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Hetalia(2p): Unter Freunde

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Mix
03.03.2021
14.11.2021
18
37.102
1
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
13.05.2021 1.777
 
'Lieber Feli

Sei nicht besorgt. Ich habe dich nicht verlassen. Wir müssen getrennt zum Zielort. Es ist besser, wenn ich Gilbert in einer falschen Fährte führe, während du unbemerkt weiterreist. Wir sehen uns dort. Vertraue mir, wenn du kannst!

Dein Ludwig
PS: Gilbird wird auf dich Acht geben.'


Feliciano hielt mit seiner Hand seinem Mund zu. Warum müssen sie getrennt weiterreisen? Es war doch keine gute Idee, Ludwig auf seinem Traum anzusprechen. Er ist bestimmt sauer auf ihm. Allein wie er sein Brief verfasst hat. So distanziert und kalt, warum hat er Ludwig das gesagt? Sie waren kurzzeitig zusammen und dann kam er ihm mit Zweifel an. Deutschland muss sich niedergeschlagen fühlen. Vielleicht möchte Ludwig nichts mehr von ihm. Enttäuscht huschte der Italiener aus sein Bett und sammelte betrübt seine Klamotten ein. Gilbird beobachtet ihm dabei und schiepte eine leise Melodie.


In einer namenlosen Stadt mit vollen Straßen und fröhlichen Italiener, ging ein deutscher Tourist in ein Laden rein. Kürzlich hatte er sich ein weißen Rucksack, eine blaue Kappi, ein lilanes Shirt und kurze weiße Shorts in einer Boutique gekauft. Das nächste Geschäft bot seltsame Antiquitäten und Einzelstücke für Touristen an, die typisch in Italien zu kaufen gibt. Mit der Kreditkarte wurde eine seltsame Schatulle bezahlt und den kleinen Antiquitätsladen verlassen, um diesmal ein Cafe anzusteuern.

"Aha! Ich empfange was! Ludwig bezahlt endlich mit der Kreditkarte, so können wir ihm lokalisieren. Ksesekiahaha", erkannte Gilbert 2 Punkt Böse auf sein Handy. Romano und er genossen eine Essenspause in ein Ristorante.

"Endlich je eher wir diesen Kartoffelbastard finden, desto eher kann ich mein Fratello helfen. Worauf warten wir, WO ist der?!", erfreute sich Romano auch über diese Nachricht. Endlich mal ein Lichtblick.

"Ist nicht weit von hier. Ein Ristorante in der Nachbarstadt, los aufs Motorrad!", erwiderte der Ostdeutsche und rannte voraus. Romano folgte kurz darauf. Auf die Pizza müssen sie leider verzichten.

Wer aber nicht auf seine Margarita-Pizza verzichtete, war ein deutsche Tourist, der entspannt draußen unter den Sonnschirm saß und die Sonne genoss. Lächeln nahm der Herr das Glas Wasser von der netten Bedienung an und ließ die Aussicht auf sich wirken. Italien ist schon ein wunderbares Urlaubsziel, wäre seine Lage nicht so ernst, würde es sogar schöner sein. Leicht schluckte der Urlauber sein Wasser mit bitteren Nachgeschmack runter. Feliciano gestand, dass er nicht für eine Beziehung mit ihm bereit war. Tja, das fiel ihm früh ein. Frustriert stellte Ludwig sein Glas auf den Tisch. Nun sah er auf seiner Armbanduhr......................


"Ludwig~Ludwig, veveve schau her!", summte Norditalien fröhlich und seine Nase war rot. Die Winterlandschaft war überall anzusehen und Gilbert begleitet seinem Bruder durch die Tannenbaumjagd.

"Was gibts denn Feli?", fragte Ludwig nebensächlich, während ein Tannenbaum von den Brüdern inspiziert wurde. Schließlich stand Weihnachten vor der Tür und der Baum, das Herzstück der Tradition, muss PERFEKT sein!

"Schau her, ve!", bat Feliciano schon fast flehend, wegen mangelnder Aufmerksamkeit.

Genervt wandte Ludwig sein Blick vom der potenziellen Tanne ab und schenkte Norditalien die gewünschte Zuwendung. "Was denn?", kam es von Ludwig resigniert.

"Tadaaaa, für dich!", jubelte Norditalien strahlend und reichte Ludwig eine dunkle Schachtel mit silbernen Band.

"Ähm danke? Weihnachten ist doch erst am 24.", war Ludwig leicht verwirrt, aber nahm das Geschenk an.

