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Nachts erwacht das Leben

von Ahadi
GeschichteRomance, Freundschaft / P16 / Het
Kate Beckett Richard Castle
04.03.2021
14.10.2021
21
81.520
6
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14.10.2021 1.805
 
Moin, moin ihr lieben Leut’.

Auch wenn ich bis zum jetzigen Zeitpunkt leider nur eine einzige Rückmeldung bekommen habe und zwar von Hummel, bleibe ich dennoch zuversichtlich, dass vielleicht noch ein oder auch zwei weitere dazukommen werden.

Doch jetzt möchte ich euch nicht mehr länger hinhalten und wünsche euch von daher lediglich noch recht viel Freude beim Schmökern!
     
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Es war Mittwochnacht und obwohl im „Nightlife“ vergleichsweise wenig los war, war das aufgrund des Wochentages dennoch nichts Ungewöhnliches und änderte natürlich auch nichts daran, dass jeder der Angestellten fleißig seiner Arbeit nachging.

Seit ihrer unliebsamen Begegnung mit Vaughn war bereits mehr als eine Woche vergangen und mittlerweile verschwendeten Beckett und Castle auch schon keinen einzigen Gedanken mehr an ihren Erzfeind und konzentrierten sich stattdessen ausschließlich auf ihre Aufgaben im Club.

Und nicht zuletzt natürlich auch auf ihre Liebesbeziehung, die nach wie vor blühte und gedieh, wie Blumen im Frühling, das mag zwar ganz schön kitschig klingen, aber es entsprach nun einmal der Wahrheit, die beiden waren so verliebt und glücklich miteinander, wie sie es noch nie zuvor in ihrem Leben gewesen waren.

Gerade standen die zwei Turteltäubchen nebeneinander hinter der Theke und nutzten die Tatsache, dass ausnahmsweise mal nicht so viel Betrieb war, um kurz miteinander zu plauschen, so wie sie es während solcher Atempausen immer oder zumindest meistens taten.

Er befüllte derweil ein paar saubere Gläser mit Getränken, die so eben bestellt worden waren und sie ließ ihren Blick über den vielleicht gerade mal halbvollen Gastraum schweifen.

„Lass mal, ich mach das schon, Kate“, hielt Rick seine Freundin mit diesen Worten freundlich, aber bestimmt davon ab nach ihrem Tablett mit den nunmehr fertig und frisch befüllten Gläsern zu greifen und deutete ihr an, dass stattdessen er die Getränke an die Gäste verteilen wollte.

Das gehörte zwar für gewöhnlich nicht zu seinen Aufgaben, aber als gut erzogener Mann und natürlich auch als guter Freund, nutzte er trotzdem jede sich bietende Gelegenheit, um seiner Liebsten etwas Arbeit abzunehmen oder sie zumindest bei dem, was sie tat, ein wenig unter die Arme zu greifen.
     
So kam es, dass er sie in ruhigen Nächten wie heute, wenn im Club nicht allzu viel los war, hin und wieder auch schon mal beim Kellnern unterstützte oder ihr auch bei der Hausarbeit, sprich beim Putzen, Wäschewaschen etc. half.

„Vielen Dank, Babe, das ist lieb von Dir“, schenkte sie ihm zum Dank nicht nur ein strahlendes Lächeln, das sein Herz sogleich schneller schlagen ließ, sondern gab ihm zusätzlich noch einen zärtlichen Kuss auf die rechte Wange, das ihn von innen nach außen heraus erwärmte.

Im Stillen beglückwünschte sie sich derweil, wie schon unzählige Male zuvor in der Vergangenheit, wieder einmal selbst dafür, dass, von allen Frauen auf der Welt, gerade sie das unbeschreiblich große Glück hatte ihn, den mit Abstand tollsten Mann auf Erden, als ihren Lebensgefährten bezeichnen zu dürfen.
     
„Jederzeit gerne, Liebling“, entgegnete Castle lächelnd, bevor er sich anschließend das beladene Tablett schnappte, mit diesem an seiner Freundin vorbei und um die Theke herumging und damit begann die Getränke an die Gäste zu verteilen und auch neue Getränkebestellungen aufzunehmen.

Und während er seine Runde durch den Gastraum drehte, wurde er dabei von Beckett aufmerksam beobachtet und wie bereits so oft in der Vergangenheit, so konnte sie auch in diesem Fall nicht anders, als bei dem, was sie da zu sehen bekam, begeistert zu sein.

Ihr Freund ging bei der Verteilung der Getränke und der Aufnahme von neuen Bestellungen ebenso kompetent vor, wie bei seiner regulären Arbeit an der Bar und auch bei allem anderen, was er tat.

