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Hetalia(2p): Unter Freunde

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Mix
03.03.2021
14.11.2021
18
37.102
1
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Dieses Kapitel
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10.05.2021 1.656
 
Zarter Wind streichelte die Äste der Vergangenheit.  Die namenlose Farbe, in das der Himmel eingetaucht war, sorgte für eine friedliche Stimmung. Die Mauer eines Schlosses ragte über dem Horizont. Und am Tor stand er.

Winkend war Chibitalia am offenen Tor und freute sich auf das Wiedersehen eines Versprechen. Nicht irgendein Abkommen wurde damals getroffen,  sondern ein Schwur des Herzen in aller Ewigkeit.  Besiegelt wurde dies mit ein Kuss zwei Liebenden.

In edler schwarzen Uniform kam der kleine Heilige Römische Reich am Tor an. Er war kaum verändert und selbst der Krieg hat ihm nicht mit Narben übersät. Ohne zu fragen, schloss er in die Arme seines lang vermissten Freund. Er hielt sein Versprechen ein, aber galt es auch für Italien?

Chibitalia erstarrte in der Umarmung und konnte sie nicht wiedergeben. So groß die Schuld, die er in seinem Herzen trug. Im nächsten Augenblick waren zwei erwachsene Männer in der Umarmung. Norditalien als aus gereiftes Land,  das sich selbstständig machen konnte und die ältere Version vom Heilige Römischen Reich,  der Germanien ähnlich sah und einige Narben in Gesicht trug. Er war nicht Ludwig!

"Warum hast du dein Versprechen gebrochen? Warum?", fragte der blondhaarige Mann mit meeresdunklen Augen.

"Ich, warum bist du nicht zurückgekehrt?  Warum hast du mich in Stich gelassen?", jammerte der Italiener in seinen Armen.

"Italien,  ich war nie wirklich weg. Ich bin hier in deinem Herzen. ", erwiderte der Mann mit schwarzer Uniform und strich über dessen Brust.

"Aber warum hast du dich nie gemeldet? Ich wusste gar nicht, was mit dir war oder wo du bist. ", klagte Feliciano ihm an. Er musste an die schmerzliche Zeit zurückdenken. In Unwissenheit und Einsamkeit.  Doch dann kam Deutschland,  der zwar Ähnlichkeiten mit dem Heiligen Römischen Reich besaß,  aber es einfach nicht war.

Der größere Mann trennte die Umarmung und sah ihm vorwurfsvoll an.

"Irgendwann werde ich mein Versprechen einhalten und ich erwarte, dass du solange dein Versprechen, an mich, einhälst!", setzte der Mann mit tiefer ruhiger Stimme nach.

Norditalien schritt zurück und sah leicht entsetzt auf ihm. Er soll die Beziehung zu Ludwig beenden?

"Ich werde wieder zu dir heimkehren und dann glücklich werden. Bitte halte solange unsere Hoffnung in Takt und warte auf mich!", bat der Heilige Römische Reich ruhig und strich zärtlich auf Felis Wange.

"Ich liebe dich nach wie vor und weiß,  dass du das selbe für mich empfindest.", flüsterte das vergessene Reich sicher und näherte sich seinem Geliebten.  Ein unvermeintlicher Kuss unterstrich seine Aussage.

"Karl, ich....", kam nun Feli zur Wort, aber er konnte nicht. Er sah in seine Augen und war wie gelähmt. Alte Gefühle vergessener Zeit sprießen wieder hoch und neue Sehnsüchte überschlugen die alten. Wie konnte er nur vergessen,  dass er ihm damals so geliebt hatte? Es fühlte sich richtig in seinem Armen an. Und doch überkam ihm ein Gefühl des Verrats an einem Freund, den er kürzlich die Liebe gestanden und so mit der Vergangenheit abgeschlossen hatte.

"Warum bist du hier? Wo warst du? Warum jetzt?", begann Feli verzweifelt seine Gedanken vom Leib zu weinen.