"Si, ich weiß. Aber da Romano und ich Weihnachten bei Antonio feiern, wollte ich nicht, dass du von mir kein Geschenk bekommst. ", erklärte sich Feli leicht verlegend.

"Verstehe. Es hätte doch ausgereicht, mir das per Post zu schicken. Ich wär dir nicht böse gewesen.", wandte Deutschland ein.

"Auch wahr, aber ich möchte doch sehen, wie du dich über mein Geschenk freust. Bitte öffne es!", bat Norditalien leicht hippelig.

"Jetzt?!", staunte Deutschland und die Ernsthaftigkeit des Italieners schüchterte ihm leicht ein. "Si! Jetzt!", befahl Feli fast.

"Gut, wenn du darauf bestehst, aber meins bekommst du erst am Weihnachten.", warnte Ludwig schon mal vor und öffnete das Geschenk.

Es war eine gut designte Armbanduhr mit mehreren Funktionen und doch altmodischen Zifferblatt. "Uuuundd?", zog sich Felis Neugier in die Länge.

"Feliciano....", begann Ludwig und schloss lächeln die kleine Schachtel. "Es ist ein großartiges Geschenk, ich danke dir.", konnte man die Freude dem Deutschen ansehen. Er machte Anstalten Italien zu umarmen, aber man hörte die ungeduldige Stimme:" WEST, GUTE TANNEN WARTEN NICHT!"

"Komme schon!", rief Ludwig seinem Bruder nach und tätschelte dankbar Felis Kopf.........


Ganz recht die Armbanduhr trug er heute. Eigentlich immer, denn es war ein praktisches Geschenk, das zu ihm einfach passte. Doch kurz nach der freudigen Erinnerung wurde an gestern gedacht und schon machte ihm selbst dieser Anblick dieser Uhr keine Freude mehr. Wenn es man so sah, hatte Ludwig von Anfang an keine Chance bei ihm gehabt. Heiliges Römisches Reich und Feli kannten sich mehrere Jahrhunderte, wäre er nur ihrer Zeit aufgewachsen. Kopfschütteln nahm es Deutschland hin. Man kann gegen Gefühle nichts machen. Er kann nur hoffen, dass sich Norditalien für ihm entscheidet. Doch große Hoffnung hat er nicht, schließlich waren sie kurz 'zusammen' und Feli bewies, dass er Zweifel hat. Das wäre nicht gewesen, wenn ihre Liebe unerschütterlich wäre.


Auf den billigen Plätzen eines Flugzeug saßen die 'Party' Freunde zusammen. Oliver lag schlafend in der Mitte. Alfred am Fenster und Ivan in der anderen Seite von den schlafenden Briten. Ivan hatte ein Taschentuch mit ein Fläschchen rausgeholt und tunkte die kleine Flasche in das Tuch. Darauf presste der Russe das Taschentuch in das Gesicht des Briten, der wehrlos schlief.

"Alter was machst du?", fragte Amerika ungläubig.

"Chloroform! Das wird ihm erstmals schlafen lassen.", antwortete Russland gleichgültig.

"Er erstickt noch, lass es!", sagte Alfred und war bisschen um Arthur besorgt.

"Ach er ist ein Land und stirbt nicht so leicht!", wandte Russland sorglos ein und drückte stärker rauf.

"Your crazy? Hör auf!", schlug Amerika das Taschentuch von Arthurs Gesicht. Verärgert hob Ivan das Tuch vom Boden und ließ dies in der Tasche verschwinden.

Nicht zu fassen, dass Ivan sein Ziehvater das antat! Dachte sich Alfred und warf Ivan ein bösen Blick zu, der mit ein kälteren Augenkontakt erwidert wurde.

"Kann ich euch Herrschaften was bringen?", unterbrach eine nette Flugbegleiterin den kalten Krieg.

"Yes, Cola please.", bat Alfred und lächelte die Dame mit Hochsteckfrisur nett an.

"Wodka, viel Wodka, sonst überstehe den Flug nicht.", war Ivans Wunsch und hat auch den Blickkontakt abgebrochen.


Noch enttäuscht ging Feliciano durch die Louge und trug Gilbird auf seiner Schulter. An der Rezeption gab der Italiener die Schlüssel ab.

"Oh Vargas, wir haben noch was für sie. Herr Beilschmidt bat mir, Ihnen das zu geben, wenn sie aufbrechen. Warte kurz.", erinnerte sich der Mitarbeiter, als er die Abbuchung sah und ging kurz vom Posten.