Allerdings sollte die Clubbesitzerin, sehr zu ihrem Bedauern, in ihrer Schwärmerei unterbrochen werden, als im nächsten Moment ihre Kellnerin und mittlerweile auch gute Freundin Jenny, mit ihren aufgenommenen Getränkebestellungen zu ihr hinter die Theke kam und ihre gesamte Aufmerksamkeit forderte.

Und kaum war die gute Jenny wieder gegangen, da kam auch Rick schon wieder zu ihr zurück, sodass sie ihn jetzt leider nicht mehr aus der Ferne anschmachten konnte, aber sie würde sich stattdessen halt einfach damit begnügen ihn von nahem zu bewundern, so war es ihr sowieso am liebsten.

Sie sollte jedoch gar nicht dazu kommen ihren gutaussehenden und attraktiven Lebensgefährten zu bewundern, weil plötzlich dessen Handy, das in seiner Hosentasche steckte, zu vibrieren und zu summen begann und ihn dadurch über den Eingang einer neuen SMS informierte.

„Hm“, gab er ein unidentifizierbares Geräusch von sich, nachdem er in seine rechte, vordere Hosentasche gegriffen, sein Handy aus dieser herausgeholt und einen Blick auf die so eben eingetroffene Nachricht geworfen hatte.

Besagte lautete: Hervorragende Arbeit bislang, Ricky! Mach nur so weiter! Aber lass Dich bloß nicht erwischen!“

Er war zwar ein kluger Mann, aber er hatte trotzdem nicht die geringste Ahnung, was diese merkwürdige SMS zu bedeuten hatte, geschweige denn wusste er, wer sie ihm geschickt hatte, denn um das Mysterium komplett zu machen, war die Nummer des Absender unterdrückt.

„Ist alles in Ordnung, Babe?“, fragte sie ihn sowohl hörbar, als auch sichtlich besorgt, zwar hatte er eigentlich nichts gesagt oder getan, was ihr einen Grund zur Besorgnis geben könnte, sondern lediglich einen unklaren Ton sich gegeben, aber sie spürte einfach instinktiv, dass etwas nicht stimmte.

Bis vor wenigen Sekunden hatte Castle noch wunderbare Laune gehabt und obwohl sie nicht unbedingt behaupten konnte, dass er jetzt schlecht gelaunt war, konnte sie dennoch ganz deutlich spüren, dass irgendetwas seine bislang gute Stimmung trübte.

„Das weiß ich leider nicht so recht“, antwortete er und reichte ihr dann sein Handy, damit sie sich die ominöse Nachricht auch einmal mit ihren eigenen Augen ansehen konnte, doch wie es nicht anders zu erwarten war, wurde sie aus der SMS genauso wenig schlau wie er.

Aber natürlich grübelte das Paar trotzdem fieberhaft darüber nach, was zur Hölle es mit dieser komischen Nachricht auf sich hatte und wer zum Teufel sie ihm geschickt haben könnte, doch ganz egal, wie sehr sie sich auch den Kopf darüber zerbrachen, sie kamen zu keiner zufrieden stellenden Erkenntnis.

„Hast Du eine Ahnung, wer Dir das geschickt haben könnte?“, fragte die Brünette ihren Freund, nachdem sie die SMS mehrere Male durchgelesen und ihm sein Handy schließlich wieder zurückgegeben hatte.

„Nein, nicht im Geringsten“, erwiderte er, während er sich die Nachricht noch einmal ansah, jedoch mit demselben Ergebnis wie bislang auch, sprich mit keiner daraus resultierenden Erkenntnis darüber, was die SMS zu bedeuten hatte oder von wem sie stammen könnte.

Ihrer Meinung nach gab es zwei Optionen, die eine mögliche Erklärung für diese mysteriöse Nachricht liefern könnten, die Erste war, dass die SMS in Wirklichkeit für jemand ganz anderen, mit dem zufälligen Spitznamen Ricky, bestimmt war und der Absender sich einfach bei der Nummer des Adressaten vertan hatte.

Und die zwei Option war, dass sich irgendein Unbekannter, der anonym bleiben wollte, was auf jeden Fall die unterdrückte Nummer erklären würde, mit der Nachricht einen schlechten Scherz erlaubte, ein schlechter Scherz, den sie definitiv nicht verstand und er ebenso wenig.

Na ja, genau genommen gäbe es da auch noch eine dritte Möglichkeit und zwar, dass Rick, entgegen seiner Aussage, sehr wohl wusste, was die SMS zu bedeuten hatte und auch, von wem diese stammte und dass er ihr lediglich den Ahnungslosen vorgaukelte.

