Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

der neue Götterkönig

von MoHdO
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Annabeth Chase Percy Jackson
06.03.2021
16.10.2021
9
29.060
12
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
06.03.2021 2.610
 
Luke packte Percys Ärmel und Percy konnte seine glühende Haut spüren: "Ethan. Ich. Alle, die ihr göttliches Elternteil noch nicht kennen. Lass es nicht ... lass es nicht noch einmal passieren. Seine Augen waren wütend und flehten Percy gleichzeitig an. "Werd ich nicht", sagte Percy. "Versprochen" Luke nickte und seine Hand wurde schlaff. Einige Minuten später trafen die Götter ein, in voller Schlachtausrüstung, sie stürmten in den Thronsaal und rechneten mit einer Schlacht. Was sie vorfanden, waren Annabeth, Grover und Percy, neben des Leichnam eines Halbblutes, im warmen Licht des Herdfeuers. "Percy", rief Poseidon mit Verwunderung in der Stimme. "Was ... was ist hier los?" Percy drehte sich um und schaute die Olympier an. "Wir brauchen ein Leichentuch", sagte er und seine Stimme brach. "Ein Leichentuch für den Sohn des Hermes." Die drei Moiren kümmerten sich persönlich um den Leichnam von Luke. Percy war ihnen nicht mehr begegnet, seit er mit 12 Jahren mit Grover ins Camp floh. Er hatte schon damals Angst vor ihnen gehabt und noch immer machten sie ihm Angst. Er blickte einen von ihnen in die Augen und sah sein gesamtes Leben vor sich ablaufen. Er sah sich, wie er 20 war, dann sah er sich als Mann mittleren Alters, danach als alten und runzligen Mann und schließlich sah er, wie sein eigenes Grab und seinen Sarg, der dort hineingelassen wurde. Das alles in weniger als eine Sekunde. "Es ist vollbracht", sagte sie nur. Dann legte jemand Percy von hinten die Hände auf die Schultern. Die Hände fühlten sich warm und vertraut an und Percy wusste sofort, dass es Poseidon war. "Dad", sagte Percy, fuhr herum und sah in die ernsten Augen des Gottes. "Percy, komm mit mir." "Und was ist mit Annabeth, Grover und Tyson?" "Deinen Freunden wird es gutgehen. Du wirst sie gleich wiedersehen. Aber du kannst dich jetzt nicht von ihnen verabschieden." "Warum?", fragte Percy, während er mit seinem Vater aus dem Saal ging. "Ich erkläre es dir gleich." Als sie aus dem Saal rausgingen, steuerten sie auf Poseidons Tempel auf dem Olymp zu. Während sie zum Tempel gingen, schwirrten Percy tausende von Fragen durch den Kopf. Was sollte das alles? Ging es um Annabeth? Warum musste er von seinen Freunden weg? Er war so in Gedanken versunken, dass er hochschreckte, als sein Vater auf ein blaues Sofa zeigte und sagte: "Setz dich ruhig, Percy." Er setzte sich und schaute sich um. Er saß in einer Art Wohnzimmer mit vielen Sofas und Sesseln, die alle blau waren. Es schien ein Zimmer zum Entspannen zu sein. "Das ist also dein Tempel?", fragte Percy. "Naja, der Bereich des Tempels, in dem nur Leute reinkommen, wenn ich es möchte." "Also der private Bereich?" "Kann man so sagen", lächelte Poseidon. "Aber sag mir jetzt bitte, was das soll", forderte Percy. "Natürlich. Also... Wenn ein Gott oder Titan  besiegt wird, dann wird ein Teil seiner Macht an andere Personen abgegeben. Als Kronos das erste Mal besiegt wurde, wurde seine Macht über die Welt an Zeus, mich und Hades abgegeben." "Und jetzt wurde Kronos ein zweites Mal besiegt", unterbrach Percy ihn. "Genau und jetzt wurde ein weiterer Teil seiner Macht, genauer gesagt, seine Macht über die Zeit an eine andere Person übertragen. Und diese Person bist du, Percy." "I-Ich?" "Ja, du" Das musste Percy erstmal verdauen. Er, ausgerechnet ER sollte der neue Herrscher über die Zeit sein. Nach einigen Minuten hatte Percy sich so sehr gefasst, dass er wieder sprechen konnte: "Und das bedeutet?" "Nun... du wirst ein Gott, genauer gesagt, der neue Herrscher des