Feliciano war verwundert und wartete neugierig. Was hat Ludwig ihm hinterlassen?                            

Wenig später kam der Herr mit Smoking zurück und überreichte Feli eine mittelgroßes Paket. "Ein schönen Tag noch, Herr Vargas und bitte begehre uns wieder, si?", verabschiedete sich der Mann und ging wieder hinter der Rezeption. Seine Arbeit wartete nämlich nicht.

Auf den Paket las Feli sein Namen und ging damit raus. Neugierig wurde der Inhalt an einer Haltestelle geprüft. Es war ein weiterer Brief drin und Anziehklamotten, sowie Geld. Ohne zu zögern wurde der Brief gelesen.

'Lieber Feli

Ich weiß, es ist kurzfristig, aber hier die wichtigen Hinweise für deine Reise.

-Zahle nicht mit Karte, daher das Bargeld, ich hoffe, es reicht für die Reise
-Verkleide dich! Ich habe extra Klamotten gewählt, die unauffällig sind
-Achte auf Verfolger, wechsle oft die Verkehrsmittel und pass auf dich auf!

Ich weiß, dass du es hinbekommst. Wenn schlimmes passieren sollte, ist Gilbird bei dir.

Viel Glück, dein Ludwig'

Feli blickte nüchtern auf den Brief und schmiss den enttäuscht in das Paket. Er würde sich besser fühlen, wenn Deutschland mit ihm gemeinsam die Krise überstehen würde. Aber nein, er muss es von selbst hinbekommen und dabei weiß er nicht, wo Deutschland ist. Was ist, wenn seine List fehlschlug? Ist das sogar einkalkuliert? Soll er Deutschlands Trumpf sein? Ist das ein Vertrauenstest? Feliciano sah den Bus vor sich und stieg ein. Umziehen kann er locker in der Bustoilette und Fahrtickets konnte er sich mit das Bargeld leisten. Nur gefiel ihm dieser Plan von Deutschland überhaupt nicht! Was wenn er es nicht schafft, muss Feliciano alles allein hinbekommen. Gilbird zwitscherte ihm Mut zu und schaffte es, dass Norditalien sanft lächelte. Er wird es hinbekommen, sonst hätte Ludwig ihm diese Aufgabe nie anvertraut!


Deutschland sah auf seine Pizza und grinste den weiteren Gästen an, die sich zu ihm hin gesellen.

"Komm setzt euch und genieß die Pizza.", sagte Ludwig noch sarkastisch. Romano und Gilbert saßen sich tatsächlich hin.

"Westdeutschland, du machst es mir zu leicht. Anscheinend sehnst du nach deinem Tod. Kiahahaha!", stellte Gilbert mit dunkler Frisur fest und aß ein Stück Pizza.

"Wo ist Feliciano?", will Romano stur wissen.

Ludwig schwieg und nahm ein Stück Pizza. Das provozierte den Süditaliener, aber er weiß um das Aufsehen der Öffentlichkeit und machte erstmals nichts.

"Wie willst du dein Tod haben? Ich habe gute Laune, darum darfst du es dir aussuchen.", erklärte Preußen grinsend.

Wieder schwieg Ludwig und aß einfach Pizza.

"Wir werden ihm erstmals foltern und herauskriegen, wo der Perverser mein Fratello versteckt hat.", stellte Romano gleich klar und überwand sich endlich Pizza zu essen. Denn wie schneller die Pizza weg ist, umso eher können sie Ludwig vom Ristorante lotzen und schnappen.

"Ich habe ein Vorschlag, dass euch beiden interessieren dürfte.", begann Ludwig nun und die Pizza war halb verschwunden.

"Oho ich höre!", will Gilbert es hören und spielte leicht mit den Messer.

"Lass uns eine Jagd veranstalten. Wenn ihr mich schnappt, werde ich Feliciano Standort verraten und du, Gilbert, kannst Deutschland sein. Ich löse mich auf und du bist wieder das, was du immer sein wolltest. Ein vollwertiges Land!", bot Ludwig ihnen an.

"Wir haben dich doch bereits...", fiel Romano zwar auf, doch bekam mit Gilbert den Tisch auf den Gesicht geknallt, wodurch sie rückwärts mit Stuhl fielen.

"Die Jagd beginnt,  JETZT!", rief Ludwig, während er floh.

"SCHEIßE!", schimpfen die Männer auf den Boden und rappelten sich schnell wieder auf! Deutschland will eine Jagd? Die soll er bekommen! Zügig verfolgen sie die Beute!
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