Ein Gedanke, über den sie gar nicht erst groß nachdenken wollte und den sie stattdessen sofort wieder verwarf, denn sie würde natürlich niemals, nicht einmal ansatzweise, glauben wollen, dass der Mann, den sie über alles liebte, sie bewusst belog, irgendetwas vor ihr verheimlichte oder sie möglicherweise sogar irgendwie hinterging.

„Wahrscheinlich will sich da jemand bloß einen Scherz mit mir erlauben“, sagte der Barkeeper im nächsten Augenblick zu seiner Freundin und verstaute sein Handy anschließend wieder in seiner rechten, vorderen Hosentasche.

Stattdessen widmete er sich wieder seiner Arbeit, dafür wurde er ja schließlich auch bezahlt und nicht für das Lesen von irgendwelchen mysteriösen und anonymen Handynachrichten, wobei er Genannte derweil in die hinterste und dunkelste Ecke seines Gehirns verbannte.

„Ja. So wird’s wahrscheinlich sein“, entgegnete Beckett daraufhin mit einem schwachen, kaum vorhandenen Lächeln, denn ihr gelang es, ganz im Gegensatz zu ihm, leider nicht so einfach sich wieder auf ihre Arbeit zu konzentrieren und die merkwürdige SMS, die er erhalten hatte, wieder zu vergessen.
     
Ganz im Gegenteil, die Sache wollte ihr partout nicht wieder aus dem Kopf gehen, selbst als sie wenige Minuten später ihre nächste Runde durch den Gastraum machte, drehten sich ihre Gedanken ausschließlich um diese ominöse Nachricht, die keinerlei Sinn ergab.

Oder…vielleicht ergab die SMS ja auch sehr wohl Sinn und sie wollte aufgrund ihrer Gefühle für Castle einfach nur nicht wahrhaben, was die Nachricht zu bedeuten hatte…nein, auf keinen Fall, sie kannte ihn, sie vertraute ihm und das Wichtigste von allem war, dass sie ihn liebte.

Und er liebte sie ebenfalls, aufrichtig und genau deshalb würde er sie auch niemals anlügen oder gar betrügen, dessen war sie sich hundertprozentig sicher und sie würde ihm natürlich ebenso wenig jemals etwas derartiges antun.

Trotzdem konnte sie, so sehr sie sich auch bemühte, einfach nicht aufhören immer wieder aufs Neue über diese komische SMS nachzugrübeln und sie wusste auch definitiv, dass sie nicht eher zur Ruhe kommen würde, ehe sie nicht endlich zweifelsfrei wusste, was diese zu bedeuten hatte und auch, wer sie ihm zukommen ließ.

Kate beschloss daher ihren Freund später, nach Schließung des Clubs, sobald die anderen weg waren, einfach nochmal auf die ganze Sache anzusprechen, sie wüsste zwar etwas weitaus Besseres und Schöneres, womit sie zwei ihren Feiermorgen verbringen könnten und er ganz bestimmt auch.

Aber wenn ein weiteres Gespräch mit ihm, so zumindest ihre Hoffnung, ihr endlich die dringend benötigte Gewissheit darüber bringen würde, was es denn nun mit dieser geheimnisvollen Nachricht auf sich hatte, dann war es ihr das allemal wert.

Und sie war sich vollkommen sicher, dass, wenn sie ihn danach fragen würde, er ihre Ansicht auch voll und ganz teilen würde.

Sie konnte ja unmöglich wissen, geschweige denn ahnen, ebenso wenig wie Rick, dass die SMS lediglich der Anfang war, der Anfang einer Verkettung von Ereignissen, die ihre Welt völlig durcheinander bringen und sie beide noch mächtig ins Unglück stürzen sollte.



Fortsetzung folgt…

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Ja, ich weiß. Das Kapitel ist jetzt nicht gerade besonders ereignisreich und leider auch wieder einmal etwas bzw. ziemlich kurz geraten, je nach dem halt, wie ihr es empfinden solltet, umso mehr hoffe ich natürlich, dass es euch trotzdem gefallen hat, wenn auch vielleicht nur einigermaßen.

Oder wer weiß? Vielleicht hat dem/der Einen oder Anderen von euch das Kapitel ja auch gerade deshalb gefallen, weil es nicht allzu lang ist, die Geschmäcker diesbezüglich sind ja bekanntlich verschieden.

So oder so, auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf eure Kommentare, des Weiteren möchte ich euch allen hiermit natürlich auch noch ein schönes, entspanntes und erholsames Wochenende wünschen.

Bye, bye, euer Ahadi.
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