass war. Als sie in der Luftblase waren rief Annabeth etwas wütend: „ALGENHIRN, was sollte das?“ „Na ja, jetzt schwitzt du nicht mehr.“ „Du bist und bleibst ein Algenhirn“, meinte Annabeth und verdrehte genervt die Augen. „Na immerhin bin ich mit einem Neunmalklug zusammen, das mich gerne unterstützt“, sagte er lächelnd. Annabeth stimmte zu: „Ohne mich wärst du schon tot.“ Da musste Percy gedanklich zustimmen, wollte das aber nicht zugeben. Also lenkte er davon ab, indem er seine Lippen auf Annabeths drückte. Die schien diesmal ein bisschen überrascht, erwiderte aber den Kuss. Dieser Kuss war wunderbar. Er war noch besser als die bisherigen, noch leidenschaftlicher. In Percys Bauch flatterten die Schmetterlinge nur so um die Wette. Percy war enttäuscht, als sein Körper nach Luft schrie und er deshalb den Kuss lösen musste. Als er Annabeth tief in die Augen sah, realisierte er, dass er dieses Mädchen über alles liebte. „Ich liebe dich“, sagte er deshalb. „Ich auch.“ Sie lächelten und küssten sich gleich wieder, aber dieses Mal sanfter. Sie verbrachten mindestens eine halbe Stunde auf dem Grund des Sees und beobachteten die schöne Unterwasserlandschaft und Fische des Sees. Als sie gerade hochstiegen, bemerkte Percy ein Kanu, mit einer Person auf der Wasseroberfläche. Er erlaubte sich einen kleinen Spaß und brachte das Kanu mit einer kleinen Welle zum Kentern. „Percy, was soll das?“, hörte er schon Annabeths vorwurfsvolle Stimme. Die Person tauchte gleichzeitig mit ihnen auf und Percy erkannte ein rothaariges Mädchen, mit einer zerrissenen Hose. Rachel. „Was macht ihr denn hier?“, fragte Rachel überrascht. „Wir…“, begann Percy, wusste aber nicht, was er sagen sollte. „Percy hat mir die wunderschöne Unterwasserwelt gezeigt“, griff Annabeth deshalb ein. „Genau“, pflichtete Percy ihr bei. „Natürlich“, sagte Rachel mit Sarkasmus in der Stimme, beließ es aber dabei. Sie ließen Rachel also weiter mit dem Kanu fahren und setzten sich ans Ufer. Annabeth war schon fast wieder getrocknet. Sie saßen also am See und Percy hielt seine Füße ins Wasser. Sie beobachteten eine Weile lang Rachel. Sie war wirklich gut beim Bootfahren. Auch Annabeth hatte einen bewundernden Blick aufgesetzt, was Percy wunderte, weil sie Rachel bisher meistens mit Verachtung angesehen. Nach einiger Zeit verabschiedeten sie sich von Rachel und gingen zur Lavawand. Dort kletterten sie eine Weile, wobei Annabeth fast immer schneller war und Percy einmal sogar der Lava nur knapp entkam. Percys Kleidung rauchte allerdings schon bedenklich und deshalb beschlossen sie, erstmal aufzuhören. Percy ging also in seine Hütte und wechselte seine Klamotten. Percy blieb erstmal in seiner Hütte, denn Annabeth hatte ihm gesagt, dass sie in ihrer Hütte blieben würde, um an ihren Entwürfen für den Olymp weiterzuarbeiten. Er nahm seine Halskette ab und betrachtete sie. Darauf waren 3 Perlen. Ein Dreizack für sein erstes Jahr im Camp, das goldene Vlies für sein zweites und das Labyrinth für sein vorheriges Jahr.
Percy fragte sich, was wohl auf der neuen Perle drauf sein würde. Vielleicht Kronos Sense oder die Titanen? Percy spekulierte in Gedanken noch eine Weile weiter, bis es ihm langweilig wurde. Was sollte er machen, er hatte schließlich ADHD. Also ging er raus und schlenderte durchs Camp. Er traf auf Grover und Wacholder, die Stoll-Brüder und Nico, der allerdings nur an ihm vorbeiging und versuchte so unsichtbar, wie nur möglich zu wirken. Percy verstand diesen Typen einfach nicht. Warum sonderte er sich so stark von den anderen ab? Na ja, es war ja nicht seine Angelegenheit. Als er gerade beim Amphitheater war, ertönte das Horn und er ging zum Mittagessen. Als er sich an seinen Tisch setzte, betrat Annabeth gerade den Essenssaal. Sie lächelte ihm zu und er lächelte zurück. Dann aßen sie. Annabeth beachtete ihn nicht weiter. Sie schien in Gedanken versunken zu sein. Nach dem Essen ging er auf sie zu und nahm ihre Hand. „Wie kommen wir eigentlich zu deiner Mom und Paul?“, fragte sie. „Ich habe zum Glück einen Pegasus-Express“, sagte er zwinkernd und führte sie zu den Pegasus-Ställen. Als er dort ankam, begrüßte ihn schon Blackjack: „Na Boss, was geht?“ „Können du und Guido uns zu meiner Mutter und Paul bringen?“ „Klar, Boss“, wieherte Blackjack. „Ach ja, bevor ich es vergesse, ich habe Donuts dabei.“ „Donuts?!“, fragte Blackjack und wieherte aufgeregt. Percy holte also zwei Donuts aus seiner Tasche hervor, die er im Camp-Laden gekauft hatte. Nachdem Blackjack diese gegessen hatte, waren Percy und Annabeth auf Blackjack und Guido gestiegen und die Pegasi waren mit ihren Reitern losgeflogen.

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Schreibt bitte in die Reviews, falls ich mich irgendwo geirrt habe. Ich bin mir bei manchen Sachen nämlich nicht so sicher. Außerdem wünsche ich viel Spaß bei diesem Kapitel.
Bis bald und viele Grüße
MoHdO
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