Olymp." "Ich. Der Herrscher des Olymp", stellte Percy trocken fest. Poseidon nickte und lächelte ihm leicht zu. Percy wusste nicht, was er denken sollte. Er, der neue Herrscher des Olymps. Wollte er das überhaupt? Er wollte doch eigentlich einfach nur ein normales Leben mit seinen Freunden führen. Er brauchte jetzt seine Freunde. Er brauchte irgendjemanden, der ihm helfen würde, das zu verarbeiten. "Dad, kann ich zu meinen Freunden zurück?" "Leider nein, Percy." Percy war na dran zu explodieren. Jetzt wollte ihm sein Vater auch noch verbieten, zu seinen Freunden zu gehen. Sein Vater schien das zu merken. Er nahm ihn in den Arm und sagte: "Percy, das liegt daran, dass dein sterblicher Körper diese Kraft nicht vollständig auf einmal aufnehmen kann. Du bist gerade sozusagen in einem Übergangszustand von Halbgott zu Gott und sobald dein Körper die Kraft vollständig aufgenommen hat, findet eine Art Kraftexplosion statt, die jeden Sterblichen im Umkreis von 10 Metern tötet. Und wir wissen nicht, ob das Minuten oder Stunden dauert. Deshalb mussten wir dich sicherheitshalber von ihnen fernhalten. Tut mir wirklich leid." Percy hatte sich während dieser langen Erklärung beruhigt und schaute jetzt deprimiert drein. Er konnte seine Freunde jetzt nicht treffen, weil er quasi eine Zeitbombe war, bei der keiner wusste, wann sie explodierte. Der Krieg war gerade erst vorbei, und schon machten die Moiren ihn direkt zum Götterkönig. Viele andere würden sich an seiner Stelle wahrscheinlich freuen, aber er fühlte sich einfach mit der gesamten Situation überfordert und wünschte sich eigentlich nichts mehr, als einfach nur ein normales Leben mit seinen Freunden führen zu können. Aber jetzt legten ihm die Moiren wieder einmal Steine in den weg. Es war zum Verzweifeln. Poseidon schien zu spüren, wie schlecht sich Percy fühlte. Er nahm ihn wieder in den Arm und sagte: "Percy, wir werden dafür eine Lösung finden. Ich werde dir helfen." "Danke, Dad", sagte Percy, als er plötzlich merkte wie ein Kraftschub durch ihn durch ging. Millisekunden danach fühlte Percy sich so kräftig, wie noch nie. Es war ein unbeschreiblich gutes Gefühl. Er hatte plötzlich das Gefühl, dass die Zeit ein Teil von ihm wurde und dass er sie kontrollieren konnte. Gleißendes Licht erfüllte den Raum und erlosch nach ein paar Sekunden. Das unglaubliche Kraftgefühl aber blieb. "Wow", war das einzige, was Percy über die Lippen brachte. "Ich glaube wir können jetzt wieder zurück", sagte Poseidon. Während sie zum Thronsaal zurückgingen, schaute sich Percy kurz in einem Spiegel vor dem Olymp an. Er sah nicht anders aus als vorher, außer, dass alle seine Wunden verheilt waren. "Können wir weiter?", fragte Poseidon. "Natürlich", murmelte Percy. "Dad", hielt Percy Poseidon zurück. "Was passiert jetzt, wenn wir da rein gehen?" "Du wirst offiziell als 13.Gott in den Olymp aufgenommen und Zeus gibt dir die Herrschaft über den Olymp." "Ist Zeus dann nicht total wütend?", fragte Percy beunruhigt. "Vermutlich", sagte Poseidon. "Aber keine Angst, mein Bruder hat zu viel Angst vor deiner neuen Macht." "Dann gehen wir mal rein", sagte Percy und ließ Poseidon den Vortritt. Als sie eintraten saßen alle Götter auf ihren Thronen. Nur Poseidons Thron war unbesetzt. Außerdem entdeckte Percy noch einen kleinen Stuhl zwischen Poseidons und Zeus Thron, vermutlich sein Platz. Poseidon deutete Percy an, dass er sich auf diesen Stuhl setzen sollte. Die Blicke der Götter waren auf ihn gerichtet. Hermes und Apollo lächelten ihm zu. Ares und Hera sahen ihn feindselig an. Die anderen sahen ihn, außer Poseidon, eher neutral an. Die einigen eher gelangweilt, die anderen deutlich interessierter. Dann fiel sein Blick auf Zeus, der ihn mit purer Verachtung anschaute. "PERSEUS JACKSON", rief Zeus laut und mit einem deutlichen