"Versteh doch,  ich kann nur seelisch bei dir sein. Mein Körper wurde 1806 von Frankreich getötet,  aber ich habe ein Versprechen und das lässt mich weiterleben und dich bei allem was du tust beobachten. Ich bin für immer an deine Seite, verstehst du? ", erklärte Karl tröstend und wischte sanft die Tränen von Felis Gesicht.

"Warum kamst du nicht früher? Hast du nie gesehen,  wie ich Nächte lang um dich geweint habe?", möchte Norditalien eine Erklärung und schmiegte sich an ihm ran.

"Auch ich litt damals. Ich habe mich so geschämt und schäme mich immer noch. Den Krieg habe ich nicht gewonnen und dich so im Stich gelassen.  Ich dachte, dass ich  bald ein Weg finden werde, mein Versprechen doch zu halten. Solange solltest du warten.", erwähnte Heilige Römische Reich und erwiderte die Umarmung.  Endlich konnte er ihm gegenüber stehen,  sehen und spüren. Warum hat er sich solange Zeit gelassen? Er hätte einfach auf ihre Liebe verlassen sollen. Das wird er künftig und hofft, das Feli auch bereit für ein Neuanfang war.

"Ich liebe dich,  Feliciano!", fügte Karl zu und gab ein Kopfkuss.

Feli konnte nichts sagen, weil er leise weinte.

"Feli, was hast du? Hey wach auf!", weckte eine bekannte deutsche Stimme.

Auf einmal verschwand alles und  die dunkle Realität holte Norditalien ein. Doch Ludwig machte längst das Licht an und sah fragend zu Feli, der erstmals die Tränen von seinen Augen wischte.

"Ich weiß,  dass Heute vieles drauf und drüber ging. Also rede mit mir. Was hast du?", möchte Deutschland seelenruhig wissen.  Nicht wissend, was den Italiener verstimmt.

"Ludwig, bitte hasse mich nicht.", bat Feli und wie so oft, nachdem Italien das fragte, erwiderte Ludwig:" Ich werde dich nicht hassen. Nun erzähle, was dich traurig stimmt."

"Gut, ich habe vom Heiligen Römischen Reich geträumt und er erinnerte mir an unseren Versprechen. ", erwiderte Feli und Ludwig hörte weiter zu.

"Er versprach mir, wiederzukehren und ich ihm, dass ich solange Warten werde.", setzte Norditalien fort und je mehr er offenbarte,  umso nervöser spielte er mit der Decke. "Wir waren ein Paar, weißt du.", ergänzte Feli flüsternd.

Nun fragte Ludwig direkt:" Bereust du etwa, mit mir zusammen zu sein? Willst du weiter auf ein totes Reich warten?"

"Ve no, ich bereue es nicht, nur weiß ich nicht, was ich tun soll? Ich liebe dich Ludwig und Karl auch. Er versprach mir, wiederzukehren.", sagte Feli und wollte seine Hand nehmen, was Deutschland erstmals unterband.

"Feliciano,  ich will wirklich nicht zwischen deinem Gefühlen stehen. Drum gebe ich dir Zeit. Nehme sie und entscheide,  wem du lieben möchtest. Ich werde warten. ",  schlug Ludwig vor und schluckte sein Frust weg. Irgendwie war es auch so schön,  um wahr zu sein.

Feliciano beobachtet,  wie Ludwig Abstand gewann und ihm den Rücken kehrte.

Es fühlte sich falsch an, doch wem ist er verpflichtet? Soll er wirklich auf seine alte Sehnsucht warten und Ludwig aufgeben oder wäre es besser, das vergangene zu Vergessen? Ludwig ist jetzt hier, bei ihm und nahm den Kummer auf sich,  um seine gefühliche Barriere aufzunehmen. Er denkt immer an ihm, bevor seine Gefühle ran kamen. Ludwig möchte wirklich sein Wohlbefinden wissen und  tat so einiges, um dieses Ziel zu erreichen.  

Doch dafür ein Versprechen brechen, dass für alle Ewigkeit hielt? Was würde passieren,  würde Karl dann für immer verschwinden? Er hat Karl endlich wieder in die Arme schließen können und es war wie damals. Nur würde er sich endgültig entscheiden,  wird er jemand für immer verlieren. Warum musste es ausgerechnet jetzt die Zweifel kommen? Er liebt Ludwig und Karl auch, aber er kann nicht deuten, wem er am meisten liebt.

Auf ein totes Reich warten, dass argumentierte Deutschland. Glaub er etwa nicht an die ewige Liebe,  die selbst nach den Tod währt? Ist für ihm selbst die Liebe vergänglich? Was wenn er kein Interesse an ihm in später Zukunft hegt? Würde Deutschland ihm verlassen und Italien bereuen, das einzig wahre Reich den Rücken für eine kurzzeitige Beziehung gekehrt zuhaben?

Traurig über diese wirren Gedanken seiner undurchsichtbaren Gefühlen, rollte sich Italien in seiner Decke ein und Ludwig machte stumm das Licht aus. Seine Enttäuschung konnte Italien nicht sehen. Noch hatte er gehofft,  Italien wüsste gleich, wem er Lieben würde, aber anscheinend hat er die Liebe zwischen Heiligen Römischen Reich und Norditalien unterschätzt.  Feliciano war wirklich unentschlossen,  wem er versprochen war.

Auf dem richtigen Weg zum Flughafen parkte Amerika am Halteverbot und Ivan fragte:" Soweit, so gut.  Und wie kriegen wir Arthur in den Koffer? Als Bewusstloser würde er mehr Aufsehen erregen."

"Ach kennst du immer Ärger mit Barney? Wie werden ihn locker durchschleusen.", grinste Alfred und stieg aus.

Stumm folgte Russland Amerika,  der Arthur vom Kofferraum hievte und unter den einen Arm huschte und Ivan erwartungsvoll ansah.

Lächeln tat der Riese dem Spinner gleich und rutschte unter den anderen Arm von Arthur.

"Jetzt mir einfach nachmachen.  Bezahlen wird mit Arthurs Kreditkarte,  zufällig kenne ich seinem Pin.", grinste Alfred und schnappte sich das Portemonnaie aus der Gesäßtasche. Dann gehen sie weiter und Alfred jubelt:" OLE OLE OLE PARTY PARTY!"

Ivan sah den Spinner ungläubig von der Seite. "OLE OLE OLE PARTY PARTY, CMON IVAN! OLE OLE OLE PARTY PARTY", sang USA vor und kopfschütteln sang Russland weniger euphorisch nach. So sahen wie betrunkene Passanten aus, die auf den Weg nach Hause waren und ein Freund mitzerren. Bessere Tarnung gibts nicht. Arthur wollte Erwachen, aber ein Schlag auf den Hinterkopf bewahrte den Briten davor.

Das Team Moriarty mobilisierte sich. Sie besaßen private Jets und LKWs.

"Gut viel Erfolg Moran, Bond und Louis. Wir werden uns in Frankreich wiederfinden. ", sagte William lächeln und stieg in den LKW mit ihrer Anlage im Anhänger ein. Die drei Genannten durften Fliegen nach Spanien,  wo Moriarty den Ort des Amerkaners ermittelt hat. Den Rest war Ihnen überlassen.  Albert durfte am Steuer des LKWs sitzen und Fred und Hubert waren weitere Insassen des LKWs. Fred werden sie an der nächsten Stadt absetzen und sie werden weiterfahren nach Paris,  um Francis einen Besuch abzustatten.  Er kennt sie und das müssen sie einkalkulieren.

Doch trotz Rückschläge gelangen sie weiter zum Ziel. Nichts wird sie aufhalten.

Am neuen Morgen wachte Feliciano langsam auf und schaute auf die leere ordentliche Hälfte ihres Bettes. Nur von Ludwig keine Spur.  Stattdessen lag auf das unberührte Kopfkissen ein Brief.  Norditalien ahnte schlimmes und schnappte panisch dem Brief.
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