verachtenden Unterton in der Stimme, der Percy stark beunruhigte. "Ich werde dir nun meine Herrschaft über den Olymp abtreten", fuhr Zeus zerknirscht fort. "Perseus Jackson, bist du einverstanden damit, als 13.Gott in den Olymp aufgenommen zu werden", fragte Zeus. Percy war eigentlich gar nicht damit einverstanden. Er wollte in diesem Moment viel lieber im Camp bei seinen Freunden oder bei seiner Mutter und Paul in der Wohnung sein. Nur nicht hier. Aber er wusste, dass er keine Wahl hatte. Also sagte er zögerlich: "Ja, das bin ich." Er bemerkte wie ein kleiner Kraftimpuls von Zeus zu ihm wanderte. Dann fragte Zeus, noch schlechter gelaunt: Bist du, Perseus Jackson, dreizehnter Gott des Olymp, damit einverstanden, die Herrschaft des Olymp zu übernehmen?" Diesmal antwortete Percy schneller und gefasster: "Ja, das bin ich" Noch ein Kraftimpuls wanderte von Zeus Hand in Percys Körper, diesmal ein bisschen stärker. "So sei es", sagte Zeus. "Irgendwelche Einsprüche?" Hera und Ares schienen, als wollten sie protestieren, aber sie wussten, dass es sinnlos war. "Nun", sagte Zeus zu Percy gewandt. "Dein Vater wird dir alles erklären und dir helfen, dich zu orientieren. Falls du Fragen hast, wird dein Vater sie dir beantworten. Und jetzt wünsche ich dir, im Namen aller Olympier, viel Glück." Nach und nach verließen alle Olympier den Raum, außer Percy, Poseidon und Hermes. "Percy", sagte Hermes lächelnd. "Wenn irgendwas ist, Percy, du kannst immer zu mir kommen. Du schaffst das", munterte er ihn auf. "Danke, Hermes", bedankte sich Percy. Der Götterbote zwinkerte ihm nochmal zu und verschwand dann. Percy und Poseidon gingen über den Olymp, der durch die Schlacht ziemlich ramponiert war. Er konnte sich kaum vorstellen, dass er vor ein paar Stunden noch mit seinen Freunden gegen Kronos gekämpft hat und nun als neuer Herrscher des Olymp hier entlang ging, getrennt von seinen Freunden. Nach einiger Zeit des Schweigens, fragte er schließlich: "Dad, wann kann ich meine Freunde wiedersehen?" Poseidon lächelte ihn an: "Eigentlich jetzt. Aber lass mich noch kurz mit dir reden." "Ok", sagte Percy erleichtert. "Du hast dir wahrscheinlich schon Sorgen gemacht, dass du dich von deinen Freunden trennen musst, wenn sie sterben." "Habe ich ehrlich gesagt noch nicht", sagte er und er sah, dass Poseidon sehr überrascht wirkte. "Ich war wegen der ganzen Herrscher-des-Olymp-Sache so durcheinander und ich machte mir eher Sorgen, dass ich sie kaum noch sehen kann", erklärte er. Sein Vater nickte verstehend. "Was ich sagen wollte: Du kannst also bestimmt als so
mächtiger Gott einige deiner Freunde unsterblich machen." Percys Laune hob sich ein bisschen, als er das hörte. Trotzdem fragte er nach: "Einige?" "Ja, du kannst leider nicht sehr viele unsterblich machen. Aber du kannst mehrmals im Monat Tote in der Unterwelt besuchen, weil du ein Gott bist." Percy merkte, dass er sich wieder deutlich besser fühlte. Poseidon merkte das. Er lächelte und fügte noch hinzu: "Percy, ich glaube, es ist besser, wenn du ein paar Tage im Camp bist und du das alles verarbeitest." Percy lächelte dankbar während Poseidon fortfuhr: "Danach sollte ich dir dabei helfen, dich als Gott einzuleben und deine Kräfte zu kontrollieren." Percy nickte, schon wieder trauriger. "Und dann?", fragte er. "Dann kannst du entscheiden, was du machst." "Ich kann also auch weiterhin ins Camp gehen?" "Du kannst zumindest sehr viel Zeit dort verbringen." Percy fühlte sich jetzt fast schon gut. "Ich gehe dann jetzt, ja?" "Mach das, Percy. Und sag mir Bescheid, wenn du bereit bist für den Götterunterricht", verabschiedete er sich von seinem Sohn. Der nickte nochmal kurz und stieg dann in den Fahrstuhl. Als er aus dem Empire State Building austrat, merkte er, dass er nicht wusste, wie er jetzt zu seiner Mom und Paul kommen sollte. Es gab zwei Gründe, warum er zuerst zu seiner Mutter und nicht ins Camp wollte. Erstens war es bis zur Wohnung seiner Mom deutlich kürzer, als bis zum Camp und zweitens sollte seine Mom als erstes erfahren, dass es ihm gut ging und er ein Gott war. Dann hatte er eine Idee. Er stieß einen schrillen Pfiff aus und wartete einige Minuten. Dann sah er, wie Blackjack vor ihm landete. "Hey Boss, du lebst noch", sagte er erfreut. Percy war erfreut, Blackjack zu sehen. Ihn zu sehen, gab ihm ein beruhigendes Gefühl, wahrscheinlich, weil es sich einfach normal anfühlte. "Boss?", holte Blackjack ihn aus seinen Gedanken. "Sorry Blackjack, ich war kurz abwesend", murmelte er. Dann fragte er, etwas lauter: "Kannst du mich zu meiner Wohnung bringen?" "Klar, Boss!" Als er an der Wohnungstür war, zögerte er kurz, aber klingelte dann doch. Blackjack sagte er, dass er zurück ins Camp fliegen könnte, aber er wollte lieber auf Percy warten. Als er die Klingel drückte, riss seine Mom
die Tür auf, als hätte sie nur darauf gewartet. Als sie Percy sah, stieß sie einen Freudenschrei aus und zog ihn in eine feste Umarmung. Paul, der jetzt hinter ihr auftauchte, sagte: "Sally, jetzt lass ihn doch mal atmen." Sally löste die Umarmung und sah Percy an: "Percy, wo warst du die ganzen Stunden lang? Wir beide, Annabeth und die anderen aus dem Camp haben uns Sorgen gemacht als du nicht zurückgekommen bist." "Mom, ich erkläre euch beiden alles gleich, aber kann ich bitte erstmal reinkommen?", fragte er lächelnd. Als sie am Essenstisch saßen, fragte Mom schließlich: "Und Percy? Was ist passiert? Annabeth konnte uns nur erzählen, dass du plötzlich weg warst und die Götter ihr versichert haben, dass es dir gut ging." "Nun...", Percy wusste nicht wie er anfangen sollte. "Ich bin jetzt ein Gott", sagte er einfach. "Was?", riefen Paul und seine Mom gleichzeitig. "Klasse gemacht, Jackson!", rügte sich Percy in Gedanken selbst. Warum musste er auch direkt mit der Nachricht herausplatzen. Seine Mom und Paul sahen ihn sprachlos an. Das sah er als Aufforderung, die ganze Geschichte zu erzählen. Als er fertig war, sahen die beiden, wenn überhaupt möglich, noch ungläubiger an. Paul fasste sich schneller als seine Mom und merkte, dass er nicht wirklich glücklich damit war. Deshalb fragte er Percy: "Und was hältst du davon?" "Ich weiß es nicht. Ich bin einfach nur verwirrt und weiß nicht, was ich davon halten sollte." Auch seine Mutter hatte sich jetzt gefasst und umarmte ihn. "Percy, warum passieren solche Sachen immer ausgerechnet dir?", fragte sie schluchzend. "Ich weiß es nicht." Auch Paul versuchte ihn zu trösten: "Percy, du schaffst das! Und natürlich werden wir dich unterstützen." "Danke", sagte Percy. "Mom, kann ich heute noch ins Camp?" "Warum?", fragte seine Mutter überrascht. "Möchtest du nicht bei uns bleiben?" "Doch, aber ich möchte die anderen im Camp beruhigen." "Vor allem Annabeth?", fragte seine Mom verschmitzt. Er überging das und sagte: "Und außerdem wartet Blackjack draußen." "Na gut", gab seine Mom nach. "Aber besuche uns bald wieder." "Natürlich, Mom." Sie umarmte ihn nochmal fest. Auch Paul verabschiedete sich von Percy. Als er rauskam, war es schon dunkel. "Hey, Boss", begrüßte ihn Blackjack. "Auf geht's ins Camp", sagte er. "Yeah, Boss", kam es vom Pegasus zurück. Percy genoss den Flug zum Camp. Dank Paul und seiner Mom fühlte er sich deutlich besser. Als er dem Camp sehr nahe kam, konnte er sehen, dass alle noch draußen am Lagerfeuer waren und auf etwas zu warten schienen. Plötzlich zeigte jemand auf ihn und alle Blicke wandten sich ihm zu.



_____________________________________________________________________________________

danke für den tollen Support bei den Favos und bei den Reviews.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast